Sie sagte: Du kannst nicht anderer Leben retten. Versuche, Dein eigenes Leben zu retten. Versuche es, bevor die Dunkelheit es ergreift. Versuche, anderen mit dem Licht zu leuchten. Sie sagte: Sie stellen ihr Leben in Gottes Licht.
Der Beitrag hat das Zerbröseln des Synodalen Wegs im Blick. Ich dachte bei dem Stichwort Priester an etwas anderes. Man mag mir verzeihen, wenn ich chronologisch was durcheinanderbringe. Aber so habe ich es in Erinnerung. Wer es besser weiß, mag mich korrigieren.
Benedikt XVI. hat den Priester sehr hoch gehoben. Er hat das Ideal des Priesters Wort werden lassen – und wollte wohl entsprechend die Moral der Priester heben, indem ihnen zum Bewusstsein gerufen wird, wie besonders sie sind.
In diesem Kontext fallen nun die gesamten Missbrauchs-Anklagen. Viele Priester (im Bistum Münster meint man, dass es sich um 4% handelt) haben sich vergangen. Sind die Versuche, Vergehen zu bekämpfen, die notwendigen (leider scheint es manchmal als aufgezwungene) Reinigungsversuche der Kirche – von Gott auch durch Gegner der Kirche initiiert? Oder will Gott damit einen Hochmut bekämpfen, der den Priester ins Übermenschliche erhebt?
Als Protestant sehe ich, dass Priester wie Nichtpriester, ein Leben in Gottes Geist führen sollen – auch moralisch. Das ist nicht übermenschlich, das ist im Willen Gottes begründet, der uns Menschen geschaffen hat und es uns zutraut, es auch zu können. Wichtig ist dabei nicht Hochmut, wichtig ist Demut. Aber der demütige Mensch kann in seiner zur Schau gestellten Demut äußerst hochmütig sein. Der demütige Mensch kann auch gegen sich selbst aggressiv agieren, statt Gottes Geist an sich wirken zu lassen. Diese arrogante Demut meine ich nicht. Sondern die Demut, die dem anderen und sich selbst in der Liebe begegnet, die er von Gott bekommen hat. Ich denke, die meint auch Benedikt XVI. Demütig im Wissen, Gott zu gehören, handeln. Zurück zu den Reinigungen in der Kirche: Die gab es immer wieder – weil sie notwendig waren, den Menschen und die Kirche, der/die weniger aus Gott lebt, sondern zu / aus eigener Herrlichkeit zu erden.
Was ich manchmal denke: Das Hauptproblem ist die Einsamkeit der Priester. Ein Mensch ist mehr als Religion. Er ist Kind Gottes in seiner ganzen Vielfalt an Sehnsüchten, Bedürfnissen, er möchte geliebt werden, lieben (womit ich keine sexuelle Beziehung meine[*]), mit einem Menschen, der nahe steht, kommunizieren, seine Sorgen und Freuden mitteilen. Mit anderen beten, gemeinsame Erlebnisse feiern. Hat der Katholizismus diese Seite des Menschen vernachlässigt?
([*] Sehr viele Menschen einer Gesellschaft müssen damit klar kommen, dass sie ein sinnvolles Leben ohne sexuelle Verbindung führen. Sexualität hat ihren Platz, aber der Mensch ist nicht Sklave seiner Sexualität. Er kann sie beherrschen, muss sich nicht von ihr beherrschen lassen.)
Wir Menschen sind verschieden: Manche kommen mit Reduktion klar und lernen, ein tiefes religiöses Leben zu führen. Manche verhärten sich im Zwang, sich zu einem anderen Menschen erziehen zu müssen, wie sie meinen. Manche schaffen es nicht und geraten auf Abwegen. Manche verlieren sich in Süchte, um der Welt, die man auf sie ablädt, zu entfliehen. Wie geht die katholische Kirche damit um, dass die Menschen vielfältig sind – somit auch die Priester? Kirche (als Institution) trägt Verantwortung für die Priester. Ich habe zu wenig Ahnung: Vielleicht passiert es ja. Und manche Menschen werden immer auf Abwege geraten, trotz massiver Hilfestellung. Denn auch das magisch verstandene Priesteramt kann manche anlocken, weil sie meinen, sich selbst entfliehen zu können. Was bekanntlich nicht geht.
Auf etwas anderer Ebene betrifft das Thema auch die Evangelische Kirche – hier zudem mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Amt, auf die Frage des Umgangs mit geschiedenen Pfarrerinnen und Pfarrern, Spannungen innerhalb der Familie usw. Wird über das Genannte hinaus hier genug institutionelle Hilfe angeboten?
Ich finde es bewundernswert, wie viele Priester, Pfarrerinnen und Pfarrer, Diakoninnen und Diakone voller Menschlichkeit ihren Weg zu den Menschen finden – im Namen Gottes. Und das trotz all ihrer persönlichen Schwierigkeiten. Sie unterstützen, stärken, ermutigen andere. Ohne alle Glaubenden wäre unsere Gesellschaft an Menschlichkeit ärmer.
Oder anders: Die Anthropologie muss von der Christologie umfangen werden – der Mensch aus der Perspektive Christi, umfangen von der Liebe Christi. Der Mensch, der sich aus der Hand Christi entwindet, mag sich frei fühlen, in freiem Fall.
Feminismus und Gender
Endlich scheint es manchen wie Schuppen von den Augen zu fallen: Gender ist nicht Feminismus. Gender hat sich unter dem Label Feminismus in die Hirne geschlichen – aber inzwischen merken manche, dass die Genderfrage eine ist, die sich letztlich gegen Frauen wendet. „Mit Freuden Frau sein“ (Trobisch), gerät unter Beschuss. https://www.die-tagespost.de/leben/glaube/das-verschwinden-der-frauen-art-229374
Ruanda sanktionieren
Ruanda scheint von Russland zu lernen: Milizen in den Kongo zu schicken, das abzuleugnen, wie Russland. Ziel ist es, den Ostkongo zu erobern, um an den Bodenschätzen teilzuhaben. Kümmert das irgendwen in Europa, den USA? Nein. Denn Ruanda ist der Hoffnungsträger in Afrika. Schon wieder einer, der enttäuscht: https://www.n-tv.de/politik/Tausende-fliehen-vor-heftigen-Kaempfen-im-Kongo-article23395913.html
Selenskyj hebt ab
Angeblich soll er seinen Landsleuten die Rückeroberung der Krim versprochen haben. Ich vermute mal, dass die Menschen, die jetzt dort leben, keine Lust haben, zur Ukraine zurückzukehren. Es würde wieder nur zerstörte Menschen, zerstörte Städte bedeuten. Man kann Selenskyj ja verstehen. Aber ein wenig Realismus sollte schon in seinen Worten sein, sonst nimmt auch sein Land das nicht mehr ernst und wendet sich von ihm ab. Die einzige Möglichkeit: Irgendwann kommt ein Herrscher nach Putin – dass Putin selbst eine Kehrtwende macht, wäre zu wünschen – und versucht die kolossalen politischen Fehler so gut es geht wieder gut zu machen und übergibt der Ukraine die Krim.
Unser Gastgeber, Jesus Christ, Du gibst Dich uns in Brot und Wein, Du gibst Dich uns aus Liebe, Du gibst Dich uns: Du in mir, ich in Dir, Du gibst Dich uns zum Leben, Du gibst Dich uns, uns zu erlösen, unser Gastgeber, Jesus Christ – am Tisch unseres Herrn in Ewigkeit.
Er ist der bedeutendste Mensch der Gegenwart – so sehe ich das. Soweit ich wahrnehme kreist er nicht um sein Leiden – er konzentriert sich auf das Leiden der Frauen:
Da hat eine Partei forciert, die Energiepreise hochzutreiben, indem sie Kraftwerke stilllegen will – und da sehen die Sportler nun, was das für Folgen hat. Und als Zweites, was mich in diesem Zusammenhang wundert: Die kleinen Dorf-Potentaten. Wenn das alles stimmt, was im Artikel steht, dann wundert sich der Bürger, dass in einem Kreis Leute herrschen, die es nicht für nötig erachten, mit den Betroffenen vorher zu reden, es nicht für nötig erachten, Argumente auszutauschen. Wer das Geld hat, hat das Sagen und immer Recht – so wahrscheinlich das Motto. Aber das Geld haben sie von denen, denen sie warmes Wasser abdrehen. Auch die kleinen Herrscher leben von dem Geld derer, die sie beherrschen.
Es wird wohl nur noch verwaltet – nicht mehr demokratisch regiert. Das einzig Demokratische sind dann noch die Wahlen. Aber Wahlen machen noch keine Demokratie, sonst wäre Russland eine und wie die undemokratischen Wahl-Staaten alle heißen.
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Zum Thema Energie auch die sonderbare Idee der Frau Esken. Ich hatte das Thema vor ein paar Tagen schon. Hier eine intensivere Einordnung dieser Kuriosität: https://www.cicero.de/wirtschaft/spd-saskia-esken-tankrabatt-benzinpreis-fahrverbot Kurios, weil die Regierung sich was anderes dachte, als dann passiert ist: Benzinpreise fielen kaum, weil angeblich die Konzerne das Geld bunkern – darum muss dann der Autofahrer bestraft werden. Aber – was ist daran logisch? Nichts. Durch die Unterstützung durch die Regierung sollen Autofahrer entlastet werden – und mehr fahren können. Aber weil es zu teuer ist, sollen sie weniger fahren?
Das Wer klingt zu maskulin. Darum habe ich ein Wsie angefügt.
Gewählt werden, wie der Beitrag sagt, eben nicht mehr Menschen aufgrund ihrer Fähigkeit, sondern aufgrund irgendwelcher Vorgaben. Ich würde aber zu dem Fleischessen noch etwas hinzufügen: dürfen nur noch Fahrradfahren. Auch Flugzeuge, diese Dreckspatzen, sind Tabu. Aber nicht nur in Parteidiensten – das ist Heuchelei, sondern immer!
Zurück zum Fleisch: Und so passiert das, was Veganen häufig so wichtig ist: Sie missionieren während des Essens, haben ihre Extra-Vegan-Wurst, werden bedauert und bemitleidet, wenn sie keine Extra-Vegan-Wurst bekommen. Die gesamten Mahlzeiten drehen sich um: vegan.
Manchen Grünen dürfte das auch peinlich sein, vor allem, wenn sie keine Veganen sind: Sorry, für das Theater, das ich veranstalte. Aber die Partei will das nun mal so. Und die hat immer Recht.
Habecks Populismus / Schweizer Inflationsrate
Das Ziel kommt in den Blick: Die Zerschlagung von Energiekonzernen. Endlich kann man es angehen – viele begrüßen den politischen Aktionismus, weil sie das politische Spiel nicht durchschauen. Es wäre ein weiteres Beispiel dafür: Krisen auszunutzen, um alten Zielen näher zu kommen. Die Frage, die sich mir stellt: Kann Habeck beweisen, was er sagt, wenn er davon spricht, dass die Konzerne das Geld einheimsen?: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/habeck-tankrabatt-kartellrecht-101.html Egal, beweisen oder nicht: Auch ohne Nachweis eines Marktmissbrauchs sollen Gewinne abgeschöpft werden können, so der Artikel. Ist das noch rechtsstaatlich?
Wie einfach wäre es gewesen: Einfach die Steuern zu senken. Was diskutiert wurde. So werden die Preise nur verzerrt.
Apropos Ölpreis: Auch in den USA steigen die Preise für Benzin massiv. Von daher spricht einiges dafür, das es die Weltmarktpreise sind.
Sonderbares Gottesbild: Gott verdient Geld? Daran dürfte ihm wirklich nichts liegen, an diesen digitalen Zahlen und den Blättchen Faserstoffe. Welchen Gott meint Biden?
Die Menschheit hat sich nicht geändert – auch manche aggressiven US-Demokraten nicht. https://www.kirche-in-not.de/wp-content/uploads/2021/01/20120129-seligsprechung-hildegard-burjan-beitrag-von-rudolf-grulich.pdf In diesem Beitrag wurde das Lied zitiert, das gesungen wurde, um einen Menschen – Kanzler Seipel – zu ermorden (und 1924 wurde er bei einem Attentat schwer verletzt). Aber der Beitrag zeigt auch, dass an Menschen gedacht und ihrer erinnert wird, die Gutes getan haben, so an Hildegard Burjan. Insofern: Es gibt nicht nur gefährliche Menschen, es gibt auch gute Menschen. Die sind nicht aus dem Blick zu verlieren.
Da weiß der staunende Steuerzahler – äh, Rundfunkgebührenzahler – wenigstens, wohin sein Geld geht. Vorher dachte er immer an TV. Tja, irgendwie muss man ja an die jungen Leute rankommen, die man beeinflussen möchte. Natürlich zum Guten – und da ist das Geld doch gut eingesetzt. Demokratie zahlt sich aus. Meinen die ÖR.
Ich hätte auch gerne eine Referent:in für meinen Twitter-Account. Hätte erst Bundespräsident werden müssen. Also: Zu spät. Diese Chance im Leben habe ich verpasst. Oder wäre ich doch lieber der/die Referent:in des BuPrä? A13 für ein paar Twitterzeilen im Namen des BuPrä – das wäre doch was.
Ich habe eine Idee! Sie ist das, was von außerhalb des Universums in die Lücken unseres Universums eindringt – und treibt alles schneller auseinander. 😉
Ich bin auch dafür, seit ich denken kann, dass wir sparsamer leben müssen. Es ist einfach eine Frage der inneren Einstellung – auch mit Blick auf die Schöpfung. Als Jugendlicher habe ich so sparsam geheizt, dass 2x die Heizkörper eingefroren waren. Und als Studierender lebte ich auch nicht gerade üppig. Hauptsache satt – mit was auch immer. Als junger Erwachsener wunderte ich mich mal bei Frost auf dem Weg zur U-Bahn, warum ich auf dem Kopf so eine komische Schicht hatte – da ich mich nicht föhne.
Das ist also nicht mein Problem, das ich mit einem Verzichtsminister habe. Mein Problem mit einem Verzichtsminister kommt dann auf, wenn vom Staat her gefordert wird, dass die Bürgerinnen und Bürger verzichten sollen, um die verkorkste Politik zu unterstützen. Manches, was gleich genannt werden wird, ist bei uns bzw. in anderen Ländern schon Wirklichkeit.
Wer als Machthaber von seinen Untergebenen fordert, auf seine ihm genehme Wärme zu verzichten, fordert, seine Mobilität einzuschränken bzw. ganz auf bestimmte Formen der Mobilität zu verzichten, fordert, sein Haus so zu bauen, wie es der Verzichtsminister und seine Gesinnungsgenossen wünschen, fordert, überhaupt kein Haus mehr zu bauen, sondern nur noch kleine Bienenwabenwohnungen zu bewohnen, fordert, auf Nahrungsmittel zu verzichten (es fängt ja schon an mit der Forderung, auf Fleisch zu verzichten. Es ist gut, wenn jemand auf Fleisch verzichtet – aber er soll es freiwillig tun, nicht weil Verzichtsspezialisten es fordern,) fordert, auf Süßes zu verzichten (- am Kassenbon, den der Staat einsammelt, werden die Menschen herausgefischt, die Süßes verzehren – Versicherungsschutz wird eingestellt), fordert, technisch eine Fahrgeschwindigkeit zu erzwingen, ist übergriffig. Er missachtet die Freiheit des Bürgers, das verantwortliche Handeln des Individuums. Und nicht nur einer generiert sich als Verzichtsminister, das EU Parlament scheint davon auch besessen zu sein, die Bürger stärker an die Kandare zu nehmen – und Bundespräsidenten scheinen davon auch angesteckt zu sein. Aber Verzicht zu fordern geht ja noch – nicht aber diesen gesetzlich zu erzwingen.
Anmerkung: Was ich wieder einmal spannend finde: Elektroautos sind viel teurer als Verbrenner usw. Darum werden Elektroautos vom Staat unterstützt, damit mehr Leute solche kaufen. Wenn die Verbrenner verboten werden, wird der Staat Elektroautos nicht mehr unterstützen. Und das heißt: Autos werden um ein vielfaches teurer. Und das bedeutet: Es wird weniger gefahren. Und das bedeutet: Es können sich nur Reiche Autos leisten. Und so wird Schritt für Schritt die Gesellschaft umgekrempelt. Abgesehen davon, dass das nicht klappen wird, weil aufgrund der kuriosen Politik Elektro an die Grenzen stoßen wird. Dann werden auch Prioritäten gesetzt: Privatleute werden zuerst abgeschaltet, weil sie Irrelevant sind mit Blick auf Produktion. Die verarmte Gesellschaft benötigt unbedingt Produktion… Privatleute können ja mit dem Zug zur Arbeit fahren. Es wird weniger gefahren. Hurra! Hurra! Hurra! Ziel erreicht! Wer tuckert dann noch durchs Dorf mit einem Auto? Arzt und Polizei und Politiker – das werden schöne Zeiten! Pfarrer und Lehrer nicht mehr.
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Freiheit? Es war einmal… – damit dann keiner anfängt zu träumen von Freiheit, wird das Verzichten als Freiheit deklariert. Freiheit = erzwungener Verzicht. Wer damit nicht einverstanden ist, wird medial fertig gemacht bzw. in irgendwelche Bösewichter-Ecken gestellt werden. Zum Beispiel schon mal ein Vorschlag: Die verdammten Freiheitskämpfer.
Kommen wir in die Zeiten eines König Ludwigs XIV., der bekanntlich meinte: Der Staat bin ich? Die Regierung scheint stellenweise zu meinen, sie sei der Staat. Ist sie nicht. Der Verfassungsschutz ist Verfassungsschutz, also Schutz des Staates und nicht Regierungsschutz. Es ist spannend zu sehen, wie manches machtpolitisch auf sonderbare Bahnen gleitet: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/verfassungsschutzbericht-der-buerger-unter-generalverdacht/
Unterschiedliche Jagdtechniken
Der Greifvogel stürzt sich mit hoher Geschwindigkeit auf die Beute. Die Katze wartet, bis sich die Beute wieder in die Freiheit wagt. Die Elster beobachtet, bis sie ein Nest ahnt und die Jungen zerreißen kann. Die Wölfe jagen in Rudeln. Die Tiger schleichen sich heran. Spinnen weben Fallen. Und es gibt zahlreiche mehr.
Und der Mensch? Der beherrscht jede Methode – auch im übertragenen Sinn.
Er ist freilich raffinierter. Ausgestattet mit Waffen und Kameras und Propagandatechniken – unentdeckt, Distanzen überwindend, sich in Hirne festsetzend.
Da fragt man sich: Echt jetzt? Und denkt sofort an die armen Versicherungen von Betten-Herstellern. Und wenn sie neben dem Auto auf dem Landstück eines Bauern Sex gehabt hätten – oh, oh, da hätte die Versicherung des Landwirts blechen müssen! Und wenn es neben der Staatsstraße auf Staatsgebiet war – der Steuerzahler muss blechen.
Im Iran gibt es Unrechts-Richter. In den USA scheint es Gaga-Richter zu geben.
Das macht Lust, den Verfassungsschutzbericht zu lesen.
Was Faeser betrifft: Zumindest hat sie ein Herzkettchen an. Das kann somit doch alles nicht so schlimm sein.
Ich stelle mir die Frage: Wenn das wirklich die Intention des Verfassungsschutzes wiedergibt – dann unterhöhlt er damit das Vertrauen der Bürger in Verfassungsschutz und in Frau Faesers Politik. Und ist somit selbst ein Fall für den Verfassungsschutz. Oder gilt das dann nur für die Verfassungsschützer, die diesen Bericht zu verantworten haben? Dann wird der Verfassungsschutz Verfassungsschützer beobachten müssen.
Ukrainekrieg als Entschuldigung
Wenn der Ukrainekrieg für alles als Entschuldigung herhalten muss, stellt sich die Frage: Wie lang wird der große Teil der Bevölkerung dann noch die Unterstützung der Ukraine befürworten? Das gilt vor allem für Länder, die weiter weg sind und große Nachteile auch von den Sanktionen haben. Die Zeit spielt den russischen Aggressoren in die Hände. So schlimm das ist. Aber die Befürchtung habe ich.
Interessant ist, dass immer gesagt wurde, dass Russland die Häfen für Getreideexport blockiert. Jetzt kam raus: Die Ukraine hat den Hafen vermint, um die russische Marine draußen zu halten. Und sie wird diese auch nicht frei geben, weil sie (zu recht) befürchtet, dass die russischen Schiffe dann flugs die Situation ausnutzen und hereinfahren und Odessa übernehmen. Nach allem, was vorgefallen ist, würde ich der russischen politischen Clique auch nicht mehr trauen. Aber das Problem sitzt also tiefer als nur zu sagen: Russland blockiert.
Ukraines Verstimmung gegen Biden – die kann ich verstehen. Denn das kratzt massiv an dem Image, dass sich die ukrainische Regierung gegeben hat – entsprechend hat sie allen anderen heftigst den Vorwurf gemacht, Putin falsch eingeschätzt zu haben. Und nun fällt der massive Vorwurf auf sie selbst zurück: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/biden-selenskyj-warnung-februar-101.html
Selenskij soll gesagt haben, dass die Entscheidung auf dem Schlachtfeld fällt. Martialische Sprüche haben den Nachteil, dass sie aufhorchen lassen. Wenn die Entscheidung wirklich auf dem Schlachtfeld fällt, hat die Ukraine den Osten verloren. Sie bekommt ihn nicht wieder zurück. Aber diplomatisch wohl auch nicht. Es sei denn in einigen Jahrzehnten, wenn Putin auch in Russland als Kriegstreiber angesehen wird, der verantwortlich ist für den Tod so vieler Menschen. Vielleicht gibt es dann mal eine menschliche Regierung. Eine, die Russland sehr zu wünschen ist.
Was Ukraine und EU betrifft: Ich hoffe, dass Makron nicht kippt. Die EU ist kein Staatenbund, der aus lauter Emotion gebildet wurde. Vernunft muss auch in Zukunft dominant bleiben.