Schwesig und Privatschule + Freie Kitas – wer bezahlt?

In Mecklenburg-Vorpommern macht zurzeit die Runde, das Schwesig ihr Kind in eine Privatschule schickt: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Fatales-Signal-Kritik-an-Schwesigs-Schulwahl,freieschulen108.html

Das ist ihr gutes Recht – viele machen sich aber nun Gedanken über die öffentlichen Schulen.

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In Hessen sollen die Kitas weitgehend gebührenfrei werden. Das ist gut. Das ist sogar sehr gut.

Was überhaupt nicht gut ist: Wie sollen Kommunen das finanzieren? Soweit ich gehört habe, ist das ungeklärt. Welche Vorhaben an Weiterbildung usw. müssen nun eingestellt werden? Gibt es genug Kindergärtnerinnen? Gibt es genug Gebäude? …

Das passt zu dem politischen Gesamtbild in so manchem Bereich: Tolle Idee – aber wer leidet darunter?

Der normale Bürger eines Dorfes – denn die werden letztlich zur Kasse gefordert.

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Priester wurde ermordet + Frauen wurden ermordet + Loverboys – Ausländer + Unsere Städte überlassen

In Nigeria wurde ein Priester entführt und ermordet: https://cruxnow.com/global-church/2017/09/03/catholic-priest-murdered-nigeria/

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In unserem Land wurden in letzten Tagen wieder zahlreiche Frauen ermordet, Frauen angegriffen, schwer verletzt. Ich bringe nicht die Beispiele, sie finden sie vermutlich in den Zeitungen.

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In der taz wird die Beteiligung von Ausländern als Loverboys heruntergespielt. Die Autoren des Films zum Thema wussten schon, warum sie das machen. haben sie sich doch intensivst mit dem Thema beschäftigt: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5437237&s=loverboys/

Verharmlosungen schaden. Allerdings sollten Mädchen vor bestimmten Maschen insgesamt gewarnt werden, von wem auch immer ausgeübt. Aber verharmlosen sollte man das nicht, nur um dem Beispiel von England zu folgen: Dort verschloss man vor massenhaften Untaten an Mädchen die Augen, nur um nicht als Rassisten zu gelten. Wahrheit hat nichts mit Rassismus zu tun. Sie hat damit zu tun, dass Rassismus nicht wachsen kann.

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Wem wollen wir unsere Städte überlassen? Wem wollen wir teile unserer Städte überlassen? Den Gewalttätern? Den Dealern? Den Zusammengerotteten? http://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-fahrtkartenkontrolleure-am-u-bahnhof-hermannplatz-angegriffen-a-1166281.html

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Mediens Gedöns + Weidel nennt Lindner Gott + Beck und Rohingya

Weidel sagte, als Wagenknecht etwas sagte:

„Oh Gott“, sagt sie. Dann schaut sie Richtung FDP-Chef Christian Linder und sagt: „Wollen Sie?“

Das kann der FDP nicht gefallen, dass nun Weidel und Lindner von Medien zusammengesteckt werden. Ist wahrscheinlich auch Absicht, um die FDP ein wenig zu piksen. Käme den Grünen oder den Linken zugute?

Ich frage mich nur, warum sie daraus nicht machen: Weidel nennt Lindner ihren Gott! http://www.huffingtonpost.de/2017/09/04/weidel-lindner-funfkampf_n_17909540.html

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Wie kann man nur so etwas anregen?: „Beck für Aufnahme von Rohingya-Flüchtlingen in Deutschland“ https://www.welt.de/newsticker/news1/article168329594/Beck-fuer-Aufnahme-von-Rohingya-Fluechtlingen-in-Deutschland.html

Warum gerade Rohingyas? Überall gibt es verfolgte Gruppen – hat er sich schon mal für die Verfolgten in Vietnam eingesetzt? Hat er sich…

Das Thema ist ein grundsätzliches, denn Bangladesh platzt aus den Nähten – und die Rohingyas ziehen eben aus auf der Suche nach Land nach Myanmar. Und das wird in naher Zukunft noch vermehrt und dramatischer geschehen, auch angesichts der Bevölkerungsexplosionen in Afrika zum Beispiel. Migranten aufnehmen ist keine Lösung. Die UN als Staatengemeinschaft muss grundsätzliche Lösungen für solche Weltprobleme anstreben. Alles andere ist gefährliche Augenwischerei.

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Was kann man gegen Ausländerfeindlichkeit tun? Diejenigen bekämpfen, die sie schüren – sagt Schulz (bei ca. Minute 10). Er hat Recht damit. Aber man muss auch die Ursache bekämpfen, denn diejenigen, die sie schüren, sind die Folge der Ursache. Und die Ursache ist falsche Politik der Vergangenheit – die hoffentlich nicht weiter fortgesetzt wird, um eben jeglicher Ausländerfeindlichkeit die Grundlage zu nehmen. Aber wie ich schon häufig sagte: Es ist unterste Schublade diejenigen auszugrenzen, die für eine falsche Politik (die ich schon häufig beschrieben habe) nichts können. Jedem Menschen, woher er auch kommt, ist mit Wohlwollen zu begegnen, ihm gegenüber sind die Menschenrechte zu wahren. Er ist ein Teil unserer Alltagsgesellschaft, ihm ist freundlich zu helfen, wenn er in Not ist, er ist als Mensch  wertzuschätzen. Das gehört sich einfach so für eine zivilisierte Gesellschaft. Aber es muss auch gesagt werden: Es genügt nicht, Menschen zu bekämpfen, die einen anderen Blickwinkel auf die Ausländerfrage haben, sondern es muss die falsche Politik bekämpft und korrigiert werden, die zu Aggressionen gegen Ausländer führt.

 

Nordkorea

Ich wüsste einmal gerne, wie China und Russland über den nordkoreanischen Diktator denken. Glauben sie jeweils, dass er der Ratio zugänglich ist? Meinen sie, dass er durch Sanktionen wirklich ausgehungert werden kann? Erkennen sie in seinen Taten nicht auch die Möglichkeit, dass er sie erpressen bzw, gar angreifen könnte? Ein Weltkrieg muss verhindert werden. Die Frage ist nur: Verhindert man ihn dadurch, dass man möglichst frühzeitig die Waffen ausschaltet, bevor sie zu einer ernsthaften Gefahr werden oder dadurch, dass man meint, er können wirklich an den Verhandlungstisch gezwungen werden. Dazu würde ich eben aus den Medien gerne einmal erfahren: Wie begründet Putin seinen Einsatz, wie begründet China seine Politik?

Man müsste Wege finden, Kim jong-un auszuschalten und – wie neulich schon geschrieben – einen chinesischen Vasallen einzusetzen. Bis alles international geregelt wurde. Das würde übrigens auch der nordkoreanischen Bevölkerung zumindest ein bisschen zugute kommen, die unter der Barbarei dieser Clique zu leiden hat.

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Leid

Warum gibt es unsägliches Leid?

Menschen fügen es einander zu, warum auch immer, die Gründe sind vielfältig.

Natur hat ihre Gewalten und der Mensch als zerbrechliches Wesen wird zermalmt.

Und Gott? Manchmal hilft er – manchmal nicht, Willkür scheint sein zweiter Name, weil er sich nicht unserer menschlichen Systematik anpasst – er ist kein Naturgesetz, keine Ausgeburt unseres strukturierenden und einordnenden Verstandes. Daran leiden wir. Wir vertrauen einer selbst gebastelten Gesetzmäßigkeit – und sind enttäuscht, weil unser Vertrauen in die Leere läuft. Manchmal. Nicht Gott uns anpassen wollen, sondern uns Gott – wie ist das so schwer!

Und Gott? Wir wissen es nicht. Wir schauen auf seinen Sohn, den Zerbrochenen.

Wir schauen auf Ihn, den Lebenden – nach dem Zerbruch – und halten Ihn fest.

Ganz fest, an Ihm fest – an Ihm, der uns hält,

der die Auferstehung ist – aus dem Tod und vor dem Tod

und das Leben – nach dem Sterben und vor dem Sterben.

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Islamistischer Sudanese wurde Christ

Ein islamistischer Sudanese ist Christ geworden. Er kam auf der Flucht nach Deutschland und hat ein Buch geschrieben: „Hass gelernt, Liebe erfahren“ https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/2017/08/31/vom-islamisten-zum-jesus-nachfolger/

Das zeigt wieder – entspricht ja auch dem Grundgesetz: Flüchtlinge sind ohne Wenn und Aber aufzunehmen. Und man sollte endlich die Gleichsetzung von Migranten und Flüchtlingen unterlassen.

Weil man Migranten und Flüchtlinge in einen Topf wirft, ist der Familiennachzug auch so schwer durchzusetzen. Wenn wir wirklich nur Flüchtlinge hier hätten, wäre das wahrscheinlich kein Thema. Aber bei der Menge an Migranten ist es das dann schon – weil einfach alles durch Migranten verstopft ist (Wohnung…): http://www.focus.de/politik/videos/insa-meinungstrend-viele-deutsche-sind-gegen-gesetzlichen-familiennachzug-von-gefluechteten_id_7533204.html

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Dawkins Europa-Diagnose: Untergang + Loverboys

Im folgenden wird eine Rezension des Buches von Douglas Murray „The Strange Death of Europe: Immigration, Identity, Islam“ (Bloomsbury, 2017) angetippt. Die Zitate sollen Lust machen auf mehr http://de.richarddawkins.net/articles/der-seltsame-tod-europas-immigration-identitat-islam

In dieser Rezension über Murrays Buch finden wir interessante Aussagen, davon ein paar Splitter:

Die Stimmung in Europa wandelt sich, sagt Murray. Während der Islam in der Gesellschaft an Gewicht gewinnt und die öffentliche Ablehnung ihm gegenüber zunimmt, vermeidet die politische Klasse die Thematisierung des Islam und greift stattdessen gegenüber seinen Opponenten durch.

Und, so würde ich sagen: Die politische Klasse betont einen Islam, den es gar nicht gibt.

Oder:

Es ist politisch nützlich, Menschen als Faschisten zu bezeichnen, die keine sind; dasselbe trifft auf die Benennung als „Rassist“ zu. Ungerechtfertigte Zuschreibung dieses Attributs des „Bösen“ kostet den Ankläger nicht den geringsten sozialen oder politischen Preis, befleckt aber den Ruf des Beschuldigten, selbst wenn sie völlig falsch ist.

Oder

Wenn nichtreligiöse Menschen es nicht schaffen, mit den christlichen Quellen zu arbeiten, denen ihre Zivilisation entstammt, dann ist schwer zu erkennen, wie sich Europas Zuversicht jemals zurückbringen lässt, sagt er.

Oder:

Das ist vereinbar mit Murrays Beobachtung in seinem letzten Kapitel, dass die progressiven Muslime Europas, die für liberale Werte und Redefreiheit einstanden – Seyran Ates, Hamed Abdel-Samad, Maajid Nawaz, Kamel Daoud – Morddrohungen erhalten und von ultrakonservativen Muslimen (Salafi-Wahhabiten) gegeißelt werden, wie auch von „höflichen“ Europäern. Salafisten, die diese progressiven Muslime verfolgen und religiöse Extremisten, die ihnen mit Mord drohen, brauchen währenddessen keinen Polizeischutz und sonnen sich in öffentlicher Billigung für ihre „Vielfalt“.

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Zu diesem Untergang gehört auch die Duldung von Loverboys, dass man als Gesellschaft die Augen davor verschließt: http://www.no-loverboys.de/

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Was ich allerdings interessant fand in den Diskussionsrunden der letzten Zeit, dass auch den maßgeblichen Politikern die Augen ein wenig geöffnet sind. Sie blinzeln – vielleicht gehen sie auch nach der Wahl wieder zu. Aber sie spüren, was im Land so abgeht. Ob sie es nach der Wahl auch weiterhin spüren wollen oder verdrängen? Ich vermute: Verdrängen, wenn man Merkel und Schulz so hört. Hier und da einmal ein wenig Korrektur, aber dann wieder Schluss – es sei denn, die Opposition wird etwas stärker. Dann laviert man wieder ein wenig, um die Menschen auf die eigene Seite zu bekommen. Aber ehrlich gemeint? Nun denn, das wird sich zeigen.

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Würde des Menschen + TV-Diskussion + Sicherheit? Egal + Diskussion der 5: Parteien übergreifender Konsens + Wahlprogramme als Utopienschleuder

Schulz sagte in der TV-„Diskussion“:

„Im Grundgesetz steht: Die Würde des Menschen ist unantastbar, da steht nicht, die Würde des Deutschen ist unantastbar.“ http://www.spiegel.de/fotostrecke/tv-duell-angela-merkel-vs-martin-schulz-die-besten-zitate-fotostrecke-151847-7.html

Zur Würde und den Menschenrechten gehört auch: Reisefreiheit. Dennoch kann sie nicht allen gewährt werden, wie auch deutlich wurde. Das heißt: Man muss Einschränkungen machen, wenn man verantwortlich sozial und politisch handeln will. Von daher ist dieses Argument äußerst zweischneidig, weil es nur dann verwendet wird, wenn man irgendwas durchsetzen will – aber die Augen vor anderem verschließt.

Das Grundgesetz ist nicht naiv, es macht Vorgaben – und über diese geht man einfach so hinweg? Asyl – für Flüchtlinge – nicht für Migranten.

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Interessant ist dieser Beitrag zu einem der Moderatoren der CDU/SPD Befragungs-Sendung, Strunz: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/claus-strunz-internetnutzer-empoert-ueber-tv-duell-moderator-a-1165932.html

Es werden nur Gegner dieses Moderators genannt. Gab es keine Befürworter? Doch, vermutlich, denn die werden sofort in dem Beitrag suggerierend als AfDler oder populistische Scharfmacher interpretiert.

Ich kenne den Moderator nicht. Finde aber diesen Artikel äußerst unseriös. Auch mit Blick auf die Aussage:

Der Sender hat sich bislang nicht zum Auftritt seines Moderators während des TV-Duells geäußert.

Das klingt danach: Der Sender soll ihn entfernen, sich von ihm distanzieren. Das kennen wir schon aus anderen Zusammenhängen. Der einzige, der etwas schärfer fragte, wird kritisiert. Das lässt tief in diesen Spiegel-online Journalismus blicken.

Dass er vielleicht mit seinen Aussagen etwas aus den Kandidaten herauskitzeln wollte – das wird gar nicht in Betracht gezogen. Und er hat etwas herausgekitzelt: Schulz wurde selbst sehr populistisch. Ärgert das den Artikelschreiber und seine Gewährsmänner?

Denn ich fand das erstaunlich, dass beide – in meiner Erinnerung – sich eher haben dazu hinreißen lassen, eine Position der Ablehnung von Zugewanderten einzunehmen. Daraus habe ich geschlossen, dass sie die Problematik, die Teile der Bevölkerung massiv rumoren lässt, kennen, normalerweise aber überspielen, was nun nicht ganz möglich war. Und es lässt erkennen, dass diese Diskussion an der Oberfläche geblieben ist, wie ich gestern schrieb – und dass eben auch die politische Reaktion auf das, was, viele rumoren lässt, in der politischen Zukunft oberflächlich bleiben wird. Es wird sich nichts ändern. Die Fehler werden weiterhin vertieft statt ausgeräumt werden. Die anderen europäischen Länder sollen gezwungen werden mitzumachen, das ist Schulz-Tenor – und afrikanische Staaten sollen in die Pflicht genommen werden, das ist Merkel-Sopran. Beides ist so eine Art Gute-Nacht-Lied mit Blick auf den Sankt-Nimmerleinstag. Das ist auch mit Blick auf die innere Sicherheit zu sagen: Nichts. Viele Menschen leiden unter dem jetzigen Zustand – dazu: Nichts.

Manches fand ich sehr naiv und übertrieben: Trump zur Vernunft bringen, Nordkorea mit Iran vergleichen, Merkels Erdogan-Politik.

Klasse fand ich den Satz von Schulz in diesem Zusammenhang: Er sei verliebt ins Gelingen – und nicht ins Scheitern. Das ist genauso utopisch wie seine Liebe ins Gelingen, er werde Bundeskanzler. Das Letztgenannte führt ihn vielleicht persönlich in die Bredouille – das Erstgenannt das Land.

Utopisch? Was könnte die SPD noch retten? 20% Stimmen für die Grünen (+10% Die Linke) – man weiß ja nie, was in den nächsten 14 Tagen noch kommen kann.

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Dieser Beitrag ist lesenswert: http://cicero.de/innenpolitik/nach-dem-tvduell-welt-gegen-wuerselen-00

Merkel wie Schulz retten sich in den Nebel der Einzelfallprüfungen…

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Apropos Schulz – fliegender Schulz: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/martin-schulz-nutzte-chartermaschinen-fuer-parteinahe-zwecke-a-1165688.html

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Interessanter als die Diskussion der 2 fand ich die Diskussion der 5 am Montag-Abend. Das vor allem auch darum, weil ich mich frage: Sie haben alle gute Ideen, die sich auch überschneiden. Warum bekommen die Parteien es nicht hin, entsprechend die Probleme des Landes anzupacken. Querbeet finden wir auch entsprechende Themen und Argumente in meinem Blog. Man müsste eine Parteien übergreifende konzertierte Aktion zu einzelnen Themen starten – und dann ein Thema nach dem anderen abarbeiten. Klar: Keiner wünscht sich eine Einheitsregierung. Keiner wünscht sich, dass Differenzen übertüncht werden – wie am SonntagAbend – aber eine offene Diskussion ermöglicht Kompromisslösungen, an die vorher niemand gedacht hat. Und es werden auch ParteienÜbergreifende thematisch orientierte Koalitionen denkbar – eben Mehrheiten, die nicht an Parteigrenzen gebunden sind. Oder werden die Parteichefs vom Fußvolk gefesselt, sodass sie eben vernünftige Entscheidungen nicht über Parteigrenzen hinaus mittragen können?

Sicher haben über dieses Thema viele Experten nachgedacht – aber als Laie wollte ich den Gedanken einmal einwerfen, der mir bei der Diskussion gekommen ist.

Nur am Rande: Nett fand ich die Aussage von Özdemir, dass sein siebenjähriger Sohn auf der Höhe von AutoAuspuffen die Abgase einatmet. Sonderbar fand ich, dass Özdemir nicht klar Stellung bezog zum Thema Hausbesetzer, sonderbarer allerdings auch, dass er gegenüber Brüssel und EZB so wenig kritisch ist. Man sollte nicht nationale politische Fehler mit der EU/EZB begründen. Das stimmt. Aber auch diese Institutionen stehen nicht außerhalb des Diskurses. Ebenso war er recht unkritisch mit Blick auf die RusslandPolitik des Westens. Sehr angepasst. Aber dieser Eindruck entstand vielleicht nur durch die begrenzte Zeit – oder doch nicht? Weidel nahm nicht klar Stellung zu Wagenknechts Vorwurf, handfeste Halbnazis (was auch immer das sein soll) in der AfD zu dulden – und sie reagierte dann mit der Aussage, dass sehr viele Akademiker auf der Wahlliste stehen. (Nachtrag: Sie sagte auch, dass wie Wagenknecht ein Einzelfall in der Die Linke sei, so seien diese auch Einzelfälle.)

Kurios fand ich Sonia Mikich – dass sie Wagenknecht und Weidel belehrte, dass sie angeblich falsche Fakten lieferten. Moderatoren greifen in die Darlegung ein – was auch manchmal ein wenig peinlich war.

Um den oben genannten Eingangsaspekt der Würde aufzugreifen: Weidel fragte Wagenknecht, wie sie als Linke im Wahlprogramm für offene Grenzen sein könne, da Wagenknecht vorher eben anders gesprochen hatte. Wagenknecht meinte, die Aussage des Wahlprogramms sei nicht mit Blick auf jetzt gesagt, sondern das sei Wunsch für die Zukunft. Wahlprogramme als Utopien-Schleuder.

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