ÖRK: Schöpfung + Humanitäres Bündnis

Klimawandel war 1990 Thema in der Weltversammlung des ÖRK: https://www.oikoumene.org/de/press-centre/news/index/it-was-prophetic-for-the-wcc-to-focus-on-climate-change-already-in-1990

Allerdings:

Der Kampf gegen den Klimawandel sollte auf keinen Fall den Einsatz im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit beeinträchtigen. Die Weltversammlung funktionierte als eine gemeinsame Plattform für unterschiedliche soziale Bewegungen und den Kampf für unsere Lebensgrundlagen. 

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Kirchen tun sich zusammen, um humanitär wirken zu können: https://www.oikoumene.org/de/press-centre/news/index/act-alliance-turns-10-and-is-now-a-key-player-the-humanitarian-field

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Sie oder einschleimendes Werbe-Du

Ich muss sagen: Mich stört das massiv, wenn eine Firma mich als Wolfgang anspricht. Ich empfinde das als ein Einschleimen – man will auf Persönlich – nur um etwas zu verkaufen. Das ist nicht echt, das ist Fake. https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/wie-das-sie-aus-der-deutschen-sprache-verdraengt-wird-16668780.html

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Woody Allen

Woody Allen hat eine Autobiographie geschrieben, die möglicherweise in den USA nicht gedruckt werden wird, weil die ungeklärte Beschuldigung im Raum steht, er habe seine Adoptivtochter sexuell missbraucht. https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/verlag-verzichtet-auf-woody-allen-biografie-16667895.html

Verlage dürfen sich nicht einschüchtern lassen. Wenn Verlage sich einschüchtern lassen, dann sind sie Spielball aller möglichen Gruppen.

Die Diskussion um den Regisseur Polanski: Kann ein Film dieses Regisseurs einen Preis bekommen, wenn er wegen Vergewaltigung(en) beschuldigt wird? https://www.welt.de/kultur/kino/article206228091/Cesars-Empoerung-als-Polanski-den-Preis-gewinnt.html

Diese Diskussion betrifft in der Vergangenheit zum Beispiel Heidegger: Ist er als Philosoph noch zitierbar, wenn er den Nationalsozialisten nahe stand? Sie betraf Nietzsche: Ist er zitierbar, weil Nationalsozialisten sich auf ihn beriefen? (Heute nähert man sich ihm wieder bewundernd und apologetisch, wie ich meine, an.) Man bedenke auch das Hin-und-her von Anerkennung – Missachtung – Anerkennung von Ernst Jünger. Manche müssen – soweit ich mich erinnern kann – dieses nicht durchlaufen, wie Bert Brecht und seine zeitweise Nähe zum Sowjet-Kommunismus – betrifft auch andere Linke, wie z.B. Jean-Paul Sartre. (Kritik schon – aber nicht diese harte disqualifizierende Ablehnung bis dahin, dass sie mundtot gemacht werden sollten.) Hieran sieht man eben die zeitbedingtheit der jeweiligen Ablehnungen und Beachtungen. Wen ich auch in die Diskussion einwerfen möchte, einen anderen sehr berühmten Menschen: Ernst Moritz Arndt. Der aus nationaler Gesinnung massiv gegen die Franzosen agitierte – in einer Zeit, in der Napoleon Europa mit Krieg überzog – und E.M.A. das zum Vorwurf gemacht wird, dass er gegen Fremdherrschaft eintrat. Darf eine Universität heute noch nach ihm benannt werden – obwohl er auch gegen die Leibeigenschaft gekämpft hatte? Und so wurde aus der Ernst-Moritz-Arndt-Universität eine Universität ohne Ernst-Moritz-Arndt. Kommunisten haben unliebsame Personen gebannt, Nationalsozialisten haben unliebsame Personen gebannt – und so bannen auch wir demokratisch Gesinnten unliebsame Personen. Ist natürlich was anderes, wenn wir es tun.

Grundsätzlich: Wieweit sind Werke von Taten oder Gesinnungen zu trennen? Diese Diskussionen wird es wahrscheinlich geben, so lange es Menschen gibt, je nach Zeit und den Fragestellungen, die ihr wichtig sind. Manche achten auf die Werke und die damit verbundenen Innovationen, die Weiterführungen in der Geistesgeschichte, die Kunstfertigkeit und preisen sie. Andere achten auf die richtige Gesinnung – und sehen von den Werken ab. Was der Wikipedia-Beitrag zu Ernst Jünger schön in der Äußerung von Grünen wiedergibt:

 „Uns ist es relativ gleichgültig, ob Ernst Jünger ein guter oder schlechter Schriftsteller ist. Er war unbestritten ein ideologischer Wegbereiter des Faschismus und ein Träger des Nationalsozialismus von Kopf bis Fuß. Ein Kriegsverherrlicher und erklärter Feind der Demokratie. Er war und ist ein durch und durch unmoralischer Mensch.“

Uns ist es relativ gleichgültig… – anderen eben nicht. Und darum muss man sich sachlich miteinander auseinandersetzen. Aber wie wir Menschen so sind, unsere Emotionen brennen mit uns manchmal durch – vor allem dann, wenn man nicht Recht bekommt in der Rettung der Gesellschaft vor den anderen Übeltätern. Und dann noch: Mit ein paar Gleichgesinnten meint, man sei die Mehrheit, die die Welt retten müsste. Dann kommt es zu Kurzschlüssen – und dann: rien ne va plus, außer verbales, physisches und psychisches Gekloppe.

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Corvid-Angst + Wohlstandsgesellschaft verstörender Virus + Heilige Corona

Es machen riesen Zahlen die Runde: Werden 125.000 sterben? Werden 40.000 sterben? Solche Zahlenspiele sind für Wissenschaftler wichtig – aber sie sollten im bereich der Wissenschaftler, Politiker und Sicherheitskräfte bleiben.

Nahe liegend sind Ängste mit Blick auf die Möglichkeit, finanziell nicht zu überleben. Man lebt gesund weiter, hat aber dann keine Einkünfte, um gut überleben zu können, nicht so gut überleben zu können, wie man es gewohnt ist.

Politik muss Weichen stellen, die politisch gestellt werden können.

Jedes Individuum muss an den Stellen handeln, an denen es selbst verantwortlich ist, so gut es kann.

Im Glauben handeln mit Jesus Christus. Er ist kein magisches Allheilmittel. Er ist die Bereitschaft, sich für Mut, Kraft, Flexibilität, Hoffnung und Liebe zu öffnen.

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Dass der Virus die Wohlstandsgesellschaft verstört und der Verzicht überfordert: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/das-coronavirus-in-der-hauptstadt-berlins-kultur-schliesst-die-pforten-16674366.html

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Übrigens: es gibt eine Heilige Corona: https://de.wikipedia.org/wiki/Corona_(Stephana)

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Moralischer Widerstand + Versöhnung

Was wir heute „passiven Widerstand“ nennen und mit Martin Luther King und Mahatma Gandhi verbinden, nennt William Paton (Das Christentum im Ringen des Ostens; 1938) „moralischer Widerstand“.

Der christliche Weg des Friedens, den Christen beschreiten, ist die Versöhnung. „Sie gründet sich auf den Glauben, daß die wahren Anrechte des Menschen in einer Welt, die Gott geschaffen hat, sich versöhnen lassen, und sie hat das Wissen um eine letzte Versöhnung hinter sich, die nicht durch die Tat der Menschen, sondern durch die Tat Gottes zustande kommt.“ (60)

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Der Blog wird voraussichtlich am Wochenende erst wieder bestückt werden.

Frauen gegen Hitler

Eine erste Annäherung an das Thema:

An Frauen, die gegen Hitler bzw. den Nationalsozialismus Widerstand übten, habe ich folgende gefunden:

Maria Terwiel, Mildred Harnack, Cato Bontjes van Beek, Eva-Maria Buch, Hilde Coppi, Liane Berkowitz, Libertas Schulze-Boysen, Erika Gräfin von Brockdorff oder Greta Kuckhoff, Margaretha Rothe, Magarete Mrosek, Hannelore Wilbrandt, Traute Lafrenz, Maria Leipelt, Katharina Leipelt oder Ilse Ledien – diese werden hier genannt: https://www.mdr.de/zeitreise/weitere-epochen/zwanzigstes-jahrhundert/frauen-im-widerstand-gegen-hitler-100.html

Diese Frauen werden hier genannt https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/widerstandskaempferinnen-kampf-gegen-hitler-frauen-gelten-nur-als-anhaengsel_id_10973384.html :

Die Bremerin Anna Stiegler zum Beispiel wurde 1935 zu fünf Jahren Haft verurteilt und war anschließend, wie viele andere bis Kriegsende im Konzentrationslager. Sie organisierte die Herstellung illegaler sozialdemokratischer Flugblätter und half Verfolgten. Emmi Bonhoeffer, Rosemarie Reichwein, Marion Gräfin York v. Wartenburg, Brigitte Gerstenmaier, Charlotte von der Schulenburg, Elisabeth Abegg, Liselotte Herrmann, Lilo Gloeden, Frida Wesole und Louise Schröder möchte ich hier stellvertretend für alle Frauen im Widerstand nennen.

Ein Buch von 2014: https://www.chbeck.de/geyken-standen-abseits/product/13040848

Recht ausführlich: https://www.kgr-bc.de/frauenimwiderstand/doku.php

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Bislang hatte ich mich intensiver mit Cato Bontjes van Beek, Elisabeth Schmitz, Katharina Staritz und natürlich Sophie Scholl https://evangelische-religion.de/ReligionNeu/gott/theodizee-sophie-scholl-weisse-rose/ beschäftigt. Als Jugendlicher hatte mich das Buch von Gerd Uhde: Lioba lebt sehr beeindruckt, zudem die Biographie von Corrie ten Boom. In dem Buch „Du hast mich heimgesucht bei Nacht. Abschiedsbriefe und Aufzeichnungen des Widerstandes 1933-1945“ sind mir begegnet: Marie Kuderikova, Elisabeth von Thadden, Hilde Coppi, Libertas Schulze-Boysen, Marianne Colin, Rose Schlösinger, Alma Johanna Koenig.

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Demokratie: Nicht alles ist verhandelbar + SPD streitet in Stuttgart

Stimmt. Aber was wir heute auch sehen können: Im Kampf gegen undemokratische Extremisten mischen sich Leute ein, die ihrerseits undemokratisch gegen Undemokraten kämpfen. Sie versuchen aus dem Kampf gegen Undemokraten ihre eigenen undemokratischen Süppchen zu kochen, hängen sich nur das Mäntelchen der Demokraten um. So einfach ist das also nicht, schwarz-weiß, Demokrat-Undemokrat… https://www.spiegel.de/politik/deutschland/streitkultur-nicht-alles-ist-verhandelbar-auch-nicht-in-einer-demokratie-a-8a86c272-37c1-48f9-b05b-a731202cda73

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SPD streitet in Stuttgart: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ob-wahl-in-stuttgart-spd-streitet-um-kandidatur-16666984.html Es geht um Grundsätzliches – was die Strukturen betrifft.

Woody Allen

Er war Kind seiner Zeit. Wurde bewundert, weil er in aller Freiheit auch die sexuellen Freiheiten propagierte. Nun wird er fallen gelassen von einer anderen Zeit. Das zu sehen ist spannend. Man freut sich doch, dass traditionelle Werte wieder beachtet werden. https://www.spiegel.de/kultur/literatur/woody-allens-autobiografie-rowohlt-autorinnen-wollen-veroeffentlichung-verhindern-a-eadc4e2e-bf5c-4a4e-930a-52d015aeb37c

Aber diese Aussage ist kurios:

„Es geht uns nicht darum, die Veröffentlichung grundsätzlich zu unterbinden“, erklären die Rowohlt-Autoren in ihrem Schreiben. Woody Allen mangele es nicht an Möglichkeiten, sich mitzuteilen. Der Rowohlt-Verlag, für den sie gern schreiben, müsse ihn darin aber nicht unterstützen.

Lieber Sankt Florian beschütze unser Haus – zünd andere an. Auch dieses Prinzip der alten Tradition scheint noch ungebrochen in den Herzen zu stecken. Ich vermute mal, dass jetzt jede/r, der mitreden will, sich gegen die Veröffentlichung von Woody Allen in seinem Verlag wenden wird. Sonst stellt sie/er sich abseits. Wer will schon gerne Abseits stehen. Stallwärme ist gemütlich.

Zu diesem Thema ein Kommentar: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/moral-frisst-geist-soll-rowohlt-woody-allen-verlegen-16671227.html

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