Interessantes zum Thema Sprache
und
Sumerisch ist wohl älter als die hier vorgestellten Sprachen, hat aber, soweit erkennbar, keinen sichtbaren Einfluss mehr auf unsere Sprache gehabt.
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Weltwahrnehmung – ein Lernprozess: Kritik hat das Ziel, Missstände zu verbessern
Interessantes zum Thema Sprache
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Sumerisch ist wohl älter als die hier vorgestellten Sprachen, hat aber, soweit erkennbar, keinen sichtbaren Einfluss mehr auf unsere Sprache gehabt.
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Wer meinen Blog liest, weiß, dass ich das auch von Anfang an beklage: http://www.kath.net/news/72742
Es muss eine Aufarbeitung folgen: Was haben wir falsch gemacht – damit wir in Zukunft besser handeln. Keine Bauchbepinselung: Wir haben alles gut gemacht. Nein, haben wir als Kirche in Corona-Zeit nicht.
Ich möchte jedoch nicht, wie der Artikel, so pauschal das verwerfen, was gemacht wurde – eben von Ortsgemeinden. Und darin zeigt sich ja Kirche: in den Gemeinden vor Ort. Sie müssen aktiv werden, wenn die Führung versagt – vor allem, weil es, plakativ gesagt, in der evangelischen Kirche ja keine Führung gibt – theologisch offiziell. Soweit ich beobachten konnte, wurde vielerorts vieles gemacht – freilich immer abhängig von den jeweiligen Menschen und deren Kapazitäten.
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Auch Drogen tragen dazu bei, dass sich unsere Gesellschaft selbst immense Probleme bereitet: https://www.tagesschau.de/inland/drogenkriminalitaet-103.html
Wenn Gott verjagt wird, kommen nicht nur Gespenster, sondern auch andere Zerstörer.
Von Geibel kommt wohl der Satz:
Glaube, dem die Tür versagt,
steigt als Aberglaub‘ ins Fenster.
Wenn die Götter ihr verjagt,
kommen die Gespenster.
Oder doch Uhland? https://www.nzz.ch/article9II7V-1.239895
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Chinas Regierung – die kommunistische Partei – ist schon lange wie es in dem Beitrag heißt: „völlig verrückt“. Nicht nur, was die neue Qualität des Umgangs mit der annektierten Mongolei betrifft https://www.tagesschau.de/ausland/mongolei-innere-101.html, sondern auch mit dem Tibet, den Uiguren und Hongkong – und dass sie von Menschenrechten nichts hält, konnte man schon in den letzten Jahrzehnten immer beobachten. Sie muss ja auch nichts befürchten. Von daher agitiert sie wie alle, die machtgeil sind: Nach außen Kreide gefressen, nach innen die Menschen gefressen.
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Was würde man Rechten sagen, die in extremeren Gruppen agieren und sagen, sie lassen, damit man sie wählt, ihre Mitgliedschaft ruhen? Und was sagt man, wenn das Linke sagen? https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/linke-kandidatin-janine-wissler-macht-schluss-mit-marx-16943838.html
Man kann seine Gesinnung ändern. Rechts wie links, links wie rechts. Da muss man bei allen gleichermaßen gnädig sein. Aber wie sieht das aus, wenn man sie aus taktischen Gründen ruhen lässt?
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Das Urteil war wohl zu erwarten gewesen: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/beschwerde-gegen-taz-kolumne-kein-verstoss-gegen-das-presserecht-16943782.html Die Begründung finde ich immer kurios. Diskriminierungsschutz gilt nicht für Berufsgruppen, nur für (ethnische + religiöse) Minderheiten, wobei natürlich die Frage ist: Ist eine religiöse Gruppe, die weltweit die Mehrheit bildet, eine Minderheit? Aber darum ging es dieses Mal nicht, es ging um die erniedrigende Aussage über Polizistinnen und Polizisten in der taz. Müssen eigentlich auch Journalisten – weil sie einem anerkannten Beruf angehören – Beleidigungen über sich ergehen lassen? Mein Gerechtigkeitsgefühl sagt: Man darf niemanden erniedrigen und beleidigen, sei er Teil einer Mehrheit, sei er Teil einer Minderheit, habe er einen anerkannten Beruf oder keinen anerkannten Beruf. Aber mein Gerechtigkeitsgefühl ist nicht das des Presserates – kann man also vergessen? Nein, denn diese Interpretation ist nur eine, die ins Kuriosenkabinett unserer Gesellschaft gehört. Ich hoffe, sie wird möglichst schnell revidiert.
Nachtrag: Die Kritik Seehofers ist überhaupt nicht unangemessen. Und es kann kein Wert sein, andere zu erniedrigen. Journalisten und Kritik ist wohl so eine Sache – man fühlt sich mächtig und wird sauer, wenn man kritisiert wird. Aber andere runterputzen – das macht Freude. Oder? Zum Glück sind nicht alle Journalisten so, hoffentlich die Mehrheit nicht. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/polizeikritische-taz-kolumne-horst-seehofer-empoert-ueber-entscheidung-des-presserats-a-e0b41f07-67ef-44de-814a-bc51723e3d01
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Ob die Flammen die EU dazu bringen werden, sich intensiver des Themas Moria anzunehmen? https://www.tagesschau.de/ausland/brand-moria-101.html
Aus Äthiopien Geflüchtete in Saudi Arabien? Wohl eher Arbeitsuchende: https://www.tagesschau.de/ausland/saudiarabien-aethiopien-101.html Aber wie auch immer: Solche Bilder und Situationen werden uns in Zukunft immer begleiten, weil keiner weiß, wie mit all den Migranten umzugehen ist. Und sie werden zunehmen, in dem Maße auch die Bevölkerungsexplosion in Afrika zunehmen wird, damit verbunden, die wirtschaftliche Situation nicht geändert wird bzw. sich nicht ändern wird.
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Da ist man froh, dass ein türkisch stämmiger Mensch sich politisch engagieren will, wird sogar zu eine Art Vorzeige-„Ausländer“-Engagierter – und dann zieht er die Partei heimlich still und leise in den Strudel der türkischen Extremisten: https://www.tagesschau.de/investigativ/report-mainz/graue-woelfe-103.html
Überhaupt sollten Unterwanderungen unserer Gesellschaft durch ausländisch gesteuerte Gruppen, aber auch durch Clans, durch Volkzusammengehörigkeitsgefühl stark beobachtet werden. Wie schon einmal geschrieben: Eine nicht deutsch stämmige Frau, die in einer Institution arbeitete, musste versetzt werden, weil immer Leute zu ihr kamen: Du bist doch eine von uns – mach das so und so für uns… Wer da kein starkes Rückgrat hat, ist gefährdet.
Interessant fand ich ein Gespräch von Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern – hier in Deutschland geboren. Sie berichteten von „zu Hause“ – ihrem Ursprungsland. Die Identifikation mit unserem Land schien da nicht besonders ausgeprägt.
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Man kann immer wieder Krokodilstränen in Medien fließen sehen, was die Autoindustrie angeht. Wenn man sie aber aktiv stört – warum dann dabei heulen? https://www.tagesschau.de/wirtschaft/autogipfel-107.html
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Haben wir Christen eigentlich verstanden, wer wir sind? https://predigten.wolfgangfenske.de/lukas-1818-ff/
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Spannende wissenschaftliche Darlegung von Wellen – fast meditativ:
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Wer hat eigentlich die Rechtsextremen in den Corona-Demos so dominant gemacht? Die Propaganda von Medien und Politik. Als in der Tagesschau vom Samstag über eine Corona-Demo in Italien berichtet wurde, wurde mit einem Satz gesagt: auch Rechte waren dabei. Da fragt man sich: a) Und Linke nicht? und b) Warum wird uns das gesagt? – Eben Propaganda.
Mir ist zudem nie zu Ohren gekommen, dass bei linken Demos die Teilnehmenden nach Gesinnungsbekenntnissen gefragt wurden. Wurden die Extremen, Antifa und Schwarzer Block, dadurch zurückgedrängt, dass man von Teilnehmenden ein Gesinnungsstatement verlangte? Nein, sie agitierten munter mit. Und wie!
In der Tagesschau vom Sonntag wurde von einer Die Linke (!) den Menschen vorgeworfen, dass sie mit rechten Leuten demonstriert hätten, die ein Systemwechsel verlangen. Das muss gerade eine Linke sagen: Linke – auch an prominenter Stelle – verlangen kein Systemwechsel? Zudem ist medial immer wieder sonderbar zu sehen, dass Schafe oder Böcke zu Gärtnerinnen oder Gärtnern gemacht werden.
Nun wieder meine Apologie: Ich halte von den Corona-Demos nichts. Aber es ist spannend zu sehen, wie undemokratisch mit ihnen umgegangen wird. Und das ist nicht akzeptabel.
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Man hat schon lange nichts mehr von von der Leyen gehört. Da dachte sie sich wohl – das muss sich ändern. Und wie kann man das am besten machen? Man verschärft einfach mal so Vorschläge zu Umweltvorhaben: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/eu-kommission-will-klimaziel-fuer-2030-verschaerfen-16942200.html
Kann man doch machen. Wirtschaft hin – Wirtschaft her, Corona hin – Corona her. Ob es technisch machbar ist – egal. Wer soll das bezahlen? Ist auch egal. Und – Brexit – Unzufriedenheit anderer Länder und EU-Bevölkerung mit der EU? Auch egal.
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Wenn die Ideologie regiert – reagieren die Gesetze. Es ist gut, dass sie kommen und nicht durch ideologische Gerichts-Argumente abgelöst werden: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gericht-pop-up-radwege-muessen-wieder-entfernt-werden-16941881.html Muss man es sagen? Nichts gegen sichere Fahrradwege. Aber da muss man sich dann wahrscheinlich mehr Gedanken machen. Und was die Fehlplanung wohl kostet! Aber Berlin schwimmt ja im Geld. Nun denn: Tut wenigstens so.
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Auch so´n Ding: Geldwäschegesetz verschärfen – aber sie aufgrund von Personalmangel nicht vollziehen können. Es staut sich und staut sich… – bei den entsprechenden Behörden. Die Geldwäscher freut´s. Irgendwann müssen die Banken die Behörden selbst finanzieren?: https://www.faz.net/aktuell/finanzen/banken-kritisieren-plaene-zum-geldwaeschegesetz-16942249.html
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Wo ist Marija Kolesnikowa? Die Oppositionsführerin aus Belarus ist verschwunden: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/belarus-lukaschenka-gegnerin-kolesnikowa-offenbar-verschleppt-16941829.html
Und sehr viele wurden verhaftet. Die Regierung kämpft gegen einen großen Teil des Volkes. Kompromisse sind Lukaschenkos Sache nicht. Er ist ein politischer Macho, wie er im Buche steht – die protestierenden Frauen spüren es. Die Frage ist allerdings: Wie kann man aufgeplusterten Machos die Luft raus lassen? Gibt es da irgendwelche Tricks?
Zudem gibt es wie in jeder diktatorischen Regierung Seilschaften, die davon profitieren, dass sie den Herrscher unterstützen. Wie kann man diesen signalisieren, dass sie auf der neuen Seite nur Gewinner sein können?
Auf der Straße tanzend und Volksfeststimmung aufkommen lassen ist zwar schön – aber das muss alles – im Land – mit politisch härteren Maßnahmen begleitet werden. Vermutlich ist das aber schon zu spät, weil die Menschen langsam aber sicher persönliche Nachteile befürchten, die an die Existenz gehen. Jetzt muss politisch ausdauernd gearbeitet werden, damit aus dem Strohfeuer eine im verborgenen lang andauernde politische Aktion wird. Gibt es im Land eine entsprechend politische Kultur oder muss sie erst noch etabliert werden?
Es ist traurig. Aber die Machtgier eines solchen Herrschers ist nicht zu unterschätzen.
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Gerhard Schröder ist Politiker genug – er weiß: Manches muss man einfach aussitzen – denn die jeweiligen aufgeregten Zeiten vergehen. Alle schreiben dann in solchen kuriose bis hin zu verletzende Artikel: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerhard-schroeder-schweigt-zu-anschlag-auf-alexej-nawalny-und-nord-stream-2-a-dc08d4d9-83d2-4c57-9b5f-b65df602c438 – doch auch das geht vorbei.
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Ich sehe das als Verfallserscheinungen von Demokratien an: Wenn gewählt ist – ist gewählt, so hieß das immer. Heute, wenn gewählt wurde, rekrutieren die Unterlegenen die Massen, um die Gewählten zur Aufgabe zu zwingen. Zu beobachten war das in den USA als Trump gewählt wurde – das geht so in Israel – und das geht hin bis nach Montenegro (Belarus ist da nicht mitzuzählen, da ich auch von Wahlfälschung ausgehe – wird das eigentlich noch untersucht?): https://www.spiegel.de/politik/ausland/montenegro-zehntausende-demonstrieren-gegen-proserbische-wahlsieger-a-259026c4-4832-454d-9d82-e3ed2dcc73b0
Das ist ein Übel. Politisch Unterlegene sollten wieder lernen, die Unterlegenheit zu akzeptieren, in die Zukunft zu schauen, um die nächste Wahl zu gewinnen. Demokratien können auch kollabieren angesichts der Lautstarken auf Straßen und den Lautstarken in den Medien. Politisch kann das katastrophal sein. Es fördert Extremismus.
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Was bedeutet für uns heute, auf Jesus Christus zu schauen? Wie oft geschieht es uns, dass wir durch irgendwas in Hektik geraten, in Aufruhr, in Angst. Die Gründe sind real, sie sind da, sie sind nicht wegzuleugnen. Aber in der Hektik, in dem Aufruhr, in der Angst dagegensetzen – sich hinsetzen, hinknien – und mit seinem Herzen auf Jesus schauen und sagen: Gott sei Dank, Du bist da!
Aus der Predigt: https://predigten.wolfgangfenske.de/matthaeus-14/
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Der Blog wird voraussichtlich erst am Mittwoch wieder bestückt werden.
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Weitere Darstellungen: https://gedichte.wolfgangfenske.de/
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Franz Werfel (1890-1945)
In Prag geboren, war ein österreichischer Schriftsteller jüdischer Herkunft und katholischer Betreuung. Er wurde Lektor, war im ersten Weltkrieg Soldat, lebte in tiefer Freundschaft mit Alma Mahler, die er 1929 heiratete. Die Bedeutung Almas für sein Werk hebt er selbst hervor. Aufgrund der Besetzung von Österreich und Frankreich, wo er lebte, durch die Nationalsozialisten, floh er 1940 in die USA. Dort ist er auch gestorben.
Werfel hat sehr aufrüttelnde Texte geschrieben, für mich ganz wesentlich ist „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ (1933). In diesem Roman prangert er den Völkermord an den Armeniern durch die Osmanen an, „spiegelt“ somit etwas, das in Deutschlands naher Zukunft liegt. In Deutschland konnte der Roman nicht wirken, da er hier erst 1947 bekannt wurde. Überhaupt hatte er ein „Gespür“ für die kommenden Umwälzungen, die das Hitlerregime und die barbarische Weltanschauung des Nationalsozialismus mit sich brachten. Sein Werk, die „Geschwister von Neapel“ (1931) schließen: „Das Zeitalter des Gesanges und des Gesetzes ist nun zu Ende. Welches Zeitalter aber hat begonnen?“ Auf der Flucht lebte er eine Weile in Lourdes – und hier begegnet er der Reinheit, und „Das Lied von Bernadette“ (1941; verfilmt 1944) entstand. Es ist Folge eines Gelübdes: Er wolle den Roman schreiben, wenn er die Küste Amerikas erreicht. Er hat sie erreicht und das wichtige Werk geschrieben. In diesem Roman geht es um die Heilige Bernadette von Lourdes, um die Verherrlichung des Geheimnisses Gottes und der Heiligkeit des Menschen. Das Thema „Reinheit“ wird unten noch vertieft werden. Seine Werke, nicht allein die, die ich genannt habe, hatten eine breite Leserschaft. Aber seine Gedichte waren ihm selbst besonders wichtig.
Nun zu seinen Gedichten. Erst ein paar Anmerkungen. Auf seiner Wanderung hörte er einen Schrei – er hielt nicht an „Mich führte die Straße mit“ und er bat „Daß Gott mir verzeih“. Das Gedicht versucht diese Schuld zu verharmlosen, zu verdrängen – die Straße war Schuld („Ballade von einer Schuld“; vgl. auch „Gedächtnis der Sünde“).
Es gibt viele Gedichte, die die Lerche als Thema haben, wir lernten schon manches kennen. Auch Werfel schrieb eines „An eine Lerche “. Das kann hier nicht ganz zitiert werden, das muss man lesen. Aber der Duktus des schönen Gedichts: „Doch dich fühlen wir / Überm Sklavennacken, / Dich Wärme klein, / Dich Gottesflämmlein Lieds.“ (In „Lied nach einem Tage“ schreibt er: „Herr, sehr wenig ist, was ich dir gab, / Deine Flamm ist klein in mir gelungen“. Das aber eher selbstanklagend und nicht, wie im Lerchengedicht, rühmend.)
Ein äußerst heftiges Gedicht ist „Das Gebet Mosis“. Moses kämpft gegen Gott und gegen Menschen, er lässt sich nicht abspeisen, er fordert Gott heraus: „Hörst du, ich bin kein Bittender, ich bin der / Alte Furchtbare, dein alter Kampfhahn bin ich, / Dein Türeinschläger, dein Gläubiger-Ungetüm!“ Aber eben nicht nur gegenüber Menschen ist er das, sondern er fordert auch Gott heraus: „Ich beiße mich an deine Brust, ich flechte mich in dein Feuer, ich hämmere mit Fäusten an deinen Mund!“ „Ich kämpfe nach oben und nach unten, / Ich tobe auf einem Berg zwischen dir und ihnen.“ Gott selbst wird vor sein eigenes Gericht gezerrt „Ich schlage dich mit deinem Namen, / Du erscheinst, du rechtfertigst dich, du wendest es denn!“ Moses stellt sich über Gott, er stürmt sozusagen in den Himmel, um ihn herauszuzerren. Er bittet nicht, wie es sich für einen Glaubenden geziemt, der sich Gott unter- und zuordnet. Er wartet nicht auf Offenbarung Gottes, dass Gott sich zeigen möge, sondern dieser Moses ist ein Moses, der der Zeit des 19. Jahrhunderts, der Kämpfe gegen Gott, entspricht. Nietzsche ist hier zu nennen, zu nennen sind all diejenigen, die den Himmel stürmen und meinen, weil sie Gott nicht herauszerren können, er sei leer, sie „morden Gott und uns“ („Lied“). Später kann er sagen: „Wort log den Himmel fort, / Die Welt fiel zu.“ bzw. „Ach, wir verrieten des Vaters Geheimnis / So blieb uns nur / Des Jahrmarkts Spiegellabyrinth. / Nun hängen wir geschäftig / An einem Lügenzunder Worts.“ („Pfingstelegie“) Wenn man weiß, wie bedeutsam Nietzsche in der Zeit war und wie sehr Nietzsche (auch George und andere) das Wort und die Kunst betonten, wird einem die Brisanz dieser Formulierungen deutlich. Noch ist sie leer die verlogene Welt. Leer. In „Das Café der Leeren“ träumt er Grausliches, Verwesung, Erstickendes, Wüste. „Doch der Erhabene seinen Blick mir blickte, / Hob an die Gnade seiner Haltung mich, / Daß ich mich wusch und endlos neu erquickte. // >Ist dir so fremde dieser Ort hier, sprich, / Daß sich das Leben quält durch deine Kehle?< / So sprach er und befahl: >Sieh nur um dich!<“ Und der Dichter sah sich selbst in diesem grauslichen Raum, mit grauslichen Menschen. Es ist im Grunde die Hölle. „Wir hören Gott nicht aus den Uhren schlagen, / Und rülpsen grinsend Wohlbehagen.“ Das heißt: „Wir sind aus Gott gefallen und vorbei.“ ( „Der Feind“) Doch wer wird im Himmel sein? „Die Leidenschaftlichen“: „Mein Gott, es werden sein zu deiner Rechten / Nicht die Wahrhaftigen allein und die Gerechten!“ Und er schildert die Verlorenen. „Es werden ruhen, Gott, in deinen Tiefen / Nicht allein die, die deinen Namen riefen, / Nein alle, die in den Nächten nicht schliefen!“ Werfels Menschensicht, die sich den Verstoßenen zuwendet, wird auch ausgesprochen: „Noch im schlammigsten Antlitz / Harret das Gott-Licht seiner Entfaltung. / Die gierigen Herzen greifen nach Kot, – / Aber in jedem / Geborenen Menschen / Ist mir die Heimkunft des Heilands verheißen.“ („Was ein jeder sogleich nachsprechen soll“) (Anmerken möchte ich noch, dass „die Leere“ bei Benn eine Rolle spielt [s. dort]. Benn war treibende Kraft darin, Werfel aus der Preußischen Akademie der Künste 1933 auszuschließen.)
In „Das letzte Wort“ wird schon etwas deutlich, was den späten Werfel ausmachen wird: „Doch wenn uns Gott nicht verstößt, / Werden wir einst aus Ratschen, Reimen und Reden / Zum Wort erlöst“. In „Trägheit des Herzens“ beklagt er: „Mein Gott, wie viel Liebe ließ ich aus“ „So Tag für Tag das feige Herz zersprechend / Und elend mit Almosen Gott bestechend.“ In „Verheißung“ wird er deutlicher: „Vom Grabe ist der Felsen weggewälzt, / … // Der Gott ist fort. Im Hinterhalt der Welt / Wird er Musik. Schon stampft er auf und schnellt / In unser Herz den Schlag von seinen Zeiten, / In unsere Schritte spannt er ein sein Schreiten.“
Und die Bezüge auf Gott nehmen in den Gedichten zu. Wenn der Morgen anbricht, der Morgen der neuen Welt: „Auf allem Munde kniet das Eine Wort. / Gott selber wirft von seinem Gnadenort / Sich uns, gehüllt in Strahlenstaat, ans Leben.“ („Geistige Freude“) Aber noch ist es nicht soweit. Die Leere, die oben angesprochen wurde, aufgreifend, zum Menschen gesprochen: „Die Welt ist leer, weil sie von dir so voll ist! / So lebst du ohne Gnade. / Doch willst du wissen / Geheimnis der Größe, Geheimnis der Genien:? / Lebe aus Gottes Hand!“ („Der Fluch“) „So tief bist du Wunder, / Als du tiefe Wunder siehst!“ („Geheimnis“) Aber: Das Gebet gilt diesem Wunder: „Aus meiner Tiefe rief ich dich an, / Denn hier rettet kein Wille mehr, hier rettet nur Wunder. / Tu Wunder!“ („Aus meiner Tiefe“)
Das wunderbare Wirken Gottes hat Auswirkungen auf den Menschen: „Wenn ein reiner Mensch deinen Raum betritt, / Läßt sich Gottes Gegenwart nieder auf Stuhl und Tisch. / Der Sonnenstrahl zittert vor Andacht.“ Spiegel erblinden, das Böse wird müd, dem Teufel wird übel, es kommt die Verheißung und Liebe aus dem Herzen hervor: „Wenn ein reiner Mensch deinen Raum betritt, / Oh Gegenwart Gottes!“ Und so bittet er im „Gebet um Reinheit“ um diese. In diesem Gebet bringt er den Zwiespalt des Menschen zur Sprache, den Feind in sich selbst: „Warum nicht gabst du mir Einheit und Reinheit? Reinige, einige mich, oh du Gewässer!“ Es geht auch im „Gebet gegen Worte“ um Lügenworte: „Du hast die Welt entweltet, du hast sie verwortet. / Dahin! Und unsere Lüge lugt uns aus Worten an…. / Verschließe, blende, verstumme mich! Mach mich wachsen zu deinem Wort!“ Und im „Gebet“ bittet er darum, dass Gott sein Wort leite. „Gott fiel in unsre Tasten, und wir waren Psalm.“ (Bekenntnis VII)
Als Bekenntnis (III) formuliert er:
Selig die zweifelten, – sie werden glauben,
Selig die irrten, – sie werden erkennen.
Selig die Narren, sie werden rein entbrennen,
…
Unselig nur, die ohne Liebe waren…“
Mit den Seligpreisungen greift er auf die Seligpreisungen Jesu zurück. In dem Gedicht „Geburt“ besingt er die Geburt Jesu, besingt den Heiland, „Der uns mit seinem Schrei aus der Vernichtung hebt, / Drum beten wir zu diesem Herzensschlag.“
Es gibt weitere Gedichte, in denen Werfel das Geheimnis Gottes verherrlicht. Damit möchte ich es aber belassen.
Wenn Ideologen sich zu sicher fühlen, dann passiert das – sie hindern die Verbreitung der Meinung anderer: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/grossbritannien-umweltaktivisten-stoeren-zeitungsverbreitung-16939734.html
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Haben nur hier Busfahrer Angst? https://www.insuedthueringen.de/region/suhl_zellamehlis/suhl/Busfahrer-in-Angst-Hilferuf-der-SNG
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Merz ist für zeitweise Nordstream Stop: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/nawalnyj-merz-verlangt-baustopp-fuer-nord-stream-2-16938345.html Ich vermutete neulich, dass Merkels fordernden Worte an Russland die Trennung von Nord-Stream vorbereiten sollte. Vermutet Merz das auch und ist vorgeprescht? Und Grüne zeigen sich auch davon angetan – waren aber schon immer eher dagegen – wegen Umwelt, Energie…: https://www.tagesschau.de/inland/maas-nawalny-russland-101.html Einige, die schon immer dagegen waren, springen auf den Zug auf: so die Ukraine. Manchmal sind alte Zeitungsberichte ganz interessant: https://www.zfk.de/politik/deutschland/artikel/merz-stellt-bau-von-nord-stream-2-in-frage-2018-12-03/
Das ist immer das Problem: Im Kampf für Menschenrechte: Schneidet man seinen Ast ab, auf dem man sitzt? Das gilt nicht nur mit Blick auf Russland, das gilt auch nicht weniger für Waren aus China: Wer weiß, welche erniedrigten Menschen diese produzieren mussten – bis hin zu den Nasen-Mundschutz-Masken. Hat nicht China einen Mann aus Frankreich entführt, um ihn im eigenen Land hinter Gitter zu bringen – also verschwinden zu lassen? Oder irre ich mich? Dieses selektive Sanktionieren westlicher Staaten ist für mich nicht nachvollziehbar.
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Das konnte man auch vor langer Zeit schon in meinem Blog lesen: Die Extremen unter den Gender-Leuten sind Ideologen, die Kinder schon sehr früh mit ihrer Ideologie konfrontieren. Die Kids sind noch nicht so weit – und wie es in dem Beitrag heißt: werden irritiert. Aber wahrscheinlich ist das auch das Ziel: Die Selbstfindung, Identitätsbildung von Kindern soll verhindert werden, damit sie dann irgendwie gemäß der Genderideologie ausgenutzt werden können: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/gastbeitrag-das-thema-gender-identitaet-ueberfordert-kinder-16934895.html
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Polizei E-Autos (von früher) sind dazu gut, vor Demos von Fridays for Future her zu fahren: https://m.focus.de/auto/elektroauto/bmw-i3-bald-auch-in-deutschland-us-polizei-verramscht-ihre-elektroauto-flotte_id_12380232.html
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Will die Politik wirklich auf Denunzianten zurückgreifen? Aber Berlin mal wieder. Dort scheint sich sehr viel Unfug zu sammeln: https://www.tagesspiegel.de/berlin/unruhe-in-berlins-gefaengnissen-beamte-fuerchten-spitzelsystem-des-justizsenators/26143476.html
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Wow, das ist wahre Kunst: Auto versenken: https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/kunstaktion-schlossteich-chemnitz-102.html
Was sagen eigentlich wahre Künstlerinnen und Künstler dazu? Jedem Tierle sein Pläsierle?
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Das scheint des Anwalts Ashraf Farahat Geschäftsmodell zu sein: junge Frauen anklagen. Was würde wohl ein Psychiater hinter dieser Verhaltensweise finden? https://www.tagesschau.de/ausland/kairo-tik-tok-101.html
Auch eine Form der Gewalt gegen Frauen. In der Türkei begehren wenigstens ein paar Frauen auf. Ägypten ist noch weit davon entfernt: https://www.tagesschau.de/ausland/tuerkei-gewalt-101.html
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