Kathedrale von Nantes + Randale in Frankfurt / Frankfurter Weg + Stammbaumforschung

Brandstiftung? Wäre nicht die erste Kirche, die in den letzten Monaten in Frankreich angegriffen wurde: https://www.tagesschau.de/ausland/nantes-grossbrand-kathedrale-105.html

Dazu: https://the-germanz.de/brand-in-der-kathedrale-von-nantes-war-brandstiftung-zusammenhang-zu-den-zahlreichen-angriffen-auf-katholische-kirchen-in-frankreich/

Neue Erkenntnisse: https://www.tagesschau.de/ausland/nantes-kathedrale-feuer-festnahme-101.html

Eine Strophe aus einem Gedicht von Elbrich Thook: Orgelklang im Gotteshaus:

Große Orgel, ströme, flute,
Rausche frohe Lobgesänge!
Künde uns das ewig Gute!
Auferweckt zu hohem Mute,
Sind wir Kinder deiner Klänge.

Die sehr alte große Orgel von Nantes wird es nicht mehr können, weil ein Verderber sie verdarb.

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Wer Sturm sät, wird Sturm ernten. Wie Stuttgart, so Frankfurt? https://www.hessenschau.de/panorama/hunderte-randalieren-bei-freiluft-party-am-opernplatz,randale-opernplatz-100.html Sich damit abfinden? Nein. ich hoffe, die politisch dafür Verantwortlichen gehen so langsam in Buße und Asche. Ist aber nicht zu erwarten. Die anderen sind Schuld. Wahrscheinlich wieder einmal die Polizei.

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Der Frankfurter Weg bedeutet: Man überlässt den Hauptbahnhof irgendwelchen Menschen auf Abwegen, die die Gesellschaft und Individuen zerstören. Der Staat versagt sich – und überlässt Raum Menschen, die Schwierigkeiten haben und machen. Und passt das auch in dieses Bild des Frankfurter Weges? https://www.hessenschau.de/panorama/nach-freiluft-party-polizeipraesident-entsetzt-ueber-randale-am-opernplatz,randale-opernplatz-100.html

Übrigens traute ich meinen Ohren nicht, als die Tagesschau am 19.7. sagte, wer die problematische Klientel war: Menschen mit Migrationshintergrund. Wer hat in der Redaktion versagt? Muss jetzt jemand seinen Stuhl räumen, zumindest geräuschlos?

Wenn sich Menschen auf Abwegen als Sieger fühlen, weil man sie in Ruhe lässt, fordern sie schnell mehr Raum. Versuchen einige, diese Art Partys für ihre Geschäfte zu nutzen – kurz: Drogen zu verkaufen, Menschen zu zerstören – und reagieren äußerst sauer, wenn man sie darin stört? Hat man Erkenntnis darüber, dass es eine Schnittmenge gibt zwischen den Gruppen, die den Bahnhof zur Vorhölle machen – und man politisch unfähig gewähren lässt – und den der aggressiven Partyleute?

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Genau so ist es: https://www.nzz.ch/international/von-stammbaumforschung-war-in-stuttgart-nie-die-rede-ld.1566116

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Christliche Autoren und eine Fabel

Es wird vielfach beklagt, dass alte christliche Autoren nicht mehr beachtet werden.

Das ist auch zu beklagen, vor allem, wenn sie etwas zum christlichen Gauben Wichtiges zu sagen hatten, aber die lieben Brüder und Schwestern der Nachgeborenen hören doch lieber sich selbst reden. Wenn Christen ihre Autoren schon nicht beachten – Säkulare tun es erst recht nicht.

Das wird sich rächen – weil das, was sie erfahren haben, dann eben noch einmal selbst erfahren werden muss. Aber das ist nicht das Thema. Thema ist:

Nicht nur christliche Autoren werden vergessen. Im Grunde: Sobald einer gestorben ist, dann seine Fans gestorben sind oder nichts mehr sagen, versinken sie in der Geschichte. Wer nicht mehr aktiv und aggressiv seine Werke durchsetzen kann, verschwindet in Büchern, die dann nur noch second hand für nen Appel und nen Ei verkauft werden. Hier und da tauchen sie noch einmal in Anthologien auf, hier und da noch einmal ein kleiner Silberstreif, weil irgendeiner etwas entdeckt hat. Hier un d da noch einmal ein Zitat von einem, dessen Namen man noch nie gehört hat. Hier und da ein Name, von dem man nicht weiß, warum er da steht. Das war´s für die meisten.

Dann gibt es natürlich diejenigen, deren Werke auch nach deren Sterben Mode sind, in aller Munde sind, dem Bildungsbürger gut als Allgemeinbildung zu Gesichte stehen und von Schülern als notwendiges Übel geduldet werden. Aber das sind nur wenige. Auch sie werden verblassen, weil die Bildungsbürger selbst verblassen.

Die Moral von der Geschicht: Mensch, werde wesentlich und bleib bescheiden als Kind deiner Zeit und überheb dich nicht.

Vielleicht sollte ich das als Fabel formulieren:

Der Esel schrie gar fürchterlich. Da fragte ihn das Schaf: Was schreist du so erbärmlich, mächtig, kunstvoll, fürchterlich? Da sagte der Esel: Ich schreie so laut, damit mich künftige Tiergenerationen noch hören. Da drehte sich das Schaf um und graste weiter.

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Junge gegen Alte – Alte gegen Junge

Wenn wir die Auseinandersetzung innerhalb der taz-Redaktion beachten und derer in der New York Times, dann ist dieser Beitrag spannend. Und zwar Wolfgang Jung beschreibt in seiner Dissertation („Erzählung als Verkündigung“. Der Auftrag der geistlichen Dichtung in „dürftiger Zeit“ dargestellt an Leben und Werk Siegbert Stehmanns) ein Stück des Dichters Stehmann (der 1945 im Alter von 32 Jahren im Krieg gestorben ist). In diesem Stück geht es auf der einen Seite um die Bekennende Kirche (also den Alten) die sich gegen das nationalsozialistische Regime engagiert hat – auf der anderen um die Jungen, als die sich die nationalsozialistische bzw. bolschewistische Bewegungen jeweils ansahen.

Um den Weg der Erneuerung geht es Stehmann in einem theopoetischen Sprechstück mit dem Titel „Begegnung. Ein Präludium“ (Nr. 1452, v. 10.3.36). Es begegnen sich auf der einen Seite die Kräfte, die mit revolutionärer Gewalt eine neue Zeit schaffen wollen („Chor der Frühen“), auf der anderen Seite diejenigen, die, auf Gott vertrauend, eine neue, menschenwürdige Zeit erhoffen („Chor der Späteren“). In einem Wechselgespräch, der griechischen Tragödie nachempfunden, werden die unterschiedlichen Positionen verdeutlicht. Einige Andeutungen dazu: Nachdem der „Hüter“ (Gott) die Zeit als vom Untergang bedrohte charakterisiert hat, klagen die „Späteren“ ihre Gegner an, das von ihnen mit verursachte Unheil nicht wahrhaben zu wollen. „Lange habt ihr gedacht, als andere schrien, die besser gewacht.“ Die „Frühen“ sind überzeugt von ihrer Sendung, die Welt bewohnbar gemacht zu haben, indem sie der „kranken Erde“ alles Krankhafte entrissen zu haben glaubten und sie für die Menschen heimatlich gemacht hätten. Ihnen geht es um die „Vollendung des Seins“, so sei das Gebot der Stunde: „Wir kennen nur ein Gebot: Glut und wieder Glut! Sonnenflammen der Welt!“ Sie wehren sich gegen den Vorwurf, dem Tod den Einzug ermöglicht zu haben, sie wollen die absolute Revolution, denn nur hier läge die Zukunft. „Taucht eure Fackeln wie wir in die strahlende Röte.“ Und mit deutlicher Anspielung läßt Stehmann sie sagen: „Hier ist nicht Ahnen! Im Feuerbann flattern die Fahnen aufjauchzend voran!“ Der Ruf nach Stille und nach Gott wird belächelt.
Die „Späteren“ verweisen dagegen auf die alles umspannende göttliche Gegenwart. „Weh den Gewalten, die der Wenigen Traum in Ketten halten! Gottes Raum ist über den Träumenden.“ So habe es viele bittende und mahnende Stimmen gegeben, die aber ungehört verhallt seien. Der Vernichtungswille der Machthaber, der den Menschen die Geborgenheit nimmt, verbreitet allgemeine Furcht und läßt ängstlich nach dem Kommenden fragen, denn die „Heimat liegt im Dunst“, das „Herz ist matt“.

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Kirche und Corona

Interessante und sonderbare Ansichten werden hier vertreten: https://www.katholisch.de/artikel/26225-antworten-auf-corona-philosophie-gegen-kirchliche-selbstbezueglichkeit

Kirchen verwenden häufig Begriffe, die andere nicht mehr verstehen – also einen Gruppencode. Da muss sich Kirche immer wieder ändern. Sehr gut, wobei der Soziolekt einfach dazu gehört – und auch notwendig ist, aber freilich eine Sprache gefunden werden muss, die auch Außenstehende verstehen. Kirche ist missionarische Kirche – von daher ist dieses Sprechen notwendig.

Kirchen sollten auch mit Blick auf Corona die Schuldfrage berücksichtigen, das heißt: Ich werde schuldig, wenn ich andere unwissend mit Corona anstecke. Wie gehe ich damit um? Wichtiger Ansatz.

Sonderbar ist diese Aussage und in sich Widersprüchlich:

„Ein Mensch mit Haltung besitzt Halt, weil er in der Lage ist, der Gegenwart durch inneren Abstand kritisch zu begegnen. Er ist sogar dem Unabänderlichen nicht passiv ausgeliefert, weil er selbst dann, wenn er die Umstände nicht mehr zu ändern vermag, immer noch fähig ist, etwas zu verändern, nämlich seine Einstellung und sein Verhältnis zu den Umständen.“ 

Noch sonderbarer, wenn es heißt, die Kirche würde sich in der Corona-Zeit mit sich selbst beschäftigen: Gottesdienst im Livestream – ist doch öffentliches Thema. Und statt über das Thema Religionsfreiheit und Gottesdienstverbote zu diskutieren, hätte man sich für Obdachlose und Arme einsetzen sollen? Haben Kirchen an dieser Stelle ihr Engagement auch zurückgefahren?

Dass Kirchen Sterbende und Trauernde allein gelassen haben, das ist von mir auch schon kritisiert worden – es ist gut, dass der Finger auf diese Wunde gelegt wird. An dieser Stelle hat die öffentliche Kirche (nicht unbedingt die vor Ort) in der Corona-Zeit in unserem Land vollkommen versagt.

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Guterres Grundsatzrede

Guterres hielt eine Grundsatzrede. Sie spricht Wünsche an: Die Welt möge besser werden, Gerechtigkeitsstrukturen mögen errichtet werden. Sie spricht auch an, wie man das erreichen könnte. Aber: Mehr als reden bleibt auch ihm nicht: https://www.tagesschau.de/ausland/nantes-grossbrand-kathedrale-105.html

Kolonialismus und die gesellschaftliche Dominanz von Männern seien die zwei Hauptursachen für Ungleichheit. Populismus, Nationalismus, Extremismus und Rassismus trügen außerdem zu ihr bei.

Hätte er nicht auch Demokratie nennen müssen? Denn die Menschen, die ihre Regierungen wählen, sind eben die Menschen, wie man sie kennt. Welchen Weg würde er vorschlagen, die Menschen zu verändern? Durch Nudging – oder letztlich doch durch eine Art Menschenrechts-Diktatur? Die Oberen 200 bestimmen, wie die Welt auszusehen hat? Sicher nicht. Aber an dieser Frage „Mensch“ hängt alles.

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Gottesbeweis – Geist Gottes vertrauen

Es gibt keinen Gottesbeweis.

Dass Jesus der Christus ist, das ist erst von der Auferstehung her erkennbar. Aber die Auferstehung selbst ist nicht greifbar.

Um das erkennen zu können, muss man durch das Wunder des Glaubens geöffnete Augen bekommen haben.

Wenn man diese hat, dann kann man auch hinter der Schöpfung den Schöpfer erkennen bzw. die Natur als Schöpfung Gottes ehren.

Was kann man als Mensch machen? Nichts? Man kann Gottes Spuren suchen, man kann Gott auf der Spur bleiben.

Wo beginnen? Mit Jesus Christus, mit dem Evangelium, mit dem Gebet, mit der Gemeinschaft der Gemeinde, mit der Hinwendung zum Mitmenschen…

Dem Geist Gottes in uns vertrauen, dass er uns zu seiner Zeit zu einer bewusst wahrgenommenen Begegnung mit Gott führt.

*

Die Weisen aus dem Morgenland
folgten dem sonderbaren Stern Gottes.
Sie wussten nichts: nur der Stern!
Was erwartet sie?
Wer erwartet sie?
Wo werden sie erwartet?

Sie zogen los – in Hoffnung.
Sie zogen los – dem Stern hinterher,
der Spur, die Gott gelegt hat.
Sie zogen los wie Abraham.

Sie zogen los – in der Hoffnung,
die Strapazen sind nicht umsonst,
die Hoffnung wird nicht enttäuscht,
sie werden nicht zum Spott vor Götter und Menschen.
sich vor sich selbst blamieren – ein Alptraum.

Sie ließen sich auf Unglaubliches ein:
Und dann?
Kein Herrscher, keine Herrlichkeit, keine Macht!
Nicht ein Schnipsel des Erwarteten.
Nur ein Kind in der Futterkrippe,
in einem Stall geboren.
Mehr nicht.
Alles vergeblich?
Selbstverspottung steigt in ihnen.

Mehr nicht?
Der Geist Gottes in ihnen öffnete ihr Herz.
Sie fanden in dem „Mehr-Nicht“ Gott.
Sie gaben, was sie hatten und beteten an.
Sie zogen wieder heim.
Als veränderte Menschen.

Gott handelt unerwartet.
Aber es ist Gott, der handelt.

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Der Blog wird voraussichtlich erst am Montag wieder bestückt werden.