Was wir lernen können ist, dass „Me Too“ keine Rechtsregel, keine Beweisregel, kein Schuldspruch und noch nicht einmal eine Anklage ist. Es ist einfach eine Meinung. Sie ist subjektiv, sie ist erlaubt, sie ist falsch oder richtig, sie ist politisches Programm, moralische Verdammung oder selbstgerechte Überhöhung.
Interessant darum, weil es Vorgaben des Staates gibt, die, wenn man dem Artikel glauben darf, eine notwendige Produktion verhindert hat. Ebenso sind es die Rahmenbdingungen der Politik, die die Produktion von Antibiotika im Land selbst einschränken.
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In diesem Beitrag wird auch der Föderalismus angesprochen. Das wird immer stärker thematisiert, Aber man sollte den Föderalismus verbessern und nicht, wie in vielen Beiträgen erkennbar, gegen ihn ankämpfen. Der Föderalismus ist ein sehr wichtiges Instrument, das nach der Zeit des Nationalsozialismus gepflegt werden muss. Wir sind nie vor Totalitarismen gefeit – aus welcher Richtung sie auch kommen. Der Föderalismus ist eine kleine Barriere dagegen. Mögen wir ihn pflegen – und wo Mängel erkennbar werden, da sollten sie abgestellt werden. Aber nicht der Föderalismus geschwächt werden.
Das werden sunnitische Staaten nicht zulassen – die USA auch nicht. Das bedeutet: Noch halten sich die iranischen Milizen ein wenig zurück, werden vom Iran wahrscheinlich vorgeschoben, um Anschläge zu verüben. Die Regierung des Irak muss natürlich vorsichtig agitieren, um den großen Bruder Iran nicht herauszufordern und die starken schiitischen Kräfte im Irak noch zu provozieren. Wenn sie es selbst nicht als Aufgabe ansehen, den Irak als Anhängsel an den Iran auszuliefern, sollte die Politik dort doch ein wenig mehr Rückgrat gegen iranische Expansionsgier zeigen.
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Wenn tatsächlich Erdogan versprochen worden sein sollte, dass Visa für türkische Staatsbürger abgeschafft werden sollen, dann war die EU mit Klammerbeuteln gepudert. Das bringt Erdogan einem seiner Ziele näher: Er schafft es nicht, das osmanische Reich Richtung Süden auszudehnen – es wäre dann in seinem Blick, endlich über Wien hinauszukommen. Erdogan ist äußerst ideologisch orientiert.
Ich denke, es wäre kein Problem, ein normales Verhältnis zur Türkei zu befürworten – in einer Nach-Erdogan-Zeit, in der hoffentlich die Islam-Ideologen (das bestreben von Erdogan hat eine andere Qualität als die des politischen Islam, deswegen wäre das Wort genauso wenig passend wie das Wort Islamismus) nicht mehr das Sagen haben. Aber Erdogan und seine AKP und die dazugehörigen Steigbügelhalter sind verdächtigt, die EU als einen Ableger der Erdogan-Türkei etablieren zu wollen. Das zeigte ja unter anderem auch die Vergangenheit, in der Erdogan bei seinen Besuchen eine Menge von türkischen Mitbürgern emotional mobilisieren konnte.
In Evangelischen Kirche Nauheim werden die Sonntags-Gottesdienste nach dem 15.3. für ein paar Wochen eingestellt. Aber: Es wird sonntags von ca. 9:30-11:00 Uhr jemand als Ansprechpartner in der Kirche sein, der je nach Situation betet und Texte aus der Bibel vorliest.
Normalerweise wird die Kirche erst ab Ostern täglich geöffnet – das wird in diesem Jahr geändert. Die Offene Kirche wird ab dem 16.3. vorgezogen.
Christen dürfen Menschen in Not nicht allein lassen.
Am Ende wird ein Bibelvers eingeblendet: 1 Thess 4,18. Dort heißt es: Und so werden wir beim Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.
Wir leben in der Passionszeit, der Zeit, in der wir uns an das Leiden Jesu erinnern. In diesem Stück steht aber schon das im Blick, was dem Leiden Jesu folgte: die Auferstehung.
Weil Jesus Christus auferstanden ist, wissen Glaubende, dass auch sie im Leben auferstehen und nach dem Sterben zum Leben auferstehen.
Du sollst keinen anderen Gott neben mir haben, sagte der Tod. Ich bin der Herrscher, ich beherrsche alles, ich beherrsche Dich – auch wenn Du mich geflissentlich übersiehst, vergisst, verdrängst, mir ein Schnippchen schlägst, aus mir eine Verstandessache machst, loskoppelst von Emotion und Entsetzen, lächelnd und cool aufgibst, das Leben zu feiern. Das bin ich: Ich mache dich zu einem willenlosen Zombie, indem ich Dein Lebenscode umschreibe zu einem Code des Todes. Du magst mich nicht – darum rede mich schön, verharmlose mich – ich bin sowieso der Herr, Deine Zukunft gehört mir! Vergiss das Leben – vergiss den Gott des Lebens – auch er ist mein, er ist tot.
Schwestern, Brüder, nicht mit mir! Der Tod verstellt nur machtvoll den Blick ins Leben, das Gott schenkt – er stellt sich mächtig in den Weg. Gott, der Materie zum Leben erweckt, wird auch unsere Lebens-Zukunft sein. Mit ihm kann uns der Tod nicht umprogrammieren zu Kinder des Todes. Gott ist unsere Lebens-Zukunft, schon jetzt. Wir sind Kinder des Lebens. Wir sehen durch den Tod hindurch das Leben, das Gott schenkt. Nicht immer. Nein, nicht immer. Weiß Gott, leider nicht immer.
Jesus Christus – der Rebell gegen den Tod – und ich auf seiner Seite, auch gegen den Augenschein, Schwestern, Brüder.
Zudem: Die Verfasserin behauptet, es habe 2015 keinen Kontrollverlust gegeben. Es geht also gegen diejenigen, die die Aufnahme von den Flüchtlingen an der griechisch-türkischen Grenze sind. Zudem – man merkt das Durcheinander – geht es um diejenigen, die sich wegen veganen Essens bedroht fühlen. Was hat das alles mit Faschismus zu tun? Hitler war Veganer. Wer etwas gegen Veganer hat – dann gegen diejenigen, die militant auftreten und alle zu veganem Glück zwingen und die Gespräche bestimmen wollen. Dann geht es um Klimaerwärmung – da sind es nicht diejenigen, die die Klimaerwärmung bekämpfen diejenigen, die Angst vor Kontrollverlusten haben, sondern diejenigen, die nicht gegen die Klimaerwärmung kämpfen. Es geht um diejenigen, die Hamsterkäufe…
Alles wird munter durcheinander gemischt – und das mit dem Wort Wohlstandsfaschismus verbunden. Ohne dass differenziert wird – einfach alles nur irgendwie faschistisch, weil Menschen Kontrollverlust befürchten oder nicht mögen. Leider gibt es auch Kontrollverluste, die psychisch oder physisch bedingt sind – wer Angst davor hat – auch Gesundheitsfaschist?
Geht es noch dicker, um Aufmerksamkeit zu erregen?
Auch wenn die jeweiligen Gegner einer Gruppe im Grunde bestimmen, was Faschismus ist, sollte man doch diesen Begriff nicht in der Suppenküche irgendwelcher Banalitäten verwenden. Dann kann man ihn nicht mehr ernst nehmen. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn es nur ein Allerweltsbegriff wäre – aber er ist es nicht. Dadurch bagatellisiert man die Opfer unterschiedlichster faschistischer Systeme.