Brainreading

Brainreading: Was denkt der andere? Das will man sehr gerne wissen. Manchmal. Geheimdienste immer. Der Mensch wird immer mehr zum Spielball des Menschen – in einer Art und Weise, wie es vorher nie der Fall war: sauber. Ein bisschen Wissenschaft – saubere Zimmer – ein paar Geräte – kein Geschrei, nichts, kein Dreck, kein Ekel, keine Quälerei – alles geht sauber ab, wenn der Mensch der Zukunft gefoltert wird – sauber – mit weißen Kitteln – vielleicht dann sogar in Hipster-Kleidung. Ist ja alles so cool: https://www.deutschlandfunkkultur.de/gedankenlesen-mit-neurowissenschaft-das-fenster-zum-hirn.976.de.html?dram:article_id=425645

Wissenschaft darf nicht ganz autark sein – sie bedarf der Ethik, bedarf der Maßstäbe, die außerhalb ihrer liegen. Ich weiß. Ein frommer Wunsch – weil immer irgendwelche aus welchen Gründen auch immer aus der Reihe tanzen werden. Dann wird das Alltag. Auch zum Nachteil von Menschen. Und dass der Mensch es nicht hinbekommt, sieht man daran, dass er alles, was zum Guten entwickelt wurde, auf irgend eine Weise missbrauchen kann.

Nachtrag: Bei Angenendt (Toleranz und Gewalt) gelesen: Thomas von Aquin (+1274) meint, dass Wissenschaft Vermehrung des Guten bringen könne – aber auch Fortschritt der Sünde möglich sei. (117)

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Kofi Annan +

Kofi Annan ist gestorben: http://www.spiegel.de/politik/ausland/nachruf-auf-kofi-annan-moralische-instanz-der-weltgemeinschaft-a-1223846.html

Es war und ist sicher nicht leicht, Generalsekretär der UN zu sein. Aber trotz aller Fehler und Abhängigkeiten – Kofi Annan hat gezeigt, dass man trotz Niederlagen, falschen Einschätzungen nicht mutlos werden darf. Und so hat er sich auch nach seiner Amtszeit noch für die Welt eingesetzt.

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Kirchliche Hierarchie und Migrantenfrage + Seligsprechung

Eine solche Umfrage müsste man hier auch einmal machen: Entfernt sich die kirchliche Hierarchie nur in Italien von der Bevölkerung? http://kath.net/news/64797

Das Problem der Kirche ist: Sie muss manchmal an ihren Prinzipien festhalten, auch wenn ein großer Teil der Bevölkerung abrutscht. Das sah man angesichts der NS-Ideologie, das sah man angesichts des Kommunismus: Viele Menschen folgen dem – und greifen die Kirche an, weil sie sich nicht anpasst (betrifft auch das Thema Sexualität in der Moderne), bzw. wenn sich Kirche angepasst hat, wird sie hinterher angegriffen, weil sie sich angepasst hat. Kirche sollte unabhängig von der Mehrheitsmeinung in der Nachfolge bleiben – was allerdings auch nicht leicht ist, da man sich als Kirchenmensch eben auch selbst gerne anpasst.

Aber in der Migrantenfrage handelt es sich nicht um den status confessionis: Menschenrechte im Land sind einzuhalten, davon darf die Kirche um des Evangeliums Willen nicht abrücken – aber: gleichzeitig ist der Zuzug von Migranten zu regeln. Migranten – nicht Flüchtlinge. Diese werden noch immer in einen Topf geworfen. Flüchtlinge müssen Zuflucht finden können.

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Was mir an der katholischen Seligsprechung gefällt: Es werden nicht nur berühmte Menschen dieser zuteil, sondern manchmal eben auch solche Menschen wie Anna Kolesarova: http://kath.net/news/64799

Auf solche Menschen den Fokus zu richten – das ist etwas, was ich an der säkularen Geschichtsschreibung vielfach noch immer vermisse.

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Tagesschau und Migrantenfrage: Eine Selbstverteidigung  : http://blog.tagesschau.de/2018/08/18/der-toetungsfall-in-offenburg/

– die irgendwie nicht mehr hilft, weil sie aus der Perspektive so mancher die Grundstruktur der Taten nicht berücksichtigt.

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Kirche und Homosexualität

Sind das Nachrichten, die man aufgrund von political correctness unter den Tisch fallen ließ und auch fallen lassen soll? http://kath.net/news/64762

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Harte Worte gegen pädophile Priester und die Deckung dieser durch die kirchliche Hierarchie – warum auch immer. Aber, wie der oben genannte Beitrag zeigt, geht es zumindest in den USA überwiegend nicht um Pädophilie: https://m.die-tagespost.de/meinungsmacher/Der-Sumpf-der-Paedophilie-in-der-Kirche;art36,191189

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Auch wenn es in den USA wohl überwiegend um Homosexuelle geht oder die Netzwerke eben von dieser Gruppe gebildet werden sollten, muss Augenmaß bewahrt werden. Schuldig ist nur, wer schuldig wurde. Eine Gruppe darf nicht unter der Schuld einzelner – auch wenn es viele Einzelne sein sollten – in eine Art „Sippenhaft“ genommen werden. Der Realität ins Auge blicken – ohne über das Ziel hinauszuschießen, das wird die Aufgabe der kirchlichen Hierarchie sein. In allen Bereichen, in denen Christen schuldig werden können. Aber das, was zu tun ist, muss getan werden, das, was zu sagen ist, muss gesagt werden. Vertuschen hilft nicht. Das ist auch gut so.

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Äthiopien + Nigeria + Eritrea

Ich hatte schon auf den Gewaltausbruch gegen Christen in Äthiopien hingewiesen. Aber das Ausmaß war mir noch nicht so deutlich: http://kath.net/news/64798

Unsere Medien schweigen darüber – soweit ich das sehe.

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Immer noch sind die islamistischen Boko Haram stark: http://www.globalchristiannews.org/article/pastor-feels-pain-for-families-of-slain-soldiers-by-boko-haram/

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Vielleicht tut sich endlich was in Eritrea mit Blick auf die Christenverfolgung: http://www.globalchristiannews.org/article/35-eritrean-christians-released-after-peace-deal-with-ethiopia/

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Afghanistan

Ich habe übrigens aus dem April 2012 folgenden Beitrag von mir entdeckt:

Manchmal denken sich die Menschen auch ihr Land schön… Und die Westler, die jetzt aus Afghanistan abziehen wollen, denken sich die Zukunft einfach schön. Und dann, wenn sie abgezogen sind? Dann beginnt das Morden – im Zentrum stehen sicher auch die Frauen, die ein wenig mehr Freiheit genossen haben, zum Beispiel, indem sie zur Schule gingen. Dazu kommt: In zwei Monaten (März + April) gab es – schon jetzt, vor dem Abzug – in Afghanistan 16 so genannter Ehrenmorde: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2168850/Mother-30-young-children-beheaded-ex-husband-Afghanistan-honour-killing.html Und der Westen? Er verspricht der afghanischen Regierung viel Aufbaugeld. Wer bekommt es, wenn die Soldaten abgezogen sind? Man wirft es den Mördern in den Rachen – ach so, man hat Bedingungen daran geknüpft. Netter Versuch.

Der letzte Teil bezieht sich auf die Betonung der moderaten Taliban, die man 2012 so betonte. Hoffentlich wird dieser teil nicht auch noch Realität.

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