Gott im Gedicht (30): Franz Werfel

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Franz Werfel (1890-1945)

In Prag geboren, war ein österreichischer Schriftsteller jüdischer Herkunft und katholischer Betreuung. Er wurde Lektor, war im ersten Weltkrieg Soldat, lebte in tiefer Freundschaft mit Alma Mahler, die er 1929 heiratete. Die Bedeutung Almas für sein Werk hebt er selbst hervor. Aufgrund der Besetzung von Österreich und Frankreich, wo er lebte, durch die Nationalsozialisten, floh er 1940 in die USA. Dort ist er auch gestorben.

Werfel hat sehr aufrüttelnde Texte geschrieben, für mich ganz wesentlich ist „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ (1933). In diesem Roman prangert er den Völkermord an den Armeniern durch die Osmanen an, „spiegelt“ somit etwas, das in Deutschlands naher Zukunft liegt. In Deutschland konnte der Roman nicht wirken, da er hier erst 1947 bekannt wurde. Überhaupt hatte er ein „Gespür“ für die kommenden Umwälzungen, die das Hitlerregime und die barbarische Weltanschauung des Nationalsozialismus mit sich brachten. Sein Werk, die „Geschwister von Neapel“ (1931) schließen: „Das Zeitalter des Gesanges und des Gesetzes ist nun zu Ende. Welches Zeitalter aber hat begonnen?“ Auf der Flucht lebte er eine Weile in Lourdes – und hier begegnet er der Reinheit, und „Das Lied von Bernadette“ (1941; verfilmt 1944) entstand. Es ist Folge eines Gelübdes: Er wolle den Roman schreiben, wenn er die Küste Amerikas erreicht. Er hat sie erreicht und das wichtige Werk geschrieben. In diesem Roman geht es um die Heilige Bernadette von Lourdes, um die Verherrlichung des Geheimnisses Gottes und der Heiligkeit des Menschen. Das Thema „Reinheit“ wird unten noch vertieft werden. Seine Werke, nicht allein die, die ich genannt habe, hatten eine breite Leserschaft. Aber seine Gedichte waren ihm selbst besonders wichtig.

Nun zu seinen Gedichten. Erst ein paar Anmerkungen. Auf seiner Wanderung hörte er einen Schrei – er hielt nicht an „Mich führte die Straße mit“ und er bat „Daß Gott mir verzeih“. Das Gedicht versucht diese Schuld zu verharmlosen, zu verdrängen – die Straße war Schuld („Ballade von einer Schuld“; vgl. auch „Gedächtnis der Sünde“).

Es gibt viele Gedichte, die die Lerche als Thema haben, wir lernten schon manches kennen. Auch Werfel schrieb eines „An eine Lerche “. Das kann hier nicht ganz zitiert werden, das muss man lesen. Aber der Duktus des schönen Gedichts: „Doch dich fühlen wir / Überm Sklavennacken, / Dich Wärme klein, / Dich Gottesflämmlein Lieds.“ (In „Lied nach einem Tage“ schreibt er: „Herr, sehr wenig ist, was ich dir gab, / Deine Flamm ist klein in mir gelungen“. Das aber eher selbstanklagend und nicht, wie im Lerchengedicht, rühmend.)

Ein äußerst heftiges Gedicht ist „Das Gebet Mosis“. Moses kämpft gegen Gott und gegen Menschen, er lässt sich nicht abspeisen, er fordert Gott heraus: „Hörst du, ich bin kein Bittender, ich bin der / Alte Furchtbare, dein alter Kampfhahn bin ich, / Dein Türeinschläger, dein Gläubiger-Ungetüm!“ Aber eben nicht nur gegenüber Menschen ist er das, sondern er fordert auch Gott heraus: „Ich beiße mich an deine Brust, ich flechte mich in dein Feuer, ich hämmere mit Fäusten an deinen Mund!“ „Ich kämpfe nach oben und nach unten, / Ich tobe auf einem Berg zwischen dir und ihnen.“ Gott selbst wird vor sein eigenes Gericht gezerrt „Ich schlage dich mit deinem Namen, / Du erscheinst, du rechtfertigst dich, du wendest es denn!“  Moses stellt sich über Gott, er stürmt sozusagen in den Himmel, um ihn herauszuzerren. Er bittet nicht, wie es sich für einen Glaubenden geziemt, der sich Gott unter- und zuordnet. Er wartet nicht auf Offenbarung Gottes, dass Gott sich zeigen möge, sondern dieser Moses ist ein Moses, der der Zeit des 19. Jahrhunderts, der Kämpfe gegen Gott, entspricht. Nietzsche ist hier zu nennen, zu nennen sind all diejenigen, die den Himmel stürmen und meinen, weil sie Gott nicht herauszerren können, er sei leer, sie „morden Gott und uns“ („Lied“). Später kann er sagen: „Wort log den Himmel fort, / Die Welt fiel zu.“ bzw. „Ach, wir verrieten des Vaters Geheimnis / So blieb uns nur / Des Jahrmarkts Spiegellabyrinth. / Nun hängen wir geschäftig / An einem Lügenzunder Worts.“ („Pfingstelegie“) Wenn man weiß, wie bedeutsam Nietzsche in der Zeit war und wie sehr Nietzsche (auch George und andere) das Wort und die Kunst betonten, wird einem die Brisanz dieser Formulierungen deutlich. Noch ist sie leer die verlogene Welt. Leer. In „Das Café der Leeren“ träumt er Grausliches, Verwesung, Erstickendes, Wüste. „Doch der Erhabene seinen Blick mir blickte, / Hob an die Gnade seiner Haltung mich, / Daß ich mich wusch und endlos neu erquickte. // >Ist dir so fremde dieser Ort hier, sprich, / Daß sich das Leben quält durch deine Kehle?< / So sprach er und befahl: >Sieh nur um dich!<“ Und der Dichter sah sich selbst in diesem grauslichen Raum, mit grauslichen Menschen. Es ist im Grunde die Hölle. „Wir hören Gott nicht aus den Uhren schlagen, / Und rülpsen grinsend Wohlbehagen.“ Das heißt: „Wir sind aus Gott gefallen und vorbei.“  ( „Der Feind“) Doch wer wird im Himmel sein? „Die Leidenschaftlichen“: „Mein Gott, es werden sein zu deiner Rechten / Nicht die Wahrhaftigen allein und die Gerechten!“ Und er schildert die Verlorenen. „Es werden ruhen, Gott, in deinen Tiefen / Nicht allein die, die deinen Namen riefen, / Nein alle, die in den Nächten nicht schliefen!“ Werfels Menschensicht, die sich den Verstoßenen zuwendet, wird auch ausgesprochen: „Noch im schlammigsten Antlitz / Harret das Gott-Licht seiner Entfaltung. / Die gierigen Herzen greifen nach Kot, – / Aber in jedem / Geborenen Menschen / Ist mir die Heimkunft des Heilands verheißen.“ („Was ein jeder sogleich nachsprechen soll“) (Anmerken möchte ich noch, dass „die Leere“ bei Benn eine Rolle spielt [s. dort]. Benn war treibende Kraft darin, Werfel aus der Preußischen Akademie der Künste 1933 auszuschließen.)

In „Das letzte Wort“ wird schon etwas deutlich, was den späten Werfel ausmachen wird: „Doch wenn uns Gott nicht verstößt, / Werden wir einst aus Ratschen, Reimen und Reden / Zum Wort erlöst“. In „Trägheit des Herzens“ beklagt er: „Mein Gott, wie viel Liebe ließ ich aus“ „So Tag für Tag das feige Herz zersprechend / Und elend mit Almosen Gott bestechend.“ In „Verheißung“ wird er deutlicher: „Vom Grabe ist der Felsen weggewälzt, / … // Der Gott ist fort. Im Hinterhalt der Welt / Wird er Musik. Schon stampft er auf und schnellt / In unser Herz den Schlag von seinen Zeiten, / In unsere Schritte spannt er ein sein Schreiten.

Und die Bezüge auf Gott nehmen in den Gedichten zu. Wenn der Morgen anbricht, der Morgen der neuen Welt: „Auf allem Munde kniet das Eine Wort. / Gott selber wirft von seinem Gnadenort / Sich uns, gehüllt in Strahlenstaat, ans Leben.“ („Geistige Freude“) Aber noch ist es nicht soweit. Die Leere, die oben angesprochen wurde, aufgreifend, zum Menschen gesprochen: „Die Welt ist leer, weil sie von dir so voll ist! / So lebst du ohne Gnade. / Doch willst du wissen / Geheimnis der Größe, Geheimnis der Genien:? / Lebe aus Gottes Hand!“ („Der Fluch“) „So tief bist du Wunder, / Als du tiefe Wunder siehst!“ („Geheimnis“) Aber: Das Gebet gilt diesem Wunder: „Aus meiner Tiefe rief ich dich an, / Denn hier rettet kein Wille mehr, hier rettet nur Wunder. / Tu Wunder!“ („Aus meiner Tiefe“)

Das wunderbare Wirken Gottes hat Auswirkungen auf den Menschen: „Wenn ein reiner Mensch deinen Raum betritt, / Läßt sich Gottes Gegenwart nieder auf Stuhl und Tisch. / Der Sonnenstrahl zittert vor Andacht.“ Spiegel erblinden, das Böse wird müd, dem Teufel wird übel, es kommt die Verheißung und Liebe aus dem Herzen hervor: „Wenn ein reiner Mensch deinen Raum betritt, / Oh Gegenwart Gottes!“ Und so bittet er im „Gebet um Reinheit“ um diese. In diesem Gebet bringt er den Zwiespalt des Menschen zur Sprache, den Feind in sich selbst: „Warum nicht gabst du mir Einheit und Reinheit? Reinige, einige mich, oh du Gewässer!“ Es geht auch im „Gebet gegen Worte“ um Lügenworte: „Du hast die Welt entweltet, du hast sie verwortet. / Dahin! Und unsere Lüge lugt uns aus Worten an…. / Verschließe, blende, verstumme mich! Mach mich wachsen zu deinem Wort!“ Und im „Gebet“ bittet er darum, dass Gott sein Wort leite. „Gott fiel in unsre Tasten, und wir waren Psalm.“ (Bekenntnis VII)

Als Bekenntnis (III) formuliert er:
Selig die zweifelten, – sie werden glauben,
Selig die irrten, – sie werden erkennen.
Selig die Narren, sie werden rein entbrennen,

Unselig nur, die ohne Liebe waren…“

Mit den Seligpreisungen greift er auf die Seligpreisungen Jesu zurück. In dem Gedicht „Geburt“ besingt er die Geburt Jesu, besingt den Heiland, „Der uns mit seinem Schrei aus der Vernichtung hebt, / Drum beten wir zu diesem Herzensschlag.“

Es gibt weitere Gedichte, in denen Werfel das Geheimnis Gottes verherrlicht. Damit möchte ich es aber belassen.

Angriff auf die Pressefreiheit + Angriff auf Busfahrer + Merz für Nordstream-Stop + Gender: Pädagogischer Unfug + Wofür Polizei E-Autos gut sind + Politische Denunzianten + Wahre Kunst in Chemnitz + Gewalt gegen Frauen

Wenn Ideologen sich zu sicher fühlen, dann passiert das – sie hindern die Verbreitung der Meinung anderer: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/grossbritannien-umweltaktivisten-stoeren-zeitungsverbreitung-16939734.html

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Haben nur hier Busfahrer Angst? https://www.insuedthueringen.de/region/suhl_zellamehlis/suhl/Busfahrer-in-Angst-Hilferuf-der-SNG

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Merz ist für zeitweise Nordstream Stop: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nawalnyj-merz-verlangt-baustopp-fuer-nord-stream-2-16938345.html Ich vermutete neulich, dass Merkels fordernden Worte an Russland die Trennung von Nord-Stream vorbereiten sollte. Vermutet Merz das auch und ist vorgeprescht? Und Grüne zeigen sich auch davon angetan – waren aber schon immer eher dagegen – wegen Umwelt, Energie…: https://www.tagesschau.de/inland/maas-nawalny-russland-101.html Einige, die schon immer dagegen waren, springen auf den Zug auf: so die Ukraine. Manchmal sind alte Zeitungsberichte ganz interessant: https://www.zfk.de/politik/deutschland/artikel/merz-stellt-bau-von-nord-stream-2-in-frage-2018-12-03/

Das ist immer das Problem: Im Kampf für Menschenrechte: Schneidet man seinen Ast ab, auf dem man sitzt? Das gilt nicht nur mit Blick auf Russland, das gilt auch nicht weniger für Waren aus China: Wer weiß, welche erniedrigten Menschen diese produzieren mussten – bis hin zu den Nasen-Mundschutz-Masken. Hat nicht China einen Mann aus Frankreich entführt, um ihn im eigenen Land hinter Gitter zu bringen – also verschwinden zu lassen? Oder irre ich mich? Dieses selektive Sanktionieren westlicher Staaten ist für mich nicht nachvollziehbar.

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Das konnte man auch vor langer Zeit schon in meinem Blog lesen: Die Extremen unter den Gender-Leuten sind Ideologen, die Kinder schon sehr früh mit ihrer Ideologie konfrontieren. Die Kids sind noch nicht so weit – und wie es in dem Beitrag heißt: werden irritiert. Aber wahrscheinlich ist das auch das Ziel: Die Selbstfindung, Identitätsbildung von Kindern soll verhindert werden, damit sie dann irgendwie gemäß der Genderideologie ausgenutzt werden können: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/gastbeitrag-das-thema-gender-identitaet-ueberfordert-kinder-16934895.html

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Polizei E-Autos (von früher) sind dazu gut, vor Demos von Fridays for Future her zu fahren: https://m.focus.de/auto/elektroauto/bmw-i3-bald-auch-in-deutschland-us-polizei-verramscht-ihre-elektroauto-flotte_id_12380232.html

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Will die Politik wirklich auf Denunzianten zurückgreifen? Aber Berlin mal wieder. Dort scheint sich sehr viel Unfug zu sammeln: https://www.tagesspiegel.de/berlin/unruhe-in-berlins-gefaengnissen-beamte-fuerchten-spitzelsystem-des-justizsenators/26143476.html

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Wow, das ist wahre Kunst: Auto versenken: https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/kunstaktion-schlossteich-chemnitz-102.html

Was sagen eigentlich wahre Künstlerinnen und Künstler dazu? Jedem Tierle sein Pläsierle?

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Das scheint des Anwalts Ashraf Farahat Geschäftsmodell zu sein: junge Frauen anklagen. Was würde wohl ein Psychiater hinter dieser Verhaltensweise finden? https://www.tagesschau.de/ausland/kairo-tik-tok-101.html

Auch eine Form der Gewalt gegen Frauen. In der Türkei begehren wenigstens ein paar Frauen auf. Ägypten ist noch weit davon entfernt: https://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-gewalt-101.html

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Gott suchen

So suchen wir Menschen Gott und suchen ihn – doch wir suchen einen Gott, der nach unseren Vorstellungen geformt ist. Und weil wir einen solchen Gott suchen, finden wir den wahren Gott nicht, sondern bleiben vielfach im Vordergründigen stecken, wir sehen nur die Schatten: die Bibel wird zum Gott, die Natur wird zum Gott, die Gesundheit wird zum Gott oder andere Menschen und Gruppen werden für uns zum Gott, mein schlimmes Erleben wird zur Gottlosigkeit. Und wir ärgern uns über Gott. Er ist nicht so wie wir ihn haben wollen. Und darum scheint er ganz weit weg – und ist uns doch so nah. Näher als wir selbst uns sind.

Um Gott zu finden, müssen wir unsere Vorstellung von Gott ändern lassen.

Aus der Predigt: https://predigten.wolfgangfenske.de/johannes-5/

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Meinungsfreiheit

Ein guter Beitrag zum Thema Meinungsfreiheit: https://www.nzz.ch/meinung/meinungsfreiheit-ein-reizwort-fuer-progressive-ld.1574518?mktcid=smsh&mktcval=OS%20Share%20Hub

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Zum Thema: Nuhr:

https://www.youtube.com/watch?v=of14fU9WK7A

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Nachtrag: Charlie Hebdo und Macron: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/macron-und-der-kampf-um-die-meinungsfreiheit-und-charlie-hebdo-16938595.html

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Angeklagte schweigen + Aggressionen in Leipzig + Pawlowsche Islamisten

Bin gespannt, wie sie die Situation schildern werden: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/angeklagte-schweigen-nach-attacke-auf-bahnsteig-16938227.html

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Linksextreme greifen Polizisten an – wo? Natürlich Leipzig: https://www.tagesschau.de/inland/leizpig-krawalle-101.html

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Irgendwo las ich, dass es mit rot-rot-grün nichts wird, wenn die sehr Linken – zumindest die Eine – in der Die Linke an die Macht kämen. Aber ob diese Sicht sich nicht täuscht. Denn die Tendenz geht da hin, links stärker zu etablieren – und da zählt die CDU schon als rechts: https://www.tagesschau.de/inland/linkspartei-vorsitz-hennig-wellsow-wissler-101.html

Eine wurde der Öffentlichkeit allgemein bekannt, weil sie von rechten Extremisten bedroht wird, die andere wurde bekannt, weil sie mit Blumen um sich warf. Natürlich beschränkt sich links-intern die Bekanntheit nicht auf diese Gründe.

Selbst spiegel-online hegt gewisse Zweifgel mit Blick auf eine solche künftige Koalition: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/linke-susanne-hennig-wellsow-und-janine-wissler-wollen-an-die-parteispitze-das-risiko-der-favoritinnen-a-db8b6ce3-7880-4ca0-94b8-b0be9deb64b6

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Wie der Speichelfluss beim pawlowschen Hund – so konnte man davon ausgehen, dass irgendwelche Leute gegen die Veröffentlichung der Charlie Hebdo Karikaturen protestieren: https://www.tagesschau.de/ausland/charlie-hebdo-karikaturen-proteste-101.html Das war von den Blattmachern so erwünscht – und prompt machen sie es auch. Die 200.000 Auflage war schnell vergriffen – nun werden weitere 200.000 gedruckt. Auf der Islamisten-Seite war es in der Vergangenheit ruhig, auch mit Blick auf die Frage des traditionellen Islam in Europa sowieso. Ob die Diskussion wieder aufgenommen wird? Kein Interesse: Klima und Corona beherrschen die Hirne.

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Nord Stream 2 + Überwachung von Assange + Belarus – Bitte an UNo + Corona-Medien

Nord Stream 2 ist, seit Russland sanktioniert wird, immer ein Politikum. Manchen fällt es erst jetzt auf. Aber egal: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/nord-stream-nawalny-101.html

Spannend ist nun Frau Merkel. Mit Blick auf den Vergiftungsvorwurf und dem Bezug auf die russische Politik hat Frau Merkel starke Worte gefunden. Die Frage stellt sich: Was bezweckt sie damit? Russische Politik kann sie damit nicht ändern: https://www.welt.de/politik/ausland/article214976288/Giftanschlaege-Angela-Merkel-ist-genauso-machtlos-wie-Boris-Johnson.html

Diese fühlt sich so sicher, dass sie verhöhnend reagiert.

Dienen die Worte als Vorbereitung dafür, Nord Stream 2 erst einmal ruhen zu lassen?

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Die Nachricht, dass Assange massiv überwacht wurde, als er in der Botschaft Ecuadors festsaß – äh – ist das eine? Wer hätte das gedacht: https://www.tagesschau.de/ausland/wikileaks-assange-105.html

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Ob die UN wirklich etwas machen wird? Ich vermute einmal: Dafür ist sie nicht zuständig – den Demonstrierenden zu helfen – es geht ja schließlich nicht gegen Israel: https://www.spiegel.de/politik/ausland/belarus-swetlana-tichanowskaja-wirbt-vor-uno-sicherheitsrat-um-unterstuetzung-a-24434167-a176-4d2d-8b8e-095855407c3a

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Wie Blogleserinnen und -leser wissen: Ganz meine Meinung zum Thema Reaktion auf Corona: https://www.cicero.de/innenpolitik/ARD-ZDF-Corona-Berichterstattung-Oeffentlich-Rechtlich?

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Glaubens-Weg

Den Glaubensweg gehen im Glauben mit Jesus Christus.

Er ist ein schöner Weg, spannend, voller Herausforderungen,

ein Weg über Hoffnung glitzernde Berge und durch schroff-scharfe Angst-Täler,

ein frei geatmeter Tagesweg, ein gestolperter Nachtweg in Finsternissen,

ein Weg, müde geschlichen und krank, fröhlich gerannt, genossen mit allen Sinnen,

ein Weg voller rätselnder Fragen, geahnten Antworten, geborgenem Denken,

ungläubigem Kopfschütteln, Herz jubelnd vor Glück und übersprudelndem Dank.

Den Glaubensweg gehen mit anderen Menschen, Hand in Hand, singend, gespannt,

aber immer, immer: gehen im Glauben mit Ihm. Du bist da. Wunderbar.

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Der Blog wird erst am Samstag wieder bestückt werden.

EKD-Zukunftspapier – auf Kritik ist zu hören +

Auf Kritik hören – kann das die sich als modernisierend ansehende EKD?: https://www.deutschlandfunk.de/zukunftspapier-der-ekd-gemeinden-werden-zerstoert.886.de.html?dram:article_id=482490 und: https://www.zeit.de/2020/32/ekd-zukunftspapier-glauben-diakonie-evangelische-kirche

Hier kann man die Leitsätze lesen: https://www.ekd.de/11-leitsaetze-fuer-eine-aufgeschlossene-kirche-56952.htm

Vielleicht mit der Hausaufgabe verbunden:

  • Wie wird von Gott, Jesus Christus, Heiliger Geist – vom Dreieinigen Gott – geredet?
  • Inwiefern kommen Bibel, Gebet, Mission vor?
  • Welche Bedeutung hat die Ortsgemeinde?
  • Wie wird von den Schwestern und Brüdern in Jesus Christus geredet, welches Bild wird von ihnen vermittelt, die jetzt schon sehr viel tun?
  • Wieweit kommt all das vor – außerhalb frommer und sozial klingender Floskeln?
  • Wieweit wird die Kirche verkopft, das heißt: Leitungsgremien werden dominant – statt die Basis?
  • Wieweit kommt der Glaube vor – wieweit Selbstbespiegelung und Selbstbeschäftigung von Verwaltung und Kirchenstrukturen?
  • Wird die Kirche von oben nach unten oder von unten nach oben strukturiert?
  • Kann ich am Ende sagen: Wow, so eine Kirche finde ich klasse, in so einer will ich mitarbeiten?
  • Von welchen Gemeinden der weltweiten Kirche kann unsere Kirche in D lernen? Theologie der Befreiung, Charismatische Kirchen, Diakonische Kirchen… – vielleicht nach dem Motto des Paulus: Prüfet alles, das Gute behaltet.

Aus meiner Perspektive kommt alles darauf an, dass die Glaubenden aus ihrer engsten Beziehung mit Jesus Christus eine muntere Gemeinschaft bilden – und jeder und jede Einzelne diese Beziehung lebt, nach außen trägt, missionarisch wirkt. Dafür benötigt man kein Zukunftspapier, sondern eben Gottes Geist. Davon getrennt ist die Kirchenstruktur zu betrachten, auch finanzstrategisch und organisatorisch auszurichten. Verwaltung wo es nötig ist einzusparen. Aber: Diese Mischung von Verwaltung und Glauben und der damit verbundenen Erniedrigung bestehender Gemeindestrukturen in diesem Papier halte ich für fatal. Das vielfältige Handeln der Vergangenheit wird klein geredet – und angesichts all der kirchlichen Angebote auf allen möglichen Ebenen fragt man sich: In welcher Welt der Ignoranz leben die Schwestern und Brüder dieses Papiers? – statt in Dankbarkeit auf das zu blicken, was in den Kirchen los ist. Wenn man es vielfältiger gestalten möchte, dann gern – aber nicht in dieser den Text durchscheinenden Arroganz. Übrigens benötigt man zu einer vielfältigen Ausgestaltung: a) Menschen, b) Gelder – und die sollen ja erst gewonnen werden, das geht nicht durch Zerschlagung alter Strukturen – oder wie es hier so kreidestimmig (man denke an den Wolf und die 7 Geißlein) heißt: „Es gilt, Beharrungskräfte einzuhegen.“ – und das mit zu Herzen gehenden Worten zuckersüß garniert, wie es der Fettdruck unten zeigt. Ich erkenne ein rhetorisches Nudging, das meine volle Abneigung hervorruft.

Was vermittelt zum Beispiel dieser Abschnitt?:

Die Organisation und Institution Kirche wird insgesamt fluider und risikobereiter werden. Es gilt, Beharrungskräfte einzuhegen. Parochiale Strukturen werden sich verändern; die sozialen Ausdrucksformen in den vier Grundvollzügen kirchlichen Handelns (Martyria, Leiturgia, Koinonia und Diakonia) werden vielfältiger. Dabei können die traditionell stärkeren und wohlhabenderen evangelischen Kirchen im ehemaligen Westdeutschland von den Kirchen in Ostdeutschland lernen: Kleinere Versammlungen um Wort und Sakrament bedeuten weder Mut- noch Sinnlosigkeit, sie entlasten auch von erstarrten Routinen und eröffnen die Chance, Neues auszuprobieren. Es braucht Mut, zwischen resonanzlosem kirchlichem Handeln und Resonanzräumen zu unterscheiden, in denen Herz und Seele berührt und die zeugnishafte Präsenz in der Gesellschaft bestärkt werden. (Fettdruck: WF) Es gilt, das eine zu lassen, um das andere zu stärken und offen zu bleiben für neue Wege. 

Wenn man das also liest – alles schön und gut: Kirche muss sich ständig ändern, und was da von kleinen Gemeinden gesagt wird – das haben wir ja schon. Warum rennen sie damit offene Türen ein? Wie es zudem nicht erst seit heute – sondern wohl seit dem 17. Jahrhundert – altbacken 😉 heißt: Ecclesia semper reformanda. Das Beharrende ist meistens die Verwaltung. Muss sie sich mit dem Papier Mut zureden, sich zu ändern? Wie dem auch sei: Es wird kommen, wie es immer kommt: So ein Papier überlebt die nächsten fünf Jahre nicht, weil sich dann wieder alles geändert hat, andere Strategien Raum greifen müssen, neue Ideen kommen. Das Problem wird nur sein: Was zerschlagen sie im Hintergrund – ohne wieder wirklich Neues aufbauen zu können? Kaputt machen ist leicht – weiß jedes Kind – aber aufbauen gilt!

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Heiliger Synod des Patriarchats von Konstantinopel – auf der auch auf die Annexion der Hagia Sophia durch erdogans islam Bezug genommen wird: https://www.kath.net/news/72706

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