Wir verkündigen nicht Krieg. Wir verkündigen nicht weltlichen Frieden. Wir verkündigen nicht Katastrophen auch nicht Wohlergehen.
Wir verkündigen Gott in Jesus Christus. Gott für uns. Gott mit uns. Wir in Gott. Gott unsere Sehnsucht und Hoffnung. Gott unsere Tatkraft und Zukunft .
Schöne Formulierung: „Wir Gläubigen verlieren nicht die Hoffnung auf einen Schimmer von Gewissen“ bei den politisch Verantwortlichen https://www.kath.net/news/77683
Sanktionen
Nachhaltige Sanktionen kann man nur verhängen, aus der Position der Stärke. Wenn ein Land sich selbst klein und schwach gemacht hat, taugen alle Sanktionen nichts. Die Hilflosigkeit gegen Tyrannei wächst, wenn ein Land schwach ist. Ausgeliefert ist ein Land, wenn es wirtschaftlich, wissenschaftlich, kulturell, religiös, (leider auch militärisch – es sei denn, man findet Alternativen in einem nichtmilitärischen sehr aktiven und starken Widerstand; das war früher einmal ein Ziel) klein, kleiner, am kleinsten geworden ist.
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Es muss ganz deutlich zur Sprache gebracht werden, warum diese Eskalation stattgefunden hat. Das Handeln Putins, der Angriff, die Menschenverachtung, die dahinter steckt, sind in keiner Weise zu relativieren. Freilich gehört zu einer der Wahrhaftigkeit zugehörigen Überlegung, dass erkannt wird, dass seit Jahren die EU/Nato auch den falschen Weg eingeschlagen hat. Wie immer wieder im Blog gefordert: Die Staaten müssen aufeinander hören, nicht versuchen, ihre Sicht durchzusetzen. Und das auf Russland und seine Sorgen Hören, gehört nicht gerade zur Stärke der Weststaaten, das ist das tiefe Problem, das auch zu dem geführt hat, was uns jetzt schreckhaft vor Augen steht. Putin hat sich radikalisiert. Man sieht es an seinem zum Teil sonderbaren Gesicht, wenn er seine Warnungen ausspricht. Hat man Erfahrungen damit, dass sich Menschen auch wieder de-radikalisieren können? Sein Umfeld, das eingeschüchtert ist, wird es wohl kaum Zustande bringen. (Nachtrag: https://www.cicero.de/aussenpolitik/lothar-de-maiziere-russland-ukraine-nato )
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Die ständige Forderung, mehr Waffen an die Ukraine zu liefern – das macht doch keinen Sinn. Die Ukraine könnte auch mit mehr Waffen nicht gegen das militärische Vorgehen Russlands bestehen. Es müssen andere Wege gegangen werden. (Ein Bild wird gezeigt, auf dem sichtbar ist, dass Soldaten auf einer Straße liegen, dicht an dicht und wohl die Straße verteidigen wollen. Hoffentlich wurde das nur für Medien gestellt. Denn sich selbst – die ganze Gruppe – so gefährden ist äußerst unprofessionell.
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Manche Medien treiben eine Eskalationspropaganda und machen ein zu rücksichtsvolles Vorgehen gegenüber Moskau für die Situation mit verantwortlich und fordern nun Härte. Härte ja, aber mit Maß. Es hilft doch nichts und niemanden weiter, wenn der Westen nun militärisch aktiver wird. Und rücksichtsvolles Vorgehen mit Blick auf Zusammenarbeit war ja richtig und sinnvoll – aus der Situation heraus. Man kann die jeweilige Gegenwart nicht aus der Zukunft heraus beurteilen. Ich finde es erstaunlich und beängstigend, wie eskalierend Medien agitieren. Hoffentlich behalten wenigstens die Politiker einen klaren Kopf.
Und: Es geht nicht gegen die Russen – es geht gegen das Regime, dem auch die Russen ausgeliefert sind. Jahrelange Propaganda und Einschränkung der Pressefreiheit und alles, was damit zusammenhängt, zeigen inzwischen wohl Wirkung. Unsere Medien müssen nun nicht ihrerseits den Propaganda-Irrweg betreten. Das führt nurmehr in den Abgrund. Menschen und Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Sport müssen Netzwerker der Vernunft – mit den Russen guten Willens – sein und nicht Sklaven einer brutalen Politik, indem sie wider alle Vernunft das Miteinander kappen.
Putin vertrauen?
Einem solchen Mann kann doch keiner mehr vertrauen. Wenn er irgendwelche neuen Verhandlungen vorschlägt, das mit Selenskyj, muss man doch meinen, er lässt ihn in Minsk verhaften und foltern. Er hat nicht nur seinen Geheimdienstchef vorgeführt, sondern sämtliche Politiker wie Hampelmänner behandelt, hat gelogen, was das Zeug hält. Die Frage ist wirklich: Wie kann man, wie muss man mit so einem Mann umgehen?
Zunächst einmal sollte die Ukraine die – wenn denn vorhanden – eingefrorenen Gelder Putins und Lawrows bekommen, damit die zerstörten Häuser und Straßen wieder aufgebaut werden können, Therapien für die Menschen bezahlt werden können, Menschen, die ihre Angehörigen verloren haben, zumindest ein wenig entschädigt werden können, Kraftwerke wieder instand gesetzt werden. Nur so eine Idee. Vielleicht hilft es auch, den Russen vor Augen zu führen, welche Gelder eigentlich im Westen geparkt wurden. Aber ob die Schweiz da mitmachen wird? –
Kann man ihm noch vertrauen? Ich denke nein. Aber: Es muss ja doch miteinander geredet werden. Wie sollte sonst das Problem gelöst werden? Und wie das Problem gelöst werden könnte, weiß man schon seit Jahren. Wollte es aber aus Rechthaberei nicht wahrhaben. Vielleicht jetzt? Was auch zur Beruhigung der Erregungen führen würde.
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Putin bringt immer die Nazis in der Ukraine ins Spiel – und im Westen gibt es Leute, die Putin und Hitler zusammenführen. Beides ist verrückt, unterste Schublade von propagandistischen Zänkereien, deren Spirale einfach nur immer massiver in den Streit hineinführt. Freilich: Im Westen ist das ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Bei Putin ist das Ausdruck, seine Aggression zu verteidigen. Die Auswirkungen sind somit nicht vergleichbar. Vergleichbar ist, dass auf allen Seiten versucht wird, auf diese Weise den jeweiligen Gegner zu erniedrigen.
Die Aussage, dass die Welt diesen Angriff nicht hinnimmt – wird sich erst noch als Wahrheit erweisen müssen. So klar scheint es mir nicht zu sein. Einem großen Teil dürfte es egal sein, einem anderen Teil dürften die eigenen Probleme wichtiger sein, Verbündeten Russlands (und Chinas) dürfte klar sein, auf wessen Seite sie stehen – vor allem aber dürften auch die sich zurückhalten, die dem Westen seit Jahrzehnten Arroganz vorwerfen. Ich vermute fast, dass wir Europäer auch hier einen falschen Eindruck von dem haben, wie wir in der Welt dastehen. Vermutlich hat Putin auch hier einen realistischeren Blick.
Wer Angst hat, ist schon besiegt. Angststress macht kopflos und hektisch. Angst lähmt, vermehrt lähmende Angst.
Wer keine Angst hat, ist schon besiegt. Angstlos, tollkühnes Rennen in den Rachen. Angstlos über allem stehen, besiegt von Gleichgültigkeit.
Keine Angst, aber Angst. In Angst, aber keine Angst. Miteinander. Einander stärken und halten. In der Angst. Miteinander. Einander ermutigen und aufstehen. Gegen die Angst.
Bleib bei uns, Herr! Es will Angst uns werden, der Mut hat sich geneigt. Bleib bei uns, Herr! Es wird Mut von Dir uns werden der unsere Angst vertreibt.
Aber stellt sich die Frage nicht bei fast jedem Künstler, bei jeder Künstlerin? Kaum ein Mensch kann sich ganz seiner Kunst widmen. Der Alltag verlangt Geld-Arbeit, Sozial-Arbeit. Wie viel Menschen können ihre künstlerische Begabung überhaupt nicht entfalten, weil der Alltag anderes abverlangt als den Einsatz für die Kunst?
Aber schön, dass aus der Fülle der „verhinderten Künstler:innen“ wenigstens Mary Warburg gewürdigt wird.
Ich finde das interessant, weil es auch eine Zeit gab, in der Psalmen und Evangelientexte in Gottesdiensten gesungen wurden (Lektionstöne). Auch das Perikopenbuch der VELKD enthält Lektionstöne zum Singen der Lesungen. Liturgie ist überhaupt mit Gesang verbunden. Aber zur Kantillierung s.: https://www.liturgie.at/dl/pktOJKJKkmmkmJqx4KJK/Lesungst_ne_pdf
Vielleicht sollte man das in neuer Form wieder einmal ernst nehmen?
Doch noch etwas Politik: Ampelaner:innen und Energie
Da klopfen sich die Ampelaner:innen auf die Schulter, weil sie so viel Geld ausgeben. X-Milliarden als Ausgleich für die Energiepreise. Und wie viel nehmen sie ein?
Zudem wird die gegenwärtige negative Gas-Entwicklung propagandistisch dazu genutzt, massiven und schnellen Ausbau der Windräder usw. zu fordern, wohl wissend, dass das überhaupt nicht ausreicht. Sie sollten die Laufzeit der bestehenden Kraftwerke verlängern, damit täten sie etwas wirklich Relevantes zur Stützung der Bevölkerung.
Ich frage mich, wie Habeck ohne das russische Gas die leeren Lager im Sommer wieder füllen möchte. Geht er davon aus, dass russisches Gas bald wieder strömt? Flüssiggas wird es vermutlich nicht sein, das die Lager füllen könnte. Vorrübergehend bleibt Gas teurer? Sein Wort in wessen Ohr auch immer.
Russland infiltrierte Teile des Donbass usw. mit Russen. Können die Ukrainer nicht auch so taktisch von Russland lernen und den Donbass usw. mit Ukrainern infiltrieren? Vermutlich wird Putin die weiteren Teile des Donbass auch durch Infiltration unter seine Regie bringen. Wobei er allerdings signalisierte, dass er dieses Mal keine Lust hat, noch einmal 8 Jahre zu warten (so lange hat es seit der Annexion der Krim gedauert). Auch ein Putin (Jg 1952) wird älter – er geht rasant auf die 70 zu – und sieht sein politisches Ende evtl. nahen (allerdings dürfte ihm Biden [Jg. 1942] als Hoffnungsschimmer dienen, dass er ruhig noch zehn Jahre länger herrschen kann). Aber auch die Nato sollte, wie schon häufig gesagt, nicht das Unschuldslamm spielen. Kompromisse werden von allen gefordert.
Auf jeden Fall müssen die noch nicht Putin zugefallenen Gebiete massiv finanziell unterstützt werden, damit sie prosperieren und die Bevölkerung keine Hinwendung zu Putin in die Wege leiten. Die Ukraine (und der Westen) muss von Putin Taktik lernen.
(Nachtrag: Putin soll in der Ukraine militärisch aktiv sein und Luftwaffenstützpunkte angegriffen haben. Da bricht also, wenn das stimmt, doch der machtpolitische Barbar durch. Aber was soll das? Und ohne vorherige Kriegserklärung – also als Überfall?)
Nachtrag 24.2. um 14:49: Inzwischen weiß ich mehr und muss sagen: Ich habe mich geirrt. Hochmut kommt vor dem Fall – ich hoffe, ich irre mich in dieser Hinsicht nicht über Putins Zukunft. Wie unglaublich menschenfeindlich, einfach so Menschenleben aufs Spiel zu setzen. Zudem: Was er als Begründung von sich gibt, ist nicht mehr normal. Hat er diesen nicht mehr normalen Eindruck auch auf Macron und Scholz gemacht? Seine Begründung soll wohl seine Landsleute beeindrucken – und vermutlich auch ein paar Russen in der Ukraine. Aber Menschen des Westens schauen einfach nur fassungslos auf diese Brutalitäten – und seine Landsleute würden das auch tun, wenn sie sich frei informieren können. Ein an Boden gewirtschaftetes Russland dürfte China erfreuen. Russland wird zum Spielball, weil Putin sich verkalkulierte, wäre auch nicht gut. Ich hoffe, er kommt wieder zur Besinnung, was allerdings bedeutet: So wie vor dem militärischen Einsatz, kann es nicht werden. Ich hoffe, ich irre mich mit dem Hinweis auf das Verkalkulieren nicht wieder.
Was ist ein gelungenes Leben? Ein Leben, in der ein Mensch mit allem Misslungenem nicht dadurch klarkommt, dass er alles gelassen und ruhig im Sinne des c´est la vie und positiv sehen lebt. Was ist ein gelungenes Leben? Ein Leben, in der ein Mensch sein Leben mit all dem beunruhigenden Misslungenen in Gottes Hand gelegt hat und es aus dieser dankbar empfängt.
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Manche haben Verletzungen erlebt, andere sind an ihnen schuldig geworden, sie sind selbst schuldig geworden. An Verletzung und Schuld halten sie fest und machen ihr ganzes Leben davon abhängig. Wenn ein Mensch sein Leben von vergangenen Verletzungen und Schuld abhängig macht, ist er dann frei für ein gelungenes Leben? Wer andere für sein eigenes Leben verantwortlich macht – kann er sein Leben verantwortlich und gelingend leben? Wird er dann nicht selbst an seinem Leben schuldig, weil er es in gefährdender Weise von anderen abhängig macht?
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Was ist gelingendes und misslingendes Leben? In dem Gleichnis vom reichen Kornbauern erzählt Jesus von einem Kornbauern, der sein Leben als sehr gelungen interpretiert. Doch aus der Perspektive Gottes ist es misslungen. (Ähnlich das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus.) In seinen Lehrworten sagt Jesus, dass Leben mit Jesus, die in den Augen anderer misslungen sind, in Gottes Augen gelungen sind (Mt 16,25). Gelingendes Leben – misslungenes Leben – es kommt auf die Perspektive an. Manche lieben die Perspektive des Menschen. Ich bevorzuge die Perspektive Gottes.