Zu linksradikal – nicht für Kirchens

Vorwurf an Lifeline: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kapitaen-claus-peter-reisch-faehrt-nicht-mehr-fuer-lifeline-a-a298da6e-39e9-42c3-bd48-b6441b168889

Für ihn sind sie zu linksradikal – für Kirchens nicht: https://www.kath.net/news/70338 – der Artikel – harter Tobak: Kirche erkauft sich das Wohlwollen der medialen Öffentlichkeit – man achtet aufgrund der schlechten Publicity sehr auf PR-Berater… Auch dieser Beitrag lässt an Heftigkeit nichts übrig: https://www.kath.net/news/70328

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Alarmismus + Geräuschpegel-Unsitte

Ich finde das ein schönes Beispiel dafür, wie sehr Alarmismus die Menschen ergreift: https://www.bento.de/gadgets/iran-konflikt-tiktok-influencerin-warnt-vor-drittem-weltkrieg-jetzt-wird-sie-angegriffen-a-b7899a39-4830-4659-92a5-a9bf794271f1 Ich sehe die Influencerin insofern eher als Opfer.

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In diesem Beitrag zu den BündnisGrünen findet man die Aussage:

Der Geräuschpegel beim offiziellen Festakt war enorm hoch. Sogar bei der Rede des Staatsoberhaupts wurde im hinteren Teil des Saals derart laut gesprochen, dass Steinmeier nur schwer zu verstehen war. Zweimal ermahnte Habeck seine Parteifreunde, vergeblich.

Das fällt mir in letzter Zeit auch häufiger auf: Auditorien, die keine Höflichkeit gegenüber dem Referenten zeigen. Sie Schwätzen, was das Zeug hält – ich, ich, ich, sagen die Hinterbänkler*innen.

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FFF / F4F

Ich weiß nicht, ob es wirklich gut ist, wenn sich die FFF von der Straße lösen. Denn das war ihre Besonderheit und Stärke, viele Jugendliche und Kinder mobilisiert zu haben. Wenn sie sich jetzt auf kleine aktionistische Grüppchen zurückziehen, wie Greenpeace oder Peta, oder fotogene Protagonist*innen in den Vordergrund stellen, dann haben sie ein Stadium erreicht, das sie nicht von anderen unterscheidet.

Die Stärke der FFF war, dass sie Kinder und Jugendliche für das Umweltthema begeistern konnte. Wenn es jetzt noch ohne Feindbild geht, sondern damit, den Kindern und Jugendlichen zu verdeutlichen, was sie selbst dazu beitragen können – nicht nur die anderen – dann haben sie auch langfristig für die Zukunft viel erreicht.

Was können Kinder und Jugendliche selbst beitragen? Zum Beispiel Smartphones und PC aus Energie-Gründen nur für relevante Sachen verwenden (ohne jedoch vorzuschreiben, was „relevant“ ist), dass sie sich nicht von Mama/Papa Taxi zur Schule fahren lassen, dass sie achtvoll mit Pflanzen und Tieren umgehen sollen, dass der Fleischkonsum reduziert werden soll usw. Denn auch die FFF kommen nicht darum herum, langfristig zu denken.

Das macht Arbeit. Ist kein Selbstläufer mehr. Wenn es wärmer wird, geht man wohl auch wieder lieber auf die Straße. Aber die Aktivist*innen dürfen nicht vorher müde werden.

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Organ-Spende + Büchse der Pandora

Ja, Organ-Spende muss Spende bleiben. Der Staat darf sich nicht anmaßen, über den Körper – und auch nicht über den Geist – der Menschen bestimmen zu dürfen. Wir sehen Erosionen auf beiden Gebieten. Der Staat greift immer stärker ein. Wie sehr benötigt man an dieser Stelle wahre liberale, die dem Staat mit Blick auf das Thema „Freiheit“ Paroli bieten. https://www.tagesschau.de/inland/organspende-179.html

(Nachtrag 16.1.: Es ist gut, zu erfahren, dass der Bundestag so abgestimmt hat: https://www.tagesschau.de/inland/organspende-bundestag-zustimmung-101.html Jetzt gilt es freilich, sich für die freiwillige Organspende einzusetzen.)

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Die Büchse der Pandora wird geöffnet: https://www.kath.net/news/70349

In Kanada werde der medizinisch assistierte Selbstmord aus diesem Grund zunehmend als „Wohltat für die Gesellschaft“ bezeichnet. Smith führt zur Illustration einen Artikel aus der Zeitung Ottawa Citizen an, in dem zunächst die Zunahme an Organspenden von Menschen, die Euthanasie in Anspruch nehmen wollen, aufgezeigt wird.

Nach dem Motto: Willst du nicht mehr weiterleben – mach wenigstens andre Menschen glücklich.

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Menschen vergessen + Feinstaub + Ozeane zerstören + EU: Wer soll das bezahlen? + Bürger bezahlen alles + Manipulation + Klimahysterie

So ein Artikel kommt dabei heraus, wenn man die Firmen betrachtet, aber die Menschen vergisst, für die diese Firmen arbeiten. Zudem wird vergessen, dass es auch sowas wie Konkurrenz gibt – und dass Firmen, die das nicht beachten, auch bankrott gehen können – mit Auswirkungn auf eine ganze nationale Wirtschaft. Aber sowas übergehen wir doch gerne, wenn wir irgendwelche Leute an den Pranger stellen können: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimaschaedliche-firmen-wir-machen-s-kaputt-und-ihr-bezahlt-kolumne-a-c8f0e3c3-2f5f-4817-b16e-36d6097e58d5

(Wenn Firmen Verträge brechen, weil sich der Wind gedreht hat, dann werden die Firmen wie das Land Schaden nehmen, denn man weiß zurzeit der Vertragsschlüsse nie, in welche Richtung sich welcher Wind wehen wird. Man darf davon nicht abhängig sein. Nicht Gesinnungen halten am Leben, sondern Arbeit und Export.)

Kurios ist auch dieser vollkommen sachliche und informierende Kommentar, der schon im Titel signalisiert, wes Geistes Kind die Verfasserin ist – bzw. die Stellung auf spiegel online ganz oben – wes Geistes Kind die Spiegel-Redaktion ist: https://www.spiegel.de/wirtschaft/siemens-chef-joe-kaeser-und-die-nachhaltigkeit-der-maulheld-a-6d6a8c4a-74d8-403d-833e-ccf245341782 Der Beitrag unter „Wissenschaft“ gestellt?; https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/siemens-beschluss-zu-kohlebergwerk-empoert-australische-umweltschuetzer-

Einfach so wird übrigens in beiden Artikeln Australien nebenbei in die Argumentation eingeworfen. Liegt natürlich nahe, weil alle von Australien sprechen. Ob Australien wirklich ein sinnvolles Glied in der Argumentationskette ist, wird sich erst noch zeigen müssen.

Und gleichzeitig kommen dann solche Beiträge – Anstiftung zum Energieverbrauch: https://www.spiegel.de/karriere/bewerbung-per-video-zur-jobzusage- und https://www.spiegel.de/reise/fernweh/suedafrika-so-reisen-sie-sicher-durch-eins-der-schoensten-laender-der-welt- und: https://www.bento.de/tv/the-circle-auf-netflix-warum-wir-diese-sendung-verdient-haben- und: https://www.spiegel.de/kultur/musik/dr-motte-will-loveparade-wiederbeleben- usw. usw. Alles Klimaneutral. Vielleicht wird dafür ja das eine oder andere Bäumchen gepflanzt. Ärgerlich ist die Heuchelei dieser und ähnlicher Blätter. Krokodilstränen weinen – dann aber munter weitermachen da, wo man es heute gerne sieht. Auto = bäh, Flugzeug = bäh – aber elektronische Geräte = wow, Reisen = wow…

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Feinstaub: https://www.spiegel.de/panorama/philippinen-blitze-bei-ausbruch-von-vulkan-taal-a-9b5f6cad-f7d1-4b2e-a23b-3c12d34fdf97

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Die EU hat es ja: https://www.spiegel.de/politik/ausland/green-deal-der-eu-ursula-von-der-leyen-und-ihr-billionen-versprechen-a-da790e50-2c7d-4223-bb26-bec41cb8e450 Sie hat es eben nicht. Darum muss von der Leyen jetzt betteln gehen. Und manche Länder werden vermutlich ihre Geldsäckel recht zu halten, weil sie das nicht für relevant halten, was die Deutsche von der Leyen als Hauptparole ausgegeben hat.

Interessant die Formulierung:

Am Dienstagnachmittag diskutiert das Europaparlament, das zuletzt reichlich reißerisch den „Klimanotstand“ ausgerufen hatte, über die Pläne, für Mittwoch ist eine Resolution geplant.

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Ozeane: Ja, das ist wirklich ein Trauerspiel, die Ausbeutung der Ozeane: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/york-hovest-bildband-ueber-bedrohte-meere-und-ihre-retter-a-1285364.html

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Es ist kein Konzept, wenn man alles dadurch verändern will, dass man den Leuten das Geld aus der Tasche zieht: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/wie-sich-die-landwirtschaft-mit-10-euro-pro-monat-umkrempeln-liesse-a-4c4ddead-1a0b-4b94-a5f3-ed02baa9535e Man kann ja das eine oder andere Projekt in Erwägung ziehen – aber 100 Projekte gleichzeitig, die allen Geld aus der Tasche ziehen, dürften nicht unbedingt Freude an Vorhaben der Aktivisten (von der Regierung über NGOs und Einzelaktivisten) fördern. Diese Wohlmeinenden müssen aufpassen, dass sie nicht irgendwann das Gegenteil erreichen, weil sie den Bogen überspannen. Und ständig irgendwelche Zahlungen zu propagieren, fördern allein schon ein Abgezockt-werden-Gefühl.

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Sie wollen sich nichts vorschreiben lassen, von dem sie nicht überzeugt sind: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/volkswagen-vw-verkauft-so-viele-autos-wie-noch-nie-16578891.html Wie heißt es in einem anderen Zusammenhang – gilt aber auch in dieser Fragestellung: So leicht manipuliert man uns nicht… https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/debatte-um-organspende-so-leicht-manipuliert-man-uns-nicht-16576429.html

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Da hat man doch wieder ein Wort gefunden, dass man sehr schön zum Unwort des Jahres erklären kann, das ist so schön politisch – man kann so seinen Gleichmarsch signalisieren: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2020/01/14/klimahysterie-ist-unwort-des-jahres-2019/ Spannend finde ich, dass das Wort Hysterisch gleich in die Krankheitsecke gesteckt wird. Man kann auch sagen: Jemand lacht hysterisch, schreit hysterisch… – da ist keiner krank, sondern nur momentan außer sich. Aber zur Polemik gegen das Wort passt natürlich die erstgenannte Interpretation besser.

Das Wort „Ethikmauer“ hatte ich noch nicht wahrgenommen.

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Gottes Bund

Gott hat mit seinem Volk einen Bund, einen Vertrag geschlossen.

Gott hat seinem Volk einen neuen Bund, einen neuen Vertrag versprochen.

Gott hat den neuen Bund, so glauben Christen, geschenkt.

Christen verachten den neuen Bund, brechen den neuen Vertrag.

Gott wird keinen neuen Bund, keinen neuen Vertrag anbieten.

Gott bietet aber an:

Kehrt um zu Jesus Christus, lasst Euch durch ihn und in ihm mit dem neuen Bund verbinden.

Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten wurde, nahm er das Brot, dankte und brach’s und gab´s seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset; das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis. Ebenso nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, und dankte, und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus, das ist mein Blut des neuen Bundes, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, sooft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.

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Der Blog wird voraussichtlich bis zum 22.1. Pause machen.

Europa auf den Abstiegsplätzen

Die politischen GlobalPlayer sind die USA, Russland und China. – Dann kommt so das kleine Europa, will mitspielen. – Dann wuselt es diplomatisch herum, und bis es zu einem Beschluss kommt, wurden längst politische Fakten geschaffen. – Dann wuseln sie nur noch medial bejubelt hinterher.

Weil man politisch nicht so ganz klar kommt, versucht man auf Ebenen aufzutrumpfen (Umwelt), die andere nicht interessiert, bzw. nur insoweit interessiert, als es wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch gerade wichtig ist. So denkt man: Wir sind die besten!, propagiert: Wir sind die besten – wollen es zumindest sein! Aber was soll das eigene Schulterklopfen bewirken? Wir wollen die besten sein – und was folgt? Man hat sich zu Boden ge-bestet – und alle GlobalPlayer und die, die am Aufsteigen sind, freuen sich, ein lästiger Konkurrent weniger.

Das scheint auch so gewollt zu sein. Das kann man vielfach beobachten. Kramp-Karrenbauer hatte zum Beispiel einen Versuch gestartet, es etwas zu verändern, wenn ich an Türkei in Syrien erinnern darf. Wurde aber medial zurückgepfiffen und auch verspottet. Sie kam zu spät. Die Türkei hatte längst gemacht, was sie wollte. Aber der Ansatz war richtig: Im Vorfeld versuchen, etwas zu verändern.

Letztlich hat Europa keine Macht. Wirtschaftlich im Augenblick noch verhältnismäßig stark, schwächt es sich selbst immer mehr durch massenhafte Irgendwas-Auflagen und Selbstfesselspiele. Wenn Europa sich selbst arm und bedeutungslos gemacht hat, weil es sich verkauft hat, sich und seine gute Tradition missachtet hat, dann wird es ein Hauen und Stechen geben. Die Fit sind, werden auswandern und die GlobalPlayer stärken. Aber hier wird nichts mehr los sein, außer Trauer, was war es doch einmal so schön in diesem alten Europa. Wie sehr haben wir die Welt beeinflusst! Wissenschaftlich ist es auch am Kämpfen, damit es die vorderen Ränge behält – aber ist wohl auf dem absteigenden Ast. Man macht mit, so gut es geht, versucht nicht ganz abgehängt zu werden. Aber innovativ? Wenn, dann wird es von anderen abgekauft.

Doch wenn dann irgendwann die ideologischen Sichtweisen alles beherrschen und Freizeit als Ziel des Lebens angesehen wird, wenn das, was an Know How noch da ist, an die GlobalPlayer verkauft wird, wenn viel Geld für Larifari ausgegeben wird, kann man den Niedergang schon absehen.

Ohne finanzielle Macht kann man aber auch politisch nicht bestehen. Man wird zerrieben und hechelt hinterher. Manche scheinen überall hinreisen zu können und Fotos zu machen als Globalisierung zu verstehen. Manche meinen, wenn man möglichst viele Waren aus allen Ländern kaufen kann, das ist Globalisierung. Manche meinen, wenn man in Brüssel möglichst viele Sprachen hört, dann sei das Globalisierung. Das ist alles schön. Aber will die EU wirklich globalisiert aufgestellt sein, dann muss sie finanziell stark sein, muss auf irgendeiner Ebene Macht haben, auch wenn es eine Machtnische ist, muss etwas anzubieten haben, muss Druck machen können. Vor allem: Europa muss eine Strategie entwickeln.

Ich finde den Ansatz europäischer Politik gut. Deeskalation heißt die Devise. Aber, um das wirklich durchsetzen zu können, muss man stark sein. Sonst ist man ein Gschaftlhuber, man tut und macht und keiner achtet wirklich darauf, weil es nur ein hektisches Herumwursteln ist.

Von daher denke ich, man muss wirtschaftlich klug und nicht ideologisch handeln. Man muss Wissenschaft wirklich innovativ gestalten, nicht verknöchert, man muss ihr Freiräume geben, das heißt aber auch außeruniversitäres Know How fördern. Man muss wertschätzen können, was man hat und kann, muss es fördern. Man muss pädagogisch darauf achten, dass der Individualismus in einem guten Einklang gebracht wird mit gesellschaftlichen Interessen. Vor allem muss man in allem flexibel sein. Und dann eine politische Strategie entwickeln, damit man nicht hinterher wuselt, sondern schon im Vorfeld Staaten und vor allem die Bevölkerung beeinflusst. Man muss eine Strategie entwickeln: Wie geht man als deeskalierende Staaten mit bösartigen Regierungen (Nordkorea, Iran, China…) um. Wie kann man sie unterlaufen.

Solange Europa Anhängsel der USA-Politik bleibt, so lange wird es erpressbar sein (Nordstream 2). Man ist dann angewiesen auf Russland, das sich langsam unter Schmerzen von den USA und Europa freistrampeln musste. Aber ohne langfristige Strategie geht das alles nicht. Die besten Botschafter Europas sind langfristig gesehen viele NGOs, weil sie Einfluss nehmen auf eine weltweite Gesinnungsveränderung, indem sie die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung wahrnehmen und fördern. Übrigens auch der Ansatz der Kirchen. Als eine solche versteht sich die Europa-Politik streckenweise. Aber das ersetzt keine Politik. Um wirklich mitspielen zu können, muss man im Vorfeld strategisch denken – auch machtpolitisch und finanzpolitisch.

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Wessel-Sturm – Braune Masse

In dem Buch von Claude R. Foster: Der Prediger von Buchenwald Paul Schneider. Seine Lebensgeschichte (Hänssler 2001) finden wir auf den Seiten 316ff. die Auseinandersetzung während einer Trauerfeier. Ein junger Mann war gestorben und der NS-Kreisleiter beendete seine Trauerrede mit den Worten:

„Kamerad Karl Moog, nun bist du in Horst Wessels himmlischen Sturm eingegangen.“

Dagegen wandte sich Pfarrer Paul Schneider, weil die christliche Beerdigung durch nationalsozialistische Ideologie ersetzt werden sollte.

Das Horst Wessel-Lied fordert, dass die Straßen frei gemacht werden sollten für den „Sturmabteilungsmann“, es wird zum Angriff, zum Sturm geblasen… Das hat dann der DC-Pfarrer Hossenfelder drei Jahre nach der Ermordung Wessels in einer Trauerrede auf einen SA Führer aufgegriffen und sprach von der „großen grauen Armee“ im Jenseits, im himmlischen Wachdienst, bei „dem ewigen Sturm Horst Wessels“. https://www.zeit.de/2003/39/H_Wessel-Lied/seite-3

Das bedeutet, der Nationalsozialismus – besser: nationalsozialistische Pfarrer – hat versucht, unter anderem die Jenseitserwartung des Christentums aufzugreifen, sie aber in seinem Sinn umzuprägen. Nicht bei Gott sein, sondern als braune Masse die irdische braune Masse unterstützend im Kampf.

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Insektenatlas

Natürlich gehen Insekten in trockenen Sommern zurück. Schlimm wäre es, wenn die Sommer immer so trocken blieben. Aber im Augenblick regnet es wieder gut – vielleicht bekommen wir dann auch mal wieder einen Regen-Sommer. Dann werden zwar alle klagen: Wo bleibt der Sommer! und sagen: Klimaerwärmung! – aber wenn es dosiert ist, tut es auch den Insekten gut. Dann aber wieder die Dramaturgie: 90% Ernterückgang drohe. Warum nicht 100% oder 60%? Endlich sind sie von der Zuchtbiene abgekommen – und haben auch kapiert, dass nicht nur die Biene die Blüten bestäuben. Alle, die ein wenig die Natur beobachten, wussten das schon längst. Aber die Stadtmenschen kann man ja mit solchen dramatischen Zukunftsprognosen in Panik versetzen.

Ich selbst tue viel für Insekten. Ich finde sie auch äußerst wichtig – aber nicht nur wegen der Ernte und als Vogelfutter, sondern auch als Geschöpfe. Daher begrüße ich alles, was sie schützt. Aber Alarmismus und schädliche Gegenmaßnahmen finden in mir immer einen Trotzkopf.

Zumindest wird in dem Beitrag endlich gesagt, dass es eine „relativ dünne Datenlage“ gäbe. Man ist doch vorsichtiger geworden.

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