Sprachlosigkeit

Am 20.2.2020 schrieb ich aufgrund des Amoks gegen Menschen mit nicht deutschen Wurzeln in den hanauer Shisha-Bars:

Angesichts dieser im Grunde unfassbaren kriminellen Tat möchte ich aufgrund meines Erschreckens schweigen, an die Angehörigen und Freunde denken und an die Menschen selbst, die so brutal aus dem Leben gerissen wurden.

Situative Sprachlosigkeit bedeutet nicht, sich mundtot machen zu lassen. Sie bedeutet, eine emotionale Wortinflation zu bändigen.

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Denunzianten – staatlich gewollter Druck

Neulich sprach ich Denunziationen an. Dazu passt der sehr interessante Beitrag über eine Untersuchung zum Thema: https://www.faz.net/aktuell/wissen/soziale-systeme-wenn-denunziation-sich-lohnt-16624402.html

Der Opportunismus der Denunzianten wurde und wird von den Herrschenden zwar durchaus als Problem wahrgenommen, aber als Kollateralschaden effizienter sozialer Kontrolle hingenommen. Aus ihrer Perspektive ist es von Vorteil, wenn die Menschen sich nicht vor dem Staat, sondern vor dem Nachbarn und den Kollegen fürchten müssen.

Und das muss auch unser demokratisches System berücksichtigen, wenn es dazu auffordert dies und jenes zu melden. Gibt es in unserem System genug Sicherungen, dass nicht unschuldige Menschen bedrängt werden? Gibt es genug Sicherungen, dass dadurch nicht Meinungsfreiheit eingeschränkt wird, weil Menschen Angst vor irgendwelchen opportunistischen Denunzianten haben? Ich befürchte: Nein. Warum nicht? Weil es darauf ankommt, eine Angstwolke zu errichten. Das kann man derzeit auch an der Politik sehen. Es wimmelt von Drohungen gegen alle möglichen Leute und Meinungen. Mit Gesetzen und Verfassungsschutz wird gedroht… – auch wenn all das kein Bestand haben wird, solange Richter unabhängig bleiben. Was man zum Beispiel an der Türkei sehen kann: Richter, die gegen die Meinung des Herrschaftssystems Recht sprechen, geraten selbst ins Kreuzfeuer – und keines der freien Länder muckt auf.

Es ist schwer zu lernen, mit den neuen Medien und Parteien umzugehen. Es muss ein angemessener Weg gefunden werden. Er wird wohl nicht gefunden werden, ohne Kollateralschäden. Aber das ist einer Demokratie unwürdig. Jeder Kollateralschaden zeigt, dass mit dem System irgendetwas nicht stimmt.

Ich bin gespannt, ob man hier transparent genug ist – oder vor lauter Eifer, wie in allen Übergangssystemen diese Menschen, die man zu Unrecht unter Druck gesetzt hat, verschweigt. Die Angstwolke kann zwar nicht aufrecht erhalten werden, aber nicht Angst ist das demokratische Ziel, sondern Freiheit. Es wäre übel, wenn Demokraten von ihren Gegnern das Geschäft der Angst übernehmen würden. Sie wären dann keine Demokraten mehr, sondern Anhänger irgendwelcher Totalitarismen.

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Bundes-CDU

Ich muss sagen, ich verstehe die Bundes-CDU nicht. Statt zu sagen, gewählt ist gewählt, lässt sie sich von der Linken vor sich hertreiben. Nun hat man nicht an der demokratischen Normalität festgehalten – dann lässt man die Thüringer-CDU allein. Alles, was sie macht, um dem Problem zu entkommen, sagt man: Nö. Statt dessen, und das ist politisch vertrackter, überlässt sie das Heft des Handelns den Linken. Das ist politischer Selbstmord. Die Leute wählen die AfD sicher nicht, weil die CDU die Linke indirekt mitwählt. Sie muss es allerdings als ihr Rettungsring für Thüringen verkaufen, statt herumzulamentieren. Die Bundes-CDU ist unflexibel da, wo sie flexibel sein müsste – sie hat Rückgrat verloren da, wo sie hätte stabil bleiben sollen.

Aus meiner Perspektive wäre die einfachste Lösung: Fraktionszwang aufheben, dann sieht man, wer geheim gewählt wird. Wenn dann die AfD sagt: Wir haben auch Ramelow gewählt, dann ist das ein Problem der Linken und keins der CDU.

Die Bundes-CDU muss aktiv werden in der Problemlösung – oder den Thüringern freie Hand lassen. Nein sagen ist keine weiter führende Aktivität. https://www.tagesschau.de/kommentar/thueringen-cdu-115.html

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Christen und Kommunikation

Christen kommunizieren Glauben – gelingt das? https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/2020/01/18/wie-kommunikation-ueber-den-glauben-gelingt/

Dazu: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2016/10/28/ein-jahr-zu-zweit-der-priester-und-die-journalistin/

Glauben kommunizieren stößt immer an die Grenzen. Zwangsläufig. Erfahrungen können nicht 1:1 kommuniziert werden. Aber man kann es versuchen, indem man hellhörig wird für eigene Floskeln, indem man sich in den anderen hineinversetzt und versucht herauszuarbeiten: Wie kann ich Floskeln vermeiden, sie in eine andere Sprache überführen.

Aber: Floskeln sind auch so eine Art Schutzinseln. Man rettet sich sprachlich ans Ufer – das Meer der Erfahrungen droht einen sonst zu verschlingen. Von daher darf man Floskeln nicht missachten. Man muss sich aber immer wieder aufs Meer der Kommunikation wagen.

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I Have Decided

Die Geschichte eines Liedes:

https://www.youtube.com/watch?v=nnGMNvRBJ4w

Die weltweite Version von: Ein feste Burg ist unser Gott…

Man mag sagen: Hätten die nicht mal für kurze Zeit Jesus leugnen können? Im Nationalsozialismus starb ein Pfarrer (Paul Richter) im KZ, weil er einer – ich vermute – strammen atheistischen Nationalsozialistin Trost von Gott zusprechen wollte, weil deren Mann, ein Offizier, gestorben war. Sie klagte ihn wohl deswegen bei der Gestapo an. Andere (Ernst Berendt, Ernst Kasenzer) weigerten sich, mit Heil Hitler zu grüßen und ersterer hielt am Grüß Gott fest. Andere verweigerten es, als Soldaten Hitlers zu kämpfen (Franz Jägerstätter, Martin Gauger) – und wurden umgebracht.

Man kann immer den Wehrlosen vorwerfen, dass sie nicht alles taten, um ihr Leben zu retten. Ihnen, den Opfern, also selbst die Schuld dafür geben, dass die Täter sie ermordeten. Aber sie werden von vielen bewundert, weil sie den Gewalttätern gewaltlos die Stirn geboten haben.

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Jesus-Film für Gehörlose + Missionsschiff

Ein Jesus-Film für Gehörlose soll gedreht werden: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/film/2020/01/09/jesus-film-fuer-gehoerlose/

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Missionsschiff in Hamburg: https://www.jesus.de/besonderes-highlight-missionsschiff-legt-im-bremen-an/

„Das Schiff besucht die einzelnen Häfen für jeweils einige Wochen und empfängt täglich hunderte, manchmal sogar tausende Besucher an Bord“, 

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Pilgerweg der Gerechtigkeit

Aufsatzwettbewerb für afrikanische Geistliche und Laien: https://www.oikoumene.org/de/press-centre/news/index/young-africans-are-eager-to-grapple-with-challenges

Der Wettbewerb bezog sich auf das Dokument Agenda 2063: The Africa We Want (Das Afrika, das wir anstreben) und die Antwort der AACC darauf The Afrika We Pray For (Das Afrika, für das wir beten). Die jungen Autorinnen und Autoren wurden ermutigt, nicht nur zu beten, sondern auch soziale Situationen zu analysieren und Lösungen für die Herausforderungen der Region zu unterbreiten.

Auf der genannten Seite gibt es weitere wichtige Nachrichten von der weltweiten Aktivität des Ökumenischen Rates der Kirchen.

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