Wie wir in den letzten Tagen immer wieder erkannt haben: Friede auf Erden gibt es nicht ohne den ersten Teil des Satzes: Ehre sei Gott.
Aber auch die Versuche der Menschen, die versuchen, den Frieden zwischen den Menschen hinzubekommen – ohne den ersten Satz – seien nicht klein geredet.
Jeder Mensch, der das Zusammenleben ohne Lug und Trug fördert, ist bewundernswert.
Wir können aus Gottes Liebe und Kraft heraus unser Leben leben.
Wir können uns mit Sorgen, Nöten, Verzweiflungen in Gott bergen.
Wenn wir sauer sind, zornig, traurig, ohnmächtig können wir alles Gott entgegenschreien.
Wenn alle gegen uns sind, klug, dumm, arrogant, niederträchtig – Gott erhebt uns.
Wir können anderen Gutes tun. Immer. Ohne Zorn. Auch dann, wenn sie gegen uns sind.
Eigentlich kann uns jeder Gegenwind egal sein. Denn Gottes Geist ist unsere treibende Kraft, die Welt im Sinne Gottes zu verändern. Er ist unsere Freude, unsere Hoffnung, unser Lied.
Vielleicht haben wir dem Jesuskind keine Geschenke zu bringen. Kein Gold, kein Weihrauch, keine Myrrhe. Vielleicht haben wir auch nichts, was wir an Gaben an uns selbst erkennen können, an guten Tätigkeiten, an guter Einstellung, an Gutem überhaupt.
Vielleicht haben wir auch einfach nur Traurigkeit, Melancholie, Müdigkeit. Die Freude, das Gottvertrauen sind verflogen. Das Schicksal hat uns gebeutelt und wir suchen irgendwie, uns über Wasser zu halten, irgendwie das Leben noch zu leben.
Vielleicht entdecken wir an uns auch nur Frechheiten, Unzuträglichkeiten, Zorn und Wut, brodelnde, unbeherrschte Tiefe.
Mensch, der Du am Boden liegst: Du selbst bist eine Gabe. Bring Dich selbst dem Gottessohn dar. Mit Deiner Unvollkommenheit, mit Deiner Niedergeschlagenheit, Deinem Fragen und Rätseln, Deiner Lebens-Verwirrung, Deinem Zorn.
Er lächelt Dich an. Er arbeitet an Dir. Er nimmt Dich, wie Du bist, Du musst Dich nicht verkrampfen. Schau ihn nur an. Kreise um ihn, nicht um Dich und Deine Mühen mit Dir selbst. Schau ihn nur an. Er lächelt Dir zu, nimmt Dich in den Arm und sagt: Fürchte Dich nicht.
Ja, Mensch, viele, viele andere Menschen und ich beten für Dich.
Und wenn Du fröhlich bist, munter, das Herz voll Gesang – schau auf ihn, schenk Dich ihm, ja auch dann, auch dann. (2013)
Was Glaubende wie Nichtglaubende wissen bzw. ahnen: Mit Jesus (Christus) muss es eine besondere Bewandtnis gegeben haben bzw. haben. Sonst würde man nicht so sehr um Jesus-Christus-Interpretationen ringen.
Einfach zu sagen: Vergessen wir Jesus – man weiß sowieso nichts über ihn – geht schlicht und ergreifend darum nicht, weil er eben nach 2000 Jahren noch immer eine so große weltweite Bedeutung hat – die Bedeutung, die kann man nicht leugnen, und wenn man ein noch so großer Anti-Jesus-Christus-Mensch ist; die kann man nicht leugnen, auch wenn man ein Mensch ist, der nichts Größeres über sich duldet – und somit auch den inneren Zwang verspürt, große Menschen klein zu machen.
An Jesus Christus kommt man nicht heran. Darum geht man gegen die Glaubenden vor. Das macht man physisch allerdings nicht mehr in zivilisierten Gesellschaften so. In zivilisierten Gesellschaften geht man gegen den Glauben vor. Man versucht es zumindest.
Die große Erzählung der christlichen Religion wird nicht aufhören. Weil die Erzählung nicht nur eine Erzählung ist. Die Wahrheit dahinter, die wir Christen in Worte zu fassen versuchen, ist selbst quicklebendig.
Es wird noch zig geben, die das tun. Die einen verbissen, die anderen klug, die anderen heiter, die anderen wissenschaftlich, die anderen emotional – wie wir Menschen halt so sind, glaubend oder nichtglaubend. Im letzten Jahrhundert gab es einige große Ideologien und Ideologen, die einen solchen Punkt mit Menschen-Massen setzten – Reste davon existieren noch immer. Die einen versuchen Religion mit der Psyche zu begründen, andere sozial, evolutionär – je nach Modethema, aber heute versucht man die Begründungen der Vorfahren zusammenzuführen. Eine scheinbar große Leistung. Dass es einer witzig-spritzig macht, ist auch nicht neu. Versucht hat das auch Eduard von Hartmann im 19. Jahrhundert. Und in diese Zeit fühlt man sich auch bei den Zeitgenossen, die von Nietzsche viel gelernt haben. Verbunden mit diesem witzig-spritzigen ist auch immer eine gewisse Hochnäsigkeit. Aber irgendworan muss man sich ja halten.
Philosophen erklären die Welt – sie wissen alles – auch dass es Gott nicht gibt. Die intellektuellen Hohenpriester haben die Priester ersetzt. Gelobt seien die Allwissenden.
Spannend ist, dass diejenigen, die einen Punkt hinter das Leben setzen, diesen auch hinter die Religion setzen. Die Sehnsucht der Menschen nach Schlusspunkten. Wahrscheinlich wird Gott ihnen den Gefallen auch machen. Wie auch immer der Schlusspunkt aussehen wird.
Besser kann ich es nicht sagen – um der Absurdität des Henn-Vorschlags begegnen zu können. Hat der eigentlich irgendeinen Sinn – auch mit Blick auf das Grundgesetz? Vielleicht – Verfassungsschutz… Naja, wenn Suizid erlaubt wird, passt auch der Vorschlag… : https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/impfen-corona-ethik-henn-ethikrat
Ich finde spannend: Man wirft den Puritanern vor, dass sie Feiermuffel waren. Die modernen Puritaner – also Feiermuffel – sind heute sehr lautstark. In den letzten Jahren gab es sie auch, aber jetzt fühlen sie durch Corona und der entsprechenden Politik Oberwasser. Menschen müssen feiern. Feiern müsste ein Grundrecht sein.
Journalismus auf Abwegen
Manipulieren, angreifen – guter Journalismus? Darunter verstehe ich anderes. Habe mich auch über den Beitrag gewundert, der hier angesprochen wird: https://www.kath.net/news/73871 Manche scheinen allerdings festgefahren: https://www.kath.net/news/53832
Menschen, ohne die unsere Gesellschaft kaum überleben würde, stellt man kalt. Und dann die Bedingungen für die Weiterfahrt, die kaum erfüllt werden können… Es ist eine Schande.