Ich dachte (fast) immer, Putin hätte keine Angst und säße fest im Sattel. Aber die Reaktionen gegen die Opposition zeigen: Er hat Angst – und das ist ein gefährlicher Ratgeber. Souverän alle Herausforderungen annehmen – das würde ein vollkommen anderes Bild abgeben. https://www.tagesschau.de/ausland/asien/russland-nawalny-125.html
Ich habe das Buch von Harriet Beecher Stowe: Onkel Toms Hütte gelesen. Im Internet sah ich dann, dass es neben Heidi und anderen Kinderbüchern zu den beliebtesten Kinderbüchern gehören soll. Da frage ich mich: Kinderbuch? Ich meine, ich hätte das schon einmal als Jugendlicher gelesen – aber ob ich damals irgendwas verstanden habe? Erinnern kann ich mich nicht mehr. Kinderbuch? Wirklich? Die Schilderungen der Sklaverei, die brutalem Auswüchse, die Versuche tapferer Menschen, der Unmenschlichkeit etwas entgegenzustellen – und zwar den christlichen Glauben?
Ich muss sagen, trotz aller Kritik an dem Werk: Es ist beeindruckend. Aus den verschiedensten Perspektiven werden Menschen dargestellt, die mit der Sklaverei zu tun haben. Gottlose, die zuschlagen und Gewalt als Mittel sehen. Äußerst brutale egoistische Kirchgänger, die ihre Sklaven scheuchen und kein Herz für sie haben, Spötter, die ein Herz für Sklaven haben, aber halbherzig die Sklaverei unterstützen, Christen, die entlaufenen Sklaven freundlich helfen und den gefährlichen Weg in die Freiheit mit ihnen gehen. Daneben die unterschiedlichsten Verhaltensweisen von Sklaven: Die, die einfach klaglos arbeiten, diejenigen, die Freiheit suchen, aber auch die, die ihre Mitsklaven äußerst grausam unterdrücken und die, die kriecherisch und devot sind… Sie schildert ganz massiv die Gefühle der Erniedrigten – und das scheint manchen ein zu gefühliges Buch zu sein. Aber das muss man aus der damaligen Zeit heraus lesen, in der viele dachten, Sklaven seien keine richtigen Menschen, sie hätten kein Gefühl, keine Seele. Dagegen kämpft das Buch an. Es versucht Gefühle für die fühlenden Menschen hervorzurufen. Ein Gefühlsspiegel sozusagen.
Und dann ist da Onkel Tom. Irgendwo, irgendwann hatte ich einmal gelesen, dass die Figur des Onkel Tom massiv kritisiert und auch lächerlich gemacht wird. Tom ist Sklave. Er ist ein Mann des Glaubens, der in all diesen Grausamkeiten seinen Glauben tapfer lebt. Er ist ein Musterbeispiel für das, was Jesus an Feindesliebe lehrt. Er wird erniedrigt, gehasst, geschlagen – aber er unterläuft das Ganze mit Freundlichkeit, mit Glauben, mit Vergebung.
Wie devot ist das denn!? Unterwürfig und entmenschlicht! Mögen all die hitzköpfigen und coolen Menschen im gemütlichen Deutschland denken, die das Buch in ihrer warmen Stube lesen – und wahrscheinlich aufgrund ihrer Begrenztheit nicht verstehen – und sich sagen: Er muss zurückschlagen! Er muss gegen die Bestialitäten ankämpfen! Vielleicht sollten diese Gegenwarts-Beschränkten bedenken: Er ist allein. Und allein kann er nichts ausrichten. Dann sollte er eben Revolutionen anzetteln! Und wie, liebe in warmen Zimmern Sitzende? Er, der Mann, der mühsam lesen lernt, es sich selbst mühsam beigebracht hat mit Hilfe eines kleinen Mädchens, das selbst gerade lesen lernte? Zudem: Die Autorin schildert Realitäten, lehnt sich an reale Personen an – und es gab keine Realität, die eine Revolution zuwege gebracht hatte. Es gab viele Aufstände, die allesamt blutig endeten.
Tom verändert dadurch, dass er auf diese Weise seinen Glauben lebt, Menschen. Und darin ist er den Kämpfern Gandhi wie Martin Luther King vorangegangen. Man muss die Gewalt und die Gewalttäter unterlaufen. Anders als diese hatte er aber keine Chance, viele Menschen auf diesem Weg mitzunehmen, um dann die strukturelle Gewalt zu bekämpfen. Er lebte in seiner Autorin 100 Jahre vorher, er lebte in einer ganz anderen Zeit und Situation.
Und dann das Spannende: Das Buch von Harriet Beecher Stowe ist so ein friedfertiges Buch. Es hat die Herzen der Menschen aufgerüttelt. So sehr, dass Lincoln laut (angezweifelter) Erinnerung der Familie gesagt hat: Sie sind also die kleine Frau, deren Buch diesen großen Krieg verursacht hat? (Angesprochen ist der Kampf der Nordstaaten der USA gegen die Südstaaten, die von Sklavenhaltern dominiert waren.) Auch wenn das Buch natürlich nicht den Kampf hervorrief, so hat es doch durch die große Auflage und Verbreitung die Menschen gegen die Sklaverei eingenommen. (Mit anderen Büchern zusammen.)
Es gab, in der Zeit, als sie das Buch geschrieben hat, massive Angriffe gegen Abolitionisten. Es war also schon mutig, mit so einem Buch Stellung bezogen zu haben. Das es nicht unbedingt Sympathien hervorrief ist klar.
Sie nennt ja im Buch selbst „den angeborenen Widerwillen des Schlechten gegen das Gute!“
Dass es mit der Sterbehilfe immer weiter gehen wird, wenn einmal die Tür ein Stückchen geöffnet wurde, war abzusehen. Und das geht jetzt schon weiter. Und irgendwann nähern wir uns massiv der Frage: Schwerkranke durchzubringen wird zu teuer! Die Konsequenzen: Wir benötigen das Geld für Lebende! Das werden alle einsehen – diejenigen, die für die Sterbenden eintreten werden kaum mehr eine Chance haben: https://www.pro-medienmagazin.de/politik/2021/01/29/abgeordneten-gruppe-schlaegt-neuregelung-zur-sterbehilfe-vor/
Bei uns hieß es vielfach medial: Republikaner seien nicht für Trump, nur gezwungenermaßen. Was hören wir jetzt? Republikaner seien sogar jetzt noch für Trump. Da Trump in der letzten Wahl auch mehr Stimmen bekommen hatte als in der ersten Wahl, wird seine Position stärker sein.
Aber es kommt darauf an, ob die Trump-Hexen-Jagd, Jagd auf Trump und Familie, weiterhin intensiv anhält. Nach den bisherigen Vorgaben: Ausweisung der Tochter aus New York, neue Nachbarn sind nicht begeistert (kurz: man will diesen Nachbarn nicht), keiner will mehr in seinen Hotels übernachten – womit man Werbung gegen seine Hotels macht usw. usw usw.
Vielleicht haben die Demokraten jetzt was anderes zu tun: Klug regieren. Trump kommt erst wieder so richtig in den Blick, wenn ihre Politik nicht greift. Dann benötigen sie wieder einen Gegner, auf deutsch: Feindbild.
Unsere Medien sind interessant – und sind samt der Politik soziopsychologisch gesehen durchsichtig spannend.
Im Winter träume ich vom Sommerklang. In der Kälte träume ich den lauen Wind, unter kahlen Baumzweigen umhüllt vom bewegten Grün, in der Dunkelheit welch strahlend warmes Licht! In Einsamkeit – Du im Herzen, an der Hand.
Was wären wir ohne unsere gute Phantasie, die aufbaut, stärkt, erfüllt, weiterbringt? Was für ein großes Geschenk, das kleine Glück!
Ich denke, das Problem ist für unsere Gesellschaft sehr ernst. Wissen diejenigen, die es mit verursacht haben, wie man damit so umgehen kann, dass es unsere Gesellschaft weiterbringt – und sie nicht zerstört? Es ist keine rhetorische Frage.
Graue Wölfe – Ditib
Die türkischen Grauen Wölfe wurden in unserem Land nicht verboten – marschieren gestärkt weiter: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/akp-graue-woelfe-koeln-101.html Und die Ditib? Sieht so aus, als sei sie personell – damit auch ideologisch nationalistisch – mit den Grauen Wölfen verflochten, wie der Artikel durchscheinen lässt. Und die dürfen Islam-Unterricht an den Schulen lehren?
Auch hier: Der Steuerzahler bezahlt den Zerfall des eigenen Landes?
Ich stelle mir vor. Jedes der 23 Kinder bekommt einen Patenonkel und eine Patentante aus der Politik: Frau Merkel bekommt drei – das muss ein – , Herr Scholz bekommt eines, Frau Baerbock und Herr Habeck bekommen jeweils eines… Geht nicht. Sind bestimmt keine Christen. Die dürfen normalerweise nur eine Frau heiraten. Also nichts mit Paten. Schade.
Der Titel ist ein Musterbeispiel an gemeinem Sarkasmus. Wie sollen die Leute Kauflust ausleben, wenn sie nicht dürfen? Alles zu, alles geschlossen – nichts ist, mit kaufen – von Politik verboten – Menschen am Rande der finanziellen Existenz – Firmen gehen pleite – und dann so eine Formulierung! „Harter Lockdown drückt die Kauflust“ Hier
Die Sachbearbeiterinnen sind vermutlich nicht mit Blick auf Seelsorge ausgebildet worden. Sie bekommen den Frust der Menschen ab, die ihn lieber der Politik vor die Füße werfen sollten.
Und? Hat die Politik einen Plan? Die wievielte Kette ist es schon, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Straße setzen muss?
Ich sehe es immer noch so, dass die Schließung der Geschäfte nicht notwendig waren. Aber Politik und die vielen Befürworter dieser Politik – was haben sie dazu zu sagen? Wahrscheinlich ein Totschlag Argument: Lieber Geschäfte sterben als der Mensch – wie ich mal hörte. Alternativen gab es nicht? Gibt es nicht?
Sind das Fake News?
Sind das Fake News? Das BKA wird das sicher klarstellen, was das mit dem Papier auf sich hat, wenn es denn wirklich existiert: Hier
Abkommen mit Taliban
Das ist gut, das Abkommen mit den Taliban zu überprüfen: Hier