Theodizee: Gott und die Frage nach dem Leiden

Ich habe soeben gemerkt, dass die Kommentare zwar angezeigt werden, dass man sie man sie aber nicht lesen kann. Von daher gebe ich den letzten auf diese Art weiter:

Holger Gronwaldt

„doch wenn wir ihn spüren wollen,
spüren wir ihn manchmal in guten Ereignissen,“

Das ist eine sehr selektive Wahrnehmung der Realität. Wo ist denn Gott in den schlechten Ereignissen? Das Problem der Theodizee konnten die Theologen bis heute nicht beantworten. Und das wird auch so bleiben.

Wer seinen Gott die guten Ereignisse zutraut, muss ihn auch für die schlechten verantwortlich machen: Es ist zynisch, seinem Gott zu danken, wenn man einen Flugzeugabsturz überlebt, bei dem über 90% der anderen Passagiere sterben, es ist zynisch, ein Tischgebet zu sprechen und seinem Gott für die Speisen am überreichlich gedeckten Tisch zu danken, wenn gleichzeitig Millionen Menschen hungern und verhungern.

Meine Reaktion auf die Theodizee-Frage kann man hier nachlesen:

http://evangelische-religion.de/theodizeeleiden.html

und:

http://evangelische-religion.de/gott-und-leid.html

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Fall Weinstein – vieles ins Rollen bringen

Der Fall Weinstein scheint vieles ins Rollen zu bringen. Und das ist gut so, dass Frauen die Angriffe nicht mit sich allein ausmachen müssen, sondern eben das auch anprangern. http://www.spiegel.de/panorama/leute/metoo-schwedische-aussenministerin-berichtet-von-sexuellen-uebergriffen-a-1173631.html

Vermutlich wird noch so mancher, der sich dominant wähnte, vom hohen Sockel geholt. Es wäre gut, wenn das künftige Taten verhindern würde.

Und auch das hier: http://www.spiegel.de/karriere/fall-harvey-weinstein-deutsche-schauspieler-berichten-ueber-sexuelle-uebergriffe-a-1173153.html

Es ist gut, wenn das auch tiefer in den Alltag der Gesellschaft dringen würde, dass Frauen darüber reden.

Diese Erniedrigungen von Frauen hat Jesus schon angeprangert. Vor 2000 Jahren! Mit Händen und Augen Frauen erniedrigen…: Matthäus 5,27-30. Die Hand kann man ja beherrschen – aber die Augen auch? Es bedarf also der Erneuerung des Menschen durch Gott. Das wäre ein weiteres Thema…

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Verhaltenskodex Religionsausübung

Soweit ich das nach einer ersten Durchsicht sehe, ist dieser Kodex der Hamburger Uni angemessen: https://www.uni-hamburg.de/uhh/profil/leitbild/verhaltenskodex-religionsausuebung.html

Man fragt sich nur: Warum war es notwendig, einen solchen zu erstellen? Wer stellte sich quer? Warum sind wir in einer Situation, in der Selbstverständlichkeiten äußerst genau formuliert werden müssen?

Es ist eine Zeit, in der Ideologen – sowohl religiöse als auch nichtreligiöse – meinen, niemanden neben sich dulden zu können, der ihrer Weltanschauung nicht entspricht.

Und es wird Zeit, dass sich die Mitte der Gesellschaft gegen all diese Ideologen stemmt. Von daher finde ich eine solche Formulierung der Regeln gut.

Wissenschaft und Forschung wird über die Religion – hoffentlich auch über die Weltanschauungen – gestellt. Von daher ist das ein Modell für Unis und Firmen – nicht aber für die gesamte Gesellschaft. Denn in ihr sind sie (und weitere Themen) Teil und Ausdruck der Gesellschaft.

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Steinmeier und Terrorismus

Steinmeier spricht von linkem und rechten Terrorismus und eben Dschihadismus – Islamismus – und dass man alle bekämpfen müsse. Eine Selbstverständlichkeit gelassen ausgesprochen – denn diese Selbstverständlichkeit hat viele Gegner – vor allem, weil Fanatismus immer bei den politischen Gegnern gesehen wird: http://www.tagesschau.de/inland/steinmeier-rede-terrorismus-101.html

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IS, Rakka, Islamisten und die Kämpfer und nächste Islamistengeneration

Als sie einen gemeinsamen Feind hatten, kämpften sie gegen diesen. Nun bekämpfen sie sich gegenseitig: http://www.spiegel.de/politik/ausland/islamischer-staat-verliert-rakka-das-explosive-erbe-der-extremisten-a-1173454.html

Aber das zeichnete sich schon vorher ab: Die Türkei will ihr eigenes Süppchen kochen, der Westen kocht sein eigenes Süppchen, weil sie den Machthaber in Syrien nicht anerkennt, dieser kocht selbstverständlich – denn das würden alle an seiner Stelle machen – ihr Süppchen mit den Rissen und den Iranern. Die Israelis kochen ihr Süppchen, weil der Iran sie bedrängt und die Kurden kochen ihr Süppchen. Es ist auch nicht erkennbar, dass sie alle ihr Süppchen zusammenschütten werden. Wäre wohl auch nicht besonders schmackhaft. Kurz: Syrien wird ein Land bleiben, in dem die unterschiedlichsten Gruppen – natürlich auch die anderen islamistischen Gruppen – weiterhin ihre Stellvertreterkriege ausüben werden.

Meine Sicht, die ich schon häufig dargelegt habe: Syrien ist ein souveräner Staat – und zwar mit Assad. Mit diesem ist zusammenzuarbeiten, bis das Land befriedet ist. Und dann kann man immer noch sehen, wie man mit ihm umgehen muss. An ihm geht kein Weg dran vorbei, so lange er leben wird. Und wenn man im Blick hat, ihn zu beseitigen, dann wird es noch komplizierter in Syrien.

Übrigens: Was tun die westlichen Staaten, dass die besiegten Städte, zum beispiel Aleppo, wieder aufgebaut wird? Man weinte riesen Krokodilstränen – handelt man, nachdem diese getrocknet sind? oder züchtet man sich die nächste Islamistengeneration heran, indem man das Land zerstört sein lässt?

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Katalonien und Europa/EU

Die EU kann sich nicht auf die Seite Kataloniens schlagen. Das ist klar – auch wenn es KatalonienFans nicht verstehen sollten. Ein Staat kann nicht zulassen, dass er zerfällt in viele kleine Teile. Die EU würde noch unregierbarer werden. Die vielen Teile, die nach Autonomie streben, wurden ja hinreichend in Medien aufgezählt. Man dürfte hoffentlich auch erkennen, dass die Sache mit dem Kosovo ein Fehler war. Das könnte so ein Hoffnungsfall für die Katalanen gewesen sein und das Eintreten für den Zerfall in Syrien. Aber der Kampf gegen Russland wegen der Krim hätte die Hoffnungen auch dämpfen sollen. http://www.spiegel.de/video/ultimatum-an-katalonien-interview-mit-marie-kapretz-video-1807440.html

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Gott erkennen

Wir können Gott nicht hören,
doch wenn wir ihn hören wollen,
hören wir ihn in Menschen sprechen,
in den Propheten, in der Bibel, in unserem Geist und Verstand,
– in den tröstenden, guten Worten der Menschen, die ihn lieben.

Wir können Gott nicht spüren,
doch wenn wir ihn spüren wollen,
spüren wir ihn manchmal in guten Ereignissen,
in Träumen und Gedanken,
– in den guten Taten von Menschen, die Gott lieben.

Wir können Gott nicht sehen,
doch wenn wir ihn sehen wollen,
ahnen wir seine Phantasie in seiner wunderbaren Schöpfung
wir sehen ihn in Jesus Christus
– in Menschen, die ihn lieben.

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