Für Integration – gegen Assimilation

Yassir Eric ist Leiter des Europäischen Instituts für Migration, Integration und Islamthemen in Korntal. Er tritt für Integration ein – jedoch gegen Assimilation, weil jeder seine Tradition in sich trägt. „Die Meinungsfreiheit, die in Deutschland herrscht, motiviert mich jeden Tag.“ http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft.html?&news[action]=detail&news[id]=6657 Interessante Ansichten sind in dem Beitrag zu finden. Yassir Eric kommt aus dem Sudan, war Muslim und ist Christ geworden: http://www.lkz.de/lokales/stadt-kreis-ludwigsburg_artikel,-Neue-Einrichtung-will-den-Dialog-foerdern-_arid,137966.html

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Ethik-Unterricht

„Ethikunterricht: Die verhängnisvolle Anmaßung“ http://hollerbusch.wordpress.com/2013/02/06/ethikunterricht-die-verhangnisvolle-anmasung/ Ein interessanter Beitrag zum Thema Ethik- und Religionsunterricht.

Mit eigenen Worten wiedergegeben: Die Aufgabe des Ethikunterrichts ist es nicht, die Menschen besser zu machen wie es nicht die Aufgabe des Religionsunterrichts ist, die Menschen frömmer zu machen. Es geht um reflektiertes Verhalten – das kann man im Rahmen des Ethik wie Religionsunterrichts – lernen oder es lassen. Wie in anderen Fächern auch: Man kann sich gelangweilt in die Ecke setzen und alles über sich ergehen lassen – oder engagiert mitmachen. Hitler und Stalin hatten Religionsunterricht – und bei dem im Artikel kritisierten Beitrag läuft es darauf hinaus, dass der Religionslehrer für die Christenverfolgung und den Holocaust verantwortlich ist… – mit Ethik wäre das nicht passiert.

Ein weiterer Aspekt: Religionsunterricht liegt nicht vollkommen in der Hand des Staates. Und das ist für manche im Staat ein permanentes Ärgernis – vor allem für diejenigen, die meinen, die Religion sei für alles Unheil im Lande verantwortlich, also solle man die Kinder im Ethik-Unterricht zu guten Staatsbürgern erziehen.

Nun, ich habe den Beitrag http://hollerbusch.wordpress.com/2013/02/06/ethikunterricht-die-verhangnisvolle-anmasung/ recht frei wiedergegeben – der lesenswerte Artikel sei empfohlen.

Dieser Blog scheint überhaupt recht interessant zu sein, z.B. das hier: http://hollerbusch.wordpress.com/2013/05/23/mord-in-london-unverschamtheit-im-orf/

Oder das hier: http://hollerbusch.wordpress.com/2013/05/06/der-ganze-bienenschwarm-in-aufregung/

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Beuys

Ein schöner Satz von Georg Dietz:

>Ist denn nicht Wachheit die Grundtugend des Geistes? Ist denn nicht Streit das Wesen des Intellekts? Ist denn nicht ein Argument das Schönste, was man sich denken kann, man kann es drehen und wenden, man kann es auf den Boden werfen und schauen, ob es bricht oder hält, man kann es auffangen und zurückwerfen, man kann es von hinten schleudern oder dem Gegenüber direkt ins Gesicht, all das sagt ja eine Menge aus über den Charakter.< http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-joseph-beuys-a-901713.html#spCommentsBoxPager

Er kritisert den Umgang des Feuilletons mit dem Fall Beuys. Doch was er sagen will, wird mir nicht ganz klar, außer, dass man sich das Werk von Beuys genauer ansehen soll. Da ich kein Beuys-Fan bin und nie war, weil ich Extravagantes nicht kapiere, ist für mich grundsätzlich immer die Frage spannend: Wieweit ist das Werk von dem Menschen zu trennen? Kann „Derrick“ nicht gut Schauspielern, weil er in seiner Jugend nationalsozialistisch eingebunden war? (Wobei mir schon bewusst ist, dass gutes Schauspiel und Derrick für viele keine deckungsgleiche Größen waren.) Oder Heidegger – ist seine Philosophie abzulehnen – nachdem man erkannt hat, wie weit er in diese Traditionen verstrickt war? Ist Joschka Fischer kein guter Außenminister gewesen, nur weil er…, oder XY kein guter Ministerpräsident/Präsident der EU-Kommission, weil…? Oder Ford-Wagen, weil Henry Ford… Oder andersherum: Sind gute Politiker, Künstler, Philosophen daran erkennbar, dass sie sich nirgendwo eingemischt haben, immer der Meinung der Mehrheiten nachgerannt sind? Wir Menschen sind komplizierte Wesen. Ob wir nun in der Arena selbst agieren – oder als Zuschauer in den Reihen sitzen.

Apropos Zuschauer: Die haben es immer gut. Denen kann keiner was ans Zeug flicken, da sie immer nur brav dasitzen.

Interessant – der Artikel über Kennedy: http://einestages.spiegel.de/s/tb/28526/private-aufzeichnungen-john-f-kennedy-in-deutschland.html

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Afghanistan

Ja, es ist einerseits schön zu wissen, dass es in Afghanistan auch einmal anders ausgesehen hat. Afghanistan war auch einmal das Land, in dem die Errungenschaften des Westens und des Ostens zusammenliefen – und sich miteinander mischten – allerdings schon ca. 2000 Jahre her. http://einestages.spiegel.de/s/tb/28570/afghanistan-fotos-aus-den-sechziger-jahren.html Ja, es ist schön – aber andererseits zeigt es, was Extremismus, was extremistische Ideologie, extremistische Religion aus einem Land – nicht nur aus den Menschen machen kann. Im Alten Testament wird interessanterweise etwas verbunden: Die Herrschaft eines ungerechten Königs wirkt sich auch auf die Natur, das gesamte Land aus. Hier scheinen sich uralte menschliche Erfahrungen wiederzuspiegeln – auch wenn ich sie nicht ganz nachvollziehen kann. Was ist also aus Afghanistan unter den Extremisten geworden? Was ist aus anderen Ländern unter Extremisten geworden?

Taliban greifen wieder an: http://www.welt.de/politik/ausland/article116503928/Taliban-greifen-Zentrum-von-Kabul-an.html

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Grünen = Sprachrohr

Zu wessem Sprachrohr machen sich hier eigentlich die Grünen? http://www.welt.de/politik/deutschland/article116467701/Ein-Aufruf-zum-Boykott-israelischer-Produkte.html Zumindest nicht für demokratische Strukturen im Nahen Osten, sondern für die Verbreitung der Diktaturen. Man nennt das Gesinnungsethik: Man will seiner vermeintlich guten Gesinnung treu bleiben – was auch immer das für negative Folgen hat. Politisch gesehen nennt man das Dummheit.

Nachtrag: http://www.welt.de/debatte/article116502265/Der-gruene-Antizionismus-hat-eine-lange-Tradition.html

Mir ist schon bekannt, dass Altmaier kein Grüner ist – auch wenn er grüne Krawatten trägt. Aber dass er die Broschüre seines Amtes verteidigt, in der Menschen, die eine andere Meinung haben, sich an den Pranger gestellt fühlen, ist schon kurios: http://www.welt.de/politik/deutschland/article116499209/Altmaier-verteidigt-umstrittene-Klima-Broschuere.html Er verschanzt sich hinter: juristisch und Politik der Regierung wiedergeben – und das sei in der Broschüre korrekt, außerdem solle man sich hinter seine Mitarbeiter stellen. Ich frage mich: Wo bleibt die wissenschaftliche Vorsicht, Offenheit, Verantwortung, wenn man sich nur an eine Meinung anlehnt, die in den letzten Jahren propagandistisch verbreitet wurde? Es ist jedem das recht zuzugestehen, Propaganda zu verfallen. Aber Regierungen sollten doch neutraler handeln.

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Rassismus

Wenn man gegen Rassismus ist, muss man auch gegen diese Art Rassismus angehen – aber die wird wohl irgendwie verteidigt werden: http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/tuebingen_artikel,-Verpruegelt-ohne-Vorwarnung-_arid,215258.html – da ja nur Mehrheitsgesellschaften rassistisch sein können usw. usw. Man denkt sich schon die Ungerechtigkeiten immer dazu – weil sie ständig in dieser Gesellschaft laut werden. Rassismus jeglicher Art ist übel und muss bekämpft werden: Rassismus von Mehrheiten wie der von Minderheiten. Es darf kein zweigeteiltes Recht geben. Ich frage mich immer: Wie kommen Menschen eigentlich dazu, zweigeteiltes Recht zu verteidigen. Wenn Deutsche Menschen aus anderen Ländern, Religionen, Kulturen, usw. usw. missachten, herabwürdigen, verspotten, dann ist das übel. Aber wieso sollte es kein Übel sein, wenn Menschen aus anderen Ländern, Religionen, Kulturen usw. usw. Deutsche missachten, herabwürdigen, verspotten? Man tut nicht allein Menschen Unrecht, sondern auch der Gesellschaft, weil Rassismus unter Minderheiten genauso wie unter Mehrheiten mit rasender Geschwindigkeit Tochtermetastasen bilden können.

Sie lieben die Täter vergessen die Opfer: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/moralische_unterstuetzung_fuer_die_totschlaeger_von_jonny

Stimmt, was im Artikel steht: Türkische Presse und Diplomaten – welche Plätze nehmen sie ein? Angst der vermutlichen Täter vor deutscher rassistischer Justiz? Man hört sehr wenig in den Medien.

Der Protest gegen Gewalt an Frauen – passt nicht in das weltoffene und tolerante RheinlandPfalz? http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Islam-Verein-Anschlag-geklaert-_arid,601175.html Natürlich passt er in das Welt offene Rheinland Pfalz, wenn damit nicht der Islam verbunden wird. Und darum durchsuchte man nun die Wohnung der beiden jungen Leute. Nun, sie haben auch mit Tierblut herumgeschmiert – oder, wie es in ersten Nachrichten hieß – rote Flüssigkeit. Das ist natürlich völlig unentschuldbar. Aber: Woher hatten sie Tierblut – wenn es den Tierblut war? Da muss dann sicher noch das Tierschutzgesetz zur Anwendung kommen – und es tun sich Abgründe auf, an Händlern, Wissern, Mitwissern, irregeleiteten Jugendlichen und Erwachsenen. Eine Schande für das weltoffene und tolerante Rheinland-Pfalz. Vielleicht waren auch Hessen dabei? Die Sicherheitskräfte sind sicher alarmiert. Natürlich darf man das nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn man weiß nie, wie sich Menschen entwickeln werden. Urteil wird sicher lauten: Sozialstunden in einer muslimischen Einrichtung, um Muslime kennen zu lernen. Und wenn man Menschen kennt, geht man anders mit ihnen um, als wenn man nur ihre Ideologie – oder die Ideologie ihrer extremistischen Vertreter wahrnimmt. Was ich mich so frage: Warum haben sie gerade das Thema >Keine Gewalt gegen Frauen im Islam< ausgewählt?

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Schweden nicht schuldlos

Natürlich ist die schwedische Politik nicht schuldlos an der Randale der Migranten. http://www.welt.de/politik/ausland/article116463895/Die-ueberkochende-Wut-junger-Migranten-in-Schweden.html Doch, liebe Journalisten: Schaut euch einmal die ideologischen Einpeitscher – oder einfach auch nur die Hintergründe – dieser Jugendlichen an? Da sind ein paar Ideologen – und die nutzen die Unzufriedenheit aus – und dann gehts los… Der politische Fehler ist, dass die Ghettoisierung erlaubt wurde. Man darf nur 5% Migranten aus bestimmten Staaten zusammen in einem Wohngebiet wohnen lassen (freilich je nach Integrationsbereitschaft). Alles andere ist übel. Doch eine solche Forderung wird dann wahrscheinlich eher in die Nazi-Ecke und ausländerfeindliche Ecke geschoben. Vor allem widerspricht das auch dem Grundsatz: Jeder darf da wohnen, wo er will. Wenn jedoch weniger zusammen wohnen, dann lassen sich die arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen, denen, denen es langweilig ist usw., usw. leichter durch das Umfeld auffangen, sie sind gezwungen, besser die Sprache des neuen landes zu lernen, am Sozialleben teilzuhaben usw. Aber dadurch, dass sie alle auf einem Flecken zusammenhocken, geht das nicht.

Hier ein weiterer Bericht: http://diepresse.com/home/panorama/welt/1409182/Schweden_Integrationspolitik-in-Flammen?from=simarchiv

Nachtrag: Kommentar von Kulke, der zu Recht darauf hinweist, dass TerrorIslamisten nicht unbedingt der arbeitslosen Unterschicht zuzuordnen sind: http://donnerunddoria.welt.de/2013/05/24/die-armen-arbeitslosen-terroristen-und-die-bild-zeitung/ Ich vermute, dass viele in unserer Gesellschaft einfach nicht Ideologien als Ideologien vorstellen können, sondern alles auf eine materielle Ursache zurückführen: Armut macht Gewalttätig. Dem ist schlicht und ergreifend nicht so. Im Gegenteil: Das diskriminiert Arme.

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