
So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. (Jesaja 43)
Ich bin mein Name – mein Name bin ich. Wir sind im Laufe der Zeit zusammengewachsen. Manchmal denken Menschen: Keiner kennt mich, keiner nennt meinen Namen – bin ich eigentlich den Menschen wertvoll? Wann wurde zuletzt mein Name genannt, wann wurde ich zuletzt mit meinem Namen angeredet? Wenn mich auch keiner kennt, wenn mich auch keiner anredet: Hier hören wir die Zusage Gottes: Ich kenne deinen Namen. Er kennt meinen und er kennt deinen Namen. Ihm sind wir auf unserem Lebensweg wichtig.
Dieses Wort des Propheten Jesaja erfährt sein Echo im Johannesevangelium: Der Hirte kennt jeden mit seinem Namen (Johannes 10), oder Jesus nennt Maria Magdalena mit ihrem Namen, und sie erkennt ihn, ihre Augen werden geöffnet (Johannes 20). Unsere Namen mit unserem Lebensweg stehen im „Buch des Lebens“ (Lukas 10,20; Apk 3,5). Derjenige, der uns auf unserem Lebensweg beim Namen ruft, ist der Freund, der Herr Jesus Christus, es ist keine abstrakte Macht. In der Taufe wird uns zugesagt: Ich taufe dich in den Namen des Vaters, des Sohnes und des Geistes hinein (Mt 28,19) – das heißt: der Name des dreieinigen Gottes wird auch mein Name. Somit sind wir „Christen“.
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