
So mancher Mensch setzt „Glaube“ und „Wissen“ gegeneinander: Was man nicht weiß, das muss man halt glauben. Aber das Wort „Glaube“ hat einen anderen Ursprung. “Glaube” ist ein Wort, das ein Vertrauensverhältnis zu Gott ausspricht. Es spricht aus, dass der Mensch sich auf Gott verlässt, in ihm Halt findet.
Das Wort „Glaube“ wird seit einigen Jahrhunderten für alle Religionen verwendet, aber eigentlich ist es ein spezifisch christlicher Begriff, um eben dieses ganz besondere Verhältnis von Gott und Mensch auszusprechen. Die christliche Form der Gottesbeziehung wurde somit auf alle Religionen übertragen.
Vertrauen kann gelernt werden, wenn ein Mensch einem vertrauenswürdigen Menschen begegnet. Im christlichen Glauben ist dieser als Mensch in den Evangelien geschilderter Jesus Christus vertrauenswürdig. Lesen wir die Berichte über ihn, seine Worte, bewegen wir sie im Herzen, denken darüber nach, dann kann unser Vertrauen zu ihm und durch ihn hindurch zu Gott wachsen. Oder wenn wir Menschen begegnen, durch die Jesus hindurch scheint, kann ebenso Vertrauen zu Jesus Christus wachsen. Gott hat aber auch noch andere Möglichkeiten, dass Menschen Vertrauen zu ihm bekommen können.
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