Wortbruch Erdogans: https://www.tagesschau.de/ausland/libyen-frankreich-tuerkei-101.html War es anders zu erwarten? Erdogan verfolgt mit Libyen ein Ziel. Da lässt er sich doch von sowas wie einem Treffen nicht stören. Seine libyschen Gegner tun es ja auch nicht. Interessant finde ich auch den Hinweis, dass Frankreich Griechenland und Zypern militärisch unterstützt, weil Erdogan provoziert und sich das Gas vor Zypern unterm Nagel reißen will.
Wie viel Religionskritik darf sein? Geht es in dieser Frage um Religionskritik oder Islamkritik? Bekanntlich ist heftige Kritik am Christentum seit einigen Jahrhunderten in Frankreich erlaubt. Was heißt: Erlaubt… – fragt einer danach, ob es erlaubt ist oder nicht? Wenn die Gesellschaft gut funktioniert: Nein. Religionen sind nicht sakrosankt. Das zu akzeptieren muss man lernen, wenn man in einer demokratischen Gesellschaft ankommen möchte. Mimöschen gibt es immer. Aber wenn die Mimöschen gesellschaftspolitisch aktiv sind, müssen sie Kritik schlicht und ergreifend ertragen.
In dem Beitrag geht es auch um den Tonfall, in dem Kritik erlaubt ist. Das ist eine spannende Frage: Wer entscheidet in einem freien Land, welcher Tonfall angemessen ist, welcher nicht? Es geht nicht um das, was die Gesellschaft als Beleidigung anerkennt. Das ist dann gerichtlich zu klären. Aber „Tonfälle“?
Was kann man viele Worte hören, darüber, wie wichtig das Ehrenamt sei. Je schriller diese Worte sind, desto stärker sollen sie wohl Missstände zudecken: Die Missachtung des Ehrenamtes. Wie sehr werden einfache muntere Tätigkeiten, die Menschen aus Spaß an der Freude gemeinsam tun wollen, durch Gesetze eingeschränkt. Die Freiheiten nehmen immer mehr ab. Letztlich vergällen sie die Lust am Ehrenamt (wie auch an vielen Berufen). Vorschriften hier, Vorschriften da, Formulare hier, Formulare da, juristische Finessen und Raffinessen, ausgedrückt mit Worten, die kaum ein Laie vorher jemals gehört hat – die dann noch von irgendwelchen Bürostuben-Menschen bekrittelt werden, mahnend erschrecken sie mit ihren Vordrucken die Ehrenämtler, machen Angst. Viele Ehrenämtler meinen, sie stehen mit einem Bein im Gefängnis, weil sie all die pingeligen Vorschriften nicht kennen – es hat doch auch alles ohne diese geklappt. Kirchen und die unzähligen Vereine – die gab es schon in Zeiten zum Wohl der Gesellschaft, als die Vorfahren unserer Netze-Tüftler noch gar nicht an sie gedacht haben. Einfach zwischenmenschliches fröhliches gemeinsames Vereins-Tun wird von allen Seiten staatlich eingeschränkt. Man muss im Grunde vom Mut der Ehrenämtler reden, dass sie trotz der immer engeren staatlichen Fesseln noch aktiv tätig sind. Ehrenamtlich.
Freilich gibt es steuerliche Anreize. Aber: Das Geld, das man da wieder ausgibt, hat man vorher einkassiert oder eingespart.
Zu diesem ganzen Gedöns, das sich in den letzten Jahren immer massiver bemerkbar macht, setzte dann die DSGVO-Vorschrift noch das saure Sahnehäubchen drauf. Was wird als nächstes ausgeheckt?
Im Folgenden ein paar Gedanken/Assoziationen zu dem Thema, biblische Aussagen aufgreifend: verfremdend aber dennoch die Intention nicht verfehlend.
Der Heilige Geist ist der Kommunikator schlechthin. Der Heilige Geist ist die innergöttliche Kommunikation und gleichzeitig die Kommunikation Gottes mit dem Menschen. Der Geist Gottes ist der Ursprung der zwischenmenschlichen Kommunikation, die Kraft wahrer, gelingender Kommunikation. Er ist es, der die Vielfalt zu eine Einheit führen kann – eine Einheit in Vielfalt. Der Geist der Freiheit ist der Kommunikator, der Freiheit ermöglicht und schafft. Denn der Geist Gottes lässt auch dem jeweiligen Menschen in seiner ganz besonderen Eigenheit Raum. Es ist der durch den Heiligen Kommunikator begeisterte, schöpferische Mensch, der auch eine Unmenge an kommunikativen Möglichkeiten wahrnimmt, sie weiter entwickelt. Der Geist Gottes ist es, der Christen zum Sprechen verhilft – darum haben Christen seit jeher sämtliche Kommunikationsmöglichkeiten wahrgenommen. Gott als Kommunikator lässt aber auch das Leiden der Kreatur zu Wort kommen, gibt dem durch Leiden Verstummten Sprache, hilft auch dadurch zu sensibilisieren. Wenn Glaubende zuweilen auch unverständlich reden, dann geht es um Kommunikation mit Gott, die dem anderen, dem nicht glaubenden Menschen, verborgen ist, deren Sinn ihm verborgen ist. Damit Glaubens-Kommunikation gelingen kann, muss der göttliche Kommunikator selbst den Adressaten für das Wort Gottes öffnen. Freilich berücksichtigt er die Freiheit des Gegenübers. Wenn Jesus mit Vollmacht redet, dann nehmen das nicht alle wahr. Wenn der Geistvolle in Vollmacht redet, bedeutet das nicht unbedingt Zustimmung von allen, sondern auch massivste Ablehnung bis hin zum: Kreuzige ihn!
Was ich in diesem Zusammenhang interessant finde: Haben Christen im Zeitalter der Kommunikation diesen Aspekt genug wahrgenommen. Haben Sie den Geist Gottes, der die Sprachlosigkeit, die leere der Worte überwinden kann, schon wehen gehört? Man sucht die Vielfalt in eine Einheit zu pressen, einen Gesinnungs-Einheitsmenschen zu schaffen – ohne den Kommunikator Gott, ohne Gottes Geist. Ohne den Geist Gottes, den Kommunikator, werden Menschen vom Tsunami der vom Menschen hochmütig gewagten Kommunikation fortgerissen, in den Strudel hinabgesogen. Wir reden geistlos – das heißt zu viel. Misslingende Kommunikation: Geschwafel. Worte, die der Geist nicht gibt, weil wir selbst meinen, Worte produzieren zu müssen. Der Geist der Freiheit – das bedeutet nicht, dass es nicht auch Geist-lose Freiheit gäbe. Menschen, rhetorisch, emotional, logisch und kommunikationstechnisch begeisternd – aber ohne die kommunikative Kraft Gottes. Nur geboren aus den Verführungskünsten der Menschen, also Kommunikation missbrauchend, den Heiligen Kommunikator verachtend, ihn übergehend.
Es ist spannend, Kommunikation aus der Perspektive des Geistes Gottes zu betrachten. Christen machen das von Anfang an. Nur: Ihn auch mit der Sprache der Gegenwart zu verkündigen, fällt Christen heute schwer, weil sie mit zu vielem beschäftigt sind – nur nicht mit Gottes Geist.
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Übrigens wird der Geist Gottes von jeher auch als der angesehen, der Menschen miteinander vernetzt.
Ein Feiertag am 8. Mai gäbe eine Gelegenheit, „über die großen Hoffnungen der Menschheit nachzudenken: über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – und Schwesterlichkeit.“ Wenn das gelänge, könnte ein „Bundespräsident vielleicht irgendwann sagen: Wir haben aus der Geschichte gelernt. Die Deutschen haben die entscheidende Lektion gelernt.“
In weniger als zwei Jahren erwartet die am Rhein in der Nähe der deutsch-französischen Grenze im Bundesland Baden-Württemberg gelegene Stadt Karlsruhe Zehntausende von Christinnen und Christen aus aller Welt, darunter auch Delegierte der ÖRK-Mitgliedskirchen und der ökumenischen Partner sowie zahlreiche Medienvertreter und -vertreterinnen und eine interessierte Öffentlichkeit, die teilnehmen und erfahren wollen, was Christ sein in der heutigen Welt bedeutet, und die diese Erkenntnisse weitergeben möchten.
Menschen, die versuchen, über andere Menschen Macht zu bekommen, sie in die Knie zu zwingen, auf welche Art auch immer, müssen gemeinsam abgewehrt werden. Man muss einen Ring um die Opfer bilden, damit sie außer Reichweite solcher aggressiver Typen sind.
Sein zentraler Vorschlag ist ein „Klima-Soli“: Jeder Bürger, der genügend verdiene, solle eine Abgabe zahlen für die Entwicklung und Förderung neuer Technologien.
Der Klimasoli hat freilich einen Nachteil: Da kann man nicht allen so schön sagen: Ich esse kein Fleisch mehr wegen des Klimas, ich fliege nicht mehr Flugzeug wegen des Klimas, den SUV habe ich nicht gekauft, weil ich lieber ein Fahrrad fahre, ich fahre nur noch 80 auf der Autobahn und schwimme in die USA… – darüber lässt sich bei jedem SmallTalk trefflicher reden als über Soli.
Die ehemaligen DDR-Bewohner hatten das Pech, dass um das Land herum eine Mauer der Freiheit gebaut wurde. Heute sind manche bestrebt, eine Mauer der Freiheit in die Hirne zu bauen. Viele werden sich das nicht gefallen lassen. Und wenn man nicht mehr vom Flughafen Frankfurt in den Urlaub fliegen kann, dann fliegt man eben von Paris oder Warschau. Das in der Hoffnung, dass nicht einmal eine Mauer an den Grenzen Deutschlands zu den anderen Ländern gebaut wird, damit keiner mehr in den Urlaub fliegen kann usw. Natürlich wird von Nudging-Fans auch diese Mauer die Mauer der Freiheit genannt.
Da kommt sie nun in einem anderen Gewand wieder, die German-Angst.
Jede Generation scheint ihre spezifischen Ängste zu haben und sich damit von den älteren Generationen abzugrenzen. Wie es sich für gegenwärtige ältere Generationen gehört: Sie machen mit. Und damit unterlaufen sie das Bedürfnis der Jugend, sich durch Abgrenzung eigenständige Menschen zu werden. Warum Abgrenzung Jugendlicher wichtig ist: https://www.lernando.de/magazin/381/Jugendkultur-Warum-Abgrenzung-wichtig-ist
Dass wissenschaftliche Organisationen auch unrühmliche Rollen spielen können – das wird nicht das letzte Beispiel sein. Auch Wissenschaftler und die Organisationen sind abhängig von Publicity. Interessant finde ich die Aussage:
2018 wurde das Verfahren gegen Zahlung einer Geldstrafe eingestellt, es gilt die Unschuldsvermutung.
Mehr darüber: https://blog.wolfgangfenske.de/2020/01/19/firmen-auf-umweltschutz-hin-ueberpruefen-ab-ins-ausland/ Dadurch wird nichts besser – selbst das „Deutsche Gewissen“ kann nicht reiner werden, da das, was Anstoß erregt, nur ins Ausland verlagert wird. Und dann kann man wirklich nichts mehr zur Verbesserung der Lage von Tieren machen. Hauptsache nicht auf unseren ca. 357.000 km2 – das kann doch wohl echt nicht die Lösung sein. Irgendwann kommen die Chinesen in der Demenzforschung einen ganzen Sprung weiter. Und wir kaufen ihnen dann die Medikamente mit gutem Gewissen ab. Wenn wir dann noch das Geld dazu haben.