Grüner Marsch durch Institutionen + Noch mehr grün + Trumps Regierungsjahr + Erkenntnisse eines Linken + CSU

Wie die Grünen durch die Institutionen marschieren – und gut leben: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/staatspartei-gruene-staatsknete-durch-massenzuwanderung/

Allerdings: Die Zugereisten kamen nicht durch die Grünen ins Land. Sie verhindern jedoch notwendige Korrekturen.

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Und noch ein bisschen mehr grün: http://www.focus.de/politik/deutschland/tagebuch-von-helmut-markwort-die-gruenen-haben-das-fluechtlingsproblem-nicht-begriffen_id_7801077.html

Ich denke schon, dass sie das Flüchtlingsproblem begriffen haben, dass sie schon verstanden haben, dass das für sehr viele im Land ein Problem ist – auch für Kasse und Kultur. Aber: Als die besseren Menschen dieser Republik müssen sie ihre Sicht komme was wolle, was auch immer das kostet, durchsetzen.

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Stimmt eigentlich: man müsste mal all die Befürchtungen und hysterischen Aussagen zu Beginn der Trump-Wahl wieder rekapitulieren. Die Welt steht noch, auch nach einem Jahr Trump: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2017/der-gottseibeiuns-der-eliten/

Und die hysterisierenden Medien? Leserinnen und Leser nehmen ihnen nicht übel, hinters Licht geführt worden und hysterisiert worden zu sein. Das finde ich auch interessant. Man lässt sich große Angst machen – grundlos – und nimmt es den Angstmachern nicht übel.

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Georg Diez – er hat eine Erkenntnis! Und zwar eine, die schon alt ist – aber gut, wenn er sie den Seinen ins Stammbuch schreibt: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/donald-trump-ein-jahr-spaeter-das-recht-wuetend-und-weiss-zu-sein-a-1176449.html

Manches habe ich ein wenig anders gesehen – aber das macht nichts. Wenigstens ein kleiner Schritt hin Richtung Realität. Was sehe ich anders? Es sind nicht die Linken als Linke – es ist eine andere Strömung, die ich eher als Modernisten bezeichnen würde, die die Menschen nicht ernst nehmen, sondern voller Arroganz meinen, sie seien die Elite, der das tumbe Volk, das seit der Vergangenheit auf irgendwelchen traditionalistischen Werten herumhockt, kurz: die Abgehängten, folgen wird. Wir gehen voran – das Volk wird uns Glorreichen schon folgen.

Ich habe noch immer im Ohr, wie vor langer Zeit ein Wirtschaftsprofessor davon schwärmte, dass die Wirtschaft die Ethik weltweit reformiert. Was die Religionen nicht zustande gebracht haben, das schafft nun die Weltwirtschaft. Diese arrogante Haltung, von der der genannte Professor nur ein Ausdruck ist, ist es, die sauer aufstößt.

Nur eine Frage an Herrn Diez: Was hat denn in dieser Diskussion der Klimawandel zu suchen?

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Jetzt gegen Seehofer zu schießen ist gefährlich. Falls Jamaika Verhandlungen platzen, hat dann die CSU nicht einmal mehr den Seehofer, den sie vorweisen kann – aber den Söder. Ist er in Bayern so stark, dass er das Ruder rumreißen kann? Die FDP signalisiert ständig, dass sie keine Angst habe vor einem Platzen von Jamaika und vor Neuwahlen. Und die CDU? Keine Ahnung. Sie ist still. Sehr still. Und was tun eigentlich die Grünen, dass sie in der Gunst steigen? SPDlern Asyl gewähren?

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Immer neue DemonstrationsThemen + manipulibilisieren + Schulen optimal + Autos optimal

Sie demonstrieren gegen Kohle. Man braucht doch immer was, was einen Ängste bereitet: Raucher, TTIP, C02, Glyphosat, Diesel, Kohle: Auf irgendwas muss man sich immer fixieren. Und das finde ich interessant: Man muss durch immer neue Themen die Menschen bei Laune halten. Fällt eines weg oder wird uninteressant, dann muss man das nächste ausbuddeln: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimakonferenz-in-bonn-tausende-demonstrieren-fuer-kohleausstieg-a-1176514.html

… und medienwirksam ins Rampenlicht zerren: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kerpen-braunkohlegegner-dringen-in-rheinischen-tagebau-hambach-ein-a-1176559.html

Alles richtig! Wenn man nicht in die Falle von irgendwelchen Leuten tappt, die ein finanzielles Interesse oder sonstige Eigeninteressen daran haben, etwas zu verändern und dazu möglichst viele Leute manipulibilisieren (absichtlich!). Das Schlimme ist: Wer weiß das heute schon alles so genau. Da werden ehrliche Menschen emotionalisiert – um für irgendwelche politischen Ziele mancher missbraucht zu werden, um einen Anschein von Macht und Mehrheit zu bieten. Davor muss man sich hüten.

Apropos Trump: Alle wundern sich, dass er einen Klimabericht doch veröffentlichen ließ, obgleich er andere Prioritäten hat: http://www.spiegel.de/politik/ausland/weisses-haus-gibt-duesteren-us-klimareport-frei-a-1176478.html

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Wie können Schulen optimal damit umgehen, dass das Niveau sinkt? Haben sie wirklich eine Chance, außer, was in diesem kurzen Beitrag angedeutet wird, nicht so viele auf das Gymnasium zu schicken? Wie können Gymnasien mit dem Problem umgehen – das doch ein politisch gewolltes – weil nicht durchdachtes – Problem ist? Man dachte in der Politik: Wir denken uns was – irgendwie bekommen es die engagierten Menschen schon hin: Wir schaffen das schon. Nein, so engagiert sie auch sind – sie bekommen es nicht hin – Schulen wie auch andere Gruppen können nicht die gesamten Fehler der Politik ausbaden, vor allem auch darum nicht, weil die Politik die Grenzen zu eng zieht. http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/susanne-eisenmann-das-niveau-an-den-schulen-ist-gesunken-a-1176343.html

Im Spiegel soll mehr darüber zu lesen sein. Bin einmal gespannt, welche Lösung geboten wird.

Apropos Politik gibt Richtlinien vor – andere müssen hinterherhecheln – das gilt auch für die Autos: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/co2-grenzwerte-in-der-eu-emissionsfreie-fahrzeuge-nur-unter-einer-bedingung-a-1175955.html

Ideologie beherrscht die Realität. Keine Ahnung haben – aber fordern – und sich dann wundern, dass es nicht klappt. In China klappt alles – aber das ist kein Argument, weil in China die Situation eine vollkommen andere ist: Man denke an Löhne, an die Umweltvorgaben, an die Kohle (!!!!), an die erlaubte Ausbeutung der Natur – bis hin nach Afrika… Wir können chinesische Situation nur als Vorbild angeben, wenn auch die Bedingungen ähnlich sind. Und das sind sie nicht.

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Segen am Sonntag

Ich wünsche Segen Euch,
die Ihr Euren Körper als Gefängnis empfindet,
weil er Euch hindert und fesselt,
das zu tun, was andere tun,
das Gewohnte zu tun,
das zu tun, was Ihr gerne frei tun würdet.

Was auch immer mit dem Körper ist:
Er ist Wohnung Eures Geistes,
auch darum lernt ihn lieben.
Was auch immer mit dem Körper ist:
Der Geist Gottes wohnt in Euch,
auch darum könnt Ihr ihn lieben.

Und: Er ist trotz allem – wunderbar gemacht.

Gott, den Ihr vielleicht nicht verstehen könnt,
sei mit seiner Nähe, seiner Kraft, seinem Licht und seiner Liebe in Euch.

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Ewigkeitssonntag/Totensonntag

Der Ewigkeitssonntag im November, auch Totensonntag genannt, ist dem Andenken an Verstorbene gewidmet. Neben dem Totengedenken wird in vielen Gottesdiensten auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt.

so heißt es hier: https://www.ekd.de/Ewigkeitssonntag-10838.htm

An solchen Kleinigkeiten wird deutlich, wie sehr die Kirche den jeweiligen Zeitgeist wahrnimmt. Es geht vielen Menschen nicht mehr um die Toten – sondern darum, wie gehe ich mit meiner Trauer um. Es geht nicht mehr um die Verstorbenen, sondern darum: Was mache ich aus meinem Leben. Das ist alles schön und gut. Doch wer die Toten ausklammert, das Leben nach dem Tod ausklammert, der fixiert seinen Blick auf das Diesseits und verbreitet Hoffnungslosigkeit mit Blick auf das Jenseits. Wenn selbst die Kirche die Toten und das Leben nach dem Tod aus dem Blick lässt, wer soll dann noch die Auferstehung erwarten? Karl Marx und seine Fixierung auf das Diesseits in Ehren, die Fixierung des Egoisten auf das Diesseits, auf sein Leben in Ehren. Aber wie schon Dietrich Bonhoeffer erkannte: Die Fixierung auf das Diesseits ist genauso übel wie die mittelalterliche Fixierung auf das Jenseits. Denn die Letztgenannte fördert den Egoismus, Hedonismus, Utilitarismus.

Die Benennung des Ewigkeitssonntages als Totensonntag – darüber sollte auch jeder Christ sich so seine Gedanken machen, ob er das übernehmen möchte, auch wenn es Tradition ist. Man gedenkt als Christ der Toten, die man in Gottes Hand gelegt hat – und das wird mit dem Namen Ewigkeitssonntag besser ausgesprochen.

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Gender-Zeitzeichen + Gender-Ideologie

In der Zeitschrift „zeitzeichen. Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft“ wird das Thema Gender intensiver beleuchtet.

Christoph Raedel darf einen kritischen Beitrag schreiben – wird aber von Pro-Gender-Beiträge im Grunde erdrückt. Ellen Radtke wirft alle möglichen Kritikpunkte gegen Gender unter Hate-Speech ins Feld – um dann damit zu enden, dass HateSpeech in sozialen Medien massiv ist.  Indem sie jegliche Kritik – auch sachliche – dem Hate-Speech zuordnet, macht sie genau das, was Gender im Grunde ist aber nicht sein will: zur Ideologie. Sie versucht Gender gegen Kritik zu immunisieren. Raedel zeigt schön auf, worin die Ideologie der Genderforschung besteht und fordert die Genderstudies dazu auf, mehr Selbstkritik zu üben. Das fehlt bei Ellen Radtke. Auch bei den Folgenden. Es geht nur um Apologie.

Man beachte somit zu diesem Thema auch das sonderbare Interview mit der Frau Theologie-Professorin Karle. Die Vorstellung, dass Gott den Menschen als Mann und Frau im traditionellen Sinne geschaffen hat, lehnt sie ab – um sich dann darüber zu freuen, dass die Natur der Frau ein Angebot gemacht hat: Kinder zu gebären, wobei allerdings die Vielfalt der Angebote der Natur zu beachten sei. Sie sieht, dass Mann und Frau unterschiedlich sind – und dass sie unterschiedliche Rollen haben. Nun, so mag man einwenden: Das ist nicht neu. Was ihre Genderinterpretation ausmacht: Mann und Frau sind anders (Geschlechterunterscheidung: Ja), haben unterschiedliche Rollen (Geschlechterordnung: Nein) – man soll sie nicht als solche wahrnehmen. Gleich aber verschieden – das sei bürgerlich. Dass die Genderfrage von vielen ihrer „Kolleginnen und Kollegen“ (sic!) als nicht relevant angesehen wird, nimmt sie wahr. (Dagegen hätte ich auch etwas: Dazu ist sie in der kirchlichen Landschaft zu unkritisch aufgenommen und gefördert worden. Die Genderfrage ist aus meiner Perspektive zu beachten, unbedingt – aber äußerst kritisch. Wie jede Ideologie.) Dann läuft es in dem Beitrag doch immer wieder auf die zu Recht zu betonende Frage hinaus: Gleiche Rechte für Frauen und Männer. Das ist das Thema. Aber dazu benötigt man Gender nicht. Darum bleibt Karle da auch nicht stehen, sondern sieht Gender als Weiterentwicklung feministischer Theologie an, und ist beglückt, weil eine Studentin beginnt, darüber nachzudenken, dass Geschlechterunterscheidung ein soziales Phänomen sei. Das ist das Schlusswort im Interview.

Claudia Janssen versucht die Kritik der Feministinnen an Gender kleinzureden und ich meine zu erkennen, wie sie Erfolge der Feministinnen auf die Fahnen der Gender_innen schreibt. Was nicht unbedingt zu einem Frieden beitragen dürfte. Auch hier: Kein bisschen Selbstkritik. Die unterschiedlichsten Gegner werden allesamt in einen Topf geworfen. Und das betrifft alle dieser von den Gender-Fan_innen dargelegten Beiträge. Man beachte auch die Sprache gegen die Kritiker. Das mag damit zusammenhängen, dass sie eben auch angegriffen werden – und sie sich nun pauschal verteidigen wollen. Aber so ein bisschen Selbstkritik, so ein bisschen ernst nehmen der Kritiker – das täte gut und würde vielleicht dazu beitragen, diese Richtung nicht als Ideologie anzusehen, die mit weltanschaulichem Impetus und Inbrunst verteidigt werden muss. Man kann sich natürlich aufgrund der Weltanschauung leisten, dass man die Gegner in einen Topf wirft, weil sie alle Männer sind bzw. Frauen, die männlichen Strukturen verfallen sind. Von daher sind rechts wie links, religiös wie nichtreligiös, Frau wie Mann, reich wie arm – alle in einen Topf zu werfen. Viele durch Männerstrukturen feindlich Gesonnene gegen die armen Gender_innen. Man will, dass die Leute beginnen differenziert zu denken – ist selbst dazu aber nur sehr begrenzt bereit.

Der Beitrag von Ines Kappert beschreibt den Werdegang der GenderGeschichte – im Grunde Feminismus. Und sie endet bei der Sprache, die verändert werden muss, weil sie die Unterschiede zwischen männlich und weiblich betont. Dann kommt sie im letzten Satz völlig grund- und sinnlos auf die AfD zu sprechen! „Sie (wer auch immer das ist, das wird nicht gesagt – entweder die Feministinnen oder „Unversehrtheit, Vielfalt und Einfühlungsvermögen“) widerstehen der Haltung, die auf Andersdenkende >Jagd< machen will, wie der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland dies noch am Wahlabend in Richtung Angela Merkel ankündigte.“ Was hat das mit dem Thema zu tun? Wer macht hier >Jagd< auf wen in dieser Genderfrage? Gauland? Warum hat in einer Frage, die sachlich – aber einseitig – dargelegt wird, die AfD etwas zu suchen? Diese Fixierung mancher auf die AfD ist schon kurios. Und so fragt man sich als kecker Leser: Ist Merkel ein Prototyp der Feministinnen – wird sie aus diesem Grund von Gauland abgelehnt? Was will uns Kappert damit in den tiefsten Tiefen ihrer Überlegungen sagen?

Ich verwende für Gender auch den Begriff der Ideologie. Damit verfalle ich dem Widerspruch von Ellen Radtke, die Genderwahn, Genderismus und Gender-Ideologie den „feindbildkonstruierenden Begriffen“ zuordnet. Das ist aus meiner Perspektive jedoch nur dann ein Feindbild, wenn diese Begriffe nicht begründet werden. Und ich habe sie im Blog immer wieder begründet. Wie auch Christoph Raedel sie begründet. Mit eigenen Worten gesagt: Man versucht eine Idee gegen Kritik zu immunisieren, indem man sich nicht mit der Kritik auseinandersetzt, sondern den Kritikern vorwirft, in ihren männlichen Rollenstrukturen zu verharren, um ihre Macht zu bangen. Davon infiziert sind natürlich auch die Gegnerinnen, die männliche Strukturen mit der Muttermilch gesaugt haben. Dazu gehören auch alle Wissenschaftler, von Biologen bis hin zu Soziologen, die die Bipolarität betonen usw. usw. usw. Aus wissenschaftlicher Sicht gesehen: Das ist schon krass.

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Kinder zur Ausreise drängen: Beispiel Gambia

Alle Warnungen nützen nichts: das Kind muss weg – ab nach Europa – weil die Familie auf diese Weise hofft, überleben zu können: http://www.spiegel.de/politik/ausland/flucht-aus-westafrika-wenn-dich-die-familie-auf-das-meer-schickt-a-1176287.html

„Wenn er es schafft, kann die Familie überleben. Wenn nicht, war es Allahs Wille. Ich lege alles in Gottes Hand.“

Die Bilder sind interessant. Die Menschen haben nichts zu tun. Sie haben kein Geld. sie haben nichts zu essen. Sie hängen herum. Das ist für das menschliche Hirn fatal. Der Mensch muss handeln, aktiv sein, sinnvoll sein Leben gestalten können. Und wenn es nichts zu denken hat, denkt es sich Kriege aus, Abenteuer, …

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Werk und Autor nicht/trennen?

Diese Diskussion ist schon älter und betraf die Anhänger des Nationalsozialismus: Darf zum Beispiel ein großer Philosoph und dürfen andere geehrt werden, obgleich sie Anhänger von Hitler waren – in welchem Maß auch immer? Ich erinnere an Heidegger, an Benn… Die Diskussion betrifft auch Kolonialisten: Darf man sie, auch wenn sie für ihr Land Großartiges geleistet haben, ehren? Wie sieht es aus mit Rassisten? (Aus christlicher Perspektive ist alles klar. Aber darum geht es nun nicht.) Die Diskussion müsste eigentlich auch mit Blick auf den Kommunismus stattfinden, denken wir an Brecht. Darf man großartige Autoren, die den Kommunismus sehenden Auges verherrlichten, ehren? Aber auch hier: Es gibt böse und gute politische Versager. (Ich denke auch an Gorki und sein sonderbares Verhältnis zu Lenin…)

Diese Diskussion hat nun die Filmewelt eingeholt: Darf man die Regisseure und Schauspieler, die großartig gespielt bzw. großartige Filme hinterlassen haben, ehren, wenn sie mit Vergewaltigungen und anderen Bedrängnissen von Frauen von sich Rede machen?

Ich kann mich erinnern, irgendwann einmal gelesen zu haben: Als Autor und Regisseur muss man alles mal mitgemacht haben, um wirklich emotional Gutes hervorbringen zu können, man muss die Abgründe des Menschen in sich spüren, um sie auch Sprache bzw. Bild werden zu lassen. Man muss die Kämpfe in sich selbst wahrnehmen. Habe ich das früher einmal mit Blick auf Hemingway oder Fassbinder gelesen? Ich weiß es nicht mehr.

Ich denke, wir sollten zwischen Autor / Regisseur /Schauspieler usw. und seinem Werk trennen. Wenn wir nämlich hier anfangen das zusammen zusehen, wird kaum einer wirklich aus diesem menschlichen Fegefeuer ins von Menschen gemachte Paradies kommen können. Denken wir an Brecht. Ich mag Brecht – auch wenn ich seine politische Einstellung kurios finde. Was Brecht und die Frauen betrifft: man lese das: https://www.welt.de/print-welt/article235235/Brechts-Liebesleben-Erbarmen-mit-den-Frauen.html Oder man lese das hier: https://www.augsburgwiki.de/index.php/AugsburgWiki/BrechtUndDieFrauen

Das betrifft auch Theologen, die nicht besonders jesuanisch agiert haben. Ich denke dabei zum Beispiel an Paul Tillich: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41843174.html

Die Frage ist allerdings – betrifft auch Brecht -: Haben die Frauen immer freiwillig mitgemacht? (Was heißt „freiwillig“? Bei Weinstein hören wir Beispiele, dass manche Frauen mitgemacht haben aus verschiedenen Gründen – sich aber genötigt fühlten.) Oder wissen wir es nur nicht mehr, weil es damals kein Thema war?

Damit bin ich beim Thema Moral: Muss ein Mensch „moralisch“ sein, um Wichtiges schreiben/filmen/denken zu können? Wieweit darf er gehen? Wer entscheidet, wieweit er gehen darf?  In Diktaturen, die Ideologien folgen, ist die Antwort glasklar: Weg mit den Konterrevolutionären – weg mit den Büchern, Filmen… Tilgt die Erinnerungen… Aber wie gehen wir in einer zivilisierten Demokratie mit denen um, die sich in verschiedenen Formen unzivilisiert, unmenschlich, gegen wen auch immer respektlos benommen haben?

Es ist also nicht nur ein Thema, das die eingangs gestellte Problematik betrifft, sondern auch tiefer geht.

Spannend ist das Thema auch, weil man früher den Christen, die sich an moralische Vorgaben orientierten, vorwarf, prüde zu sein, nicht mit der Zeit zu gehen usw. usw. usw. Und heute? Welche Vorwürfe werden morgen laut – gegen Menschen, von denen man noch nicht ahnte, dass es einmal Vorwürfe werden könnten, weil es Usus war? Christen kann man sagen: Bleibt in der Nachfolge Jesu Christi treu – dann kommt ihr auch in kommenden Generationen eher ungeschoren davon – es sei denn, es gibt üble Nachrede.

Diese Aussagen sollen keinen Akt der Gewalt, sei es deutlicher, sei es versteckter Gewalt verteidigen. Es geht um grundsätzlichere Fragen – aber ich denke, dass diejenigen, die es genau lesen, merken. Wer oberflächlich lesen mag oder auch nur kann, kann mit Vorwürfen kommen – wird aber ins Leere laufen.

(Nachtrag: Und was ist mit Musikern? http://www.spiegel.de/einestages/afrobeat-pionier-fela-kuti-der-gefaehrlichste-musiker-der-welt-a-1175869.html

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Harald Schmidt-Video gesperrt? + Abdel-Samad gesperrt – MaasGesetz muss weg/überarbeitet werden

Ein altes Harald Schmidt – Video soll von Facebook gesperrt worden sein? Es geht um den Begriff „Neger“: https://www.journalistenwatch.com/2017/11/03/unfassbar-auch-harald-schmidt-auf-facebook-gesperrt/

Wie das Video zeigt: Er sagte damals, was man damals schon nicht sagen durfte.

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Hamed Abdel-Samad wurde auf Facebook gesperrt: https://www.welt.de/politik/deutschland/article170307616/Islamisten-werden-in-Schutz-genommen-aber-Kritiker-gesperrt.html

Wenn ein paar Extremisten – hier Islamisten und ihre Fans – gegen etwas protestieren und Beschwerde einlegen, muss Facebook/Twitter reagieren – Maas will es so. Und was macht Facebook/Twitter – es sperrt, weil ja einige dagegen Einspruch erhoben haben. Und wer sperrt die Islamisten? Niemand, weil nur ein paar dagegen Einspruch erheben – wenn sie überhaupt die Hassrede mitbekommen. Das, was Maas äußerst schnell gestrickt hat, muss weg. An die Stelle muss etwas treten, was Experten, die diese Frage von allen Seiten beleuchtet haben, empfehlen. Unabhängig von dem jeweiligen Parteibüchern. Es geht um Medienethik: http://blog.wolfgangfenske.de/2016/12/19/facebook-sauber-halten-medienethik-kommission/

Zudem äußert Abdel-Samad auch den Verdacht

„der ideologischen Ausrichtung mancher Mitarbeiter dieser Medien, die entweder einen islamischen oder linksliberalen Hintergrund und eine Art Hierarchisierung von Hass und Opfern hätten.“

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