Corvid-Angst + Wohlstandsgesellschaft verstörender Virus + Heilige Corona

Es machen riesen Zahlen die Runde: Werden 125.000 sterben? Werden 40.000 sterben? Solche Zahlenspiele sind für Wissenschaftler wichtig – aber sie sollten im bereich der Wissenschaftler, Politiker und Sicherheitskräfte bleiben.

Nahe liegend sind Ängste mit Blick auf die Möglichkeit, finanziell nicht zu überleben. Man lebt gesund weiter, hat aber dann keine Einkünfte, um gut überleben zu können, nicht so gut überleben zu können, wie man es gewohnt ist.

Politik muss Weichen stellen, die politisch gestellt werden können.

Jedes Individuum muss an den Stellen handeln, an denen es selbst verantwortlich ist, so gut es kann.

Im Glauben handeln mit Jesus Christus. Er ist kein magisches Allheilmittel. Er ist die Bereitschaft, sich für Mut, Kraft, Flexibilität, Hoffnung und Liebe zu öffnen.

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Dass der Virus die Wohlstandsgesellschaft verstört und der Verzicht überfordert: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/das-coronavirus-in-der-hauptstadt-berlins-kultur-schliesst-die-pforten-16674366.html

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Übrigens: es gibt eine Heilige Corona: https://de.wikipedia.org/wiki/Corona_(Stephana)

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Moralischer Widerstand + Versöhnung

Was wir heute „passiven Widerstand“ nennen und mit Martin Luther King und Mahatma Gandhi verbinden, nennt William Paton (Das Christentum im Ringen des Ostens; 1938) „moralischer Widerstand“.

Der christliche Weg des Friedens, den Christen beschreiten, ist die Versöhnung. „Sie gründet sich auf den Glauben, daß die wahren Anrechte des Menschen in einer Welt, die Gott geschaffen hat, sich versöhnen lassen, und sie hat das Wissen um eine letzte Versöhnung hinter sich, die nicht durch die Tat der Menschen, sondern durch die Tat Gottes zustande kommt.“ (60)

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Der Blog wird voraussichtlich am Wochenende erst wieder bestückt werden.

Frauen gegen Hitler

Eine erste Annäherung an das Thema:

An Frauen, die gegen Hitler bzw. den Nationalsozialismus Widerstand übten, habe ich folgende gefunden:

Maria Terwiel, Mildred Harnack, Cato Bontjes van Beek, Eva-Maria Buch, Hilde Coppi, Liane Berkowitz, Libertas Schulze-Boysen, Erika Gräfin von Brockdorff oder Greta Kuckhoff, Margaretha Rothe, Magarete Mrosek, Hannelore Wilbrandt, Traute Lafrenz, Maria Leipelt, Katharina Leipelt oder Ilse Ledien – diese werden hier genannt: https://www.mdr.de/zeitreise/weitere-epochen/zwanzigstes-jahrhundert/frauen-im-widerstand-gegen-hitler-100.html

Diese Frauen werden hier genannt https://www.focus.de/wissen/mensch/geschichte/nationalsozialismus/widerstandskaempferinnen-kampf-gegen-hitler-frauen-gelten-nur-als-anhaengsel_id_10973384.html :

Die Bremerin Anna Stiegler zum Beispiel wurde 1935 zu fünf Jahren Haft verurteilt und war anschließend, wie viele andere bis Kriegsende im Konzentrationslager. Sie organisierte die Herstellung illegaler sozialdemokratischer Flugblätter und half Verfolgten. Emmi Bonhoeffer, Rosemarie Reichwein, Marion Gräfin York v. Wartenburg, Brigitte Gerstenmaier, Charlotte von der Schulenburg, Elisabeth Abegg, Liselotte Herrmann, Lilo Gloeden, Frida Wesole und Louise Schröder möchte ich hier stellvertretend für alle Frauen im Widerstand nennen.

Ein Buch von 2014: https://www.chbeck.de/geyken-standen-abseits/product/13040848

Recht ausführlich: https://www.kgr-bc.de/frauenimwiderstand/doku.php

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Bislang hatte ich mich intensiver mit Cato Bontjes van Beek, Elisabeth Schmitz, Katharina Staritz und natürlich Sophie Scholl https://evangelische-religion.de/ReligionNeu/gott/theodizee-sophie-scholl-weisse-rose/ beschäftigt. Als Jugendlicher hatte mich das Buch von Gerd Uhde: Lioba lebt sehr beeindruckt, zudem die Biographie von Corrie ten Boom. In dem Buch „Du hast mich heimgesucht bei Nacht. Abschiedsbriefe und Aufzeichnungen des Widerstandes 1933-1945“ sind mir begegnet: Marie Kuderikova, Elisabeth von Thadden, Hilde Coppi, Libertas Schulze-Boysen, Marianne Colin, Rose Schlösinger, Alma Johanna Koenig.

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Demokratie: Nicht alles ist verhandelbar + SPD streitet in Stuttgart

Stimmt. Aber was wir heute auch sehen können: Im Kampf gegen undemokratische Extremisten mischen sich Leute ein, die ihrerseits undemokratisch gegen Undemokraten kämpfen. Sie versuchen aus dem Kampf gegen Undemokraten ihre eigenen undemokratischen Süppchen zu kochen, hängen sich nur das Mäntelchen der Demokraten um. So einfach ist das also nicht, schwarz-weiß, Demokrat-Undemokrat… https://www.spiegel.de/politik/deutschland/streitkultur-nicht-alles-ist-verhandelbar-auch-nicht-in-einer-demokratie-a-8a86c272-37c1-48f9-b05b-a731202cda73

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SPD streitet in Stuttgart: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/ob-wahl-in-stuttgart-spd-streitet-um-kandidatur-16666984.html Es geht um Grundsätzliches – was die Strukturen betrifft.

Woody Allen

Er war Kind seiner Zeit. Wurde bewundert, weil er in aller Freiheit auch die sexuellen Freiheiten propagierte. Nun wird er fallen gelassen von einer anderen Zeit. Das zu sehen ist spannend. Man freut sich doch, dass traditionelle Werte wieder beachtet werden. https://www.spiegel.de/kultur/literatur/woody-allens-autobiografie-rowohlt-autorinnen-wollen-veroeffentlichung-verhindern-a-eadc4e2e-bf5c-4a4e-930a-52d015aeb37c

Aber diese Aussage ist kurios:

„Es geht uns nicht darum, die Veröffentlichung grundsätzlich zu unterbinden“, erklären die Rowohlt-Autoren in ihrem Schreiben. Woody Allen mangele es nicht an Möglichkeiten, sich mitzuteilen. Der Rowohlt-Verlag, für den sie gern schreiben, müsse ihn darin aber nicht unterstützen.

Lieber Sankt Florian beschütze unser Haus – zünd andere an. Auch dieses Prinzip der alten Tradition scheint noch ungebrochen in den Herzen zu stecken. Ich vermute mal, dass jetzt jede/r, der mitreden will, sich gegen die Veröffentlichung von Woody Allen in seinem Verlag wenden wird. Sonst stellt sie/er sich abseits. Wer will schon gerne Abseits stehen. Stallwärme ist gemütlich.

Zu diesem Thema ein Kommentar: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/moral-frisst-geist-soll-rowohlt-woody-allen-verlegen-16671227.html

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Corona-Folgen + Tuberkulose

Es ist interessant zu beobachten, wie schnell auch in unserer so sicher geglaubten Welt alles durcheinander geraten kann. Der Mensch hat alles im Griff. Es hängt alles von ihm ab…

Ich denke, diese Corona-Situation dürfte ein Schuss vor den Bug sein, damit wir lernen, realistischer das zu beurteilen, was wir tun. Zudem gilt es zu lernen für die Zukunft, was wir tun müssen.

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Das Corona-Virus darf nicht unterschätzt werden. Ich möchte aber in diesem Zusammenhang auf eine sehr gefährliche Krankheit hinweisen: Tuberkulose: https://www.br.de/nachrichten/wissen/vier-tuberkulose-erkrankte-und-mehr-als-100-infizierte-an-schule,RCDj6Gp

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Angriffe auf Politiker

Ein Kennzeichen der Radikalisierung mancher Menschen in unserem Land: Angriffe auf Sicherheitskräfte, Helfer und Politiker: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gewalt-gegen-buergermeister-in-deutschland-nimmt-zu-16670816.html und https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/brandanschlag-auf-auto-des-afd-politikers-nicolaus-fest-16672458.html

Steinmeier https://www.tagesschau.de/inland/steinmeier-kommunalpolitiker-103.html :

Deshalb müsse nun die Mitte der Gesellschaft gegen Respektlosigkeit und Hass aufstehen. Die, die friedlich zusammenleben wollten und Gewalt verurteilten, seien zu lange ruhig gewesen, erklärte er und betonte: „Genau diese Mehrheit muss jetzt laut werden.“

Das Problem, das ich damit nur sehe: Hat jeder die gleichen Menschen im Blick, wenn von Mitte der Gesellschaft gesprochen wird? Es scheint eine Menge an Radikalinskis zu geben, die sich als Mitte ansehen und entsprechend radikal selbst definieren, was sie unter „Gewalt“ verstehen.

Zu dieser Radikalisierung zählt auch, was medial kaum eine Rolle spielt – weil sie sofort von allen möglichen verharmlost wird: https://www.hz.de/politik/strategische-nachbeben-von-kassel-44457698.html Auf HR-Info wurde am 10.3. um ca. 19:00 Uhr gesagt, dass Riexinger aufgrund eines Witzes in seiner Partei aufgefordert wurde, nicht mehr zu kandidieren. Was es mit diesem „Witz“ auf sich hat, wurde nicht gesagt. Aber an der Formulierung sieht man die Verharmlosung dessen, was in den Köpfen rumspukt.

Bartsch scheint an dieser Stelle ganz vernünftig zu sein.

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Werte und Moral

Wer Werte und Moral verhöhnt, muss sich nicht wundern, wenn diese durch Amoral, Un-Werte und somit auch Unmenschlichkeiten ersetzt werden.

Menschen suchen sich Verhaltensmaßstäbe – wenn man ihnen von der Gesellschaft her aus verschiedensten Gründen keine verbindlich anbietet, greifen sie nach dem, was ihnen plausibel erscheint – auch wenn es unter aller Menschlichkeit ist.

Interessant ist es, dass Menschen, die feste Werte ablehnen, nicht selten dann aggressiv rege werden, wenn manche dem widersprechen, was sie als Werte dann doch verinnerlicht haben.

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Der Blog wird voraussichtlich am Mittwoch (11.3.) wieder bestückt werden.