Kurz: Demokratie ist gefährdet, wenn an Schulen aus Angst demokratische Grundlagen nicht mehr thematisiert werden.
Aber der Druck – kommt der von den Muslimen oder von Autochtonen: Wenn du das sagst, könnte man dich mit der AfD in einen Topf werfen, oder: du unterstützt nur die Rechten usw.
Der Druck ist vielfältig. Demokraten benötigen Rückgrat und darum Unterstützung – keine schönen Schriften auf Hochglanzfolie.
Apropos auswandern: Wie sich doch alles wiederholt. Wieder kündigen einige an, auswandern zu wollen, wenn Trump siegt – eine Info, die gierig aufgegriffen wird. Aber: Wie viele sind eigentlich nach der Wahl Trumps, wie medial groß angekündigt, ausgewandert? <>
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Dass die New York Times zur Abwahl von Trump auffordert, weil er ohne Integrität sei, stellt sich die Frage nach der journalistischen Integrität der NYT <>
Es ist irgendwie alles so Déjà-vu-mäßig. Wird es auch ein Déjà-vu sein, wenn Trump dann doch wieder gewählt wurde?
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Ich finde unsere Medien interessant: Es liegt nahe für politische Gegner den Wählern zu signalisieren: Die Mehrheit eurer Gruppe ist für uns. Dieses durchsichtige Schauspiel erkennen wir sogar in unseren Medien: Die Mehrheit der Senioren ist nicht mehr für Trump; alte Wähler Trumps werden ihn nicht mehr wählen; Republikaner wenden sich von Trump ab… Das ist durchsichtige Parteipolitik, soziopsychologischer Trick. Warum bringen unsere Medien allenthalben solche Infos, die keine sind, sondern nur Parteipropaganda? Wir wählen doch nicht! Zudem ist es nicht die Aufgabe seriöser Medien, Parteipolitik zu treiben.
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Viele hoffen, dass Trump nicht mehr gewählt wird. Vor allem aber: die chinesische Regierung. Die Iraner dürften auch hoffen.
Egal, wer hofft oder nicht. Die Zerrissenheit der Menschen in den USA dürfte durch eine Wieder- oder Abwahl von Trump nicht geringer werden, weil es eine weltanschauliche Auseinandersetzung ist – wie an unseren Medien zu sehen – und keine parteipolitische. Aber ich wüsste immer noch gerne, wer die kommende Präsidentin Harris ist (voraussichtlich). Über sie hört man weniger als über Frau Barrett. Warum?
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Die Demokraten sind sehr gespalten. Wie die Republikaner. Die Republikaner sind aber wohl eher nicht weltanschaulich gespalten, während die Demokraten das sind. Ich fand interessant wie eine unterlegene Präsidentschaftskandidatin ihre Hoffnungen auf Biden setzt, weil er die Marihuanapolitik lockert, dann kamen erst andere Themen, die sich mit Biden ändern werden. Biden selbst weiß das sicher noch nicht, was er alles ändern wird. Dafür werden die Linken der Partei schon sorgen – so Trump: https://www.tagesschau.de/ausland/uswahl2020/uswahl2020-biden-demokraten-linke-101.html Von daher ist es auch wichtig: wer ist die kommende Präsidentin Harris? Eher eine traditionell orientierte Bidenerin oder eine, die dem linken Flügel zuzuordnen ist – in welchem Grad?
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Ich werde nicht so viel trumpen wie unsere Medien es tun. Ich befürchte, wir kommen, was die USA betrifft, vom Regen in die Traufe – oder von der Traufe in den Regen.
Nachtrag: Das klare Wort eines katholischen Priesters:
Eine Gegenposition – damit schließe ich den US-Wahlkampf in meinem Blog ab.
Und wenn Menschen das Kreuz aus der Öffentlichkeit verbannen wollen – so mahnt doch die Natur, so erinnern die kreuzförmigen Blütenblätter, erinnert das Kreuz des Südens – das Sternbild –, das Fensterkreuz, die Straßenkreuzung – sie alle sagen uns immer wieder: Du musst dich nicht entwürdigen lassen und selbst entwürdigen: Das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus gibt Dir die Würde zurück! Gott adelt dich, durch ihn wirst du groß – durch ihn bist du groß.
Joni Eareckson-Tada hatte einen schlimmen Unfall. Sie ist gelähmt und ist eine große Hilfe für viele gelähmte Menschen weltweit (Joni and Friends). Sie schreibt hier ihre Sicht der Theodizee-Frage (wie kann ein gerechter Gott Leid zulassen?): https://www.desiringgod.org/articles/paralysis-was-his-good-plan
Die Frage ist berechtigt: Er will eine Frau nicht anfassen – ist er Männer-Arzt? Oder sind für ihn die Hände ein Primär sexueller Körperteil? Fragen über Fragen.
Eine davon: Der Mann bekommt die Quittung vom Gericht. was bekommt nun das Gericht von Empörungsbereiten?
Treibjagden der Mimosen – Menschen die sich aus irgendeinem Grund von irgendwas betroffen fühlen, argumentieren nicht mehr, sondern fordern rede-, schreib-, Auftrittverbot – und das eben in Massen bzw. mit Blick darauf, Massen moblisieren zu können. Dazu s. als Beispiel: https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/medien/wir-erleben-mimosentum;art378,212810
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Der Glaube darf keine Rolle spielen, ob einer ein Amt bekommt oder nicht – aber er muss eine Rolle spielen, so sinngemäß Kamala Harris – und zwar eine die Person ausschließende Rolle. In dieser Haltung wird wieder die Arroganz und Intoleranz der Säkularen deutlich: Sie haben die Wahrheit, die richtige Weltinterpretation gepachtet. In einer Gesellschaft ringen notwendigerweise die unterschiedlichsten Kräfte miteinander. Und das ist aus demokratischer Sicht – nicht die der US Demokraten – auch gut so. https://www.kath.net/news/73153
Kann man von Ehrlichkeit auf Christlichkeit zurück schließen? Ich würde aber sagen, dass so mancher Christ auch anfällig ist für Versuchungen. Leider.
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Die Gefahr, die ich bei Fridays for Future sehe, ist, dass es sich um Strohfeuer handelt. Und diejenigen, denen alles nicht schnell genug geht, bleiben dabei, werden aber immer extremer und erreichen dadurch nur Ablehnung und Widerstand. Institutionen haben den Vorteil, dass sie einen längeren Atem haben. Wenn das Strohfeuer verraucht ist, können sie noch immer Schritt für Schritt am Ball bleiben: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2020/10/14/klimaforscher-kirche-spielt-herausragende-rolle-beim-klimaschutz/
Gestern war bei uns Kranich-Reisetag. Es war interessant zu sehen: Erst kamen sie keilförmig. Dann löste sich der Keil auf, sie knubbelten sich, schraubten immer höher. Das konnte ich bei verschiedenen Kranich-Keilen beobachten. Einmal hatte ich den Eindruck, sie warten auf einen anderen Keil.
Macron hatte kurz vor seiner Ansprache die Schulleiterin des Opfers getroffen. Er dankte ihr dafür, dass sie die Meinungsfreiheit und die Lehre der Meinungsfreiheit gegen alle Widerstände verteidigt habe.
Es ist darum bewundernswert, weil – zumindest zeigt das der Beitrag nicht – nicht das „aber“ kommt. Nach dem Motto: Gut, dass der Lehrer für Meinungsfreiheit eintrat – aber hätte er es nicht anders machen sollen? Nach dem Motto: selbst daran Schuld, wenn er ermordet wird.
Ohne eine zusammen gebrochene Wirtschaft kann man keine Klimapolitik machen – so viel zu dem Satz von Thunberg: Mit der Physik kann man kein Deal machen: https://www.tagesschau.de/ausland/thunberg-139.html
Sie gibt sich äußerst kämpferisch: Wir haben Kompromisse satt… – manche müssen die Realität wohl erst noch kennenlernen. Zerstörte und gegeneinander kämpfende Gesellschaften sind auch nichts Schönes. Aber vielleicht erlebt sie das noch, wenn man einen Klima-Führer, eher eine Klima-Führerin hat, die all die Ziele kompromisslos durchsetzt.
Ich freue mich über realistisch denkende kompromissbereite Politiker – Politikerinnen, die Verantwortung tragen und nicht mit ideologischer Verbissenheit ihr Ziel durchsetzen wollen.