Buchdruck/Druck im 15. Jahrhundert
Spannend, was hier zum Buchdruck im 15./16. Jahrhundert zu lesen ist: https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Buchdruck_(15./16._Jahrhundert)
Menschenrechts-Kolonialismus
Man muss sich im Klaren sein, dass die Länder es als Menschenrechts-Kolonialismus empfinden, wenn man sie mit unseren Menschenrechtsvorstellungen konfrontiert: https://www.tagesschau.de/ausland/gipfel-aegypten-eu-109.html
Was tun? Kontinuierlich für Menschenrechte eintreten. Die Menschen in den jeweiligen Ländern müssen sie für sich selbst erkämpfen – gegen die Herrschenden. Anders geht es nicht. Ich denke, die Zeit ist auf Seiten der Menschenrechtler.
Hoffentlich. Denn: Werden sie in unseren Ländern auf absehbarer Zeit zurückgefahren werden – auch aus wirtschaftlichen Gründen (Vorbild China)? Nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, sondern auch aus Leichtsinn: Man gibt unsere moralischen Standards, die auch Sicherheit mit sich brachten, leichtfertig auf, indem man Zureisende nicht auf sie verpflichtet. Oder: Man rollt immer mehr ideologisch orientierten Gruppen den Roten Teppich aus – bis Meinungsfreiheit wieder ein seltenes Gut wird. Oder: Minderheitenmeinungen werden von medialen Tsunamis überrollt….
Grimme-Preis + Erst handeln – dann denken
Man beachte: Das soll der wichtigste Preis mit Blick auf Qualitätsmedien sein – auch verliehen an Böhmermann – aber wegen eines bestimmten Werkes: https://www.tagesschau.de/inland/grimmepreise-101.html
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Erst handeln – dann denken: Das scheint ein beliebtes Motto unserer Zeit zu sein. Kohlekraftwerke weg! Was bleibt mit dem, weswegen sie auch benötigt wurden, dem Verbrennen von problematischen Abfällen? Mein Tipp: Lasst eines stehen – und darin verbrennt alles, was verbrannt werden muss. Aber eher werden wohl Kläranlagen abgeschaltet. Keine ernst gemeinte Aussage – aber man weiß ja nie, wenn Ideologen erst handeln – dann denken. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/klaerschlamm-kohlekraftwerke-101.html
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Afghanistan war auch so ein Fall: erst handeln – dann denken. Und nun will die FDP auch kippen. Ein Abzug aus Afghanistan wird große Konsequenzen für unser Land haben. Aber das hat man unter Obama nicht eingesehen – und dann kamen die Flüchtlinge. Das will man jetzt auch noch immer nicht einsehen. Wenn Afghanistan fällt, fällt Pakistan und eben alles wird Auswirkungen auf Europa haben. Womit finanzieren sich dann die Terroristen? Mit Drogen, die die Länder überschwemmen und große Teile der Bevölkerung zerstören http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-in-afghanistan-fdp-im-bundestag-diskutiert-ueber-moeglichen-abzug-a-1255061.html
Solche Einsätze sind schlimm – aber eine Vogel-Strauß-Politik hilft leider nichts.
Urteile: AfD, Attac, Bio-Halal
Interessante Urteile:
AfD – Verfassungsschutz darf die AfD nicht als Prüffall bezeichnen: https://www.tagesschau.de/inland/afd-555.html – war ja nur eine politische Äußerung. Und der Verfassungsschutz, so darf man wohl daraus schließen, darf nicht politisch – das heißt gegen ungeliebte Konkurrenz – eingesetzt werden. https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/prueffall-entscheid-ein-erfolg-fuer-die-afd-und-den-rechtsstaat-16061903.html
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Dass Attac nicht gemeinnützig genannt werden darf – auch das ist interessant, aber einleuchtend: denn ihr geht es um politische Beeinflussung der Bevölkerung. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/attac-finanzgerichtshof-101.html Da frage ich mich, wer dann noch alles nicht geminnützig ist.
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Dass Halal-Fleisch nicht Bio genannt werden darf… Da fragt man sich dann doch: Wer kam auf die Idee, das zu tun? Denn Halal und Bio schließen sich, vom Tioerschutz her gesehen, ja schon von vornherein aus. Wer kam auf die Idee? Nun denn, wahrscheinlich geschäftstüchtige Halal-Vertriebe: https://www.tagesschau.de/ausland/halal-fleisch-101.html
Im Namen meiner Landsleute + Moldau
Das ist eine interessante Formulierung, in der Gratulationskarte an den Iran: Glückwünsche im Namen meiner Landsleute: http://www.spiegel.de/politik/ausland/frank-walter-steinmeier-glueckwuensche-an-iran-zentralrat-der-juden-empoert-a-1255044.html
Solche Formulierungen können nur Floskeln sein. Nicht ernst gemeint. Denn gerade dem Iran im Namen der Landsleute zu gratulieren, das wird zu Recht kritisiert. Wer bekommt eigentlich noch solche Karten „im Namen meiner Landsleute“?
Das ist schon alles klar, was Steinmeier sagt. Auch richtig so: https://www.tagesschau.de/inland/steinmeier-iran-117.html
Nur: Im Namen meiner Landsleute?
Wenn alle wissen, dass es Floskeln sind – warum schreibt man das? Um ein Land nicht zu düpieren, das weiß, dass das Floskeln sind, aber wenn es keine Floskel bekommt, ärgerlich wird.
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Noch ein interessanter Steinmeier: Es kommt nicht auf die Frage an, ob der Islam zu Deutschland gehört, sondern welcher. Das bedeutet: Was Islam ist, der zu Deutschland gehören darf, entscheidet: Steinmeier.
Dann erinnert er Christen an dies und das Geschichtliche. Zum Glück waren es dieses Mal keine Kreuzzüge und Hexen, sondern Menschen, die der Monarchie nachtrauerten und andere, die sich nicht schnell genug der modernen Strömung anpassten. Vielleicht eine kleine Erinnerung: Gesellschaftliche Prozesse und so… Fähnchen nach dem Wind hängen und so… Komplexe Themen einfach mal so loslassen – „im Namen meiner Landsleute“?
Religionen sind eigenständige Größen – auch wenn es manchen protestantischen Politikern nicht gefallen sollte – die man nicht wie Brötchen backen kann, die den jeweiligen politischen Stimmungen angepasst sind. https://www.focus.de/politik/deutschland/vz-hz_id_10377862.html
Die Auseinandersetzung muss stattfinden – aber die spannende Frage ist: Wie.
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Moldau – ein europäischer Problemstaat: Menschen flüchten in die Ausbeutung in andere Länder – und es ist keine Rettung in Sicht: http://www.spiegel.de/politik/ausland/moldau-mafioese-demokratie-am-rande-europas-a-1255012.html
Indien-Pakistan + Venezuela + Nigeria
Indien sollte nicht so posaunen, das brächte der pakistanischen Regierung islamistische Schwierigkeiten. Und daran dürfte den Indern nicht gelegen sein: https://www.tagesschau.de/ausland/indien-pakistan-119.html
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Ich bin gespannt, wie Maduro reagiert – aber ich denke, er wird als Ideologe ausharren bzw. kämpfen, bis auf den letzten Atemzug – egal, was mit den Bürgern des Landes passiert. Wenn das Umfeld Maduros ihn nicht arbeitsunfähig macht, planen die umliegenden Regierungen umsonst. Ich hoffe ja nicht, dass diese Staaten, allen voran die USA, einen zweiten Märtyrer nach Allende schaffen werden. Psychologische Kriegsführung – was kann sie leisten? Da dürfte noch viel Luft nach oben sein. Dauert nur länger. https://www.tagesschau.de/ausland/machtkampf-venezuela-115.html
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Nigeria hat gewählt. Im Augenblick sieht es so aus, als würde der Alte der Neue: https://www.tagesschau.de/ausland/nigeria-455.html
Wir Christen

Es ist schmerzhaft zu sehen, dass wir Christen häufig den Blick auf Gott verfinstern. Von daher ist es immer wieder wichtig, sich selbst im Geist und im Licht Gottes zu betrachten – aber auch die Gemeinden – die Theologien – und die Kirchen als Institutionen.
Der Geist Jesu Christi möge uns immer wieder die Augen öffnen und uns erneuern. Der Prozess der Erneuerung kann schmerzhaft sein. Aber da er von Gott kommt, zerstört er nicht.
Christsein bedeutet nicht: Starr sein. Christsein bedeutet: Sich vom Geist Jesu Christi verändern lassen, Schuld erkennen, in Liebe zu wachsen.
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Der Blog kann frühestens am Mittwoch weiter geführt werden.
Lied am Sonntag
Christliche Kunst: Gemälde – Glaube und Künstler
Als der christliche Glaube noch nicht die Kultur Europas prägte, gab es vereinzelte Versuche, bestimmte Abbildungen als Bekenntnis auf den Sarkophagen anzubringen – erkannt von „Eingeweihten“ – also von anderen Christen.
Als der christliche Glaube sich durchzusetzen begann, wurde christliche Kunst von den ausgestalteten Kirchengebäuden geprägt: Wandmalereien, Mosaiken…
Christliche Kunst begleitete in der Frühzeit vielfach Texte. Texte konnten durch die Bilder von denen verstanden werden, die nicht lesen konnten und konnten den emotionalen Zugang zu den Texten intensivieren. Zudem konnte man die Bilder samt Text auch außerhalb von Kirchen verwenden, wie die Evangeliare zeigen.
In den Kirchen waren Bilder von den Texten vielfach gelöst: Glasmalereien und Skulpturen waren durch das Kirchengebäude in einem kontextuellen Zusammenhang gestellt, dienten aber nicht mehr unmittelbar der Wiedergabe von Texten. Durch die Loslösung vom Text ermöglichten sie dann immer stärker einen Zugang zu dem Abgebildeten in seiner Verbindung zu Gott. So konnten sich dann die Kunstwerke aus dem Zusammenhang von Text und Kirchengebäude lösen. Sie blieben aber noch immer im Kontext der sie umgebenden christlichen Kultur eingebettet.
Das christliche Kunstwerk begann als Kunstwerk bedeutsam zu werden. So versuchten sich die Künstler gegenseitig zu übertrumpfen – und die Maler selbst wurden mit den Bildern verbunden. Vorher waren die Maler vielfach unbekannt. In der Neuzeit löst man dann in der Bildinterpretation den Glauben vom Kunstwerk und meint, der Künstler habe nicht geglaubt oder das Kunstwerk sei nicht Ausdruck des Glaubens, sondern man habe nur Geld verdienen wollen und weil die Finanziers Kirchen und christliche Gruppen waren, habe man eben christliche Bilder gemalt.
Das wird aus meiner Sicht dem Künstler nicht gerecht – er hat zumindest sich auch selbst in den Kunstwerken in Verbindung mit seinem Glauben ein Denkmal gesetzt. So erkennen wir bis in die Neuzeit hinein, dass christliche Bilder gemalt werden, weil der Künstler sich und seine Emotion, seine Gesellschaftskritik, seinen Zugang zur Welt mit Hilfe seines christlichen Glaubens ausdrückt. Zudem hat er die Bilder ja so gemalt, dass sie im Betrachter etwas bewirken können.
Und so entstanden äußerst innige Bilder – aber auch abschreckende Bilder – gerade auch unter Aufnahme der Kreuzigung. Ich denke an Gustave Moreau: Er hat Bilder mit unterschiedlichsten Motiven auch aus der Mythologie entnommen. Aber seine Pietá oder sein „Christus der Erlöser“ lassen ihn selbst erkennen in seinem Glauben. Rembrandt sowieso, seine vielfachen Darstellungen des Verlorenen Sohnes – eines Gleichnisses, das auch von Beckmann als Ausdruck seiner eigenen Verlorenheit aufgenommen wurde. Man denke auch an die vielfältige Aufnahme des Ecce Homo Motivs. Leiden der Menschen konnte man sehr eindrücklich auch ohne dieses darstellen, wie zum Beispiel Käthe Kollwitz zeigt. Warum hat man es dann gerade auch mit Jesus verbunden? („Ich will Gott die Ehre geben auch in meiner Arbeit“ [1914])
Bei jedem Künstler ist individuell zu fragen: Inwieweit ist sein Werk Ausdruck seines Glaubens. Denn das Bild wird nur dann richtig verstanden, wenn sein Glaube ernst genommen wird. Es sei denn, man will allein Farbe und Komposition usw. untersuchen, Inhalte sind dann egal. Eine differenzierte Sicht ist angebracht.
Interessant finde ich im Vorwort zu „Der katholische Rubens“ schreibt Willibald Sauerländer, der sich als „aufgeklärten Agnostiker“ einordnet: „Aus guten Gründen vermeiden kunsthistorische Bücher in aller regel konfessionelle Zuordnungen. Nachdem mit der Aufklärung die werke der älteren Kunst ihrem feudalen oder kirchlichen Wurzelgrund entrissen waren, wurden sie alle in das Pantheon der autonomen Kunst entrückt und im Reich der Ästhetik zu ewiger und allgemeiner Gültigkeit erhoben.“
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