Geistliche Morgen-Gymnastik + Christliche Kreuzworträtsel

Man soll etwas für seinen Körper tun, damit er nicht ganz in sich versteift, damit die Lungen durchgepustet werden und das Herz das Blut schneller durch den Körper pumpt.

Man sollte auch immer wieder einmal geistliche Morgen-Gymnastik betreiben, damit das Hirn nicht erschlafft, damit die Seele wieder neu in Bewegung gerät und auch der Körper eingebunden wird.

In vielen Religionen ist der Körper in die täglichen Riten einbezogen. Juden bewegen den Körper beim Gebet https://www.jmberlin.de/blog/2013/05/frage-des-monats-warum-beugen-sich-manche-juden-beim-beten/ , in asiatischen Religionen macht man spannende Körperübungen, im Islam – das ist bekannt. Auch die Christenheit hat den Körper einbezogen: Kopf und Arme nach oben im Gebet, oder gekniet, das Kreuzzeichen… – aber selbst diese minimalisierten Bewegungen sind bei vielen eingeschlafen. Entsprechend schläft auch der Glaube einen ungesunden Schlaf – könnte man vermuten. Es wird alles auch theoretischer, kopflastiger.

Ich will das mit meinem Bewegungs-Tipp ein wenig auf die Spitze treiben.

  • Wie wäre es, ein Gesangbuchvers auswendig zu lernen, der einem gut gefällt, und den dann bei Liegestützen aufsagen? Es werden dann im Lauf der Zeit immer mehr.
  • Wie wäre es, den Bibelvers des Tages bei Kniebeugen zu wiederholen bzw. im Rhythmus der Kniebeugen sprechen?
  • Wie wäre es, bei Ausfallschritt, Brücke, Dreher, Seitstütz, Situps sich einen wichtigen geistlichen Gedanken einzuüben?
  • Und das Ganze mit einem kräftigen Atemzug am offenen Fenster mit einem „Danke“ ausklingen zu lassen.

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Viele füllen Kreuzworträtsel aus, um das Hirn in Bewegung zu halten. Man kann natürlich im Internet nach christlichen Kreuzworträtseln suchen. Aber wie wäre es: ein eigenes herzustellen? Das erfordert sehr viel Gehirnbewegungen.

Zum leichteren Selbsterstellen finde ich diesen Generator ganz gut: https://www.kreuzwort-raetsel.com/selbst-erstellen

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Kirche als eigenständige Größe

Die Kirche hat sich als eigenständige Größe gegenüber der Politik, gegenüber dem Staat verstanden. Auch die lutherische Kirche hat seit 1945 so langsam verstanden, warum das notwendig ist. (Ich weiß, ich bin frech.)

Alles kann von der Politik gleichgeschaltet werden. Auch die Medien. Wir haben 1933-1945 bzw. unter kommunistischen Herrschaftsstrukturen gesehen – und sehen es auch noch, dass sich auch viele Christen bzw. Kirchen gleichschalten lassen (zwar auch – aber nicht nur durch Gewalt und Propaganda bzw. Desinformation, sondern freiwillig in Übereinstimmung mit den jeweiligen antichristlichen oder nach Macht strebenden Ideologen). Das wird als schlimmer und tiefer Fall der Kirchen angesehen. Das ist auch richtig so.

Man muss aufpassen, dass sich die Strukturen der Kirchen auch in wunderguten Zeiten wie den unseren nicht so anpassen, dass man dann, wenn es wieder hart auf hart kommt, keine Möglichkeiten mehr hat, die Eigenständigkeit zu behaupten.

In guten Zeiten sind auch Kirchen dafür verantwortlich, dass sie nachkommenden Generationen Strukturen hinterlassen, die Widerstand erleichtern und ermöglichen. Dazu gehört aber vor allem auch die Haltung: Wir sind als Christen allein Jesus Christus verantwortlich. Von daher misst sich auch das Verhältnis zur Politik und zur Gesellschaft. Es geht nicht einfach um Gegnerschaft zur Politik. Man kann ihr zustimmen, wenn sie den christlichen Maßstäben entspricht. Es geht um die Zugehörigkeit zu Jesus Christus. Von da aus ist alles zu betrachten. Das bedeutet nicht, dass in der Kirche alle die gleiche Meinung haben – dass Kirche die Gemeinschaft der Gleichgeschalteten ist. Das bedeutet: Eine offene Diskussion führen – aus dem Wissen der Einheit im Geist Gottes. Leider erkennen wir immer wieder, dass bestimmte christliche Gruppen in diese Diskussion die Meinung der Gesellschaft als Rückhalt einbeziehen: Was viele als gut ansehen – das müssen wir machen. Nein, muss man nicht! Darf man auch vielfach nicht. Was wir machen müssen, bestimmt der Glaube, das heißt die Bindung an Jesus Christus, nicht die Bindung an irgendwelche zeitgemäße Mehrheitsmeinungen – und meinen sie, sie würden die heile Welt errichten. Zumindest das sollte uns der tiefe Fall der Christen in nationalsozialistischer und kommunistischer Zeit gelehrt haben.

Betrachten wir die Kirchen heute einmal aus dieser Perspektive: Wo versagen wir heute?

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Um einen Maßstab zu bekommen, möchte ich auf die Barmer Theologische Erklärung hinweisen: https://www.ekd.de/Barmer-Theologische-Erklarung-11292.htm

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Planned Parenthood + Kritik an Lehrern

Planned Parenthood kann man nicht unterstützen – oder haben sie ihre rassistische Vergangenheit (Eugenik) aufgearbeitet? https://de.wikipedia.org/wiki/Margaret_Sanger#Eugenik

Nicht nur der Nationalsozialismus hatte Eugenik im Programm. Viele Wissenschaftler waren Fans davon – nicht zuletzt auch die Gründerin von Planned Parenthood. Dazu: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-80803-5_18

Zur Auseinandersetzung in der Kirche: https://de.catholicnewsagency.com/story/zdk-prasident-wollen-abtreibungen-verhindern-6463

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Ich hatte neulich schon das Thema, dass Lehrer ungerecht behandelt werden. Hier wieder ein solcher Ansatz, aber moderater, da nicht nur Lehrer als Hindernisse angesprochen werden, sondern das starre System: https://www.spiegel.de/panorama/bildung/die-meisten-meiner-kolleginnen-haben-deutlich-mehr-gearbeitet-als-ohnehin-a-d65be271-b3c5-4f57-aca8-72af018edcf6

Die Kommentare, die dem Beitrag zustimmen, sind kurios. Vor allem auch darum, weil ihn wohl auch einzelne Lehrkräfte unterstützen. Nur: Warum haben sie dann nicht dazu beigetragen, dass sich das ändert, sondern gewartet, bis sich was ändert?

Es bleibt richtig, dass vielfach zu wenig für die Digitalisierung getan wurde. Nur liegt das vielfach nicht allein an den Schulen, es liegt an den Geldern, die nicht flossen – was jetzt wohl besser ist, aber zeitlich in Jahren gerechnet werden muss. Ebenso liegt es daran, dass es zu wenig Fachleute an den Schulen gibt, die so etwas vorantreiben können. Zudem muss man beachten: Eine solche Pandemie hat es zuvor nie gegeben. Von daher hat man gelassen und geduldig Schritt für Schritt an der Digitalisierung gearbeitet. Und dann war der Extremfall auf einmal da.

Nicht beachtet wird von Kritikern, über das neulich Geschriebene hinaus, dass die Systeme (Schule/Eltern) nicht immer kompatibel sind, dass manches Problemlose wegen Sicherheitsfragen verboten war, was aber besser war als das stockende Erlaubte, dass manche Plattformen noch immer Schwierigkeiten haben und sie zu Beginn noch stärker hatten; manche Kritiker auch von Elternseite vergessen, dass Digitales keinen Unterricht ersetzen kann.

Viele Kritiken gehen an der Realität vorbei. Ärgerlich ist, dass diese Stimmung machen. Sie greifen den Ärger vieler Eltern auf – der aber auch von der Unfähigkeit der Eltern herrühren kann und dem Unvermögen der Kinder – woher sollten diese es auch wissen, wenn es ihnen keiner zeigt. Und da liegt das Problem: Kinder müssen im Vorfeld geschult werden, Lehrer müssen im Vorfeld geschult werden – aber: Es muss klar sein: Was soll eigentlich geschult werden? Bevor die Plattformen nicht funktionieren, kann man nicht schulen. Die Technik muss stimmen – dann erst kann man auch weiterbilden.

(Noch einmal zu den Kindern: Viele Erwachsene gingen davon aus, dass SchülerInnen sehr gut Bescheid wissen, weil sie mit ihrem Smartphone gut umgehen konnten. Nun musste man aber sehen, dass es nur ganz wenig waren, die auch mit den technischen Geräten arbeiten konnten. Das musste also auch erst einmal gelernt werden.)

Auch, was die Aufgabenstellung betrifft, die immer wieder kritisiert wird: Man hatte ja keine Möglichkeiten, weil alles so schnell gehen musste, vorher miteinander zu kommunizieren. So musste (!) es jede/r so gut machen, wie man es sich dachte. Erst durch die dann folgende Kommunikation mit Eltern und Kindern konnte man überhaupt erst erkennen, wie man aneinander vorbeiarbeitete, vorbeidachte – konnte das korrigieren.

Ideal ist: Alle werden in ruhiger Zeit geschult, Technik funktioniert, es gibt sie ausreichend, alle haben das gleiche System, die gleichen Antivirenprogramme (denn manche stoppen den Zugriff auf bestimmte Seiten), es gibt Regeln, wie man vorgeht, wie man Aufgaben stellt, wie das Copyright beachtet wird, wie die engen Persönlichkeitsrechte (was auch immer wieder in der Diskussion vergessen wird) eine Kommunikation erlauben. Die Mailadressen und Telefonnummern, die Eltern angegeben haben, stimmen – und sie gehen auch dran ans Telefon bzw. reagieren auf Mails… Eine ideale Welt kann man sich schon vorstellen. Aber die gibt es nicht. Das heißt nicht, dass man nicht daran arbeiten muss.

Kritiker gehen vielfach von der heilen Welt aus – warum auch immer. Die Gründe sind vielfältig. Bevor ich angreife, schweige ich lieber.

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Dalits + Missbrauch im Sport + Rassismus

Es ist eine Schande, wie in Indien noch immer mit Dalits umgegangen wird. https://www.spiegel.de/politik/ausland/minderheiten-in-indien-wo-diffamierung-und-gewalt-alltag-sind-a-c68e1ea3-ed35-42e6-a148-037ac588272e

Nicht nur mit den Dalits. Menschenrechte spielen vielfach keine Rolle. Die Gründe sind dermaßen vielfältig, dass es schier unmöglich erscheint, das grundlegend zu ändern. Vor allem auch: Viele Dalits werden Christen, weil sie dann endlich als Menschen ernst genommen werden. Sie dürfen aber offiziell vielfach keine Christen werden, weil es verboten ist zu konvertieren. Entsprechend werden viele vom Islam angezogen, weil sie auch hier ernst genommen werden. Das gefällt Hindu(extremisten) natürlich ganz und gar nicht. Das heißt, dass auch religiöse Spannungen in die sozialen Spannungen einfließen. Indien wie Pakistan sind atomare Pulverfässer.

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Zu dem Thema Missbrauch im Sport – muss bezahlt werden – eine Informationshürde. Gewollt?: https://www.spiegel.de/sport/missbrauch-in-sportvereinen-der-horror-in-der-umkleidekabine-

Man müsste einmal untersuchen, wie viele und welche solcher Artikel mit Blick auf die Katholische Kirche nur mit Bezahlschranke geboten wurden.

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Wer hat nicht in Kosmetik-Produkten das Wort „Aufheller“ und „Bleichen“ rassistisch interpretiert. Jede/r sicherlich – außer mir. Nun werden Kosmetikprodukte nicht mehr mit solchen Begriffen versehen: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/l-oreal-hautpflegeprodukte-nicht-mehr-als-aufheller-bezeichnen-a-6fa4d4c0-832d-461f-884e-78e71a926c2a

Diese Produkte sollten ganz vom Markt genommen werden? Wie in dem Beitrag anklingt, werden sie vielfach in Indien gekauft. Warum in Indien? Weil dunklere Menschen mit den Dalits, den Unberührbaren (also den Ureinwohnern), verbunden werden. Der Hinduismus hat aufgrund seines Kastensystems massiv rassistische Seiten.

Aber: Wenn man ein Produkt verschwinden lässt, ändert man noch lange nicht das gesellschaftliche System und lässt verzweifelte Menschen zurück, die hoffen, mit Hilfe solcher Präparate dem erniedrigenden System entfliehen zu können. Ein Dilemma.

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Klopp-Denkmal + Corona-Altenheim + Grüne und Realität

Klopp auf dem Weg zum Denkmal – kann man hier lesen: https://www.tagesschau.de/ausland/liverpool-premier-league-101.html

Dann kann man nur hoffen, dass, wenn es soweit ist, er dann nichts gesagt hat, was den das Denkmal Aufstellenden irgendwie gegen die Meinung geht.

Also: Er darf nichts sagen, was in Zukunft stören könnte. Aber vielleicht hat er das schon oder sagt es ständig, weil es in unserer Zeit ankommt – aber von den Zukünftigen als ein großes Übel geahndet wird?

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In Corona-Hotspot-Gebieten muss es natürlich strengere Regeln auch für Altenheime geben. Aber: Die Überschrift klingt so verallgemeinernd, als müsse es überall strengere Vorschriften geben. Hoffentlich nicht, denn dann kommt man auf den Gedanken, dass es manche Altenheim-Aktivisten stört, dass sie nicht einfach ihre Alten für sich haben können – Besuche sind dann nur störend. https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-freitag-129.html

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Eine nette Formulierung zum Grundsatzprogramm der Grünen: „Weiterentwicklung im Sinne der Anerkennung der Realität“ + „Jetzt wird die Technologie nicht mehr als das Problem gesehen, sondern als Teil der Lösung der Probleme“ (sogar mit Blick auf die Gentechnologie): https://www.tagesschau.de/inland/interview-schroeder-101.html

Grüne versuchen weiter den Sozialdemokraten Stimmen abzuluchsen. In dieser Hinsicht sind aber die Sozialdemokraten meines Erachtens noch nicht so auffällig gewesen – die Grünen also linker / sozialistischer als die SPD:

Die linke Ausrichtung zeigt sich in dem Insistieren auf den Primat der Politik im Sinne der gesellschaftlichen Bedarfe

Kurz: Die großen Politiker und ihre Fans wissen, was gut ist – dem tumben Bürger muss das nur recht druckhaft schmackhaft gemacht werden, damit er der Politik folgt. Das Herrchen weiß, was dem Hündchen gut tut.

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Kirchenaustritte

Kirchenaustritte – obgleich: viele in der Kirche arbeiten höchst motiviert. Das stimmt. Das Eine hat mit dem Anderen wohl auch nichts zu tun. (Wenn ich von Kirche spreche, meine ich katholisch und evangelisch. Andere gehören auch zur Kirche, aber dann müsste ich differenzierter schreiben.)

Man sollte sich die Frage stellen, ob Kirchenleitungen nicht auch mit manchen Entscheidungen gerade die vor den Kopf stoßen, die so motiviert arbeiten, weil die Oberen so gesellschaftspolitisch tolle Ideen haben, entsprechend dann auch die Gelder derer dafür einsetzen, die sie sich vom Munde abgespart haben https://www.tagesschau.de/inland/anstieg-kirchenaustritte-101.html

Ich vermute, dass es im nächsten Jahr noch weiter herunter gehen wird – wegen Corona. Einmal finanziell, weil manche wegen finanzieller Engpässe den Weg des Kirchenaustritts wählen, obgleich sie sich dem Glauben und der Kirche nahe fühlen, zudem aber auch, weil Kirchenobere selbst zeigten, dass sie sich in Notzeiten zurückziehen, die Menschen allein lassen und das als Nächstenliebe bezeichnen. Die Kirchenspitze hat dadurch, dass sie Ja und Amen zu allem gesagt hat, das aufgegeben, was sie auszeichnet: Dasein für Notleidende – auch wenn man selbst gefährdet wird. Natürlich werden statistisch gesehen die Gottesdienstbesuche usw. rapide herunter gehen – und danach möglicherweise tief unten bleiben, weil viele alte Menschen merken, dass es ihnen mit den sonntäglichen Fernsehgottesdiensten besser geht – weil stressfreier. Der Rückzug in die Familie ist vielfach mit dem Gedanken verbunden: mehr brauch ich nicht – warum noch Gemeinschaft in dem sowieso sehr lockeren Zusammenhalt in den Kirchengemeinden.

Dass die Menschen, die aus der Kirche austreten, eine Lücke hinterlassen, die die Kirche gesellschaftlich äußerst schwächen, damit anderen Gruppen ermuntern, diese Lücke einzunehmen, ist ihnen wohl kaum bewusst. Sie denken als Individuum, ohne das Ganze im Blick zu haben. Entsprechend werden sämtliche Hilfseinrichtungen der Kirche, die weltweit aktiv ist, das schmerzhaft zu spüren bekommen. Es geht ja nicht nur um uns im Land.

Vieles, was die Kirche als Besonderheiten prägte, haben andere aufgegriffen: nicht nur altbekannte Sachen wie Krankenhäuser, Kindergärten usw., sondern auch die NGOs übernehmen den Part der Kirche. Die Konzerte, die der Kirche wichtig waren und auch viele Besucher anlockten, werden von vielen Kommunen aufgegriffen und eigenständig durchgeführt. Kirche ist immer wieder innovativ tätig gewesen. Hat Lücken gefunden, um Menschen auf den verschiedensten Ebenen zu helfen.

Nun werden ihr all diese Tätigkeiten aus der Hand genommen. Aber da die Kirche immer innovativ war – bin ich ganz zuversichtlich, dass ihr noch eine Menge einfallen wird. Aber: Ob sich die Menschen, die sich sowieso nicht mehr so gerne an Gruppen binden bzw. durch den Beruf usw. auch nicht binden können, dadurch gebunden werden, wage ich zu bezweifeln. Die meisten werden dankbar annehmen, was ihnen geboten wird – und weiter gehts. Sie sind Vorübergehende.

Und wie wäre es wieder mit echter Mission? Die nicht Jesus Christus sagt – und dann gleich anfügt: oder andere…, wenn du magst, wir sind ja nicht so eng…

Zum Thema Mission ist wichtig: Jeder Christ – ob alt, ob jung, ob weiblich oder männlich, soll sich nicht schämen, seinen Glauben authentisch zu leben und darüber zu reden. Es sollte nicht auf die Institutionellen beschränkt sein. Das ist wichtig, dass der Glaube als eine Größe angesehen wird, für die alle – das heißt jede und jeder Einzelne – verantwortlich sind.

In der Kirche leben viele wunderbare Menschen. Man sieht sie als selbstverständlich an. Vielleicht kann man dafür auch ein Auge entwickeln. (Damit niemand neidisch wird: Auch außerhalb der Kirche gibt es natürlich wunderbare Menschen. Der Geist Gottes lässt sich eben nicht fesseln.)

Um nicht missverstanden zu werden: In erster Linie darf es nicht um den Erhalt der Institution Kirche gehen. In erster Linie geht es um den Menschen, darum, ihn an Gott in Jesus Christus anzubinden. Damit das Leben umfassend gelingen kann, mit seinen Leiden, seinen Freuden, seinen Ängsten, seinen Sehnsüchten und seinem Gelingen. Damit auch der Tod vom Leben Gottes umfangen wird, das Leben vollendet wird – und nicht im Nichts, im Grauen endet.

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Bei Ina Seidel (Das unverwesliche Erbe) gelesen – aber mit anderen Worten gesagt:
Manche Menschen leben einfach so aus dem Geist Gottes.
Manche Menschen müssen sich den Glauben erleidend aneignen.
Manche müssen sich den Glauben erkämpfen – der Kirche zum Trotz.

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Familien-Gewalt

Die Bibel hat viele Geschichten, in denen Geschwister miteinander übel umgehen. Berühmt ist die Jakob-Esau-Geschichte, die Geschichte der Brüder gegen Josef usw.

Jesus erzählt eine Bruder gegen Bruder-Geschichte in dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. Dieses Gleichnis verwendet er aber dafür, um die Auseinandersetzung innerhalb der Gesellschaft zu spiegeln.

Gewalt in der Familie – Gewalt in der Gesellschaft sind eng miteinander verknüpft.

Wie geht die Geschichte vom verlorenen Sohn aus? Der Jüngere kommt, nachdem er geflohen ist, zum Vater zurück – der ältere Sohn wird gebeten, den Bruder auch aufzunehmen. Wird er es tun? Wird er es nicht tun? Die Lösung der Frage liegt im Verhalten der Hörerinnen und Hörer des Gleichnisses.

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Segen aus Qatar und Keltisch

Es könnte manchen langweilig werden – bei all den Segensliedern. Ich finde es spannend. Weltweit, so viele Menschen das Lied singen zu hören, Kirchen, Glaubensgemeinschaften übergreifend. Das ist etwas, was ich als positiv aus den vergangenen Monaten mitnehme: Die weltweite Christenheit wird in diesem Lied hörbar – und in den vielen, vielen Gesichtern sichtbar.

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