Gender

Ich hatte neulich zum Thema Gender geschrieben.

Hier gibt es einen umfassenderen kritischen Beitrag: https://www.blauenarzisse.de/die-unwissenschaftlichkeit-der-gender-studies/

(Ich würde GenderFans nicht als radikalfeministisch bezeichnen.)

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Und noch ein Beitrag aus der Perspektive des Feminismus: http://www.zeit.de/kultur/2017-09/gender-studies-vorwuerfe-feminismus-10nach8/seite-2

Dazu ein Apettithappen:

Feministinsein heißt nicht, über Gender nachzudenken, sondern sich dafür zu engagieren, dass Frauen mit ihren eigenen Wünschen in der Welt und in der Politik präsent sind. Dafür zu sorgen, dass Frauen sich in die Gesellschaft nach ihren eigenen Maßstäben einbringen können, ohne sich an den Vorgaben von Männern (oder anderer Geschlechter) messen lassen zu müssen. Feminismus bedeutet, dass Frauen sich und ihren Anliegen Gehör verschaffen.

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Wunderbare Zugezogene

Es gibt wunderbare Menschen, die zugezogen sind bzw. die Nachkommen von Zugezogenen sind. Ich bin dankbar dafür, sie kennen gelernt zu haben bzw. zu kennen. Das muss auch einmal gesagt werden.

Das geht angesichts der notwendigen Diskussion um die richtige Flüchtlings- und Migrantenpolitik häufig unter.

Das Zusammenleben muss gelingen – nicht zuletzt auch darum, weil die Menschen in unserem Land, die keine deutschen Wurzeln haben, erst dann ihre Gaben entfalten können – und eben auch zum Wohl unseres Landes entfalten können. Wenn wir nicht die Möglichkeit geben, sich aus unguten traditionellen Mustern und Strukturen befreien zu können, indem sie in Ghettos irgendwo herumhängen, dann können sie es nicht tun. Das Potential dieser Menschen verkümmert – und damit verkümmert auch unsere Gesellschaft.

Von daher, was ich immer betone: Mit den Menschen, die hier sind, müssen wir so menschlich umgehen wie wir es allgemein gewohnt sind und für unsere Gesellschaft insgesamt wünschen.

Freilich sind nicht alle empfänglich. Aber das sind Landsleute auch nicht. Wir sollten allen die Möglichkeit geben, ihre Gaben frei zu entfalten und einzusetzen.

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Kirche und Politik + Abdel Samad zum Politischen Islam + Koran: Hermeneutik

Wenn Kirchenvertreter nichts mehr vom Evangelium zu sagen haben, weil sie es selbst nicht mehr verstehen, dann flüchten sie sich erfahrungsgemäß in Gesellschaftspolitik.

Aber: Auch Glaubende, die Evangeliumsgemäß leben, können nicht politisch asketisch leben. Man muss sich politisch einmischen. Eine Kirchengeschichte ohne politische Einmischung ist nicht denkbar. Das tun auch die Christen in China nicht. Gerade weil sie dem Kommunismus eine eigenständige Welt entgegensetzen, haben sie es ja so schwer. Spirituell leben in der Nachfolge Jesu hat immer Konsequenzen für das Auftreten in der Gesellschaft. Darum werden viele ja auch verfolgt, bedrängt, als Feinde in Schubladen gesteckt, in die sie gar nicht hineingehören – das weltweit. Von daher ist Abdel-Samad, wie seine Sicht in diesem Beitrag dargestellt wird, nicht zuzustimmen.

Aber – auch das gilt, was eingangs gesagt wurde: Wenn Kirchenvertreter nichts mehr vom Evangelium zu sagen haben, weil sie es selbst nicht mehr verstehen, dann flüchten sie sich erfahrungsgemäß in Gesellschaftspolitik. Das ist auch nicht richtig. Das zerstört Kirche mehr als die Anfeindungen von außen. https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/2017/11/07/abdel-samad-kirchen-machten-ditib-hoffaehig/

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Abdel-Samad warnt vor politischen Islam – besonders mit Blick auf die Ditib: https://www.welt.de/politik/deutschland/article170388123/Abdel-Samad-warnt-vor-politischem-Islam-in-Deutschland.html

In dem Beitrag heißt es:

Das Ziel dieses politischen Islam sei „niemals die Integration der Muslime“. Dieser verstecke sich hinter den Kirchen und nutze Grauzonen im Grundgesetz aus – manchmal mithilfe der Kirchen -, um seine Infra- und Machtstrukturen auszubauen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, erwiderte, dass das Problem erkannt sei und dass bereits kritische Gespräche geführt würden.

Man stürzte sich als Kirchen auf Muslime, die Gesprächsbereitschaft signalisierten. Sonst hatte man ja keine Ansprechpartner. Ob sie nun extrem waren, ob sie von den jeweiligen islamischen Staaten gelenkt wurden, das war egal – Hauptsache, man hatte Ansprechpartner, die einem sagen, was der Islam im realen Leben wirklich ist. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert, weil liberale Muslime immer deutlicher in den Vordergrund treten. Und so ist es eben auch wünschenswert, dass die Kirchen liberale Muslime unterstützen, und, wie Bedford-Strohm laut Beitrag sagt, mit den anderen „kritische Gespräche“ führt.

Es hat sich in den letzten 10-20 Jahren viel geändert. Entsprechend haben sich auch die Ansichten der Kirchen und auch Einzelner geändert (wie auch meine Perspektive). Das liegt in der Natur der Sache – und es wird sich auch weiterhin ändern.

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Ich habe schon sehr häufig zum Thema Koran-Hermeneutik (im Suchfeld Hermeneutik eingeben) geschrieben. Das will ich nicht wiederholen. Mir kam neulich aufgrund der Lektüre des Buches von Adrien Mamadou Sawadogo (Gott hat mich ergriffen) folgender Gedanke:

Aus jüdisch-christlicher Perspektive ist es so, dass Gott auf den Menschen reagiert. Gott hat den Menschen mit freiem Willen geschaffen. Der Mensch reagiert darauf mit Tun des Willens Gottes – aber auch damit, sich von Gott abzuwenden. Darauf reagiert Gott – zum Beispiel mit der Erwählung Abrahams, den 10 Geboten an Moses, damit der Mensch zur Gemeinschaft zurückfindet – eben aus freien Stücken -, er reagiert mit dem Bundesschluss mit seinem Volk Israel, der Beauftragung von Propheten, die im Namen Gottes auf die Sünde des Volkes reagieren sollen, der Sendung seines Sohnes Jesus Christus und allem, was damit an Lehre und Taten verbunden ist.

Laut muslimischem Glauben reagiert Allah auf das Tun der Menschen. Weil laut Mohammed Juden und Christen die Bibel (und das Leben Jesu) verfälscht haben, diktiert Allah dem Mohammed den Koran. Allah reagiert auf Mohammed, wenn dieser in Bedrängnis gerät, wenn er von Allah was wissen will usw. Das heißt: Auch hier finden wir, dass Allah auf den Menschen reagiert, versucht, ihn in seinem freien Willen zum Guten zu leiten. Die Frage stellt sich dann weiter: Wie würde Allah auf das reagieren, was heute in der islamischen Welt geschieht? Hat er nur damals durch Mohammed reagiert – oder reagiert er auch durch die Geschichte hindurch, eben wie Christen von Gott bekennen, immer wieder neu (durch seinen heiligen Geist)? Kann man aus dieser Perspektive nicht eine neue Koran/Sunna Exegese/Hermeneutik entwickeln, die von der Mehrheit der Muslime weltweit akzeptiert wird? Ahmadiyya gehen ja schon in etwa diesen Weg. Aber wäre er nicht auch für Sunniten und Schiiten – freilich aus ihrer Perspektive – nachdenkenswert?

Ich hatte gestern Adrien Mamadou Sawadogo erwähnt, der Muslim war und Christ wurde – der sagte, dass Allah – also Gott – ihn zu Jesus geführt habe. Aus dessen Perspektive haben wir das auch: Gott/Allah handelt aktuell. Man muss nur sein Handeln zu verstehen suchen. Sawadogo meint, dass nicht jeder den Weg geführt werde, den Allah/Gott ihn persönlich geführt habe. An dieser Stelle könnten dann die Vordenker des sunnitischen und schiitischen Islam ansetzen: Wie möchte Allah, dass Muslime gegenwärtig in dieser geschichtlichen Situation agieren?

Ich weiß, es ist vermessen, großen Religionen kleine Gedanken gegenüberzustellen. Aber dazu morgen mehr.

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PolizeiAusbildung: Berlin + Besorgte Bürger sind die Gefahr

Wenn man das liest, dann wundert man sich, dass es überhaupt noch Menschen gibt, die Polizisten werden wollen: https://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/vorwuerfe-an-polizeiakademie–die-kehren-hier-seit-jahren-alles-unter-den-teppich–28776760?dmcid=sm_fb

Dabei haben wir sie so nötig – gute Polizisten. Was ist mit der Politik los, dass sie das (hier) so schleifen lässt?

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Besorgte Bürger sind die Gefahr! http://daserste.ndr.de/panorama/Besorgte-Buerger-unterwandern-Polizei,polizeiakademie124.html

Ich habe den Eindruck, dass da jemand etwas verwechselt – wenn er Recht hätte, wäre das wirklich übel. Wie ich die Auseinandersetzung in Berlin verstanden habe: Es geht in der Kritik an den Zuständen doch wohl kaum darum, dass Menschen mit Migrationswurzeln in den Polizeidienst treten. Diese sind wirklich nötig. Es geht doch um Kritik an den Zuständen, es geht darum: Wer wird aufgenommen. Bleiben die Maßstäbe, werden sie gesenkt, werden die Auszubildenden mit Migrationswurzeln in die Klassen ohne Migrationswurzeln hineingenommen oder werden sie in eigenen Klassen zusammengefasst? Wie werden sie ausgebildet, damit die Qualität der Polizei so hoch bleibt. Und so weiter…

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GeldGier + Macht der Mafia

Dass die Politik Schlupflöcher für Großverdiener ermöglicht, ist nicht ganz so erstaunlich: http://www.nachdenkseiten.de/?p=40943

Meine Frage ist allerdings: Ist das alles wirklich so, wie es sich im Augenblick manchen darstellt bzw. dargestellt wird?

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Über die Macht der Mafia in Berlin: https://www.berliner-kurier.de/berlin/polizei-und-justiz/parallelgesellschaft-die-macht-der-mafia-familien-in-berlin-28763480?dmcid=sm_fb

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Rakete auf Saudi Arabien + Unterstützung von Extremisten + Zuwanderung/Abschiebung

Jetzt weiß ich, warum die Rakete, die aus dem Jemen auf Saudi Arabien abgeschossen wurde, für Medien so wichtig ist: Der Iran wird beschuldigt, den Huthis diese geliefert zu haben. Das heißt, der aufstrebende Monarch benötigt sie, um das Land nach innen zu festigen, damit er besser mit seinen Gegnern umgehen kann: Hätte ich mir auch vorher denken können.

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Ob der Saudische Prinz, wenn er denn sicher im Sattel sitzt, auch solche Unterstützungen von Extremen unterlässt? https://deutsch.rt.com/inland/60083-efgani-donmez-nun-seyran-ates-islamfeindlichkeit-saudi-arabien-vae-islam/

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Integrierte dürfen einfach nicht abgeschoben werden. Da müssen die zuständigen Stellen mit den Menschen vor Ort zusammenarbeiten, die diese Menschen kennen. Warum werden sie nicht klug? http://www.focus.de/politik/deutschland/asyl-und-haertefallkommission-eine-gut-integrierte-familie-aus-albanien-soll-abgeschoben-werden_id_7809707.html

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Liebe und Glaube

Menschen suchen Geborgenheit in der Familie – und dabei wissen sie: Familie ist brüchig – und wird immer brüchiger. Wenn die Familie nicht selbst eine gemeinsame Basis hat, dann kann sie nicht halten, was sich viele von ihr erhoffen. Schönheit kann keine Basis sein, Glücksgefühl kann keine Basis sein – es muss etwas dazu kommen, das Krankheit, Spannungen, Not, Uneinigkeit aushält. Etwas, das als Basis bleibt, wenn auch alles andere wegbricht. Und da sind Liebe aus Glauben und Glaube aus Liebe die tiefere, festere Basis.

Liebe aus Glauben ist Geschenk von Außen. Liebe aus dem Innern des Menschen kann schnell erkalten. Dennoch: Was ist bewundernswerter als die Liebe, zu der sogar der Mensch fähig ist? Auch wenn sie noch so klein ist? (2014)

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Massenmord in US-Kirche

Ein Mann erschoss 27 Menschen in einer Kirche: http://www.focus.de/panorama/welt/in-texas-mindestens-26-menschen-erschossen-todesschuetze-devin-k-gab-kindern-bibelunterricht_id_7804969.html

Soweit ich zurzeit (6.11.) sehe, weiß man noch nicht viel – außer, dass ein Mensch wieder viel unnötiges Leid über andere Menschen gebracht hat. Menschen wurden aus dem Leben gerissen – und auch von den Familien weggerissen.

Ich kann sie nur Gott anbefehlen und für sie beten. Für die Toten und die Lebenden.

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Gott hat mich ergriffen + Allah/Gott + Reformation feiern? + Islam und Europa + Polygamie zu Kindderreichtum + Frau verstoßen

In dem Buch von Adrien Mamadou Sawadogo („Gott hat mich ergriffen“) erfährt man eine ganze Menge über diesen Teil der afrikanischen Gesellschaft: Die enge Verwobenheit muslimischen Glaubens mit dem Geisterglauben, die familiären Bande, die Menschen einweben in die Tradition, die Aufgaben, die man von ihnen verlangt, Eltern versprachen den geistern – was der Sohn dann tun muss… Interessant ist auch die Aussage, dass ein Schamane den Tod des Autors für einen bestimmten Tag angekündigt hatte. Er selbst ist nicht gestorben, aber der Schamane, was dazu beigetragen hat, nicht die Hand gegen ihn zu erheben, man hatte Respekt vor dem, der durch Jesus Christus geschützt wird.

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Ich finde das Buch insofern auch interessant, weil er sich als Christ sieht, weil Allah – also Gott – ihn zu Jesus Christus geführt hat. Allah/Gott ist ein Geheimnis, der Menschen – auch Muslime – für Jesus bereit machen kann.

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Besonders perfide finde ich diese Strategie, um Konversionen zum Christentum zu verhindern: Der Vater hat vier Frauen. Und als der älteste Sohn zum Christentum konvertierte, wurde die Mutter misshandelt und verstoßen. Das heißt, sie muss zusehen, wie sie überlebt. Diese Mutter floh zu ihrem Bruder, der sie aber nicht ernähren konnte, weil er selbst zu viele Frauen und Kinder… hatte. Das heißt: Wer Christ werden möchte, muss immer auch das Schicksal seiner Mutter im Blick haben. Und diese Fesseln, die diese Religion – zumindest dort – den Menschen anlegt, ist wirklich perfide.

Wenn wir darüber diskutieren, die Verhältnisse in den Ländern zu verändern, dann gehört auch die Überbevölkerung dazu. Sie selbst sind überfordert mit der Menge an Kindern. Und hier sollten die islamischen Führer einmal nachhaken: Verbot der Polygamie. Aber sie ist es ja letztendlich, die den Islam ausbreiten hilft. Von daher ist vernünftiges Denken kaum zu erwarten. Vor allem, weil der Koran das auch erlaubt. Aber das ist auch eine Wurzel der gegenwärtigen Probleme. Und bevor man über Verhütung nachdenkt, sollte man schauen, ob man diese Gesellschaften nicht irgendwie in den Griff bekommt.

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Einspruch aus der Katholischen Kirche: Wie kann man die Reformation feiern, die zur Spaltung der Kirche geführt hat? http://www.kath.net/news/61558

Ich habe einen Teil der Reformationsjahres anders erfahren. Dennoch sei dieser Blick genannt. Soweit ich wahrgenommen habe, wurde die dunkle Seite Luthers auch vielfach thematisiert. Ich denke nicht, dass man aus Luther einen falschen Heiligen gemacht hat, sondern auch die dunklen Seiten des Heiligen nicht verschwiegen hat.

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Dass Menschen, die permanent bedroht sind, nicht begeistert über den Feind sprechen, das kann man nur heute den Menschen ankreiden: http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2017/04/islam-mittelalter-bedrohung-feindbild/seite-3

Dass der Islam vielfältig ist – es gab ja auch in Europa lobende Worte gegenüber dem Islam. Aber das Thema Bedrohung war massiv – denn man sah es ja an den Eroberungszügen, man erlitt es an Konstantinopel, an den Sklavenzügen den Flüssen entlang bis hin nach Genf.