Verantwortung der Eltern + Auseinandersetzungen in der Kirche

Nicht das Geld des Staates, nicht viel Geld auf dem Konto ist für die Kinder wesentlich – ich sage es so apodiktisch – wesentlich ist: Lest den Kids von jüngstem Alter an was vor, zeigt Bilderbücher, hört gute Musik, geht mit ihnen Museum, bastelt mit ihnen, malt, schreibt Geschichten und macht Experimente… – es gibt heute so viele Möglichkeiten und auch Möglichkeiten, die kaum etwas kosten (Bibliotheken…). Das Problem ist bei vielen möglicherweise die Zeit. Mit Phantasie und gutem Willen lässt sich auch das bei vielen irgendwie ermöglichen. Der Traum von einem paternalistischen Staat ist ein Alptraum für freie und Verantwortungsvolle Bürger.

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In der Kirche gibt es heftige Auseinandersetzungen – nicht nur in der katholischen: http://www.kath.net/news/64271

Wagner wollte das Christentum zeitgemäß machen  wie viele andere auch im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zeitgemäß hieß: ihn zu nationalisieren, ihn von Juden abzugrenzen usw. Auch heute will man Jesus zeitgemäß machen. Jede Zeit tut es und muss es tun. Nur: Jesus darf der Zeit nicht angepasst werden. Man muss aufpassen, dass man ihn verkündigt, damit die Menschen der jeweiligen Zeit ihn verstehen, einen Zugang zu ihm finden. Aber ihn anzupassen kann nur in ein gesellschafts-politisches Desaster führen. Darum muss es diese Diskussionen geben – sie müssen auch hart geführt werden. Denn es ist für Menschen nicht leicht zu durchschauen: Passe ich Jesus der Zeit an – oder verkündige ich ihn zeitgemäß. Weil es nicht leicht zu durchschauen ist, sollte man den Meinungsgegnern gut zuhören und sich über die eigene Position Gedanken machen – aus der Beziehung zu Jesus Christus heraus.

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8 Antworten auf „Verantwortung der Eltern + Auseinandersetzungen in der Kirche“

  1. Stellvertreter Christi auf Erden = Papst als Vize-Gott
    Wo ist das Problem? Jesus ist Teil der Dreifaltigkeit – wahrer Mensch und wahrer Gott, also Gott. Wenn der Papst sein Stellvertreter ist, verdient er die Bezeichnung Vize-Gott zu Recht. So müssen es jedenfalls die Katholen sehen.

    Es gab – wie Sie wissen – sehr sonderbare Päpste …

    … was der beste Beweis dafür ist, dass Päpste ausschließlich Menschen sind und nichts weiter. Ein Papst genießt qua Amt keine Autorität, die könnte er sich bestenfalls durch besonders weises Verhalten erarbeiten, aber dabei haben die weitaus meisten Päpste kläglich versagt. Die waren in erster Linie Machtpolitiker und wie fast alle Machtpolitiker bereit, für ihre Zwecke über Leichen zu gehen.

    Franziskus war übrigens bei mir unten durch, als ich erfuhr, dass er Heiligsprechungen durchgeführt hat. JEDER denkende Mensch weiß, was das für ein Unsinn ist und da der Papst diesen Unsinn mitmacht, ist er in meinen Augen nichts weiter als ein mieser kleiner, bzw. nicht so kleiner, Gangster, der Millionen von Menschen betrügt.

    1. Stellvertreter Christi ist der Papst mit Blick auf das Lehramt.
      Dass Evangelische eine andere Perspektive haben als Katholiken, ist bekannt. Dennoch: Ich kann die Sicht von Katholiken einfach so stehen lassen. Warum muss man andere immer nach der eigenen Messlatte messen? Man kann sagen: Das sehe ich nicht so usw. Aber es muss keine Verurteilung und Erniedrigung mitschwingen – und das durch unerträgliche und selbstgefällige Selbsterhöhung. „JEDER denkende Mensch weiß“ – alle, die anders denken als Sie, wissen nicht?

  2. Man muss aufpassen, dass man ihn [Jesus] verkündigt, damit die Menschen der jeweiligen Zeit ihn verstehen, einen Zugang zu ihm finden.

    Das hat in den letzten rund 2000 Jahren nicht funktioniert, warum sollte das ausgerechnet jetzt noch möglich sein, wo die Menschen durchweg die Möglichkeit haben, sich darüber zu informieren, dass man über diesen Jesus so gut wie nichts weiß?
    Jede christliche Glaubensrichtung „versteht“ diesen Jesus anders, sonst gäbe es ja nicht so viele Glaubensrichtungen.

    Dabei ist die „Botschaft“ Jesu eigentlich ganz einfach: „Glaubt an mich oder ihr kommt in die Hölle!“ (Mk 16,16; Joh 3,18, Joh 5,24)

    1. Nicht die Menschheit als Ganze wird Jesus verstehen. Das wäre eine Utopie, die seit 2000 Jahren meines Wissens keiner in der Kirchengeschichte vertreten hat.
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      Auch heute noch macht sich Jesus Christus auf vielfältige Weise vielen Menschen bekannt – und das eben durch Menschen, die ihn bezeugen. Nicht in einem einstimmigen Chor, sondern vielstimmig. Die Vielstimmigkeit hängt damit zusammen, dass eben Menschen vielfältig sind.
      Ich finde immer wieder interessant, wie Sie auf eine Einheit beharren – ich aber sagen muss: Die gibt es nicht. Die kann es nicht geben, weil der Mensch nicht programmierbar ist, er ist Individuum in der wunderbaren Vielfalt. Entsprechend agiert auch Gott durch eigenständige Individuen – um ebensolche ansprechen zu können.
      Jesus betet – so das Johannesevangelium – um die Einheit der Gemeinde. Einheit bedeutet nicht: Im Gleichschritt, marsch! Sondern: Leute lauft munter los. Die Richtung sollte allerdings stimmen – und diese heißt: Jesus Christus.

      1. Die Vielstimmigkeit hängt damit zusammen, dass eben Menschen vielfältig sind.

        Dann gäbe es demzufolge auch viele „Wahrheiten“, denn die Lehren, rsp. Leeren der diversen christlichen Sekten schließen sich zum Teil gegenseitig aus. Und dann wäre da noch die rkK, die sich im alleinigen Besitz der Wahrheit sieht.
        Ich fürchte, Ihre Sicht der Dinge würden auch die meisten Christen nicht teilen, da sie sich ebenfalls im Besitz der einzigen „Wahrheit“ wähnen, sonst wären sie ja in einer anderen Sekte. 🙂

  3. Den Beitrag auf kath.net finde ich witzig. Einerseits finden sich solche Sätze:
    „Gläubige, die die Lehre der katholischen Kirche noch ernst nehmen, werden als „Konservative“ gebrandmarkt“
    es wird also zum Ausdruck gebracht, dass ein guter Katholik all das glauben muss, was die rkK von höchster Warte aus verkündet, andererseits heißt es dann wieder:

    „Der Kardinal übte auch erneut Kritik an Papst Franziskus“

    was im Klartext heißt, dass der Kardinal sogar den Willen seines katholischen Gottes (der m. E. mit allen anderen christlichen Göttern nicht identisch ist) anzweifelt, denn schließlich ist der Papst der direkte Stellvertreter des katholischen Gottes aus Erden, also der Vizegott mit direktem Draht nach „oben“. Wer als Katholik am Papst zweifelt, widerspricht damit auch seinem Gott.

    Aber logisches Denken war in der rkK ja noch nie gefragt, Hauptsache man behält die Macht und die Möglichkeit Menschen für eigene Zwecke zu missbrauchen.

    1. Interessantes Bild, das Sie von der Katholischen Kirche haben. Papst als Gott. Da lachen ja die Katholiken! Es gab – wie Sie wissen – sehr sonderbare Päpste und keiner würde auf die Idee kommen, ihn zu überhöhen. Stellvertreter Christi auf Erden – Unfehlbarkeit – das sind Begriffe, die besonders definiert sind.

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