Bewegungsprotokolle und Handydaten und Machtarroganz + Generation „Woke“ – Jugend von heute + Kampf gegen Maaßen und Güler + Weniger Tote – aber mehr Corona-Tote + Anderer Umgang mit Corona + Hurra! Restaurants sind geschlossen + Sie werden immer frecher + TikTok: Hass gegen Israel + Lokman Slim + Prank Videos

Bewegungsprotokolle und Handydaten + Machtarroganz

Sie wissen durch Bewegungsprotokolle der Autos und Handydaten, dass Menschen die Ausgangssperren missachten https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-treiber-pandemie-infektionen-100.html :

Sollte man da als normaler Bürger nicht ein wenig hellhöriger werden? Daten sind natürlich anonymisiert. Wenn also anonyme Daten zu Hauf auf etwas hinweisen, kann man gemütlich dahin fahren – und dann ist niemand mehr anonym.

Hinten herum erfährt man viel – aber erst dann, wenn einer das zur Sprache bringt. Und das wird dann von den siegesgewissen Mächtigen als Rache des Gerichts interpretiert – soweit zu dem Thema: Ernst nehmen von Gerichten und die Arroganz der Macht: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/corona-aufbaufonds-eu-kommission-gibt-sich-gelassen-17272938.html

Im Grunde, so signalisiert uns die Machtarroganz: Es ist alles schon gelaufen. Was ihr kleinen Euch da so noch ausdenkt, sind kleine Steinchen, lächerlich für uns, die wir schon alles entschieden haben. Und so rutscht man dann hinein in das große erzwungene Schweigen. Die Friedhofsruhe.

Generation „Woke“ – die Jugend von heute

Generation Woke ist die, die sich selbst als Aufgewachte feiert, weil sie das machen, was heute eben „in“ ist. Protestieren gegen dies und das, was die Alten so alles falsch gemacht haben. Die Jugend von heute – sie gehorcht einfach nicht, sitzt trotz Pandemie in den Parks herum und feiert ein bisschen dies und das. Jugend von heute – keine Einheit. Wie die Jugend von gestern keine war. Wer behauptet, die Jugend sei eine Einheit, hat ein Interesse daran, die Jugend auf Linie, auf Vordermann bzw. Vorderfrau bzw. Vorder* zu bringen. https://www.tichyseinblick.de/meinungen/corona-regeln-pruede-linke-missratene-jugend-von-heute und https://www.ndr.de/kultur/buch/Diskriminierende-Sprache-Wie-verletzend-darf-Literatur-sein,literaturmachtkunst102.html

Apropos Generation „Woke“ – die Aufgewachten, die Brights sind die Hellen, die sich so nennen, weil sie Atheisten sind, aber in ihrer Bezeichnung nicht Gott haben wollen. Die Aufgeklärten sind inzwischen schon 300 Jahre alte – jede neue Generation sucht sich was, um sich gegenüber den Vorangegangenen zu profilieren. Und wenn die Alten mitmachen, und forscher und extremer sein wollen, als die Jungen, dann gehen die Jungen halt weiter. Und dann gibt es die Alten, die applaudieren – das heißt, die Jugend muss, um sich abzugrenzen, wieder weiter gehen. So treiben die Alten Applaudierer*innen die Jugend immer weiter – und die Jugend merkt nicht, dass sie eigentlich nur die von alten Ideologen Angetriebenen sind. Wobei immer gesagt sei: die Jugend – die gibt es nicht.

Neulich sagte eine Jugendliche: die alten Werte gelten nicht mehr – es gelten nur die neuen. Auf die Frage, was denn die alten Werte, die nicht mehr gelten, sind und die neuen Werte, die gelten – großes verlegenes Schweigen.

Eben: Ein Teil der Jugend will sich abgrenzen, will Neues haben, sieht sich als Erneuererin an, als Weltverändererin zum Guten, was auch immer eine Generation als das Gute ansieht – und dann? Das ist auch gut so – wenn sie sich nicht ideologisch verrennt. Von den danach kommenden Generationen können sie verachtet werden (wie Nationalismus, Nationalsozialismus, Kommunismus verachtet werden – alles auch Jugendbewegungen, Jugend, auch von Alten Ideologen gelenkt und geführt und angetrieben).

Kampf gegen Maaßen und Güler

Da kämpft man hier und da gegen Maaßen – gegen einen Popanz-Maaßen, einen, den man sich als Feindbild gerne vorstellt. Und man macht ihn lächerlich bzw. diejenigen, die ihn gut finden. Pohlenz natürlich, der sich als Linker provoziert fühlen muss. Dann die Heil-SPD, die ums Überleben kämpfend ihn als Konkurrenz fürchtet, sieht das auch als Aprilscherz an. Aber – aber vielleicht kann man doch durch den Fall der CDU ein paar Stimmen abstauben. Und die mediale Spiegel-Tante zeigt sich auch von ihrer alten Seite: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/hans-georg-maassen-will-in-thueringen-kandidieren-cdu-ler-reagieren-entsetzt-a-7dcaa5e4-1615-40d2-abe2-3dd425c77495

Nicht nur Maaßen steht in der Kritik – sondern auch Serap Güler. Sie aber aus einem ganz anderen Grund: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/naechste-cdu-affaere-nun-steht-laschet-vertraute-in-der-kritik

Zur SPD – ein Blogbeitrag von 2019 – nur die Hoffnung nicht aufgeben: https://blog.wolfgangfenske.de/2019/12/08/spd-von-willy-brandt-und-johannes-rau/

Auch in der SPD rangelt man herum: https://www.welt.de/politik/deutschland/article229275383/Chebli-Ehemann-war-in-umstrittene-Krankenhaus-Geschaefte-verwickelt.html

Weniger Tote – aber mehr Corona Tote

Im Jahr 2020 sind in Bayern weniger Menschen gestorben – aber gleichzeitig mehr: https://www.bild.de/regional/nuernberg/nuernberg-news/sterbe-statistik-fuer-2020-joachim-herrmann-stellt-zahlen-vor-75898696.bild.html

Anderer Umgang mit Corona

Auch Corona-Geimpfte können infiziert werden und damit auch andere infizieren: https://www.achgut.com/artikel/geimpfte_in_sachsen_als_infizierte_getestet

Was sagt uns das? Wir benötigen unbedingt einen anderen Umgang mit Corona. Hier finden wir viele wenn, dann, hätte, wenn https://www.achgut.com/artikel/corona_und_die_neandertaler

Kritik an der Corona-Politik: https://reitschuster.de/post/ex-vize-verfassungsgerichtspraesident-kritisiert-corona-politik-scharf/

Hurra! Restaurants sind geschlossen!

Alle ärgern sich. Doch es kommt Trost in Restaurantloser Zeit: Sie sind ungesund! Ihr sterbt früher! Es sei denn – ihr esst vegan https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/ernaehrung-warum-haeufige-restaurantbesuche-das-leben-verkuerzen-koennen-a-2a5ec301-71f2-4f8f-82d5-87df7bb1c20e

Ich denke, man stirbt früher, wenn man manche Studien liest. Vor allem hat man dann viel Lebenszeit verschwendet. Ich freu mich – mit der Artikelschreiberin – wenn die Restaurants endlich wieder geöffnet haben.

Sie werden immer frecher

Sie werden immer frecher – sie? Die versuchen, das Recht in die eigene Hand zu nehmen. Nun versuchen sie, große Firmen, Gerichte zu umgehen – und einfach Seiten sperren: https://www.pcwelt.de/news/Deutschlands-freies-Internet-ist-in-Gefahr-Riesen-Skandal-11003671.html

Dieses Mal ist es keine Ideologie, die eine andere bekämpft, dieses mal ist es der – ja, was eigentlich?

TikTok Hass gegen Israel

Auf TikTok wird Hass gegen Israel in die Kinderherzen gesät: https://www.cicero.de/kultur/tiktok-social-media-antizionismus-israel-palaestina-hass

Lokman Slim

Im Februar wurde der Publizist, Verleger Lokman Slim wohl von den iranischen Hisbollah-Terroristen ermordet. Warum hat das keine Auswirkungen auf den Umgang mit dem Iran? https://www.nzz.ch/international/durch-die-toetung-lokmans-haben-sie-uns-alle-getoetet-libanons-aktivist-slim-in-seinem-auto-erschossen-ld.1600042

Prank Videos

Ich muss sagen, mein Mitleid mit solchen Leuten, die sich Scherze mit anderen erlauben, um auf deren Kosten Lacher und Gewinn zu erzielen, halten sich in Grenzen: Sollen sie verurteilt werden – vielleicht werden sie bei der Verkündigung eines deftigen Urteils gefilmt und dann veröffentlicht… Natürlich vorher gefragt. Wir wollen ja keine Rache https://www.spiegel.de/netzwelt/persoenlichkeitsrecht-wie-sich-opfer-von-prank-videos-wehren-koennen-a-d42738a0-fec5-47f1-a4e9-6190ad0253fa

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Maria 2.0 + Glocken im Magdeburger Dom

Maria 2.0

Neulich als Post gelesen, zu einem katholischen Blatt: „Ist das überhaupt seriös?“

Noch vor nicht langer Zeit galten diejenigen als Randerscheinung, die alle möglichen Modernisierungsforderungen stellten. Heute gilt nicht mehr als seriös jemand, der dazu auffordert, die Bibel zu lesen und von da aus die Zeit zu beurteilen – zumindest soweit aus diesem Post zu erkennen ist.

Ich frage mich schon seit längerem – als Evangelischer: Warum kommen die Maria 2.0 nicht zu den Evangelischen? Haben sie da nicht alles, was sie fordern? Die Evangelische Kirche ist doch schon so angepasst wie es nur geht. Aber wenn man sich die sieben Thesen anschaut, dann geht es vor allem um Geschlechtergerechtigkeit – es geht nicht um theologische Fragen. Und da stellt sich mir aus katholischer Perspektive die Grundfrage: Wenn etwas nicht theologisch durchdacht ist, das gilt auch für die Evangelen, dann pinselt man mit den Zeitgeistfarben etwas herum, hat aber das Wesentliche nicht erfasst. Wenn man mit Zeitgeistfarben etwas herumpinselt, dann hat man die Zeitgeistler*innen auf der eigenen Seite. Aber das, was Zeitgeist ist, wechselt ja ständig. Wenn die theologische Mitte nicht formuliert wurde, hetzt man ständig dem hinterher, was die jeweilige Zeit so vorgibt. Ich denke schon, dass die aktivistischen Schwestern eine theologische Basis haben. Sie sollte unbedingt auch in solchen Veröffentlichungen genannt werden (auch wenn man dann statt sieben vielleicht zehn Punkte aufs Papier bringen muss). Denn es stellt sich der Verdacht ein, dass das Zeitgeistlerische der kleineste gemeinsame Nenner ist – und das bedeutet: Die Gruppe selbst hat keine theologisch einheitliche Basis. Wo man dann landet? Wer weiß das schon. Irgendwo im nicht-theologischen Bereich, vermutlich. Zur katholischen Kirche gehört Internationalität. Wird das genug bedacht? Euro-Zentrismus ist nicht mehr.

Wenn man wüsste, was die wahre Maria dazu sagen würde – sie war ja, zumindest lässt Lukas das im Magnifikat erkennen – recht progressiv. Ihr Sohn, der sicher von ihr viel übernommen hat, ist ja auch kein Leisetreter gewesen. Aber er hatte eine Basis. Er ist die Basis.

Glocken im Magdeburger Dom

Über die Glocken und Glockenpläne: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/magdeburgs-domglocken-zwoelf-toene-fuer-den-klang-des-glaubens-17269542.html

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Ostern 2021 – Ostern 2020

Im letzten Jahr hatte ich zu Ostern diesen Text:

Am ersten Ostertag früh, saßen Liebende in ihren Wohnungen,
verborgen, verängstigt, verzagt, niedergeschlagen, erschüttert.
Am Sonntag zog der strahlende König ein in die Stadt, sie jubelten:
Hoffnungs-Hosianna!
Am Freitag schrien sie triumphierend, voller Hass, erbarmungslos:
Kreuzigt ihn!
Der gefolterte Körper des Königs hing mit einer Krone aus Dornen am Kreuz
die Liebenden verkrochen sich mit Schmerzen im Herzen Stichen im Leib geschüttelt enttäuscht
Verrat Lügen Falschheit Menschenkälte Spott und Tod siegten
wie die Menschen so sind
wagten sich sonntags in der dämmernden Dunkelheit drei Frauen hinaus
Tränen überströmt Tränen leer den leblosen Körper liebend zu ehren –
Wärme, Wahrheit, Liebe, Licht!
Ostern!
Er kam.
In ihre Wohnung.
In ihr Trauerhaus.
Er kam.
Jesus.
Der Messias, der Christus.
Auf einmal war er da.
Stärkte sie.
Schalom – Friede.
Wer versteht?
Freude ergreift.
Freude verströmt sich. 
Wie ein wunderbarer Duft.
Im Herzen.
Im Haus.

*

Ostern 2019 schrieb ich – und auch das gilt:

Was bedeutet Auferstehung?
Wir können der Zukunft ins Gesicht schauen.
Ohne Angst, mit Freude.
Ihr Gesicht heißt:
Jesus Christus.
Halleluja!

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Ostergruß des ÖRK + Autonomie christlichen Glaubens

Der Ostergruß des ÖRK

Der Ostergruß des ÖRK (Ökumenischer Rat der Kirchen): https://www.oikoumene.org/de/resources/documents/easter-message-2021

Dazu noch eine Info: https://www.oikoumene.org/de/events/a-week-of-prayer-in-the-time-of-the-covid-19-pandemic Interessant finde ich auch das Bild. Das zeigt, dass eben Kirchen weltweit die europäisch-traditionelle Kirche in den Schatten stellt. An der Gebetsgeste lässt sich viel ablesen.

Autonomie christlichen Glaubens

Christen fragten und fragen nicht danach, was irgendeine Regierung will, weil sie es wollte, sondern nur dann, wenn es mit dem Glauben kompatibel war und ist. Zeiten, in denen sie es gegen den Glauben taten, sind in äußerst unguter Erinnerung. https://www.mnnonline.org/news/on-true-persecution-what-have-we-learned-from-global-church/ :

“The call to Biblical discipleship is not dependent on government regulation or government permission. The disciples, even in the immediate aftermath of Christ ascending into heaven, were not in a position of government approval, or government power. The church has always been independent of what the government says. Our call is to follow Christ. Our call is to be disciples.”

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Karsamstag

Gott ist tot. Das ist ein Bestandteil des christlichen Glaubens: Der Mensch, der von seinen Verehrern als der Messias Gottes geglaubt wurde, der Mensch, der geliebt hat als Hand und Mund Gottes auf Erden, der Mensch, in dem Gottes wohl tuende und fordernde Gegenwart erlebt wurde, der der Menschheit neue Impulse brachte – er starb. Er starb eines gewaltsamen Todes. Wenn Gott ihn nicht retten konnte, dann ist Gott tot.

Gott ist tot. Das ist ein Bestandteil des christlichen Glaubens – zumindest von Karfreitag bis zum Ostersonntag. Dann geschah etwas, das die in sich verkrümmten und trauernden Menschen, die verzweifelten und weinenden aufrichtete, Tränen trocknete, sich aufrichten und frei atmen ließ: Gott hat Jesus Christus von den Toten auferweckt. Gott ist nicht tot. Weil sein Sohn lebt!

Und wenn heute einer sagt: Gott ist tot? Er steckt in der Zeit des Karfreitags. Er ist ein Karfreitagsmensch. Vielleicht hat er sich darin eingerichtet, weil er es nicht besser weiß, weil er alles andere nicht glauben kann, weil es ihm gefällt, in seiner Traurigkeit zu verharren – oder angesichts des vermeintlichen Todes Gottes stolz und fröhlich sich selbst entdeckt.

Wer den Tod Gottes propagiert – aus welchem Grund auch immer – hat die Fortsetzung noch nicht realisiert. (Beitrag von 2013)

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Gubaidulina: sieben Worte

Sofia Gubaidulina hat eine spannende Biographie. Sie wurde in der kommunistischen Sowjetunion geboren. Sie hatte als Kind angesichts einer Ikone ein tiefes religiöses Gefühl. Sie berichtete davon, aber die Familie hatte vor dem kommunistischen Regime Angst und sie sollte es verschweigen. Dann wurde sie schwer krank und die Mutter gelobte Gott, sie würde ihre Tochter taufen lassen, wenn sie gesunde. Sie wurde gesund, sie sollte getauft werden, aber an einem fernen Ort, an dem sie keiner kennt. Der erste Priester war betrunken, der zweite wusste nicht, wie man das macht. Also ließ sie sich dann erst als Erwachsene taufen. Aus ihrem Werk seien Die sieben letzten Worte (Jesu am Kreuz) am Kreuz genannt. Man bedenke, wenn es etwas fremd klingt: Die Dramatik des Sterbens Jesu wird wiedergegeben. 

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Kirchen bieten eine Menge digitaler Gottesdienste an. Dazu: https://www.evangelisch.de/inhalte/184474/03-04-2021/interview-claudia-jahnel-bedeutung-koerperlicher-praesenz-im-gottesdienst Zu Gottesdiensten: https://www.ekd.de/gottesdienstangebote-sonntag-54508.htm