Lächeln

Dieses Gedicht mag ich, seit ich es das erste Mal gelesen habe – von Christian Morgenstern:

Ein Lächeln irrt verflogen / durch einen lauten Saal, / bis es auf einem Bogen / von schillerndem Opal / sein kleines Leben endet, / den letzten Blick noch matt / zu der herabgewendet, / die es verloren hat.

Durch dieses Gedicht nehme ich sehr viele Lächeln von Menschen wahr, die andere anlächeln, aber ihr Ziel nicht erreichen. Sei es, weil der andere zu schnell wegschaut, in Gedanken ist, Lächeln scheut…

Es ist ein Geheimnis um das Lächeln zwischen Menschen – ein wunderschönes Geheimnis. (2014)

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9.11.1938 und 1819

9.11.1938 – Reichspogromnacht.

An diesem Tag möchte ich auch an andere Progrome erinnern – an die von 1819. Vielfach vergessen. Man darf sie aber nicht vergessen – auch sie gehören zum dunklen Kapitel unserer Geschichte: die Hep-Hep-Aufstände: http://www.heinrich-heine-denkmal.de/dokumente/graetz-hep.shtml

Im November 1819 – so lesen wir unter dem Link – ist der Judenspiegel erschienen. Ein unsägliches, aber gerade deswegen vermutlich intensiv rezipiertes Machwerk der Menschenverachtung. Menschenverachtung ist nicht allein Kennzeichen nationalsozialistischer Zeit. Sie durchzieht unsere Geschichte immer wieder und hinterlässt eine blutige Spur.

Wir müssen ungeheuer aufpassen, dass Menschenverachtung sich nicht wieder in unserem Land einnistet. In allen notwendigen Auseinandersetzungen – Menschenverachtung darf kein Eingang in ihnen finden.

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Trauriger Zustand des Islam

Nachrichten über den Islam sind nicht traurig, weil ich sie bringe und deute, sondern ich bringe sie aus Trauer über den Islam und seinem Zustand – mit Blick auf die Auswirkungen auf die gesamte Welt.

Denken wir an die muslimischen Opfer in Pakistan,  an die vielen Opfer nicht nur durch den IS, sondern durch all die islamistischen Gruppen. Denken wir an Somalia, an die Auseinandersetzungen im Jemen (in dem Sunniten/Wahhabiten – Saudi Arabien – und Schiiten – Iran – vermutlich einen Stellvertreterkrieg führen), an den Sudan, an Nordnigeria, Philippinen, Thailand, man denke an die stärker werdenden Islamisten in Indonesien. …. In manchen Ländern stemmen sich Muslime dagegen – wie in Pakistan – sie müssen hohen Blutzoll zahlen.

Muslime selbst trauern über den Zustand des Islam in vielen Teilen der Welt – im Grunde überall da, wo es Muslime gibt. Der Islam weltweit bietet einen bedauernswerten Zustand. Man denke an die unzähligen Einzelschicksale, die es nicht bis in die Medien schaffen – nur zufällig irgendwann deutlich werden – wie zum Beispiel das, was der Mutter von Adrien Mamadou Sawadogo passiert ist. Wie schlimm ergeht es den Ahmadiyyas, die von Muslimen bekanntlich offiziell gar nicht als Muslime anerkannt sind, auch wenn zumindest bei ins Kontakte zu anderen islamischen Gruppen bestehen, in vielen Ländern. Mir sind noch schlimme Bilder vor Augen… Und ich kenne viele Muslime, die über den Zustand trauern, ja verzweifelt sind. Manche wollen gar nichts mehr mit dem Islam zu tun haben,  manche beschuldigen einzelne islamische Staaten, manche die Islamisten, den wahren Islam zu verhunzen, manche rühmen die schöne Sprache des Koran, um seine dunklen Seiten nicht zur Sprache bringen zu müssen… Und sie fragen sich: Woran liegt das?

In diesen traurigen Zustand des Islam wird die gesamte Welt mit hineingezogen. Frauen, Männer, Kinder, Muslime selbst und Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen. Und weil die ganze Welt mit hineingezogen ist, muss man sich auch als Nichtmuslim äußern, darf man sein Erschrecken seine Kritik äußern? Ich denke an den Ruf: Allahu Akbar – für Muslime ein wichtiger Ruf, ein Bekenntnis – aber dadurch, dass er als Kampfschrei von Kämpfern gebraucht wird, ruft er in Menschen Angst und Schrecken hervor, vor allem auch bei denjenigen, die unter diesen Ruf verletzt wurden, denen Leiden zugefügt wurde.

Dieser traurige Zustand ist ein Gesamtbild. Das bedeutet nicht, dass es im Islam nicht großartige Menschen gibt, die sich gegen all das dagegen stemmen. Und – so meine Perspektive – die sollte man unterstützen.

Kritisieren darf nur der Islam – auch wenn einzelne Muslime sich zurückhalten, vielleicht auch viele – die Christen? Denn die Kritik des Koran an den Christen haben Muslime meines Wissens noch nicht zurückgewiesen und ist weiterhin gültig: Allah sagt, laut Koran, im Grunde, dass alles, was Christen heilig ist, nicht stimmt. Das sollte Christen nicht verletzen? Und Mirza Ghulam Ahmad hat weiter in die Kerbe geschlagen. Das ist sein Recht gewesen – klar, wer wollte es ihm verbieten. Aber das muss man auch berücksichtigen, wenn man Kritik von Christen nicht hören mag – und sie selbst vielleicht auch nicht äußert.

Ein Dialog der Religionen schließt aus meiner Perspektive gegenseitige Kritik nicht aus. Sie gehört zur Ehrlichkeit im Umgang miteinander dazu. Somit verlangt auch keiner, dass der Koran nicht Christen kritisieren darf, dass Muslime, die dem Koran folgen, die Christen nicht kritisieren dürfen. Aber vice versa muss auch von muslimischer Seite Kritik angenommen werden. Denn erst dann, wenn man sich ehrlich miteinander auseinandersetzt, nimmt man einander ernst, begegnet man einander auf Augenhöhe. Denn die andere Seite ist für Muslime auch nicht gut: Unbeachtet zu bleiben, oder man sagt ihnen, wie zu kleinen Kindern: Alles ok, was ihr sagt – sie aber nicht ernst nimmt. Voraussetzung ist: Man kritisiert sachlich, menschlich. Auch das geht ohne Verletzungen nicht ab, weil Menschen Menschen sind, manche fühlen sich schneller verletzt, manche haben eine dickere Haut – auch wenn es nicht das Ziel sein darf, andere zu verletzen.

Es verletzt, dass andere das ansprechen, was mir selbst wehtut. Ich kenne das auch als Christ. Mir tut weh, was Christen alles in der Geschichte angerichtet haben und vielfach auch jetzt anrichten. Ich möchte am liebsten nichts davon hören. Ich will nichts davon hören, weil ich weiß, dass die KirchenKritiker Recht haben und dass auch nichts mehr wieder gut gemacht werden kann bzw. nicht von mir beeinflusst werden kann. Sich verletzt fühlen, mag eine Schwäche sein – aber sie kann auch fruchtbar sein: Kirchen versuchen Vergangenes dadurch wieder gut zu machen, dass sie – sensibel geworden für das eigene Versagen – sich für die Fehler der Vergangenheit entschuldigen. Aber gut machen – das geht im Grunde nicht. Man kann damit nur signalisieren: Wir sehen die Verhaltensweisen der Vorfahren als falsch an und wollen es selbst so nicht machen. Aber nur dadurch, dass ich zuhöre, was andere uns Christen vorwerfen, kann ich deren Verletzung, die ihnen durch Christen zugefügt wurde, verstehen und hoffen es abzuändern.

Aber wenn wir die gegenseitigen Verletzungen aussprechen, dann sehen wir, dass wir als Menschen miteinander umgehen müssen – und wachsen so vielleicht zusammen, trotz religiöser oder weltanschaulicher Unterschiede.

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Elektro-Autos und Umweltschutz

In der FR (!) wurde ein Artikel zum Thema ElektroAutos veröffentlicht, der nicht besonders himmelhochjauchzend ausgerichtet ist: http://www.fr.de/wissen/klimawandel/klimawandel/mobilitaet-das-maerchen-vom-sauberen-e-auto-a-1382892

Interessant fand ich die Formulierung in dem Untertitel:

„Wissenschaftler warnen vor den falschen Versprechen der Autobauer…“

… der Autobauer? Wer lockt denn die ganzen Monate mit diesen falschen Versprechen? Von den Autobauern – außer vielleicht von Tesla – habe ich eine so große Begeisterung für das ElektroAuto noch nicht wahrgenommen. Schön ist, dass endlich der Glorienschein vom ElektroAuto ein wenig rußig geworden ist. Was freilich, wie die Wissenschaftler sagen, nicht gegen das ElektroAuto insgesamt spricht – aber es soll ganz anders konstruiert werden.

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Dritte Geschlechter

Es geht ja nicht nur um „das dritte Geschlecht“ – sondern dass Menschen, die sich nicht dem Männlich oder Weiblich zuordnen können, die Möglichkeit haben, sich offiziell anders zu sehen. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/intersexualitaet-bundesverfassungsgericht-fordert-drittes-geschlecht-in-geburtenregister-a-1177008.html

Und das finde ich gut. Nicht die 70 oder wie viel sexuellen Vorlieben, die Facebook ermöglicht, sondern eben, dass menschen das recht bekommen sollen, sich auch als weder männlich noch weiblich zugehörig zu fühlen müssen.

Ich hoffe, dass auch dann Operationen nicht mehr stattfinden – oder in geringerem Maße: Sie müssen sich nicht mehr als Mann oder Frau fühlen, sondern eben als sie selbst. Und das stärkt, denke ich, die Psyche. Man muss sich nicht mehr einordnen, verkrampfen, psychisch zerstören. Man darf sich nun auch sagen: Ich bin ich.

Wenn die Gesellschaft dann mitmacht – auf Dauer – dann wird es auch weniger psychische Verletzungen geben. Oder?

Was allerdings kompliziert wird, das könnte Auswirkungen auf den Alltag haben: Anrede? – Das scheint für mich das wesentliche Problem zu sein, denn allein das Kreuzchen nicht bei m/w machen zu können, hilft nicht weiter.

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CDU – was will sie? + Von der Leyen und Polen

Was will die CDU eigentlich? Das ist die große Frage: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-und-jamaika-in-der-cdu-gaert-es-a-1176857.html

Ich halte das für ein gefährliches Pokern – sich mit solchen Zielvorgaben so zurückzuhalten, vor allem auch darum, weil es zu Neuwahlen kommen kann. Wenn diese kommen sollten, dann muss die CDU von jetzt auf gleich in Höchstgeschwindigkeit fahren, weil sie die Zeit des Vorwärmens nicht genutzt hat.

Dieses Lavieren und Mehrheiten ausloten – ich schrieb es schon sehr häufig, kann für die CDU gefährlich werden, weil man sie mit keinem Maßstab mehr verbinden kann.

Oder: Der Maßstab der CDU heißt Merkel. Und nach Merkel? Flügelkämpfe – lieber nicht daran denken.

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Ich hatte die Bemerkung von von der Leyen auch schon kommentiert, deren Folgen hier dargelegt wird: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ursula-von-der-leyen-pis-regierung-in-polen-erregt-ueber-verteidigungsministerin-a-1176883.html

Wie gedenkt die Regierung das wieder auf die Reihe zu bringen?

Interessant ist: von der Leyen hat in die innenpolitische Lage Polens eingegriffen. Das wird ihr von der Regierung vorgeworfen. Gleichzeitig nutzt die Regierung das zu ihren Gunsten, sodass letztlich von der Leyen zugunsten der Opposition gesprochen hat, aber die Regierung stärkt.

So kann es gehen mit unbedachten Äußerungen.

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Nachtrag: Polizei Berlin + Nachtrag: Saudi Arabien / Iran + Geschichte + Antifa

Es kommt immer mehr heraus:

a) Polizei Berlin: http://www.bz-berlin.de/berlin/geheimnisverrat-hwr-studentin-fotografiert-clan-fahndung-ab

b) Saudi Arabien: http://www.fort-russ.com/2017/11/orgies-with-underage-girls-heavy-drug.html?m=1

Alles Fake News? Keine Ahnung. Mögen Leute mit Durchblick klären.

Was den Iran betrifft: http://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-gefaehrlicher-siegeszug-im-nahen-osten-a-1176794.html

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Ich bin kein großer Freund der iranischen Regierung. Dazu geht sie zu brutal mit Menschenrechten um. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nun nicht wieder in die Propagandamaschinerie pro Saudi Arabien hineingeschleudert werden. Das ist nicht weniger gefährlich als das, was der Iran tut. Vermutlich will der Iran einfach nur die Vorherrschaft der Saudis brechen. Darf er das nicht? Wer sollte es ihm verbieten wollen – mit welchem Recht?

In der Geschichte gibt es kein status quo. Länder herrschen – Länder werden untergebuttert. Länder werden stärker – Länder werden schwächer. Und wenn die Politik eines Landes ohne Sinn und Verstand ist, wird es eben untergebuttert oder rastet aus, bis es von anderen gestoppt wird. Geschichte eben. Und wir sind in der Gegenwart nicht der Geschichte entnommen. Manche Medien, manche Politiker, manche Geschichtsvergessene meinen, Geschichte festzurren zu können. Geht nicht. Wir sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den Machtkämpfen. Eben: Wenn die Politik eines Landes ungeschickt ist – wird sie die Vorzeichen für die Zukunft falsch stellen – dann haben die Nachfahren nichts mehr zu lachen. Das gilt nicht nur mit Blick auf das Thema, das alle begeistert: Klimawandel. Das ist vielleicht nicht einmal das wichtigste Thema, um unser Land abstürzen zu lassen.

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Schön zu erfahren http://www.sueddeutsche.de/muenchen/antifa-kongress-in-muenchen-es-geht-nicht-darum-wie-man-am-besten-einen-nazi-zusammenschlaegt-1.3736220

Es gibt nicht die Antifa“, sagt sie, sondern unterschiedliche Strömungen, von denen der Großteil vernünftig sei.

Eine Frage: Wie gehen die vernünftigen Antifa-Leute mit den Unvernünftigen um? Dulden sie diese? Woher weiß man es, mit wem man es gerade zu tun hat? Haben sie so eine Art Button: Vernünftige Antifa bzw. Unvernünftige Antifa?

Was man hier in dem Beitrag auch erfährt: Wer Paulchen Panther verwendet, macht sich verdächtig: NSU!

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Auferstehung

Auferstehung

Unsere Auferstehung ist Folge der Auferstehung Jesu.
Sie ist dem Glaubenden gewiss.
Wie will man sie verstehen?
Wie will man verstehen, was den Verstand übersteigt?

Wie will man verstehen, was den Verstand übersteigt:

Materie lebt?
Materie denkt?
Materie liebt, hofft, hat Sehnsucht?
Materie spricht, dichtet, malt, musiziert?

Wir verstehen nicht viel.
Wir nehmen es aber an.
Weil wir es annehmen, lernen wir es kennen.
Weil wir es kennen, haben wir Erkenntnis, Erfahrung, Leben.

So auch die Auferstehung:
Annehmen,
es folgen:
Kennenlernen,
Erkenntnis,
Gewissheit,
Auferstehung,
im Leben und im Tod.

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