Syrienkrieg + Parlament in GB + Türkei versucht es – kein Verlass auf die EU/Nato + Trump – Medien

Manchmal sind Augstein und ich (fast) einer Meinung: http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-krieg-auch-der-westen-traegt-schuld-a-1203096.html

„(fast)“ darum, weil ich nicht der Meinung bin, dass der Westen allein diese Macht hatte, sondern weil die Saudis, Kataris, Türken auch noch mitspielten – und aus meiner Perspektive westliche Staaten für ihre Eroberungsträume benutzten.

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Das ist noch eine Auseinandersetzung im Parlament von Großbritannien, die May massiv gegen den Angriff in Syrien kritisiert. Die Tagesschau vom 16. 4. zeigte es. Und sie zeigte auch die armseligen Begründungen der Premierministerin.

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Die türkische Regierung versucht es. Sie kam mit ihrer Syrienpolitik so weit, dass der Westen den Mund gehalten hat – zumindest nicht wirklich ernsthaft reagiert hat – und sie versucht es nun auch mit Griechenland. Man beachte nur die Sprache. Sie bereitet wieder den Boden für weitere Aggressionen. Und der Westen? Wird sich Griechenland auf die EU bzw. die Nato verlassen können? ich habe da so meine Zweifel: http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-entfernt-flagge-griechenlands-auf-aegaeis-insel-a-1203208.html

Man bedenke, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass Griechenland von der osmanischen Herrschaft befreit wurde.

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Trumps Sprunghaftigkeit: Ich habe in Hart aber fair von Wolffsohn gelernt, dass die Sprunghaftigkeit Trumps auch von ihm als Geschäftsmann herrührt: Man will das Gegenüber im Unklaren lassen, was man macht, damit man Überraschungsangriffe starten kann. Das scheint mir plausibel. Wobei ich allerdings denke: Wenn einer das macht, ist das nicht nur angelernt, sondern auch Instinkt. Es ist nicht nur Taktik – es ist auch Wesen. Was Wolffsohn sonst noch gesagt hat entspricht in vielem meinen Beobachtungen. Wer meinen Blog liest, weiß das. Nur stellt sich mir noch die Frage: Wir können es nicht abschließend sagen – da alles ja noch unabgeschlossen und in Bewegung ist. https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/

Interessant fand ich folgende Beobachtung: Thomas Roth war voller Bewunderung für seine amerikanischen Kollegen. Sie hielten den Angriffen Trumps Stand. Dann sprach er selbst von einem extremen Fernsehsender – sind diejenigen, die dort arbeiten, keine Kollegen? Die Journalistin Crane brachte es auf andere Art auf den Punkt: Es gibt eben für beides Journalisten – für die Trump-Anhänger und für die Trump-Gegner. Und beide hören jeweils auf die Medien, die ihnen weltanschaulich nahe stehen. Dadurch hätten Medien keine Chance, bildend zu wirken.

Spannend fand ich die Umfrage: 83% der Deutschen hielten Trump für gefährlich. Das müssten Medienvertreter doch feiern, da Deutsche noch auf ihre Medien hören. Zumindest eine große Zahl.

https://www.wolfgangfenske.de/impressum-datenschutz.html und http://glaubensdiskussion.wolfgangfenske.de/    Der Blog wird in den nächsten Wochen nur sehr unregelmäßig bestückt werden können.