Begrabene Gottesliebe

Seht, sagt Jesus, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lukas 18,31)

Als Jesus das sagte, wissen die Jünger noch nicht, was sie an Leiden erwarten wird, an Enttäuschung, an Zweifel, Zerschlagenheit und Trauer, ein schlimmes Ende – ohne Zukunftsperspektive. Jesus weiß es. Er tröstet sie damit, dass er ihnen sagt: Alles, was kommt, kommt nicht überraschend für Gott, es ist eingebettet in seiner Liebe. Es wird alles finster und dunkel aussehen und sein, chaotisch wird es sein und brutal. Aber nicht verfinsterte Menschen und finstere Mächte werden letztlich den Sieg davon tragen, sondern die Liebe Gottes. Es wird so aussehen, als sei die Liebe Gottes besiegt worden, begraben unter einem riesen Berg an Schutt der Schuld und der Sünde. Aber die Liebe Gottes wird aus diesem Grab erstehen, sie wird den Schuld- und Sündenberg abtragen und Licht und Leben und Wärme bringen. Gott hat es durch die Propheten gesagt und er wird es auch vollenden. Wie wir wissen.

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Der Blog wird vermutlich am Mittwoch weiter geführt werden.

Den Fahrer vom Steuer reißen

„Wenn ein Wahnsinniger auf dem Kurfürstendamm sein Auto über den Gehweg steuert, so kann ich als Pastor nicht nur die Toten beerdigen und die Angehörigen trösten; ich muss hin zuspringen und den Fahrer vom Steuer reißen, wenn ich eben an dieser Stelle stehe.“ Das soll Dietrich Bonhoeffer im Tegeler Gefängnis (1943/44) gesagt haben. Dietrich Bonhoeffer wurde 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet.

Ein sonderbares Wort für einen, der nach dem 19.12.2016 lebt – und so manchem Wahnsinnigen eben nicht mehr der Schlüssel aus der Hand genommen werden konnte, als sie mit Wagen in Mengen fuhren und Menschen mordeten (https://de.wikipedia.org/wiki/Islamistischer_Terrorismus).

Bonhoeffer sagte das, als ein Wahnsinniger – Hitler – herrschte, und im Grunde prophylaktisch nichts mehr möglich war. Wenn man allerdings in einer Zeit lebt, in der man hoffen kann, Wahnsinnigen noch vorher den Schlüssel aus der Hand zu nehmen (zumindest in Europa), ist es fast paradiesisch.

Wir leben, hoffe ich, sogar noch in einer Zeit, in der man versuchen muss, sämtliche religiös- und säkular-ideologische Wahnsinnige von ihren Vorhaben argumentativ und mit Druck abzubringen, in der man versuchen muss, den Wahnsinnigen die Basis ihrer Ideologie aus der Hand zu nehmen. Einsatz für Menschlichkeit ist mutig – feige sind Angriffe auf Ahnungslose und Wehrlose mit welchen Waffen (dazu gehören für mich nicht nur harte Waffen, sondern auch Denunziationen und Mobbing) auch immer.

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Überbietungswettbewerb in Sachen Negativität

Soziologen im Überbietungswettbewerb in Sachen Negativität
https://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/vom-schwarzmalen-unserer-sozialen-systeme-16104940.html :

Die Soziologen befänden sich in einem von der allgemeinen Öffentlichkeit auch nachgefragten Überbietungswettbewerb in Negativität. 

Schön, dass es auch anderen auffällt.

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Dazu passt wieder einmal diese so genannte Studie – die allerdings wohl kaum von Soziologen stammt – aber der Überbietungswettbewerb hat auch andere Wissenschaften in den Krallen:
https://www.welt.de/gesundheit/article191326263/Studie-zu-Ernaehrung-Ungesundes-Essen-soll-jaehrlich-elf-Millionen-Tote-fordern.html

Woran stirbt man also zuletzt, wenn man wirklich gut im Leben stirbt? An nichts.

Sterben gehört zum Leben. Das sollte man vielleicht einmal wahrnehmen. Die Kunst zu sterben – sich in das Sterben einüben – in das unabwendbare Sterben – das gerät ganz aus dem Blick. Stattdessen präsentiert man solche Studien. Vor lauter Schreck isst man dann gar nichts – und stirbt.

Makaber finde ich die Aussage, dass in Afghanistan mit die meisten Menschen im weltweiten Vergleich wegen ungesunder Nahrung sterben. Ich vermute mal, die haben dort andere Probleme als den Kauf von Vollkornprodukten.

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Googles Ethikrat + Kleist-Kunst

In einen Ethikrat gehören nur Leute, die auch politisch genehm sind, die sonst nur freundliche Funktion irgendwo haben?
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/kritik-an-zusammensetzung-google-loest-ki-ethikrat-nach-einer-woche-wieder-auf-16125962.html

Da hat sich eine negativ über Migranten geäußert – und gehört nicht in einen Ethikrat über Künstliche Intelligenz? Einer arbeitet in einer Drohnenfirma – was Bedenken auslöst, weil Militär in Sachen Ethik die Diskussion mithört?

(Nachtrag: EU – KI – Ethik – sieben Punkte Plan
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kuenstliche-intelligenz/eu-kommission-ethikcheckliste-fuer-die-kuenstliche-intelligenz-16130447.html

Und was macht China? Ist mit die stärkste KI-Macht und dürfte sich kaum um KI-Ethik scheren. (Um das abgeschlagene Europa, das in Sachen KI nichts mehr zu melden hat, schon mal gar nicht.) Hauptsache, man kontrolliert die Bevölkerung:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/china-zieht-mit-schluesseltechnologien-an-den-usa-vorbei-16130131.html )

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Wie mit den Alten umzugehen ist – oder auch nicht: Kleist in den Händen der Moderne. Kleist? Warum führt man eigentlich noch Kleist auf, wenn man ihn sowieso nicht mag? Hofft man durch den Namen Leute anzulocken – die sonst nicht gekommen wären? Diese Frage stellt sich, wenn man das liest:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/necati-oeziri-inszeniert-kleists-verlobung-in-st-domingo-in-zuerich-16126506.html

Darf man etwas Kleist nennen – wenn kein Kleist mehr drin ist? Darum sollte sich einmal die Verbraucherberatung kümmern. Da kauft man ein Glas Orangenmarmelade und hat dann Pflaumenmus drin oder umgekehrt.

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AKP und Wahl + Guaido Effekt verpufft + Libyen

Natürlich muss die AKP akzeptieren, wenn die Wähler sie abgewählt hat:
https://www.tagesschau.de/ausland/akp-wahl-101.html Nur: Neulich las ich auch, dass die AKP schlechte Verliererin sei, weil sie nachzählen lasse. Ich kann mich noch an so manches Nachzählen erinnern, und da haben unsere lieben EU-Politiker und Medien nicht protestiert, im Gegenteil, zumindest die Medien das Nachzählen wohlwollend forciert. Was man als Fan von Parteien akzeptiert, muss man auch akzeptieren, wenn es unliebsame Leute versuchen.

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Der Guaido-Effekt sei verpufft:
https://www.tagesschau.de/ausland/venezuela-guaido-123.html

Wer hat anderes erwartet? Wenn westliche Medien Remmidemmi machen, heißt das noch lange nicht, dass diktatorische Herrscher wie Maduro dann klein beigeben. Am 27.2.2019 schrieb ich
https://blog.wolfgangfenske.de/2019/02/27/indien-pakistan-venezuela/ :

Ich bin gespannt, wie Maduro reagiert – aber ich denke, er wird als Ideologe ausharren bzw. kämpfen, bis auf den letzten Atemzug – egal, was mit den Bürgern des Landes passiert. Wenn das Umfeld Maduros ihn nicht arbeitsunfähig macht, planen die umliegenden Regierungen umsonst. Ich hoffe ja nicht, dass diese Staaten, allen voran die USA, einen zweiten Märtyrer nach Allende schaffen werden. Psychologische Kriegsführung – was kann sie leisten? Da dürfte noch viel Luft nach oben sein. Dauert nur länger. 

Und am 26.1.

Venezuela – dieses gefährliche Experiment der USA und auch unserer Regierung kann nur gelingen, wenn es der Bevölkerung schlagartig besser gehen wird, nachdem man ihr Hoffnung gemacht hat, dass nach Maduro alles besser werden wird. Maduro wird schnell zurückschlagen müssen, damit die Angst im Land vor der Regierung steigt. Ansonsten hat er verloren – wenn die Hoffnung auf ein besseres Leben durch die Intervention wirklich einen großen Teil der Bevölkerung ergreifen sollte. Dafür wird man viel Geld in die Hand nehmen müssen, nicht nur ein paar warme Worte und fragwürdige Aktionen unterstützen.

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Es gibt keine militärische Lösung für Libyen?
https://www.tagesschau.de/ausland/un-sicherheitsrat-libyen-101.html

Natürlich gibt es die. Wenn sich eine Gruppe als militärisch stärker ansieht und sich dann auch als solche erweist, dann schlägt sie zu. Mag es uns gefallen oder nicht.

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Angriff auf katholische Liturgie + Angriff auf christliche Youtuberin

Ich bin kein Verteidiger katholischer Liturgie. Allerdings einer, der solche Angriffe für absurd hält und ich frage mich: Was soll das?
http://kath.net/news/67411

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Wer traditionelle Ansichten vertritt, der wird zerrissen – in christlicher Freundschaft zerrissen von denen, die sich anpassen. So wie Jana, die Youtuberin angegriffen wird:
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2019/04/05/youtuberin-enttaeuscht-von-kritikern-und-kirche/

Dass die Anpassungssucht vorhanden ist, habe ich nicht einfach so gesagt. Das wird an dieser Aussage sehr deutlich:

„Ist Jana mit ihrem konservativen Glauben überhaupt die richtige Botschafterin, um die YouTube-Generation für die Kirche zu interessieren?“ Über die YouTuberin ist bekannt, dass sie früher eine Freie evangelische Gemeinde besucht hat. Zu Wort kommt unter anderem Jacobs. Sie kritisiert Highholder scharf, nennt sie eine „trojanische Influencerin“, die im Namen der Evangelischen Kirche „biblizistische und evangelikale Positionen“ vertrete und „weit weg“ sei vom „evangelischen Mainstream“.

Sehr deutlich ist, was die Bibel über diejenigen sagt, die der Anpassungssucht frönen. Vielleicht sollte Kritik mal wieder in der Bibel lesen.

Zudem wird deutlich, dass Menschen mit anderer Meinung in der Kirche zum Schweigen gebracht werden sollen – was ebenfalls die Mainstream-Elite unserer Gesellschaft widerspiegelt. Man möchte die Vielfalt nicht wahrhaben und die Einfalt durchsetzen, indem man die anderen zum Schweigen bringt. Dann noch mit Totschlagargumenten (kommen aus der Freien evangelischen Gemeinde, biblizistisch usw.).

Man beachte auch diese kuriose Aussage, die unten zitiert wird. Kirche lebt von Expertinnen und Experten? Das haben Gegner Jesu damals wohl auch gesagt: Er ist kein Experte, nur Zimmermann! Darf der das sagen und tun? Und glaubt die Kritik allen Ernstes, dass alle Expertinnen und Experten ihrer Meinung sind? Das würde ein schlechtes Licht auf die theologische Grundausbildung werfen: Gleichmacherei, könnte der Vorwurf lauten. Dabei sollte auch theologische Grundausbildung Menschen fördern, die eigenständig nachdenken und aus der Beziehung zu Gott ihr Leben führen, damit sie gegenüber solchen Mainstream-Anwürfen stark und standhaft sind.

 „Ist es klug, dass ausgerechnet jemand ohne theologische Grundausbildung in offizieller EKD-Mission unterwegs ist?“

Für diejenigen, die einem Mainstream-Christentum das Wort reden: Mainstream wechselt ständig. Fähnchen nach dem Wind hängen wird das genannt – oder weniger freundlich: als Wendehälse werden sie bezeichnet. Macht sich nicht gut mit Blick auf Jesus. Man stelle sich mal Jesus und Paulus als Wendehälse vor.

Angepasste Mainstream-Christen sind manchmal wenig geschwisterlich dafür gnadenlos – genauso wie enge ideologische Christen, nach dem Motto:

Du sollst keine andere Meinung als meine haben.

Jana sollte weitermachen. Sollte sich von solcher „Geschwisterliebe“ unter Christen nicht irritieren lassen. Nach dem Wind hängende Fähnchen und Wendehälse schreien heute so und morgen eben so. Man muss stabil bleiben, viele Menschen wissen, dass allein das zählt. Man braucht allerdings ein hartes Fell. Aber das legt man sich zu – bzw.: Gott schenkt es einem, mit Anwürfen umgehen zu lernen.

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Spannend finde ich auch: Man ruft heute dazu auf, alle möglichen Lebensentwürfe zu tolerieren. Aber wenn jemand einen traditionell christlichen Lebensentwurf vertritt, dann wird man intolerant?

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