Menschenverachtendes Gequatsche + Langer Atem + Geschichte des Einsatzes für Umwelt- und Klima

So klein sind die FFF nicht, dass man einfach so was daherschwätzen kann. Wenn sie mitreden wollen, sollen sie sich auch entsprechend benehmen – diejenigen, die einen solchen Tweet zu verantworten haben, haben sich selbst als verantwortlich Denkende disqualifiziert: https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/fridays-for-future-wird-von-buschkowsky-attackiert-duemmliches-gequatsche-66900824.bild.html

Ich vermute, dass es unter den FFF sehr viele gibt, die so eine unsägliche Aussage vehement ablehnen. Und das dann später als Satire zu bezeichnen – soll wohl selbst Satire sein. Die verteidigende Aussage, man dürfe das nicht so ernst nehmen – warum nicht? Wenn man die Gruppe ernst nimmt, nimmt man auch das ernst, was sie verlautbaren lässt.

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Es sieht so aus, dass Greta resignierender Stimmung ist. Sie wird sich hoffentlich wieder erholen, denn das zeigt wieder einmal: Strohfeuer sind nichts. Sie lodern kurz auf und verpuffen, oder aber: Sie können außer Kontrolle geraten. Beides ist schädlich und nicht, wenn man das Wort verwenden darf, nachhaltig.

Da sind die Kirchen wie Bedford-Strohm signalisiert, schon lange am wirken. Sie werden wahrscheinlich auch noch weiter wirken, wenn es die FFF gar nicht mehr geben sollte – nur noch als spannende Erinnerung. https://www.giessener-allgemeine.de/politik/greta-thunberg-kritik-debatte-weihnachten-australien-joerg-pilawa-fridays-for-future-klimawandel-zr-13364703.html

Wie viel die Kirchen in Sachen fairem Handel (was ja auch mit Umweltbewusstsein zu tun hat) weltweit tun, haben die meisten Menschen vermutlich kaum auf dem Schirm. Wo allerdings Greta mehr erreicht hat als die Kirche, dürfte vielleicht sein: Begeistern von Jugendlichen und auch von Alten – die Letzteren, die dann zum Teil gedankenlose Politik betreiben bzw. asoziale Politik im Blick haben.

Was Greta betrifft: Man darf ja nicht vergessen, wer auch hinter dieser Bewegung steht, der Club of Rome (1968), und der hat seine Wirksamkeit begonnen, als Greta noch nicht geboren war (2003). Im Zuge dieses Aufrüttelns haben dann auch die Kirchen – soweit ich das sehe – begonnen, Umweltmäßig aktiv zu werden. Zudem gab es schon UN-Klimakonferenzen seit 1979. Das konnte auch erst ab den 70ern geschehen, weil man sich in der Forschung nicht sicher war, ob der Mensch zur Kühlung oder zur Erwärmung beitragen würde. Die Grünen-Partei wurde 1980 gegründet (als Anti-Atom-Bewegung – was manche heute klimapolitisch als Fehlschluss beurteilen), als Kind der 70er (Greenpeace: 1971; Ökumenischer Rat der Kirchen 1975/1983, BUND: 1975, Peta: 1980). Man darf auch nicht das Potsdamer Institut für Klimafolgeforschung (1992) vergessen, das als eine Art sonderbarer Pressuregroup beständig die Politik beeinflusst. Auf diesen Schultern ist dann Greta mit ihrer FFF aufgestiegen und machte die Sache zumindest für einen Teil ihrer Generation (und manchen politischen Strömungen) dringend.

Der Vollständigkeit halber: WWF ist sogar schon 1961 gegründet worden – und wer errät, wann Nabu gegründet wurde? 1899! Und die Umwelt-Helden: Sielmann, Grzimek, Cousteau, Stern… – die das Thema in die Häuser trugen.

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