Kirche als Ort der Befreiung und Kino
Menschen haben in unserem Spaß-Land keine Möglichkeiten, ihren Tränen den Lauf zu lassen. Kirche ist der einzige Ort, an dem man weinen kann, an dem man befreiend weinen kann. In der Kirche müssen wir auch Raum bieten, der Klage zur Sprache zu verhelfen. Menschen lesen ja kaum noch Psalmen, die Hilfestellungen zur Sprachfindung in Klagestimmung schlechthin. Heute weiß der Mensch nur zu sagen: Scheiße! Und bleibt mit seinem Gefühl der Klage allein. Kirche ist die einzige Institution, die das ändern kann. Und das Kino – versteht sich. Im Kino nimmt einen dann nur keiner in den Arm, wenn man zu weinen beginnt. Mitmenschen sind vielfach überfordert. In der Kirche ist die Wahrscheinlichkeit größer, einem mitfühlenden Mitmenschen zu begegnen.
Kirche sollte diese Lücke erkennen, reinigende Tränen fließen zu lassen und aufzufangen – darüber hinaus Klage zu ermöglichen und aus Glauben darauf zu reagieren.
Neue Regeln, neue Strukturen + Das beste TTIP
Früher sprach man davon, dass man Firmen, die irgendwas Übles tun, dass man sie boykottieren solle. Das macht heute kaum Sinn, weil die Firmen andere Märkte erschließen bzw. Es immer genug Menschen gibt, denen das alles egal ist. Man bedenke auch die Zusammenarbeit deutscher mit französischen Waffenproduzenten.
Oder: selbst wenn national etwas geregelt ist, dann wird international immer einer in die Bresche springen und die Lücke füllen. Sagen wir Massentierhaltung. Wenn Deutschland sie abschafft, springen andere Länder ein oder die jeweiligen Firmen gehen ins Ausland, das schon auf sie wartet. Sichtbar zum Beispiel an der Frage der Menschenrechte im Bergbau. Deutschland versucht sie besser zu beachten – dann und wann – schließt zudem die eigenen oder gewinnt sie im Ausland teurer – sie kauft aber die Kohle aus Ländern, die sich um Arbeitsrecht nicht scheren. Beispiel Kongo: China übernimmt diese Minen – baut billig ab, Menschenrechte sind egal und wir kaufen sie dann von ihnen.
Hier könnte man massenhaft Beispiele nennen. Das gilt auch für die Genforschung, …
Oder das, was ich neulich angesprochen habe: keine neuen Handys kaufen, bevor das alte nicht kaputt ist, um Ressourcen zu sparen. Soweit ich das sehe, sind das Vorschläge ohne Sinn, da die Firmen sowieso viel produzieren und dann das eine Handy, das ich nicht gekauft habe, zerstören.
Von daher benötigen wir unbedingt wirtschaftliche Verträge wie TTIP. Wer grundsätzlich solche Abkommen bekämpft, sollte Alternativen benennen.
In der Gesellschaft muss eine Auseinandersetzung stattfinden: pro Wirtschaftsabkommen. Ein Wettlauf mit den besten Vorschlägen, statt eine Bekämpfung.
G20 + Schuld an den Ausschreitungen
Kann man den G20 nicht auch als Treffen von Politikern gestalten, nach dem Motto: an gemütlichen Kaminen? Ohne viel öffentlichem Gedöns? Aber es muss eine offene Präsentation der Ergebnisse stattfinden, sonst sprießen wieder Verschwörungstheorien.
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Die Ausschreitungen sind nicht allein ein Problem der Sicherheitskräfte. Sie sind ein Problem der Gesellschaft, die solche Gesinnung an anderen Stellen duldet, gar unterstützt und ein Problem der Politik, weil sie nicht schon im Vorfeld verhindert, dass Extremisten ihre Nester bauen. Wenn sie die Gewaltnester schon gebildet haben, lassen sie sich kurzfristig nicht zerstören. Scholz ist nicht Schuld. Merkel ist nicht Schuld. Oder sonst wer. Wenn die Medien nun auch eifrig nach Schuldigen suchen… – sie haben mit dazu beigetragen, dass diese Gewaltnester ihre ideologische Grundlage und gesellschaftliche Stellung behalten konnten. Von daher: Es muss ab jetzt endlich gesellschaftspolitisches Anliegen werden, nicht nur Rechtsextremismus, Islamismus zu bekämpfen, sondern auch Linksextremismus. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nach-g20-wie-die-ausschreitungen-in-hamburg-den-bundestagswahlkampf-befeuern-a-1156881.html
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Wie viele Unkenrufer es wieder einmal gibt. Jeder, der was auf sich hält, unkt an G20 herum. Nun denn. Wenn es sich verkauft.
Trump und China – Nationalismus / America first – Germany first
Es wird medial mal wieder voll daneben gegriffen, wenn nun gesagt wird, das Trumps Nationalismus durch G20 unterstützt wurde. Vielleicht wurde es das. Aber: Warum sagt keiner etwas, dass Chinas China first auch ständig unterstützt wird, um deren Nationalismus dem von Trump entgegenzusetzen? Oder wie sieht es mit Macrons Nationalismus aus? http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-beim-g20-gipfel-alles-nach-plan-a-1156852.html
Jeder Politiker ist zuerst seinem Land verpflichtet. Das scheinen manche von uns vergessen zu haben. Der beste Nationalismus ist, wenn man seiner Bevölkerung Gutes tut – und das tut man heute allerdings nicht durch Abschottung, sondern dadurch, dass man durch Verträge die besten Bedingungen herausschlägt. Und das versucht Trump. Ob es ihm gelingen wird? Ob es Macron gelingen wird? Den Chinesen gelingt es, weil sie nicht so beachtet werden, durch die Fixierung unserer Medien auf den Westen, wie sie beachtet werden müssten.
Übrigens hoffe ich auch bei Merkel, dass es ihr um Germany first geht. Die Frage ist immer nur: Wie wird dieses „first“ gefüllt. Ob das schon durch Europa first abgelöst werden kann? Ist wohl noch zu früh. Zum Nutzen für unser Land gehört nun auch eine intensive – aber richtige – Unterstützung Afrikas.
Mossul und Aleppo + Islamisten in Kenia + Demo in der Türkei
Mossul wurde zurückerobert wie Aleppo zurückerobert wurde. Werden sie nun auch aufgebaut, international massiv unterstützt? Was unternimmt man, damit die Islamisten nicht wieder diese oder andere Städte bekommen? http://www.spiegel.de/politik/ausland/mossul-irak-meldet-rueckeroberung-der-frueheren-is-hochburg-a-1156888.html
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Wieder einmal kaum beachtet: Islamisten haben in Kenia Dörfer überfallen und Menschen ermordet. Unsere Medien bringen die Info – aber sind doch intensiver mit G20 Unken beschäftigt: http://www.spiegel.de/politik/ausland/kenia-ausgangssperre-in-teilen-kenias-verhaengt-a-1156851.html
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Eine Demonstration in der Türkei – bewundernswert. Interessant, dass diese nicht verhindert wurde, verwundert. Hat man sie unterschätzt? Hat man sie vor G20 gebraucht? http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-oppositionsfuehrer-kemal-kilicdaroglu-chp-sagt-erdogan-den-kampf-an-a-1156824.html
Zerstörte Träume
Käthe Kollwitz
Käthe Kollwitz – ihre Bilder haben mich als Jugendlichen sehr beeindruckt – und ich empfinde sie noch immer als außerordentlich. https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4the_Kollwitz
Organspende
Schon älter, die Info:
Der Arzt, der Patienten, die ein Organ benötigten, bevorzugte, hat keine strafbare Handlung begangen, wenngleich die Tat „unerträglich“ war – allerdings wäre das gegenwärtig strafbar: http://www.tagesschau.de/inland/goettingen-organspende-101.html
Interessant finde ich den Hinweis, dass es verfassungswidrig sei, in den Richtlinien vorzugeben, dass ein Alkoholiker sechs Monate trocken sein muss, um transplantiert werden zu können. Ist das eine juristische Aussage oder eine medizinische? Die Frage halte ich für wichtig: Juristisch gesehen sind alle Menschen gleich zu behandeln – medizinisch macht das aber bei manchen vielleicht gar keinen Sinn – wodurch dann Menschen, bei denen es Sinn machen würde, benachteiligt werden würden.
Hebron
Hebron als palästinensische Stadt – UNESCO als palästinensische Verein? http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/unesco-hebron-wird-weltkulturerbe-a-1156594.html

