FFF / F4F

Ich weiß nicht, ob es wirklich gut ist, wenn sich die FFF von der Straße lösen. Denn das war ihre Besonderheit und Stärke, viele Jugendliche und Kinder mobilisiert zu haben. Wenn sie sich jetzt auf kleine aktionistische Grüppchen zurückziehen, wie Greenpeace oder Peta, oder fotogene Protagonist*innen in den Vordergrund stellen, dann haben sie ein Stadium erreicht, das sie nicht von anderen unterscheidet.

Die Stärke der FFF war, dass sie Kinder und Jugendliche für das Umweltthema begeistern konnte. Wenn es jetzt noch ohne Feindbild geht, sondern damit, den Kindern und Jugendlichen zu verdeutlichen, was sie selbst dazu beitragen können – nicht nur die anderen – dann haben sie auch langfristig für die Zukunft viel erreicht.

Was können Kinder und Jugendliche selbst beitragen? Zum Beispiel Smartphones und PC aus Energie-Gründen nur für relevante Sachen verwenden (ohne jedoch vorzuschreiben, was „relevant“ ist), dass sie sich nicht von Mama/Papa Taxi zur Schule fahren lassen, dass sie achtvoll mit Pflanzen und Tieren umgehen sollen, dass der Fleischkonsum reduziert werden soll usw. Denn auch die FFF kommen nicht darum herum, langfristig zu denken.

Das macht Arbeit. Ist kein Selbstläufer mehr. Wenn es wärmer wird, geht man wohl auch wieder lieber auf die Straße. Aber die Aktivist*innen dürfen nicht vorher müde werden.

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