Wörter sind Päckchen, Pakete

Wandern. Ein bestimmter Ort.

Was beinhaltet er nicht alles: Wasserrauschen, Tropfen, Vogelsingen, Insektenbrummen, den Hall des Schrittes auf verschiedensten Untergründen. Die eigenen und fremden Plaudereien. Das sind nur die Geräusche.

Was alles zu sehen ist, von Steinformationen, -farben bis hin zu verschiedensten Pflanzen, Insekten, Menschen, Himmel. Und die Farben des ruhenden, fließenden, sprudelnden Baches.

Zu spüren ist der Körper, die Füße vor allem, die Beine angespannt, die herumschauenden Augen und schnuppernde Nase, dann der Wind, die Luftbewegungen vom Wasser, die Atmung, die Wassertropfen auf der Hand, der Schweiß. Der Foto in der Hand.

Die Gerüche der Pflanzen, ihr eigener Lockduft, und von der Sonne gebrütet, Harz, Waldboden, Kräuter und Gestein.

Ich vermute, das der durch heftiges Atmen geöffnete Mund auch schmeckt, was ihm im Wald so begegnet. Staubpartikel, Aerosole.

Das Konglomerat des Denkens beim Wandern, das Staunen, sich wundern, das sich gehen lassen ohne jeglichen Gedanken. Das Hin und Her der Gedanken, ohne dass sie bewusst werden.

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So auch das Wort Glaube. Vertrauen. Was wird damit nicht alles ausgesprochen. Wörter sind Pakete, die eine Menge beinhalten. 

Im Glauben ist der Mensch verwoben mit Wörtern Gott, Erfahrungen Gottes in verschiedensten Lebenslagen, der Vergegenwärtigung von Vergangenheit des Lebens Jesu und der Vergegenwärtigung von Zukunft in der Hoffnung. Im Abendmahl die Vergegenwärtigung des auferstandenen Jesus Christus, durch Geschmack, Geruch, Gefühl, das Handeln getrieben vom Gottesgeist. Vergegenwärtigung des Geistes.

Denken als Gebet, Wahrnehmung als Dank und Klage, die Andacht – Symbole. Päckchen, Pakete – noch und nöcher.

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