Tag der Deutschen Einheit

Was ich mir zum Tag der Deutschen Einheit wünsche – darin erweise ich mich vielleicht zu sehr als Westländer, weil er die Probleme der Ostländer nicht richtig wahrnehmen kann – ist:

  • Dass man nicht einer Meinung ist – und dass man das als gut akzeptiert.
  • Dass man die Verschiedenheiten der Meinungen nicht nur toleriert, sondern auch einander respektiert.
  • Dass man unterschiedliche Meinungen nicht dazu benutzt, den anderen als Menschen zu bekämpfen, sondern argumentativ auf dessen Meinung eingeht. Das heißt eben auch: Man muss zuhören, das heißt auch, dass man trotz unterschiedlicher Meinungen miteinander einen Kaffee trinken kann.
  • Dass man auch medial nicht versucht, eine einheitliche Linie durchzusetzen, sondern die Vielfalt der Meinungen sachlich widerspiegelt. Sachlich widerspiegeln bedeutet, sie nicht unterschwellig lächerlich machen, sie unterschwellig als bedrohlich darstellen. Mehrheiten haben genauso wenig die Weisheit mit Löffeln gefressen wie Minderheiten.
  • Freilich gibt es vollkommen absurde Ansichten, Vorstellungen von Welt, die mit der Realität nichts zu tun haben. Aber bevor man das anderen vorwirft, sollte man überlegen, ob diese Sichtweise wirklich so absurd ist – oder ob man nur seine eigene Meinung glorifiziert, um andere zu erniedrigen.
  • Weiterhin wünsche ich mir sehr, dass Sensibilisierung mit Blick auf Ungerechtigkeiten und Unrecht wächst.

Es geht darum, gemeinsam den besten Weg in die Zukunft zu finden. Weil keiner die Zukunft kennt, heißt das eben: Miteinander den Weg sachlich argumentativ zu suchen. Totschlagargumente gehören nicht dazu, verschweigen gehört auch nicht dazu, Nudging gehört nicht dazu, Recht missachten (auch um einer vermeintlich guten Sache willen) gehört nicht dazu…

Es geht also um: Einigkeit (nicht im Sinne von: alles sind einer Meinung, sondern: In Einigkeit sucht man einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zum Wohl der Menschen im Land als auch der EU und ohne den Blick nach Außen zu vergessen), um Recht, um Freiheit.

Wir leben von…

Wir leben von den Geschichten des Volkes Israel mit Gott.
Wir leben von den Geschichten Gottes mit den frühen Christen.
Wer vergessen die Geschichten der Christen seitdem.
Wir missachten die Geschichten der weltweiten Christenheit.
Beachten wir die Geschichte die Gott mit unserem Leben schreibt?
Es gibt viel zu entdecken – wenn wir es denn wahrnehmen wollen.
Lasst uns einander die Geschichten erzählen, die Gott mit und in unserem Leben schrieb.

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Dies und das: Sie hat kein Auto + Hisbollah will Libanon + Frauen ohne Kopfbedeckung haben den Teufel + Islamisten und Macron + Schlepperbanden + Links und System erhaltend + Ameisenhandel + Indien: Mit Verbrechern verbandelt

Sie hat kein Auto und behauptet: Die meisten Menschen, die ein Auto haben, benötigen es nicht. Darum sollen Autofahrten möglichst erschwert werden: <>

Ideologische Politiker sind witzig. Ich trage kein Kleid – mit Hosen sind die meisten glücklicher – also: Leute, machen wir was gegen Kleider. Ich brauche kein Schiff, also Leute: erschwert den Kauf von Schiffen. Ich brauche kein Schoßhündchen – Leute, Schoßhündchen halten ist Tierquälerei – also verbieten… Manche haben auch keine Zeitung …

Politiker sollen keine Menschenerzieher sein, sie sollen dazu beitragen, dass die Bürger ihr Leben vernünftig selbst organisieren können. Sonst sagen sie irgendwann: Ich brauche keine Politiker…

Das kann man alles wunderbar weiterführen: Die brauchen kein Auto – sollen Taxi fahren… Kennen wir irgendwoher – und soweit kommt es dann, wenn Autos verboten wurden: Die haben kein Brot? Soll´n sie doch Torten essen…Sie haben kein Geld für ein normales Auto? Sollen sie doch E-Autos kaufen. Oder so.

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Hisbollah will den Libanon regieren – auch gegen den Willen der Bevölkerung: https://www.jpost.com/breaking-news/hezbollah-chief-tells-frances-macron-cant-act-like-lebanons-ruler-643908 Das ist eben diesen Ideologen egal, was die Bevölkerung will und braucht. Sie wollen die Macht – und die Bevölkerung drangsalieren, weil sie meinen, am Besten zu wissen, was den Menschen gut tut. Auch wenn diese dabei unter die Räder kommen.

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Frauen ohne Kopfbedeckung haben den Teufel – so eine Ägyptische Stimme. Welche Frauen tragen keine? Christinnen und westlich orientierte Frauen. Weil sie den Teufel haben, sind zumindest die Christinnen in Ägypten Attacken ausgesetzt: https://www.persecution.org/2020/09/26/egyptian-host-singles-unveiled-women/

Aber nicht nur. Man denke an die jungen Frauen, die inhaftiert wurden, weil sie sich im Internet ohne Kopfbedeckung gezeigt haben.

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Der Kampf der Islamisten – sie wollen nicht nur den Libanon, die Hisbollah-Islamisten, andere Islamisten wollen Burkina Faso: <> Der Kampf der Islamisten ist nicht weniger geworden. Man hört in unseren Qualitätsmedien nur noch kaum etwas darüber. Sie müssen schließlich das Volk erziehen und gegen Trump Wahlkampf machen – das heißt, sie können sich doch nicht auch noch mit Islamisten beschäftigen. Und die Islamisten in Nigeria, die Boko Haram, die gibt es auch immer noch: <>

Macron sagt Islamisten im eigenen Land den Kampf an: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/macron-will-gegen-islamistische-ghettos-vorgehen-16983333.html

Wenigstens er macht das endlich zum Thema.

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Bin gespannt, was die griechische Polizei über die NGOs, die mit Schlepperbanden zusammenarbeiten sollen, herausfindet – auch die Finanzströme sollen untersucht werden: <>

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Minderjährige aus Moria – die Tagesschau zeigte, um welche Minderjährige es sich handelte: viele – so sah es optisch aus – jugendliche Männer bis zu X Jahren. Hier sieht es noch anders aus: <>

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Ich finde immer wieder interessant, wenn Linke ihren politischen Gegnern vorwerfen, sie wollten das politische System in Deutschland umstürzen. Es ist doch wunderbar zu erfahren, wie staatstragend unsere Linken heute geworden sind. https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/frankfurter-fachbereich-jura-verteidigt-hanns-christian-salger-16980748.html

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Wenn man den Ameisenhandel nicht wirksam bekämpft, wird sich in Frankfurt nichts ändern, außer dass immer mehr und mehr Geld für Drogenabhängige ausgegeben werden muss, weil es immer mehr geben wird: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/klarer-wille-zu-verbesserungen-in-frankfurter-drogenpolitik-16982628-p2.html

Wie sieht es eigentlich mit Präventivmaßnahmen aus? Wie sieht es damit aus, Jugendliche in konzertierten Aktionen vor dem Konsum von Drogen zu warnen? Statt dessen immer wieder mediale Verharmlosungen. Verantwortung tragen für die Menschen unserer Gesellschaft sieht anders aus.

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Was passiert, wenn örtliche Polizisten mit Verbrechern verbandelt sind, kann man an Indien erkennen. Eine junge Dalit-Frau wurde zu Tode vergewaltigt. Die untersuchende Polizei leugnet eine Vergewaltigung durch Kasten höheren Männern und hat die Tote schnell eingeäschert. Die Familie des Opfers weiß sich bedroht. So stellt es sich im Augenblick dar: https://www.spiegel.de/panorama/indien-19-jaehrige-stirbt-nach-mutmasslicher-gruppenvergewaltigung-familie-erhaelt-polizeischutz-

Das sind Folgen des vor ein paar Tagen erwähnten Hindu-Rassismus.

(Nachtrag: https://www.spiegel.de/panorama/indien-polizeichef-nach-mutmasslicher-gruppenvergewaltigung-entlassen )

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Sehen können

Von C.S. Lewis (Chroniken von Narnia, Dienstanweisungen an einen Unterteufel…) habe ich den Satz gelesen:

Ich glaube an Christus wie an die Sonne. Nicht, weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles sehen kann.

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ChinaPolitik des Vatikan + Jesus steinigt Frau + Wertewandel

Die China-Politik des Vatikan wird hoffentlich einmal genauso unter die Lupe genommen werden wie die Politik der Kirchen in der Zeit des Nationalsozialismus: https://www.kath.net/news/72988

Apropos China: In einem Schulbuch soll gesagt werden, dass Jesus die Frau steinigte mit den Worten: Auch ich bin ein Sünder… – das soll Jesus aber nicht im schlechten Licht zeigen, sondern zur Rechtfertigung sozialistischer Gesetze. https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/2020/09/24/chinesisches-schulbuch-jesus-steinigt-ehebrecherin/

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Eine Gruppe möchte einen, der für Freiheit und Unabhängigkeit eintritt, nicht mit einem Preis auszeichnen, weil er Homosexualität kritisch beurteilt: https://www.kath.net/news/72966 Das ist spannend, weil hier sichtbar wird: Welche Werte zählen mehr? Oder: Will man nur auf allen Ebenen vollkommene Menschen auszeichnen?

Auch hier: Thema Abtreibung: https://www.kath.net/news/72979

Auch hier: Thema Fitness statt Kirche: https://www.kath.net/news/72940

Auch hier: Statt Journalismus https://www.pro-medienmagazin.de/kommentar/2020/09/25/fridays-for-future-das-ist-kein-journalismus-mehr/

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Rassismus – Ethnizismus

Da nimmt unser moderner und kluger Zeitgenosse das Wort Rassismus, sagt, dass es keine Rassen gibt, somit will er dem Rassismus das Wasser abgraben.

Nun denn. Auch wenn es keine Rassen gibt, so gibt es doch Ethnien. Und Ethnizismus ist im Grunde das, was man als Rassismus bezeichnet.

Die ältesten mir bekannten Ethnizisten sind die Hindus mit dem Kastensystem. Eine Ethnie sickert in Indien ein, und macht die Ureinwohner zu Dalits, zu Unberührbaren. Der Hinduismus, so er das Kastensystem betrifft, ist eine rassistische bzw. ethnizistische Größe. Dort zählen auch Weiße nichts, sie sind eben auch Dalits, Unberührbare.

Die Han-Chinesen, die größte Ethnie der Welt, 91% der Chinesen gehören ihr an – sind ebenso von sich überzeugt, dominante Ethnie zu sein, von daher auch das brutale Gebaren gegen Uiguren, Tibeter und das ausbeuterische Verhalten in der Welt. Von daher könnte ich mir auch vorstellen, warum Han-Chinesen-Christen aggressiv bekämpft werden. Sie sind Abweichler. Nicht die Ahnen herrschen mehr, sondern Christus.

Der Ethnizismus der Japaner hat in den 20er-40er Jahren einen schrecklichen Höhepunkt gehabt.

In Ruanda gab es 1994 einen Völkermord der Hutus an den Tutsi. Viele Auseinandersetzungen in Afrika hängen mit den Stämmen zusammen.

Natürlich gibt es auch den Rassismus/Ethnizismus der Europäer. Den habe ich hier außen vor gelassen, weil er zurzeit sowieso überall Thema ist, dabei aber der Rassismus/Ethnizismus in der ganzen Welt vergessen wird. Zudem: Wenn man den Rassismus/Ethnizismus nur der eigenen Gruppe wahrnimmt, ist man wieder ethnizistisch unterwegs, weil man sich dann auch im negativen für etwas Besonderes hält.

Ich möchte allerdings auch hier Öl ins Feuer gießen: Wenn wir die Menschenrechte, die im Westen geboren wurden als das A und O menschlichen Verhaltens ansehen und das auch von anderen verlangen – ist das nicht auch eine Art der Überheblichkeit? Natürlich bin ich in dieser Hinsicht gerne überheblich. Aber das zeigt, dass wohl kein Volk seine Besonderheit als Überheblichkeit bezeichnen würde, das ist wiederum nur die Bezeichnung derer, die anderer Meinung sind. Zum Beispiel: Bin ich nicht aus christlicher Europa-Perspektive überheblich, wenn ich das Hindu-Kasten-System ablehne? Ich sage natürlich: Nein. Denn Menschen in Indien leiden an diesem Kastensystem. Menschen weltweit leiden darunter, dass keine Gerechtigkeit herrscht, dass Menschen erniedrigt werden, dass es keine Gleichberechtigung gibt… Damit setze ich allerdings Werte zugrunde, die andere eben nicht als grundlegend erachten.

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Coloured People bedeutet zurzeit im Grunde, dass sich alle Nichtweißen in dem Begriff zusammenführen um sich gegen den weißen Rassismus zu positionieren. „Wir“ – die coloured people. Allerdings wie gesehen, sind auch coloured people nicht frei von Rassismus/Ethnizismus. Von daher ist diese Verbindung eine, die mit den USA zu tun hat und vielleicht mit ein paar Ländern auch. Aber insgesamt weltweit nicht brauchbar ist. Zudem sei auf die Herkunft der Bezeichnung hingewiesen – aus dem ehemaligen Apartheitsstaat Südafrika. Dort war er nicht positiv konnotiert, sondern rassistisch.

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„Schwarzfahren“ aus dem Wortschatz streichen, weil der Begriff etwas Negatives meint. Das heißt: Menschen mit schwarzer Hautfarbe könnten sich damit identifizieren. Ich kenne keinen Weißen, der sich mit Weißkohl oder Weißwurst identifiziert und dadurch eine Identitätskrise bekommt. Ich kenne natürlich nicht alle. Aber macht man damit nicht etwas, was übel ist? Wir verbinden normalerweise nicht automatisch die Bezeichnung einer Farbe mit dem Aussehen anderer Menschen. Wenn wir nun das Wort „Weiß“ vom Kohl und der Wurst trennen, damit sich kein Weißer diskriminiert fühlt, übertragen wir ja erst negative Deutungen mit der Farbe – der Hautfarbe.

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Mir wurde gesagt: Bei einem Film, in dem auch ein Abschnitt Afrika betraf, fragte ein Jugendlicher: ist das ein Film gegen Rassismus?

Das sollte zu denken geben. Auch Anti-Rassisten implementieren Rassismus.

Es geht hingegen um die Wahrnehmung, dass alle Menschen Menschen sind. Dass man gar nicht mehr wertend merkt, ob ein Mensch aus Afrika, China, Indien, Europa oder sonst woher kommt. Dass die erkannten Unterschiede – der Mensch unterscheidet automatisch alles – in der Wertung keine Rolle spielen, dass Unterschiede etwas Positives sind, weil Gott keine Einheits-Menschen wollte, Unterscheidungen finden ja auch statt: Mann-Frau, Kind-Erwachsener, Junger-Alter, Krank-Gesund, Nichtbehindert-behindert, grüne Augen braune Augen… – und es kommen all die * hinzu.

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Kraft, Liebe, Besonnenheit

Jesus, hilf! Hilf uns, Dich in Deinem Geist in uns zu erkennen.

Jesus, hilf! Hilf uns, Dir, Deinem Geist in uns Raum zu geben.

Jesus, hilf! Hilf, damit Deine Kraft, Deine Liebe, Deine Besonnenheit uns erfülle,

dass die Angst vor möglicher dunkler Zukunft in uns keinen Raum finde,

dass, wenn manches über unsere Kräfte zu gehen scheint, wir zu Dir fliehen,

zu deiner Kraft, Deiner Liebe, Deiner Besonnenheit. 

Jesus, hilf!

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Meinungsfreiheit: Nuhr + Gutmensch / Politisch korrekt / Cancel Culture + Andere für sich denken lassen

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Gutmensch, politisch korrekt…

Ein guter Mensch ist ja wunderbar. Aber der Hintergrund des Wortes ist ja doch, dass manche Menschen sich als so gut ansehen, dass sie anderen vor lauter Gutheit befehlen wollen, was sie zu machen haben. Das heißt, dass die Bezeichnung Gutmensch nicht einfach als guter Mensch zu verstehen ist, sondern als eben einer, der sich über andere erhebt und intolerant seine Sicht durchzwingen will. Dass mit dem Wort Gutmensch auch Schindluder getrieben wird, ist naheliegend – betrifft alle politische Gruppen, treffende Bezeichnungen aufzugreifen und zu überdehnen.

Dass die Begriffskombination „politisch Korrekt“ heute auch nicht mehr politisch korrekt ist – wusste ich nicht. Das ist sie darum nicht, weil die Formulierung von Rechten (oder Rechtsextremen?) übernommen wurde? Natürlich ist das schön, wenn Menschen politisch korrekt handeln, also sozial angenehm. Aber auch diese Begriffskombination gibt ja eben die Eigenschaft wieder, die Unangenehmes beobachtet: Menschen verbieten intolerant Diskussionen, Verhaltensweisen… – nach dem Motto: Das macht man nicht, das ist tabu, böse, böse, wenn du das sagst, denkst usw. – das nicht auf moralischer Ebene, sondern auf politischer Ebene. Aber auch hier: Dass mit dem Wort Schindluder getrieben wird, ist naheliegend – betrifft ebenfalls alle politischen Gruppen, treffende Bezeichnungen aufzugreifen und zu überdehnen.

Ich beobachte Folgendes, wie vor ein paar Wochen am Beispiel von Cancel Culture zu beobachten war: Eine berechtigte Formulierung, die eine bestimmte Verhaltensweise vielleicht überspitzt aber treffend wiedergibt, wird ganz schnell als rechts bzw. rechtsextrem kategorisiert – und damit versuchen eben die Gruppen, auf die die Begriffe zutreffen, dem politischen Gegner Worte zu entwenden. Wer möchte schon als rechts bezeichnet werden – selbst die CDU mag das Wort vielfach nicht, obgleich rechts eigentlich nur ein politischer Gegenbegriff zu links ist. Nichts Böses also – im Gegensatz zu rechtsextrem (bzw. links ist nicht übel, aber linksextrem). Was machen also die gedankenlosen Linken mit dem Wort? Genau das, was gedankenlose Rechte mit den Worten „Gutmensch“, politisch korrekt, Cancel Culture machen: Sie überdehnen es.

Gutmensch, politisch korrekt, Cancel Culture – alles Begriffe, die man schnell als rechts bezeichnet – und damit die Verwendung madig macht. Damit zeigt man als Linke aber auch, dass man selbst links unangreifbar werden möchte. Indem ich dem verbal angreifenden politischen Gegner alle Worte aus dem Mund und dem Kopf schlage, zeige ich mich als dominant, als „Gutmensch“, als politisch korrekt, als Anhänger der Cancel Culture. Damit sind zwar die Bezeichnungen weg – nicht aber das Übel. Und das ist es, was uns Menschen einer freien Gesellschaft kennzeichnet: Manche lassen sich nicht den Mund verbieten. Mit welchen treffenden Formulierungen auch immer.

Ganz toll finde ich es übrigens, wenn Menschen, die fleißige Cancel Culture Anhänger sind, behaupten, es gäbe keine Cancel Culture.

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Bleiben wir bei Nuhr:

Was für einen wohlwollenden Rat können wir Herrn Nuhr geben – einen, den fast alle Menschen beherzigen, die irgendwie zeitgemäß sein wollen: Lieber Herr Nuhr, denken Sie nicht so viel, lassen Sie andere für sich denken…

Sag ich mir übrigens auch immer. Aber dann – dann bricht das eigene Denken wieder bei mir durch. Aber dennoch kann man diesen Rat ja mal weitergeben. Da benötigt man am wenigsten Rückgrat.

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