Wenn ich mit Menschen intensiver zu tun habe, also nicht nur so an der Oberfläche, dann sehe ich immer, wie viel Leiden oder Leiderfahrung dieser jeweilige Mensch erfährt oder durchgemacht hat. Schon Kinder in den unteren Klassen – was manche von ihnen schon alles an Leiden erlebt haben, ist unfassbar. Die Oberfläche glänzt und lacht und will Spaß haben – aber unter der Oberfläche weint es. Tränen des Schmerzes, der Einsamkeit, der Krankheiten, des Verlustes. Jesus Christus durchschaut den Menschen. Er lässt sich nicht von der Oberfläche blenden, täuschen. Er geht auf die Menschen zu, die sich verloren fühlen – unter der glänzenden Oberfläche, die mit sich selbst kämpfen müssen, die von anderen erniedrigt werden. Gott nimmt uns wichtig in unserer Welt- und Lebens-Verlorenheit… Und wir, in der Nachfolge, wie sieht es in uns aus? Welchen Weg gehen wir? Ehrlich?
Banken: Ich würde nicht fragen: Reichen die Entlassungen – sondern: Wie sieht es aus mit Menschlichkeit? Das scheint aber auf weiten Strecken kein Thema zu sein. Aber es setzt sich bei Kunden fest: Unmenschlich!: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/deutsche-bank-307.html
Zugleich forderte Müller einen sofortigen internationalen Rettungseinsatz für die Flüchtlinge in Libyen. „Notwendig ist eine gemeinsame humanitäre Initiative von Europa und Vereinten Nationen zur Rettung der Flüchtlinge auf libyschem Boden“, sagte der Minister. „Die Menschen in den dortigen Elendslagern haben die Perspektive, in den Camps durch Gewalt oder Hunger zu sterben, auf dem Rückweg in der Wüste zu verdursten oder im Mittelmeer zu ertrinken.“
Die UN muss in Nordafrika Flüchtlingszentren errichten – und von da aus die zu recht Flüchtenden verteilen und die anderen sicher wieder heim geleiten. Auch dann machen sich weniger auf die Beine – und zwar diejenigen, die politisch verfolgt werden.
Ich hoffe nur, dass das, was wir jetzt wieder medial erleben, nicht vielen Hoffnung macht, sich auf den gefährlichen Weg nach Europa zu begeben. Die Tagesschau: https://www.tagesschau.de/ausland/kurdi-105.html Solche Nachrichten sollten unterlassen bleiben – wenn man hilft, sollte es stillschweigend geschehen, eben um nicht mehr Menschen ans mittelmeer zu locken.
Aber die Kirche gehört nicht denen. Sie gehört allein Jesus Christus. Diese Macht dürfen Glaubende nicht den Versagern geben, dass sie sagen, sie machen die Kirche kaputt. Nein, so viel Macht haben sie wirklich nicht. Sie können zur Versuchung werden. Sie können dazu führen, dass man an der Institution zweifelt. Aber Kirche ist nicht Institution. Institution ist nur notwendige Verwaltung. Das gilt auch für die katholische Kirche, die das Problem hat, Glaubenshierarchie mit Verwaltung zu koppeln.
So viel Macht darf man überhaupt keinen Menschen geben, auch denen nicht, die nicht versagen. Denn die Frage des Versagens ist ja keine, die Menschen einer Zeit beurteilen können. Wer weiß, vielleicht wird einer in unserer Zeit anerkannt, was sich in ein paar Jahrzehnten als vollkommen schlimm herausstellen kann.
Alle Menschen sind fehlbar, ob man es weiß oder nicht, Zeiten können das Ziel verfehlen, ob man es weiß oder nicht. Von daher: Aus der Beziehung zu Jesus Christus heraus handeln, so gut man eben kann. Immer mit der Bitte: Vergib uns unsere Schuld… Aber dass die Institution mit denen so leichtsinnig umgeht, die offensichtlich und öffentlich Schuld auf sich laden, das ist schon schwer zu ertragen. Vor allem auch, weil man auf die Stimmen der Gläubigen nicht eingeht, die auf diese Schuld hinweisen. Institutionen benötigen manchmal eine grundlegende Erneuerung, vor allem dann, wenn sie sich selbst nicht mehr im guten Sinn ernst – also in der Nachfolge Jesu Christi – nimmt.