Auseinandersetzungen in der katholischen Kirche

Nicht, dass es Auseinandersetzungen in der katholischen Kirche gibt, ist übel – übel ist, dass es keine vernünftige Streitkultur zu geben scheint, sondern nur die der Diffamierung und Macht. Das kann man aus diesen Worten schließen: http://www.kath.net/news/61177

Wenn man das gelesen hat, dann lese man das, was der Papst sagte: http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/papst-christen-durfen-kein-starres-gewissen-haben

Nach Verschlossenheit und langem Schweigen von der einen oder anderen Seite müsse man wieder zu einer Begegnung finden. Streit könne zum „Impuls für eine neue Ausgeglichenheit“ werden.

Dann denkt man sich: Seine Worte in des Papstes Ohr!

Sonderbar ist die Formulierung, man dürfe kein starres Gewissen haben… Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung. Aber in diesem Zusammenhang das Wort „Gewissen“ zu erwähnen ist kurios – und ich weiß nicht, ist so etwas bei Jesuiten üblich? Ich verbinde Jesuiten vielfach mit prägnanten Aussagen, durchdacht, geschärft. Das gehört nicht zu den Gaben, die dieser Papst hat. Irre ich mich?

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Ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit

Es ist schön, wenn man gemeinsam feiern kann: http://www.ardmediathek.de/tv/Kirchliche-Sendungen/%C3%96kumenischer-Gottesdienst-zum-Tag-der-De/Das-Erste/Video

Wenn man die Realität nicht aus dem Auge lässt – danach.

Feiern kann die Realität vertuschen – und sie kann umschlagen in Ablehnung.

Wenn Augen mit Blindheit geschlagen sind – kann man leicht schnell fallen.

Wenn man dem gemeinsamen Feiern auf Dauer keine Basis geben kann.

Es ist schön, wenn man gemeinsam feiern kann.

Aber dann kommt die Arbeit.

*

Ökumene bedeutet: Christen kommen miteinander ins Gespräch. Wenn ich das richtig sehe, fehlen Muslime anderer Richtung, Hindus, Buddhisten, Atheisten – wie immer. Man hat mit dieser Feier etwas versucht, was nicht stimmig ist: Deutschland insgesamt in den Blick zu bekommen – und dann doch nur den Islam einer Richtung ins Boot geholt (auch Juden – aber die sind unsere Wurzel). Wenn schon – denn schon. So war es zu kurz gesprungen. Oder wirklich nur ökumenisch – im christlichen Sinn wäre richtig gewesen. Ich weiß: Manche sprechen eben auch von den Abrahamitischen Religionen (Judentum, Islam, Christentum) – eine Unterteilung, die mit Blick auf die deutsche Einheit aber keinen Sinn macht.

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Sehr gute Rede Steinmeiers + Anmerkungen + Vera Lengfelds Rede zum Tag der Deutschen Einheit

Bundespräsident Steinmeier hat eine sehr gute Rede gehalten. In ihr spricht er an, dass in unserem Land viele Mauern zwischen Menschen und Weltanschauungen gebaut werden. (In diesem Zusammenhang besser als meine Formulierung: Riss in der Gesellschaft oder Graben.) Aber:

Natürlich, das erfordert Kontroverse. Differenzen gehören zu uns. Wir sind ein vielfältiges Land. Aber worauf es ankommt: Aus unseren Differenzen dürfen keine Feindschaften werden – und aus Unterschied keine Unversöhnlichkeit.

Damit Feindseligkeit sich nicht einnistet, dass sie nicht politische Realität wird, das ist Aufgabe von Politik in dieser Zeit – und kein Ort ist dafür so wichtig wie das Parlament.

Und er fordert die Parlamentarier auf, Argumente zu suchen und nicht Empörungen zu fördern, auch wenn diese Plätze in Talkshows sichern, aber es ginge darum, Verantwortung zu tragen. (Medien hätten auch angesprochen werden können und Einzelne intensiver, die das tun… – das zeigt: Es ist eine Rede, die Politiker im Blick hat. Nicht so sehr die zuvor angesprochenen Jugendlichen.)

Dann kommt er auf die Flüchtlingsfrage zu sprechen – und das in einer Form, die sehr gut ist:

Die Not von Menschen darf uns niemals gleichgültig sein. Im Gegenteil, wir müssen noch mehr tun und unser Grundgesetz garantiert den Schutz vor politischer Verfolgung, aus guten, in Deutschland auch historischen Gründen, an die wir uns erinnern müssen. Doch wir werden den politisch Verfolgten nur dann auch in Zukunft gerecht werden können, wenn wir die Unterscheidung darüber zurückgewinnen, wer politisch verfolgt und wer auf der Flucht vor wirtschaftlicher Not ist… Die Debatte über Flucht und Migration hat Deutschland aufgewühlt. Sie ist aber auch Folge und Abbild einer aufgewühlten Welt.

Dieser Teil wurde von der Tagesschau unterschlagen – und der Aspekt hervorgehoben, den ich hier im Zitat nicht erwähnt habe: Einwanderungsgesetz, um legale Zuwanderung zu ermöglichen. (Aber was wird mit denen sein, die dennoch illegal kommen?)

Und dann geht er wie gesehen auf dieses Thema ein: Menschen verstehen die Welt nicht mehr, unser Land nicht mehr, Mitbürger nicht mehr… Das zielt darauf ab, dass man sich um Menschen kümmern muss, die die Welt nicht mehr verstehen und ein richtiges Verständnis von Heimat unterstützen:

Mit Blick auf die Umbrüche, die vielen internationalen Krisen und Konflikte habe ich von vielen Bürgern in den letzten Jahren den Satz gehört: „Ich versteh die Welt nicht mehr“ – und ehrlich gesagt: Ich konnte diesen Satz gut nachvollziehen…

Ich bin überzeugt, wer sich nach Heimat sehnt, der ist nicht von gestern. Im Gegenteil: je schneller die Welt sich um uns dreht, desto größer wird die Sehnsucht nach Heimat. Dorthin, wo ich mich auskenne, wo ich Orientierung habe, wo ich mich auf mein eigenes Urteil verlassen kann. Das ist im Strom der Veränderungen für viele schwerer geworden.

Er definiert das Wort Heimat aus seiner Sicht – Heimat weise in die Zukunft… Wobei ich an dieser Stelle anmerken muss: Heimat hängt auch intensiv mit Vergangenheit zusammen. Denn darum kann bei Seyran Ates das Herz hüpfen, wenn sie nach Istanbul kommt – und dann, wenn sie wieder nach Berlin zurückkommt. Heimat ist nicht nur Zukunft – und die Geschichten, die er erwähnt, die man auf der Straße findet – all das sind Geschichten, die die Vergangenheit geprägt hat. Und die Vergangenheit auf die Kriege des 20. Jahrhunderts zu reduzieren, ist unangemessen. Aber auch er weiß, dass deutsche Geschichte mehr ist, denn – und damit kann er ja nicht nur die Katastrophenzeiten meinen -:

Und zum Deutsch-Werden gehört, unsere Geschichte anzuerkennen und anzunehmen. Das sage ich auch denen, die aus Osteuropa, Afrika oder den muslimisch geprägten Regionen des Mittleren Ostens zu uns gekommen sind. Wer in Deutschland Heimat sucht, kann nicht sagen: „Das ist Eure Geschichte, nicht meine“.

Zum Schluss geht er auf die Menschen ein, die sich für andere einsetzen – diese sind es

die unser Land zusammenhalten – allen Besserwissern zum Trotz. Das sind die, die Einheit stiften – jeden Tag neu.

Wer sind die Besserwisser?

(Interessant fand ich, dass die Tagesschau Gauland interviewte, weil Steinmeier von rauerem Ton im Parlament gesprochen hatte. Wenn man sich die Worte anhört, die Politiker der anderen Parteien gegen die AfD angeschlagen haben, dann trifft das auch auf diese zu.)

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In diesem Sinn möchte ich auf: http://predigten.wolfgangfenske.de/jesaja-29.html hinweisen

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Man beachte auch den Beitrag von Vera Lengsfeld zum Tag der Deutschen Einheit: http://vera-lengsfeld.de/2017/10/03/einigkeit-und-recht-und-freiheit-nicht-in-deutschland/#more-1780

Diejenigen, die die Einheit bekämpft haben, die Linken, die sind immer noch dabei, das Land zu zerreißen:

Im 27. Jahr nach der Vereinigung befindet sich das Land in einer prekären Situation. Das Politik- und Medienkartell spaltet die Bevölkerung und versucht, Zwietracht zu säen. Sie werden immer rabiater in ihren Mitteln, je mehr sie ihre Macht gefährdet sehen.

Ich sehe es nicht so pessimistisch, und denke auch nicht, dass wir eine neue Revolution benötigen. Was an der Rede wichtig ist: Sie zeigt, wie man manches in unserem Land einordnen muss, wenn man die nahe Vergangenheit berücksichtigt. Es findet eine äußerst massive Auseinandersetzung statt – Steinmeier nennt sie die Mauern, die in der Gesellschaft jetzt errichtet werden. Ich denke, man muss aufpassen, dass wir nicht mithelfen, Mauern zu bauen, sondern sie (wie Vera Lengsfeld) enttarnen helfen und dazu beitragen, sie einzureißen – statt neue aufzubauen.

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Vergewaltigung und andere Angriffe

Man muss immer sagen – wenn es sich denn so zugetragen haben sollte – das ist eine neue Form schrecklicher Gemeinheit: http://www.krone.at/591613

Eine Frau hatte ihr Handy verloren. Ein Mann kam vorbei und sagte, er habe es mit seinen Freunden gefunden, sie möge mitkommen, er würde es ihr geben. Sie ging mit – und wurde vergewaltigt.

Warum bringe ich das im Blog? Nicht, weil es sich um einen Nordafrikaner handeln soll, sondern darum, dass man schlicht und ergreifend misstrauisch und vorsichtig sein muss. Das tut einem weh, das sagen zu müssen – aber vielleicht bewahrt das einen Menschen davor, sich zu leichtfertig zu verhalten.

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Wie sehen die Frauen der Männer, die in Großbritannien inhaftiert wurden, weil sie Mädchen in ihre Gewalt gebracht hatten, sich selbst und die Taten der Männer? (Es geht um die grausamen Fälle von Rotherham, Rochdale…) http://www.journalistenwatch.com/2017/10/03/blick-hinter-den-islamischen-vorhang/

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In Düsseldorf hat eine Gruppe junger Männer unvermittelt andere Männer angegriffen. Einer wurde lebensbedrohlich verletzt: http://www.focus.de/panorama/welt/duesseldorf-pruegeltour-durch-zwei-s-bahnhoefe-schlaegertrupp-verletzt-maenner-krankenhausreif_id_7669046.html

Kein VergewaltigungsDschihad, kein BombenDschihad, kein MesserDschihad, kein AutoDschihad, ein PrügelDschihad? Auf solche Gedanken kommt man unvermittelt, wenn man all die Informationen zusammenführt. Oder nur einfach kriminell ohne religiös-kulturellen Hintergrund?

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Özoguz und ihre Wahrnehmung + Schuld der Medien

Özoguz gibt der CDU im Osten Mitschuld an Abschneiden der AfD: Was ist das Neue an der Nachricht? Dass Özoguz sagt, was fast alle sagen? http://www.spiegel.de/politik/deutschland/aydan-oezoguz-gibt-cdu-mitschuld-an-rechtsruck-im-osten-a-1171041.html

Inzwischen haben manche auch gesehen, dass man differenzieren muss. Zudem: Es geht nicht mehr nur um den Osten.

Was macht aber Özoguz? Sie fördert selbst die AfD, weil sie meint, man müsse – aus meiner Perspektive – keine bessere Politik machen, das heißt, keine Politik machen, die Menschen und ihre Fragen berücksichtige. Einfach die linken Augen zu und durch die Realität hindurch? Funktioniert nicht, Frau Ö. Soll die SPD links werden, die CDU in Richtung der Vorstellungen der Ministerpräsidenten im Osten gehen – dann sehen wir bei der nächsten Wahl, wer Recht hat.

Was Carsten Schneider (SPD) mit Blick auf Glaser sagt, ist richtig. Schön, dass es auch vernünftige Stimmen gibt. Dazu gehört auch das, was Schäuble (CDU) zu dem Thema sagt.

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Medien trifft auch keine Schuld an der AfD – diese Auffassung wird hier zu recht kritisiert: http://cicero.de/innenpolitik/erfolg-der-afd-warum-die-medien-eine-mitschuld-tragen

Sie trifft nicht die Schuld, weil sie AfDler in Talkshows auftreten lassen oder Informationen weitergeben. Aber: Sie unterstützen falsche Politik – aus ihrem Elfenbeinturm oder wie man heute sagt: Blase heraus – und melden jeden Blödsinn, den irgendeiner irgendwo von sich absondert. Sie wollen damit zeigen, wie schlimm die AfD ist und gegen sie Stimmung schüren – aber bewirken damit das Gegenteil. Nicht darum, weil die Leute empfänglich seien für Blödsinn, sondern darum, weil sie meinen, die Medien betreiben Rufmord – und die AfD als Opfer sehen. Und andere Meldungen, in der AfDler wirklich Opfer sind, die kommen nicht an die Öffentlichkeit. Und da denkt sich der mündige Bürger: Da stimmt doch was nicht! Aber viele unserer lieben Medien machen unverdrossen weiter mit ihrer gefärbten Darstellung und Unterstützung der falschen Politik. Und dann heißt es: Wir haben keine Schuld.

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Ehrliche Wahlergebnisse + Internet-Einschränken

Auch wenn so genannte ehrliche Wahlergebnisse (sie können nicht ehrlich sein, denn was die Nichtwähler denken kann man ja nicht erfassen) keinerlei Bedeutung haben, finde ich sie doch interessant http://www.huffingtonpost.de/2017/09/25/plotzlich-ganz-andere-verteilung-das-ist-das-ehrliche-ergebnis-der-wahl_n_18095884.html:

CDU: 24,9 / SPD: 15,7 / AfD: 9,9, FDP: 7,9 / Linke und Grüne: 6,7

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Im Internet gibt es wieder Aufregungen: Die EU soll vorhaben, ein Gesetz zu beschließen, in dem auch das Setzen von Links zu Zeitungen bezahlt werden müsse. Keine Ahnung ob das stimmt, weil das sicher auch zum Nachteil der Online-Zeitungen sein würde.

Worauf es mir jedoch ankommt: Je erfindungsreicher Zensoren agieren oder Einschränker der Informationsfreiheit und -weitergabe, desto erfindungsreicher sind diejenigen, die das zu umgehen versuchen. Auch Freiheitsliebende sind nicht nur beschränkt und Obrigkeitshörig.

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Dunkle Momente

Eindringlich sprach er von „dunklen Momenten“, die jeden Christen, auch die gottgeweihten, irgendwann einmal heimsuchten. „Was man in diesem Moment tun sollte, ist: Stehenbleiben und sich erinnern – erinnern an den Moment, in dem ich vom Heiligen Geist berührt wurde.“

So der Papst http://de.radiovaticana.va/news/2016/10/01/papst_besucht_katholische_kirche_in_tiflis_%E2%80%93_absage_an_gende/1262114

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Wach auf, wach auf, du deutsches Land + Thank you – ein neues Lied auch für Deutschland

Ich wollte von Youtube heute das Lied: „Wach auf, wach auf, du deutsches Land“ in den Blog stellen. Ich tue es nicht, weil dieses Lied aus dem Gesangbuch auf youtube nur martialisch gesungen und mit Texten und Bildern gemischt wird, die dem Lied nicht gerecht werden. Oder es wird versüßt und massivst verknappt.

Hier der Text des Gesangbuchs, die Entstehungszeit und das vollständige Lied: https://de.wikipedia.org/wiki/Wach_auf,_wach_auf,_du_deutsches_Land

Es handelt sich um ein Weck- und Bußlied in reformatorischer Diktion.

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Statt dessen bringe ich dieses Lied:

Der Text steht unter dem Clip auf Youtube:

So many times, You reached out to me, But I turned my back ‚cause I didn’t think you had what I need. Now you’re everything, You’re everything to me. I can’t be without you God, You’re everything. And I want to say thank you, I was lost and you found me, I was dead inside, And you breathed into me, And you brought these bones to life. I want to say thank you, Thank you for saving me. Thank you for loving me unconditionally God. 2. You stood with open arms, But I ran away. ‚Cause I was scared of the pain that came with trust. But I came running back, Into your embrace, Because I knew you’d still be there, You’d never leave me God. Chorus I don’t deserve you God (x2) But you keep on loving me anyway. Oh, You’d never stop loving me God.

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Tag der deutschen Einheit

Ich setze noch einmal den Text von vor ein paar Tagen in den Blog (unverändert) http://blog.wolfgangfenske.de/2017/09/30/tag-der-deutschen-einheit-5/ :

Tag der Uneinheit

Bald wird wieder der Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Ich hoffe, dass er dazu genutzt wird, auf die gegenwärtige Uneinheit einzugehen. Nicht gegen jemanden, gegen Parteien usw. – sondern für die Einheit. Es geht, wie neulich geschrieben, ein tiefer Riss durch Deutschland. Und die großen Parteien, die gewählt wurden, sind sicher auch vielfach von solchen gewählt worden, die am liebsten nicht diese gewählt hätten, weil die ParteiEliten den Riss mit verursachen bzw. verursacht haben.

Riss: Kosmopoliten und Traditionalisten

Es geht ein Riss zwischen denen, die sich progressiv allem Modernen oder modern Scheinenden an den Hals werfen und denen, die diese Verhaltensweise große Sorgen bereitet. Man kann von Internationalisten oder Kosmopoliten usw. auf der einen Seite und Traditionalisten, Konservative usw. auf der anderen Seite sprechen. Wie auch immer man sie bezeichnen mag – es gibt diesen Riss – und der wird nicht dadurch gekittet, dass man sich gegenseitig beschimpft, das Wort im Munde verdreht, den anderen zum Schweigen bringt, indem man Happy-Deppy-Demos macht.

Umbruch-Zeiten

Ein Volk – jedes Volk – besteht nun einmal aus Menschen unterschiedlichster Weltanschauungen, die miteinander um die Vorherrschaft ringen. Manchmal gibt es Zeiten, in denen die eine die andere dominiert – und dann denkt man: Es ist alles in Butter, es ist alles ruhig, wir haben alles im Griff, wir haben die Macht und das Sagen. Doch dann gibt es Zeiten der Umbrüche, dass Menschen eben nicht mehr alles mitmachen, sondern aufmucken, sich zu Wort melden, den Status Quo verändern wollen. Und in diesen Zeiten des Umbruchs ist es nur natürlich, dass es Durcheinander und Animositäten und Aggressionen gibt. Jeder will seine Weltanschauung dominieren lassen. Das ist alles natürlich, selbstverständlich, nichts Neues.

Zivilisiert miteinander umgehen

Was wir jedoch in unserer Macht haben, das ist: Wir können zivilisiert und gesittet miteinander umgehen. Wir können das Recht achten, die Rechte, die sich bewährt haben: Freiheit, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Freiheit der Rede und Freiheit, sich zu informieren wo man will, Demonstrationsfreiheit… Wir haben die Würde des Menschen im Blick – nicht, wenn wir den anderen bekämpfen, ihn erniedrigen, ihn entwürdigen, verbal oder mit Taten. Wir haben sie nicht im Blick, wenn wir lügen – nur um dem anderen zu schaden.

Bananenrepubliken

Wir dürfen unser Land nicht Bananenrepubliken angleichen, auch wenn wir noch so sehr meinen, wir hätten das Recht dazu, weil wir die Guten sind. Wir dürfen auch nicht in Bananenrepubliken-Verhaltensweisen verfallen, indem wir Rechte beschneiden, Menschen entwürdigen, Menschen anprangern, zu Gewalt gegen sie aufrufen, sie einzuschüchtern versuchen. Wir sind weiter gekommen mit unserer Gesellschaft – und das darf in Zeiten des Umbruchs und des Ringens um den richtigen Weg in die Zukunft nicht zerstört werden.

Miteinander argumentativ und sachlich um den richtigen Weg in die Zukunft ringen

Wir dürfen dem anderen nicht absprechen, auch für unser Land das beste zu wollen – eben nur aus seiner Perspektive wie ich es aus meiner Perspektive tue. Auf dieser Basis der Gemeinsamkeit miteinander hart aber argumentativ ringen, das muss das Ziel aller sein, die sich nicht Extremisten welcher Couleur auch immer anschließen. Die Mitte muss stark bleiben, die extremen Ränder müssen klein bleiben – aber eben: argumentativ, mit sachlichem Umgang. Ich habe keine Sorge um unser Volk samt denen, die bei uns wohnen und sich integrieren, dass ein großes Interesse an vernünftiger, sachlicher Politik besteht, die das Wohl aller im Blick hat. Diese müssen wir fordern und fördern.

Verantwortung in und für Europa

Damit zeigen wir, dass wir Verantwortung tragen können – Verantwortung eben auch als Teil Europas. Wir sind nicht allein in Europa. Europa benötigt unsere Einheit. Wie wir die Einheit Europas benötigen. Und von daher ist EuropaPolitik zu gestalten: Die Länder haben gleiche Augenhöhe, man darf sich nicht überheben, Länder erpressen – sondern auch hier muss man miteinander um den rechten Weg ringen – zum Wohl Europas. Das geht nur, wenn unser Land in Einheit handelt. Wenn es sich durch Extremisten welcher Art (s.o. extreme Kosmopoliten, extreme Traditionalisten…) in tumbe Turbulenzen hineinbringt, hat keiner etwas davon.

Tag der Deutschen Einheit

Das sollte Thema des Tages der Deutschen Einheit sein. Nicht allein die Vergangenheit, sie ist nur die wichtige Basis für die Gegenwart. Auf dieser Basis sollte die Zukunft in Einheit im Blick sein.

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Tragisch – Schulz + Kamapagne: Demokratie leben + Angriffe auf Palmer + Recht auf Selbstbestimmung

Ich finde das mit Schulz tragisch, was hier zu lesen ist: http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl_2017/spd-wahlkampfbegleiter-offenbart-bereits-monate-vor-der-wahl-sprach-schulz-von-seiner-niederlage_id_7664999.html

Und auch das, was hier zu lesen ist: http://www.focus.de/kultur/kino_tv/ferris-buehler-medienprofi-zieht-fazit-zu-report-ueber-martin-schulz-er-ist-nicht-obama_id_7666889.html

Er trat bewusst emotional an, mit vielen Ich-Botschaften. Und nun werden die emotionalen Momente, die an der Öffentlichkeit breit getreten werden, für ihn gefährlich.

Warum macht er weiter? Warum tut er sich das an? Weil er sich jetzt nicht anpassen muss, sondern hofft, die SPD in seinem Sinn prägen zu können?

Politik sollte mit diesen Emotionalisierungen aufhören und Medien sollten vorsichtig sein, dass sie Emotionen anderer nicht platt treten.

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Zu dieser Kampagne kann man nur sagen: Mögen die Parteien als gute Demokraten vorangehen und nicht – wie in letzter Zeit gehäuft – zeigen, dass für sie nur dann Demokratie zählt, wenn sie es selbst für angemessen halten. Wer Wahlergebnisse nicht akzeptiert oder zu unterlaufen sucht, wer aggressive Sprache verwendet, um den politischen Gegner mundtot zu machen, wer… – ist für mich kein Demokrat: https://kampagne.demokratie-leben.de/

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Muss man in einer Demokratie auch das aushalten, was Boris Palmer aushält, weil er eine Meinung vertritt, die richtig ist, aber von seiner Partei nicht akzeptiert wird? https://deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2017/2017_10_02_dav_aktuelles_wolkenkuckucksheim.html

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Eine Frau hat mit Videokameras die Beschädigung ihres Autos bewiesen – und wurde verurteilt, weil eine Kamera im Auto das Recht auf Selbstbestimmung der Gefilmten verletze: http://www.chip.de/news/Aus-dem-Auto-gefilmt-Gericht-verhaengt-heftige-Geldstrafe_124278931.html

Kein Recht sich selbst zu verteidigen? Um wessen Selbstbestimmung geht es? Um die der zufällig vorbeigehenden Menschen? Um die des Täters? Solche Infos hätte ich gerne von einem Zeitungsbeitrag.

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