Das Thema Umwelt ist kein modernes Thema. Das bekomme ich auch immer stärker mit, je mehr ich mich mit den Dichterinnen und Dichtern der letzten Jahrtausende beschäftige. Liebe zur Schöpfung und zum Schöpfer – machte sehend. Wir stehen auf der Schulter dieser Vorfahren. Ja, Kirche muss in dieser Tradition weiterarbeiten: Schöpfung bewahren. Darf aber dabei nicht, wie die Säkularen, den Schöpfer übergehen und damit den Menschen vergessen.
Es sei angemerkt, um nicht missverstanden zu werden, dass das Bild, das sich der Mensch von der Natur macht, natürlich immer wieder ändert. Die Probleme, die wir heute weltweit haben, hatten Menschen anderer Zeiten nicht. Früher wurde die Natur als eine angesehen, die stärker ist als der Mensch. Heute merkt der Mensch, er ist stärker als die Natur. Früher waren Menschen abhängig, ihr unterworfen. Heute unterwirft der Mensch die Natur, nicht immer übel meinend. Aber ich denke, wer die Schönheit der Schöpfung besingt, der geht auch anders mit ihr um. Und das können wir in Texten immer wieder erkennen.
Ich kann es wieder hören: Hätte er sich angepasst, hätte er nicht leiden müssen. – Auch bei uns sind Menschenrechte gefährdet, wenn Menschen so denken.
Die USA machen es vor, wie es geht: Wer nicht passt – wird geschasst; Cancel Culture – wird zur Cancer Culture, möchte man sagen. Aber dürfen gesellschaftliche Prozesse mit Krankheiten verbunden werden?
Es ist gut, wenn vor dem Rechtsextremismus gewarnt wird. Aber wenn damit gleichzeitig vom Linksextremismus abgelenkt werden soll, ist das Irreführung, also nicht gut.
In einem Beitrag zu einem Gedicht von Elisabeth Barrett Browning (EBB) las ich, dass die Autorin viel Christliches erwähnt. Aber dennoch sei das Gedicht ergreifend. Das Christliche sei nur eine Sprachform der damaligen Zeit gewesen. Heute würde sie anders schreiben.
Dass sie heute anders schreiben würde als damals, ist natürlich eine Kokolores-Aussage. Denn der Mensch schreibt in der Zeit, in der er lebt. Und er denkt in der Zeit, in der er lebt. Die Person der Gegenwart, die das geschrieben hat, würde auch in der Zeit von EBB anders geschrieben haben. Aber was sagt das schon aus?
Und so muss man den Menschen in seiner Zeit ernst nehmen. Und auch in der Zeit von EBB gab es unterschiedlichste Strömungen: Ablehnung des christlichen Glaubens – und den Glauben in einer ganz breiten Schattierung: allgemeinen traditionellen Kirchenglauben, sehr frommen, bis hin zu fanatischem Glauben, Glauben, eng, gesetzlich, trist, Glauben frei, beweglich, freudig. Glauben durchzogen von Zweifeln, Glauben, mal aufflammend, mal abbrennend, Gott geht ein in die Natur, Gott wird durch die Natur als Gott erkannt, die Natur wird erst als Schöpfung durch Gott in ihrem Wert erkannt. Menschen haben sich über den Glauben lustig gemacht, andere verfolgt, andere suchten… Auch im 19. Jahrhundert gab es verschiedenste Formen. Und ein Mensch konnte wählen. Und EBB glaubte eben, wie sie glaubte.
Glaube durchdringt den ganzen Menschen, seine Weltsicht. Er hilft, mit der Krankheit umzugehen – EBB war immer wieder sehr krank, hilft mit Rückschlägen im Leben umzugehen, hilft das Sterben zu erleichtern. Glaube ist nicht einfach ein Sprachstil. Er wurde zum Sprachstil bei den Dichtern, die die alten griechischen und römischen Götter in die Gedichte brachten. Aber das ist Larifari, das ist kein Glaube. Keiner der Dichter hat an Pan geglaubt, keiner an Zeus. Und wenn die „Götter“ ins Spiel kamen, war es Sprachspiel der damaligen Zeit. Wer heute sagt: Das mögen die Götter wissen! spricht damit nicht seinen Glauben aus.
Der christliche Glaube hat EBB massiv durchdrungen. Sie war die, die sie war durch den Glauben. Gerade bei ihr muss man das sagen, da ihr Werk wie bei kaum einem anderen Dichter/einer anderen Dichterin mit dem Glauben verwoben ist, aus ihrem Glauben herauskommt. Sie von ihrem Glauben zu lösen macht sie zu einem anderen Menschen.
Das hat auch ein Artikel von 1884 begriffen, die Zusammengehörigkeit von Glaube – Worte – Leben. Zu der Zeit wurde noch nicht versucht (zumindest ist mir das nicht bekannt), Menschen ideologisch anzupassen. Damals wurde gesagt: Glaube – Unglaube, aber nicht, dass Glaubende im Grunde Ungläubige sind, die das alles nur aus Konvention oder aus sonst welchen Gründen formuliert haben:
Der tiefe religiöse Geist, der Mrs. Browning durchdrang, führte sie häufig zu der Wahl von Themen, die in irgendeiner Weise mit den großen Wahrheiten der christlichen Religion verbunden waren, … einen tiefen und intensiven Glauben, erkennbar an der Haltung, die sie in ihren Werken eingenommen hat, erkannt von jedem, der sie kennengelernt hat. https://victorianweb.org/authors/ebb/cornhill.html
Zudem wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts Frauen einer Psychoanalyse im Sinne Freuds unterzogen: Sie schrieben nur so gläubig, weil sie sexuell verklemmt waren usw. usw. usw. Das ist mir bei EBB noch nicht begegnet. Aber all das zeigt, wie wenig ernst die Dichterinnen als Menschen genommen werden, wenn sie nicht als die Menschen genommen werden, die sie waren. Dazu gehört nun einmal auch ihr Glaube.
Das alles herauszuarbeiten bin ich gerade dabei. Wer aber zu dem Thema Gott im Gedicht schon jetzt lesen möchte: Hier gibt es eine Fülle an Beiträgen: https://gedichte.wolfgangfenske.de/
Eine Frau musste zu Hause bleiben. Alle anderen wurden evakuiert. Eine Fliegerbombe sollte entfernt werden. Warum musste sie zu Hause bleiben? Weil das Ergebnis eines Corona-Tests ausstand. Sie wäre übrigens, wenn man die Stellungnahme der Polizei dazu liest die Einzige, die in ihrer Wohnung ein sicheres Plätzchen gefunden hätte? Sie war außerdem geimpft. https://exxpress.at/trotz-bomben-alarm-musste-junge-frau-in-quarantaene-bleiben/
Apropos Corona. Hessen vorn! Hessen will politisch auch mal wieder vorn sein und regt an, dass sich der Einzelhandel auch für 2G entscheiden kann.
Dass Schwesig und Giffey die Linken als Königinnenmacher heranzieht, wird mit Verwunderung wahrgenommen. Entweder haben sie sich gegen die Linken in ihrer Partei nicht durchsetzen können oder es war Taktik dahinter, Bürgerliche zu ködern. Wer hätte sich das vor 10/20 Jahren gedacht, dass die SPD die Linke hofiert. Na ja, so ganz undenkbar war es nicht – es war einfach die Zeit noch nicht so reif. Von daher absehbar, dass Worte von Gestern morgen – also heute – keine Relevanz mehr haben. In Berlin wars ja sowieso schon ein Kennzeichen für Chaos und wird es weiterhin bleiben.
Und im Bund kann der bürgerliche Scholz wohl zum Bedauern seiner linken Genoss*innen kein RRG Bündnis basteln. Er muss mit der FDP Vorlieb nehmen. Kommt Zeit, kommt RR. Ob sich die SPD Wählenden das gedacht haben? Wenn nicht, waren sie politisch blind und haben sich von den Plakaten merkelnden Scholz bezirzen lassen. Aber ob sich die FDP Wählenden das gedacht haben? Lindner dürfte in einer schwierigen Lage sein, nachdem die CDU sich nach der Wahl politisch dermaßen dämlich verhalten hat. Wer traut jetzt noch der CDU eine vernünftige Regierung zu? Lindner wird nichts anderes übrig bleiben, als in der Riege der 25+14+11 zu bleiben. Wenn die Befragten „nein“ sagen sollten, dann würde es spannend werden. Ich frage mich allerdings: Wird das Ja von den Grün*innen und FDPlern ohne die Inhalte zu kennen gefordert? Ganz so ist es nicht. Das klingt doch gut: https://www.faz.net/aktuell/politik/bundestagswahl/was-spd-gruene-und-fdp-bei-ampel-sondierungen-vereinbart-haben-17586682-p2.html
Am Morgen wissen wir noch nicht, ob der Tag dunkel wird oder licht. Möge das Wunder der Nähe von Menschen, möge das Wunder der Selbstannahme, möge das Wunder der Nähe Gottes dich begleiten – und das Wunder der kleinen Schönheiten.
Ich weiß, wir leben in einer politischen Übergangszeit, aber bedeutet das, dass nicht mehr weiter regiert wird? Den Taliban wird noch Geld zugeblasen – aber wie sieht es aus angesichts inländischer Probleme? Zum Beispiel der Inflation? Zum Beispiel der Energiekrise? Nicht nur, dass es – was schon schlimm genug ist – sehr teuer wird, es kommen auch Firmen ins Wanken. Alles gewollt? Nachlässigkeit? Naivität? Aussitzen?
Wie sieht es aus angesichts von Covid? Wie ist das zu deuten, dass immer mehr Geimpfte massiv an Corona erkranken? Medial schaut man dann doch lieber auf Ungeimpfte. Warum sollen Geimpfte sich nicht mehr testen lassen – oder auch nur gegen horrende Bezahlung -, obgleich sie Überträger sein können – und auch ein leichterer Verlauf von Corona ist äußerst übel. Realität wird vollkommen ausgeblendet. Entweder will man Corona bekämpfen – oder lässt es. Aber dieser momentane Zustand ist ärgerlich. Zudem: Ist die Benachteiligung Ungeimpfter verfassungsgemäß? Will man warten, bis die Koalition steht? Könnte von massivem Nachteil sein.
Apropos Energiekrise: Die Tagesschau vom 13.10. hatte doch tatsächlich einen Tipp, wie Menschen angesichts der Teuerungen und der Energiekrise umgehen können. Man solle weniger verbrauchen. Das ist Sarkasmus. Da komme selbst ich nicht heran. Es geht um Existenzen! Ich gehe mal davon aus, dass Menschen, die am Rand der Existenz stehen und verantwortlich denken, schon immer so lebten. Reiche juckts eh nicht.
Noch was zum Thema Energie und Produktion. Deutschland wird zum Spielball der Starken. Da merken wir, was passiert, wenn man Nobody unter den Staaten wird. Die anderen machen mit einem, was sie wollen. Wenn Deutschland keine Chips für die Autoherstellung mehr bekommt, dann können sie keine Autos produzieren. Dann muss man sich sein Auto eben aus China kaufen. Und wenn Politik so ideologisch agitiert, dass sie Energie teurer und unsicher macht, wandern die Firmen eben ab, von Rüsselsheim nach Marokko zum Beispiel. Tesla ist gekommen. Hurra. Wird aber auch wieder abwandern, wenn es so weiter geht.
Hinzukommt, wie der Vertreter des Bundeswehrverbandes laut Tagesschau vom 13.10 (Min. 2:28) gesagt hat: Politik habe eine Machbarkeitsillusion formuliert. Freundlich gesagt: Das gilt nicht nur für das, was von der Bundeswehr erwartet wurde, das gilt für die gesamte Klima- und Wirtschaftspolitik. Und diese haben wir mit von der Leyen in die EU exportiert. Also nicht nur Deutschland wird am Boden zu kämpfen haben, auch die EU, wenn sich die Länder nicht wehren.
Wie schön, dass unsere Medien auf Großbritannien zeigen können. Da muss man sich nicht so sehr um das Versagen im eigenen Land kümmern.
Cannabis
Lauterbach ist nun auch für Cannabis. Da können die drei Parteien sich ja schon mal wenigstens darauf einigen, das zu legalisieren. Ich weiß, das ist sarkastisch. Aber ich finde diese Legalisierung sowas von daneben! Mit den sonderbaren Begründungen, die uns präsentiert werden, hätte man auch das Rauchen nicht bekämpfen müssen. Eine Modedroge, eine Einstiegsdroge – Kapitulation pur.
Aber es ist gut Cannabis zu legalisieren. Dann können die durch Energie und andere Krisen Verarmten ihr Leben wenigstens wegduseln. (So viel zum Thema Sarkasmus.)
In Indien gibt es immer intensivere Angriffe gegen Christen durch HinduExtremisten. Zumindest scheint es mir so. Die politische Lage in Indien – ist sie eigentlich Thema in der UN, in Menschenrechtskommissionen usw.? Aber die beschäftigen sich wahrscheinlich lieber mit Israel. https://www.persecution.org/2021/10/09/church-northern-india-attacked-mob-200-radicals/
Der Mensch ist zerrissen in sich selbst. Dieser Mensch will Gott verstehen?
Er projiziert sich selbst in Gott hinein und übergriffig zieht er Gott in sich hinein – auch in der Ablehnung.
Es gibt einen Ausweg aus den Irrungen: Der Mensch wird sich ganz von Gott erleuchten lassen, damit Gottes Geist Gott-Erkenntnis in ihn hineinbilden kann.