Wessel-Sturm – Braune Masse

In dem Buch von Claude R. Foster: Der Prediger von Buchenwald Paul Schneider. Seine Lebensgeschichte (Hänssler 2001) finden wir auf den Seiten 316ff. die Auseinandersetzung während einer Trauerfeier. Ein junger Mann war gestorben und der NS-Kreisleiter beendete seine Trauerrede mit den Worten:

„Kamerad Karl Moog, nun bist du in Horst Wessels himmlischen Sturm eingegangen.“

Dagegen wandte sich Pfarrer Paul Schneider, weil die christliche Beerdigung durch nationalsozialistische Ideologie ersetzt werden sollte.

Das Horst Wessel-Lied fordert, dass die Straßen frei gemacht werden sollten für den „Sturmabteilungsmann“, es wird zum Angriff, zum Sturm geblasen… Das hat dann der DC-Pfarrer Hossenfelder drei Jahre nach der Ermordung Wessels in einer Trauerrede auf einen SA Führer aufgegriffen und sprach von der „großen grauen Armee“ im Jenseits, im himmlischen Wachdienst, bei „dem ewigen Sturm Horst Wessels“. https://www.zeit.de/2003/39/H_Wessel-Lied/seite-3

Das bedeutet, der Nationalsozialismus – besser: nationalsozialistische Pfarrer – hat versucht, unter anderem die Jenseitserwartung des Christentums aufzugreifen, sie aber in seinem Sinn umzuprägen. Nicht bei Gott sein, sondern als braune Masse die irdische braune Masse unterstützend im Kampf.

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