Christlicher Glaube sprengt Todesgrenze

Ephraim/Ephräm der Syrer (+373)

Von ihm gibt es zahlreiche Hymnen unterschiedlichen Charakters. Viele Hymnen (mit Hinweis auf die Melodie) reagieren auf die Angriffe auf die Stadt Nisibis (heute: Nusaybin, 85.000 Einwohner; bewohnt von Kurden an der türkisch-syrischen Grenze). Diese Stadt wurde von Sapor einem Herrscher Persiens und Christenverfolger belagert und aus christlicher Perspektive wunderbar gerettet. Andere Hymnen besingen die hervorragenden Bischöfe von Nisibis, andere wenden sich gegen Irrlehrer und den Kaiser Julian, der sich gegen Christen gewandt hatte.

Diese Hymnen schildern aktuelle historische Ereignisse. Diese Geschichts-Hymnen sind sehr lang und versuchen, das Leiden ethisch zu reflektieren. Auch im zweiten Nisebenischen Hymnus haben wir wie Sib. VIII einen Akrostichon: Die Buchstaben der Zeilenanfänge lauten übersetzt: Unsere Stimme o Nisebener klagt. Eine Strophe lautet (80ff.) (zitiert nach BKV):

„Sicher ist, daß jener Gütige kein Wohlgefallen hat an Heimsuchungen, die zu allen Zeiten eintreten, obgleich er selbst sie schickt: unsere Sünden sind  die Ursachen unserer Qualen. Kein Mensch darf den Schöpfer beschuldigen, er ist es, der uns beschuldigen kann; denn wir haben gesündigt und ihn zu zürnen genötigt, obgleich er es nicht wollte, und zu strafen, obgleich er kein Wohlgefallen daran hat.“ Der Hymnus schließt (124ff.): „Lasset uns also mit dem vergangenen das Zukünftige abwenden; lassen wir uns belehren durch das Erlebte, um Kommendes zu vermeiden; seien wir eingedenk dessen, was vorangegangen ist, damit wir Zukünftigem entgehen.“

Was wir heute mit Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus aus der Geschichte lernen wollen, damit so etwas nie wieder passiert, wird hier schon formuliert, allerdings mit Blick auf Gott. Das bedeutet, dass nicht nur bestimmte ideologische Übel vermieden werden sollen, sondern das Verhalten insgesamt dem Willen Gottes entsprechen muss, würde Ephraim uns sagen. Wie oben gesehen: Wir können unsere Zukunft beeinflussen. Sie ist kein Räderwerk, das den Menschen in eine Richtung zwingt, die er nicht möchte.

Sehr zu Herzen gehen seine Klagen angesichts der Pest. Dieses Sterben reflektiert er in einem Gedicht, in dem er schildert, dass alle sterben müssen. Als er an einem Grab darüber nachdachte, erkannte er den „geheimen Sinn“: „Der Tod ist ein Bild der Gerechtigkeit Gottes.“ Diese Erkenntnis mündet dann in die Aussage: „Doch nun lasst den Gesang von hier zu Ende uns bringen; Preist des Gerechten Huld, welcher die Leiber erweckt!“ Er sandte seinen Sohn, litt den Tod, um selbst zu spüren, wie schlimm er für Menschen ist. Seit des Todes und der Auferstehung Christi ist für Glaubende der Tod nur ein Schlummer. In einem anderen Text beschreibt er, wie die Seele sich vom Körper löst. Der Körper ruft der Seele zu: „Im Frieden zieh´, / Geliebte Seel´! / Der uns zum Licht / Berief, errett´/ Uns von der Höll´!“ In einem anderen Lied zur Pest-Zeit bittet er um Rettung, schließt aber: „Preis Dir, Vater und Sohn, von den Lebenden wie von den Toten“. Das heißt: Der Tod der Glaubenden mündet in das Gotteslob. (Texte: Josef Rauchenbichler (Hg.): Gesänge der Heiligen, Landshut 1837)

Auch hier: Grenzen werden gesprengt. Die Grenzen des Todes – sind eingerissen. Tod und Sterben schmerzen Lebende sehr – aber sie münden ins Leben.

aus: https://evangelische-religion.de/ReligionNeu/gott-in-gedichten/

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Epidemien

Wie ist das eigentlich bei uns im Westen geregelt: Wenn über eine Stadt die Quarantäne verhängt wird (wie neulich in China) – und ein Mensch ausbrechen will? Denn ich halte eine solche Situation nicht mehr für undenkbar, wenn man sieht, dass im Grunde nur zu wenig Betten frei sind, um eine große Zahl von Menschen auf Isolierstationen unterzubringen bzw. von genügend Personal betreut werden zu lassen. Massen sind auch bei uns nicht zu bewältigen, vor allem dann, wenn eine infizierte Person sich nicht sofort meldet. Wobei vermutlich zu Anfängen einer Epidemie bei uns mehr gemacht werden kann als in den armen Staaten Westafrikas. 

Die armen Länder werden immer wieder durch Krankheiten gebeutelt. Zurzeit breitet sich das Dengue-Fieber in Nicaragua aus. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/denguefieber-breitet-sich-in-nicaragua-aus-a-931273.html Viele Parasiten-Krankheiten plagen die Menschen. Etwa 1 Milliarde Menschen sollen mit Hakenwürmern infiziert sein: http://www.onmeda.de/krankheitserreger/parasiten-parasitose–krank-durch-parasiten-3536-2.html 500.000 Menschen sollen von der Schlafkrankheit befallen sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikanische_Trypanosomiasis.

Und diese Parasiten haben auch Folgen für die Wirtschaft der jeweiligen Gebiete.

Vielleicht verstehen wir 2020 die afrikanischen Staaten besser.

Alle hatten sie (sc. die Glaubensvorfahren) Herausforderungen in ihrer Zeit zu bestehen, Herausforderungen, die sie aus ihrem Glauben heraus bestanden haben: Nöte vielfältigster Art, Krankheiten, Epidemien, Hunger, Durst, Ängste, Verfolgungen, Zweifel und Selbstzweifel. Ratlosigkeit und falsche Christen, Ausbeutung und Ungerechtigkeit…

Diese Menschen kennen wir nicht mehr, aber wir wissen, dass sie in Jesus Christus in Gott geborgen sind. Wir, die wir uns erst noch in unserem GlaubensLeben bewähren müssen, haben allen Grund, auf unsere GlaubensVorfahren zu achten. Ihre Ratschläge zu hören, ihre Erfahrungen wahrzunehmen, uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Damit wir möglichst nicht zu Irrlehrern und Irrläufern werden.

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Cynewulf

Dieser Autor lebte im 9. Jh und hat seinen Namen mit seinen Texten verbunden. Es ging ihm vermutlich nicht darum, Copyright-Ansprüche zu stellen, sondern: Man solle als Leser für ihn beten.

Das wäre eine ganz neue Sicht – auch für heute: Warum finden wir Autorinnen- und Autoren-Angaben? Damit wir für sie beten. Das ist natürlich nicht der Grund – man kann es aber einführen https://evangelische-religion.de/ReligionNeu/gott-in-gedichten-3/

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Johns Hopkins + Johns Hopkins Institut

Johns Hopkins Universität ist sehr bekannt, sehr berühmt, sehr innovativ. Interessant finde ich, dass es auch als Autorität anerkannt wird, wenn es um Zahlen von Corona-Patienten in unserem Land geht. Warum gerade das? Ist das relevanter als das Robert Koch Institut? Laufen bei dem JHI mehr Informationen zusammen als im RKI?

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Johns Hopkins war übrigens nicht nur Philanthrop – er war als Quäker ein Menschenfreund. Obwohl Quäker eine große Bedeutung mit Blick auf Sklavenbefreiung, Friedensfrage, Menschenwürde haben, sind sie weithin bei uns unbekannt – wurden verdrängt von den Aufklärungsfans. Wer waren die Quäker? In Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Qu%C3%A4kertum heißt es unter anderem:

Das religiöse Leben bewegt sich um verschiedene Pole. Eine Grundlage der Weltanschauung der Quäker ist der Glaube, dass das Licht Gottes in jedem Menschen wohnt. Die religiöse Wahrheit wird insofern in inneren Erfahrungen gesucht, womit auch die Bedeutung des menschlichen Gewissens und der Würde des Menschen betont wird. Demzufolge hat jeder einzelne Mensch einen einzigartigen Wert, woraus sich die intensiven Bemühungen der Quäker verstehen lassen, Erniedrigung und Diskriminierung von Individuen und Gruppen zu verhindern. Andererseits ist man teils streng bibelgläubig bis hin zu wörtlichen Auslegungen und predigt Ehrfurcht und Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes. Da die religiöse eigene Erfahrung und der direkte Gottesbezug im Zentrum stehen, spielen Riten und Klerus eine vergleichsweise nachrangige Rolle. Stattdessen sind Religiosität und Alltag eng verbunden.

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Liebe Deinen Nächsten – in Zeiten des Virus + Zukunft

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – indem Du ihm Gutes tust:

nicht zu nahe kommst, Hände wäschst, in die Armbeuge niest oder hustest… – und alles tust, was Dich und dem anderen schützt.

Handreichen, um aufzuhelfen, Umarmen, um Kraft weiterzugeben und zu trösten – all das wird wieder in den Zeiten des Nach-Virus möglich sein. Jetzt muss alles geistig stattfinden.

Was man aber schon jetzt machen kann: Helfen, indem man nicht nur vom Virus spricht. Der ist zwar bildhaft gesprochen in aller Munde, muss aber nicht auch noch in aller Augen und Ohren sein.

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Zukunft – sich glaubend in Gottes Hände legen, Kraft aus ihm heraus bekommen; sich an Gott wenden, ihn in mir mächtig werden lassen, statt die Ängste. Er wird Wege weisen – die ich mir so vielleicht nicht gedacht habe – aber es sind Gottes Wege.

A great lesson from the persecuted Church in regards to suffering is to accept your suffering. I don’t know how it all works, but when we come to finally and truly accept our suffering, that is often the end of it. I’ve seen this in my own life and in the lives of others who have endured prison sentences and torture.  Say to the Lord, „Father, I have come to the end of myself and I must have You. Nothing else will bring me to life. I accept this situation as an assignment. Teach me, Lord. Help me to lean on You completely as I go through it and to live off of You. I look to Your release, but I accept my circumstances for as long as You see the need for me to go through them.“

So Jeff King, der Vorsitzende von International Christian Concern.

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Gottes Liebe – in Ewigkeit

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der glaubt gerettet werde…

For God so loved the world that he gave his one and only Son, that whoever believes in him shall not perish but have eternal life. But he was pierced for our transgressions, he was crushed for our iniquities; He opened the road for you to heaven, The nails in his hands gave freedom to you, he was led like a lamb to the slaughter, and as a sheep before its shearers is silent, so he did not open his mouth. Surely he took up our pain and bore our suffering, yet we considered him punished by God, stricken by him, and afflicted. He suffered because he loved mankind, Was crucified on the cross, but on the 3rd day rose, he is not dead, he is alive, he conquered Death, CONQUERED IT! For God so loved the world that he gave his one and only Son, that whoever believes in him shall not perish but have eternal life…eternal life.

Es wird auch wieder die Zeit kommen, in der man als Menge singen kann:

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Selfie-Gottesdienste + Seelsorge auf Instagram + Digitalisierung an Evangelischen Schulen

Ein Pfarrer kam auf die Idee, Selfie-Gottesdienste zu feiern: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2020/03/18/italienischer-pfarrer-feiert-selfie-gottesdienst/

Hoffentlich wird das aber keine Dauereinrichtung: Statt persönlich im Gottesdienst zu erscheinen, schicke ich dem Pfarrer/der Pfarrerin am SamstagAbend noch schnell ein Selfie.

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Seelsorge auf Instagram: https://www.pro-medienmagazin.de/medien/internet/2020/03/17/christen-bieten-auf-instagram-seelsorge-an/

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Evangelische Schulen scheinen mit Blick auf Digitalisierung weit voran geschritten zu sein:

„Viele Schülerinnen und Schüler an Evangelischen Bekenntnisschulen sind es mittlerweile gewohnt, digital zu arbeiten“, erklärte Christian Baldauf vom Verband Evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) auf Anfrage. An vielen Schulen gehe der Unterricht daher in der Form digitaler Klassenzimmer und mit Softwarelösungen dezentral weiter. „Viele Schulleitungen und Lehrkräfte sehen sich in der aktuellen Situation darin bestärkt, in neue Formate von Lernprozessen zu investieren und dabei die Krise als Chance für Unterrichtsentwicklung zu sehen.“

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Bedrängte Christen

Kenia: zwei Christen wurden getötet, einer wurde entführt: https://www.persecution.org/2020/03/13/two-christians-killed-al-shabaab-attack/

Das schwere Leben von Christen in Pakistan: https://www.persecution.org/2020/03/19/2019-another-difficult-year-christians-pakistan/

Während die neue Regierung des Sudan christenfreundlich ist, sind es nicht alle Gruppen im Land und bedrängen sie: https://www.persecution.org/2020/03/19/two-churches-burned-sudan-amidst-changes/

Das Leben von Christen in China ist der Willkür der kommunistischen Herrscher ausgesetzt – manchmal auch nur der lokalen: https://www.persecution.org/2020/03/18/coronavirus-not-stop-church-demolition-cross-removal-china/

In Nigeria geht es zum Teil auch äußerst übel zu: Die christliche Tochter eines Mannes wurde entführt und zur Konversion zum Islam gezwungen. Während sie beim Entführer bewacht lebte, wurde der Vater vor Gericht zitiert und verurteilt, unter der Beschuldigung, er würde seiner Tochter verbieten zum Islam zu konvertieren. https://www.persecution.org/2020/03/17/nigerian-girl-escapes-captors-forced-marriage-conversion/ Eine christliche Gruppe bemüht sich um die Freilassung von 18 ähnlich gelagerten Fällen.

Eine etwas gute Nachricht aus Indien – Delhi: Konversionen vom Hinduismus zum Christentum werden als Privatangelegenheit eingeordnet: https://www.persecution.org/2020/03/18/high-court-india-rejects-plea-hindu-nationalists-ban-religious-conversions/

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