Urwald Rodungen + Zu viel Geld + Corona-Schuld

Es werden weltweit Urwälder massiv gerodet. Nicht nur in Brasilien, das im Fokus steht, weil man den Präsidenten aus politischen Gründen nicht mag: https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2020-05/globale-abholzung-klimawandel-oekologisches-gleichgewicht-pandemien-corona

Aber: es muss den Menschen eine Alternative geboten werden. Sie leben vom Urwald. Wir klagen schon, wenn aus Gründen der Menschenrechte, alles teurer werden sollte. Aber es geht den Menschen in diesen Ländern um ihre Lebensgrundlage.

*

Es ist spannend, zuzusehen, wie viel Geld innerhalb kurzer Zeit von den Regierungen zur Verfügung gestellt werden kann. Hoffentlich wissen diejenigen, die es tun, was sie tun.

*

Corona-Schuld. Wenn man angesteckt wird, irgendwo von irgendwem im normalen Alltag und die Viren unwissend weiter gibt, ist man ohne Schuld.

Anders, denke ich, ist es, wenn man aus einem anderen Land kommt, ob es nun zu einem Risiko-Land erklärt wurde oder nicht, wenn man dort zu eng mit irgendwelchen Fremden zusammen war, und dann ins Heimatland zurückkommt und keine Quarantäne einhält und dann Menschen ansteckt. Ich kann mir denken, dass es schwer zu händeln ist: drei Wochen Urlaub – und wann soll man dann noch zwei Wochen Quarantäne einhalten? Wir sind jedoch verantwortungsbewusste Menschen und müssen so etwas mit einplanen. Es geht nicht an, dass wir, weil wir unbedingt Urlaub irgendwo machen mussten, die Firma, die Schule, das Wohnumfeld lahm legen.

Wenn wir wegen Corona leichtsinnig sein sollten, sollte man schon von Schuld sprechen. Wie mit der Schuld dann umgehen? Wie mit jeder schlimmen Schuld.

Das gilt übrigens auch für leichtsinnigen und gedankenlosen Umgang im eigenen Land. Ich war immer gegen zu strenge Lockdown-Regeln. Man hat es mir übel genommen. Ich war für lokale Bewältigung des Problems. Aber wenn ich manche Freizeit-Menschen ansehe: Da schüttelt man nur den Kopf und denkt sich: Ist die Menschheit wirklich so blöde?

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Mitmach-Kirche

Die Deutschen Christen waren eine typische Mitmach-Kirche. Sie haben mitgemacht, was ihnen von den Mächtigen – auch dem Volk – vorgegeben wurde. Hier und da modifiziert. Allerdings muss man sagen: Sie haben nicht nur 1933 ff. (und in kommunistischen Ländern und Zeiten mitgemacht), sondern viele der dann wichtigen Gedanken war in den Köpfen schon virulent. Der Nationalsozialismus war nicht auf einmal da. Er war in den Köpfen schon vorhanden.

Die Mitmach-Kirche gab es auch im Zusammenhang des (nicht nur) spanischen Kolonialismus. Auch hier: Der Nationalismus der stolzen Spanier hat die Hirne der wesentlichen Kirchenvertreter beherrscht – sie haben mitgemacht.

Und so könnte man die Geschichte durchgehen: Mitmach-Kirche – eine Kirche, der vieles wichtiger war als der Glaube bzw. die nicht erkannt hat, dass auch der sehr fromme Glaube nicht vom Geist Gottes sondern von anderen Geistern bestimmt war. Nicht immer kann man eindeutig entscheiden, ob es das Gros der Glaubenden war, die mitgemacht haben oder nur Einzelne sehr aktiv waren. Aber man kann zumindest sagen, dass sich das Gros der Glaubenden nicht vehementer gegen Missbrauch des Glaubens gewendet haben. (Natürlich bin ich nicht so blauäugig zu denken, alle, die in der Kirche sind – auch in der kirchenleitenden Funktion – interessieren sich für das, was der Glaube sagt. Es sind oft Menschen, die in der Kirche ihre Karrierechancen sahen.)

Es gab freilich auch immer einzelne, die das nicht mitgemacht haben. Aber das Gros hat erst im Nachhinein erkannt auf welchen Sünden- und Höllenpfaden sie geschritten sind.

Und wie ist es heute? Was müssen wir in Zukunft voller Scham bekennen?

Spannend finde ich in Reinhold Schneiders Las Casas vor Karl V., das Las Casas dafür war, Menschen aus Afrika als Arbeiter auf die Felder zu holen, weil er Mitleid mit den Indios hatte. er habe gedacht, Afrikaner seien Widerstandsfähiger und stärker. Auch Mitleid kann furchtbar in die Irre führen. Man möchte menschenfreundlich sein – und bewirkt das Gegenteil.

 Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Menschenrechte

Neue Informationen zum Sterben von George Floyd: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/neues-transkript-im-fall-george-floyd-veroeffentlicht

*

Christenverfolgung: Je stärker die Christenverfolgung, desto stärker der Glaube. Ein Pfarrer sagte: Du kannst einen Affen nicht vom Baum schütteln. Warum nicht? Er klammert sich immer fester an. So klammern sich Glaubende immer fester an Christus fest. https://www.youtube.com/watch?v=mBJk9roIRCU&t=11s

*

In China wird es für Christen wieder einmal immer schwerer: https://www.persecution.org/take-action/petition/

Das Gebet einer Christin, deren Mann verhaftet wurde:

Derfu’s wife recently published a letter to Christians around the world calling for prayer. It is incredibly transparent and heartbreaking at the same time:

„Beloved brothers and sisters… I earnestly ask for your prayers for me and my family.
It has been over six months since [my husband] has been incarcerated. At first, he would make phone calls from prison to let me know he is ok. While the calls lasted about two to three minutes, by hearing his voice, I knew he was alive. Although I could not see his face, at least I knew that he was alive somewhere, and that God saw his face.
However, starting from the end of March, I have not received any phone calls. Having no word from him for over seventy days has made me extremely worried. My rationality wants me to believe that he is alive, because God is with him, but my emotions have struck me, as if striking an enemy, causing great pain. 
Once, my husband led a busy life as an overseer of the church, and all I ever wished was that in the evening he would return home a little earlier. Now, the remaining hope that I have is painfully small as all I hope every day is to receive a three-minute phone call.
But even this has become an extravagant hope!
Oh Lord, let me follow You; let me touch the edge of your cloak, because I am less worthy than the woman who had been subject to bleeding for twelve years.
I know my weakness, so I implore upon my brothers and sisters to pray for me, and pray for my husband Qin Derfu. May God have mercy on us, as humble and unworthy as we are!“

*

Viele weitere Nachrichten: https://www.persecution.org/category/news/

*

Das Heft: https://www.yumpu.com/en/document/read/63451279/june-2020-persecution-magazine/12

*

Hilfe für Christen in Indien: https://www.opendoors.de/nachrichten/aktuelle-meldungen/indien-zehntausende-christen-auf-hilfe-angewiesen

 Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Schwarz-Weiß + Legalistischer Islamismus

Das ist es, was ich neulich damit meinte: Man macht Nebenschauplätze auf, im Kampf gegen alle möglichen Ungerechtigkeiten, die aber mit diesen gar nichts zu tun haben. Nur weil irgendeiner auf die Idee kommt, sich profilieren zu müssen. Und dann? Dann bleibt die Kraft weg, sich wirklich gegen Unrecht einzusetzen, weil man sich bei verzettelt – und auch von vielen nicht mehr ernst genommen wird: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ist-schach-rassistisch-li.90295?

*

Das ist ja schön, dass das Kind nun einen Namen hat: „Legalistischer Islamismus“: https://www.tagesschau.de/investigativ/swr/politischer-islam-101.html Das bedeutet schlicht und ergreifend: Jeder Muslim, der seinen Glauben Koran-ernst nimmt. Im verbreiteten traditionellen Sinn und sich nicht von einer Regierung oder Gesellschaft vorschreiben lassen will, wie sein muslimischer Glaube auszusehen hat. Das bedeutet schlicht und ergreifend: Man scheint zu erkennen, dass es nicht nur Euro-Islam und Salafisten gibt, sondern eben traditionell glaubende Muslime.

Das zu erkennen ist nicht unwichtig, weil man dann endlich angemessen auf den Islam reagieren kann. Man muss nicht alle in die gewalttätige islamistische Ecke stellen, man muss nicht alle in die Euro-Islam-Ecke stellen. Das heißt: es beginnt die Diskussion, die argumentative Auseinandersetzung – und das ist eine, die nicht staatlich ist, sondern eine, die gesellschaftspolitisch geführt werden muss.

Das wiederum bedeutet, dass sich Menschen unserer Tradition erst einmal wieder klar sein müssen, dass auch wir eine Tradition haben, die man entweder verdammen kann oder verteidigen kann. Verdammer sind im Augenblick verbal sehr aktiv – weil sie an die Stelle der Tradition ihre neue Ideologie setzen wollen, oder man wird Muslim. Aber das sind alles klassische Verhaltensmuster.

Er war so schön, der Traum, der trennt: zwischen böse gewalttätige und gute angepasste Euro-Muslime. Denn dieser Traum sagt: Ich halte mich raus, der Staat wird es schon richten. Der normale Mensch, der ein wenig Verantwortung für seine Gesellschaft spürt, kann sich nun nicht mehr raushalten.

*

Ich muss allerdings sagen: Jetzt haben wir uns daran gewöhnt, dass Islam gut ist und Islamismus böse. Was aber geschildert wird, ist einfach verbreiteter traditioneller Islam. Von daher sollte man den Begriff Islamismus ersetzen.

 Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Glauben ablehnen

Menschen möchten nicht gerne daran erinnert werden,
dass sie Schuld begangen haben, dass sie Sünder sind.
– Keine Angst! Gott vergibt! –
Menschen möchten gar nicht gern daran erinnert werden,
dass sie sterben müssen – und was soll das: auferstehn.
– Keine Angst! Gott schenkt Leben! –

Da sein und dann weg – das ist der Traum –
aber nicht darüber nachdenken, Zeit verschenken.

Menschen möchten nicht daran erinnert werden,
dass sie sich und ihr Leben verantworten müssen.
– Keine Angst! Gott schenkt Lieben! –
Menschen möchten gar nicht gern daran erinnert werden,
dass sie nicht sind ihr eigener Herr, sondern der liebende Richter: Gott.
– Keine Angst! Gott schenkt dich dir! –

Da sein und dann weg – das ist der Traum –
weg als Sternenstaub, als Geist, eingegangen in Wurm und Baum.

Menschen möchten nicht daran erinnert werden,
dass letztendlich dieser Traum nichts zählt, denn Gott regiert die Welt.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/ ; http://blumenwieserich.tumblr.com/

John Lewis †

Ein Nachruf in der taz: https://taz.de/Tod-von-US-Buergerrechtler-John-Lewis/!5695949/

Die letzten Sätze – stimmen sie? Ich kenne die Situation zu wenig. Es wird gesagt, dass die Religion, die John Lewis und Martin Luther King sehr wichtig war, den jetzigen Black Lives Matter Aktivisten nicht so wichtig ist, sondern eher der Ansatz der Radikalen. Ich könnte mir vorstellen – aber ich weiß es, wie geschrieben, nicht – dass die Radikalen eher eine Stimme in den Medien bekommen. Die nicht radikalen im Hintergrund mehr arbeiten und auch zielführend arbeiten. Radikalität in ihrer gewalttätigen Form ruft Radikalität hervor. Ist also nicht hilfreich. Das erkennen viele. Es wäre schlimm, wenn die gewalttätigen Radikalen das zur Folge hätten – also nicht hilfreich sind, im Gegenteil: Dem Anliegen schaden.

Martin Luther King und seine Mitstreiter gehören zu den ganz großen der Menschheitsgeschichte, weil sie neue Wege gegangen sind.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/

Kutschera – Pädophilie

Homosexuelle mit Pädophilie verbinden – Kutschera hat das 2017 gemacht und wurde deswegen angezeigt. Er bleibt bei seiner Aussage und will sie mit Fakten belegen: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/prozess-in-kassel-der-professor-und-aussagen-ueber-homosexuelle-16868970.html

Ich bin auf die Fakten gespannt. Ich hoffe, er lässt sich nicht von unseren Medien reinlegen, denn bei denen ist der Missbrauch von Jungs stärker im Fokus als der Missbrauch von Mädchen. Die Odenwaldschule ist spektakulär, ebenso steht die katholische Kirche im Fokus medialen Interesses. Von daher kann der Eindruck entstehen, dass Homosexualität vielfach mit Pädophilie zu tun hat bzw. man kann leicht diesem medialen Interesse auf den Leim gehen.

Aber wenn man mal schauen will, wann über den Missbrauch minderjähriger Mädchen fokussiert berichtet wird – muss man medial stärker suchen. Es wird immer mal wieder etwas angesprochen, wenn im Sport der Verdacht aufkommt – aber das war´s dann auch. Ich denke nicht, dass es daran liegt, dass die Männer als Opfer Erwachsener eine stärkere Lobby haben – oder doch? Statt um missbrauchte Mädchen geht es engagierten Frauen unserer Gesellschaft stärker um die Genderfrage. Was werden hier für für Kräfte vergeudet, statt akute Verletzung der Menschenrechte massiv in den Blick zu nehmen. (Der Fall Epstein – da geht es medial weniger um die missbrauchten Mädchen als darum, dass in den Missbrauch berühmte Personen verwickelt sein sollen, also hat etwas Voyeuristisches.)

Letztlich wird es dann um das Verhältnis gehen. Wie viele Menschen einer Gesellschaft sind Heteros orientiert, wie viele davon pädophil. Aber eine solche Diskussion ist müßig. Die Frage ist: Worum geht es in dieser Auseinandersetzung eigentlich?

*

Es ist letztlich eine Frage der Moral. Und diese ist nicht nur eine Frage der Logik und des Verstandes. Moral ist verankert in Religion. Wenn diese Verankerung wegfällt bzw. wenn verhindert wird, dass die Religion überhaupt die Basis für manche Menschen relevant wird, dann verloddert auch eine Gesellschaft. Und gerade Atheisten wie Kutschera sind zu fragen, ob sie dem nicht dadurch Vorschub leisten, dass sie Moral nur auf rationale Ebene betrachten und sie auf der religiös-emotionalen Ebene missachten. (Um nicht missverstanden zu werden: Religion ist mehr als Moral.)

*

Für den Fall, dass Kutschera verurteilt werden sollte – werden dann, weil das Thema heute ja sakrosankt ist – alle Ethikbücher, die ausführlich Kutschera in Schulbüchern zu Wort kommen lassen, eingestampft? In der irrationalen Logik unserer political correct Fans läge das.

Datenschutzerklärung: https://www.wolfgangfenske.de/