Künasts Welt + Weltoffenheit + SPDs Frauenquote + Maaßen – Aufreger

Künasts Welt: Kein Nutella – aber Werbung für Abtreibung: https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus179567386/Birgit-Kelle-Nutella-ist-Teufelszeug-Sagt-die-Antispassbeauftragte.html

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Firmen werben mit Weltoffenheit, wenn sie nicht nur weiße Menschen in die Werbung einbauen, unsere Fernsehsender tun das – und eine Uni wollte das auch machen. Sie meinte aber, dass nicht sie das so wollte, sondern die Werbeagentur. Und so wurden ruckzuck aus ein paar weißen Studenten nichtweiße Studenten: https://www.welt.de/vermischtes/article181544262/Lyoner-Ecole-Emile-Cohl-Franzoesische-Kunst-Uni-manipuliert-Fotos-ihrer-Studenten.html

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SPD mag eine Frauenquote im Bundestag? http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/spd-liebaeugelt-mit-frauenquote-fuer-den-bundestag-15789547.html

Spannend, wie sie das hinbekommen möchte. Nicht die Gewählten kommen dann dran, wenn sie Männer sind, sondern die mit den zweitmeisten, drittmeisten… Stimmen, wenn sie Frauen sind. Oder die Parteien stellen nur Frauen auf – mit ein paar Quotenmännern, die ja nicht die Anzahl der Frauen übertreffen darf? Mal sehen, ob das keine Zeitungsente gewesen sein soll.

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Da habe ich doch meiner nicht anwesenden Kristallkugel nur zögerlich geglaubt – leider. Dennoch: Ich schrieb zu Maaßen am https://blog.wolfgangfenske.de/2018/09/14/maassen-kristallkugel-loesung-merkel-verteidiger/:

Oder wird er vorher doch Sicherheitsbeauftragter im Innenministerium, Berater von Seehofer?

Gut, dass die sich dafür entschieden haben. So haben dann Medien und Opposition wieder Munition für ein paar Wochen. Was würden sie alle ohne solche Aufreger machen?

Wenn könnten sie als Nachfolger bestimmen? Ich wäre für einen SPD-Mann zur Besänftigung von Medien und Opposition: Wie wäre es mit Schulz? Oder Kramer: CDU-Mitglied – dann FDP-Mitglied – dann SPD-Mitglied.

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Äthiopien + Wird Bemba ruhig bleiben? – Macron verliert an Glanz?

Seit Jahren braut sich in Äthiopien was zusammen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/aethiopien-proteste-nach-toedlichen-auseinandersetzungen-a-1228563.html

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Bemba darf im Kongo nicht antreten. Wird er sich daran halten? Auch der Kongo ist ein Pulverfass: http://www.spiegel.de/politik/ausland/jean-pierre-bemba-urteil-gegen-ex-warlord-aus-kongo-bestaetigt-a-1228562.html

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Was passiert mit Frankreich, wenn der glänzende Macron an Glanz verliert? http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/frankreich-emmanuel-macron-im-umfragetief-15792569.html

Manche scheinen zu denken: Lieber nicht nachfragen. Macron ist noch ein paar Jährchen an der Macht.

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Gott in Jesus Christus – Bibelauslegung

So manche biblische Geschichte atmet nicht den Geist Jesu.

Aber man muss sie aus dem Geist Jesu lesen lernen.

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Christen sehen Gott in Jesus Christus. Darum werden alttestamentliche Gottesbilder von Jesus Christus her beurteilt. Sie sind dann manchmal religions-psychologisch zu verstehen, sie sind manchmal als Zerrbild Gottes zu erkennen, auch als Kampf gegen Gott. Gott wird in das Licht der jeweiligen Zeit getaucht – er wird wie die Götter der Völker beschrieben, er wird so dargestellt als einer, der mit den siegreichen Göttern der Völker mithalten muss. Es gibt einen Prozess der Gotteserkenntnis. Gott schält sich immer stärker aus den Verzerrbildern heraus, die der Mensch in seiner beschränkten Erkenntnis von Gott gemacht hat. Und so gibt es wunderbare Lichtblicke in den alttestamentlichen Texten, Lichtblicke, in denen Gottes Geist sichtbar und strahlend wird. Aber das kann man erst dann erkennen, wenn Jesus Christus der Maßstab ist. Eines dieser Lichtblicke ist das Wort des Propheten Jeremia, indem er den Geist Gottes ankündigt, der Gotteserkenntnis wahr werden lässt.

Ich weiß nicht – gab es je eine Zeit im Judentum und auch im Christentum, in der die alttestamentlichen Texte einfach so ohne Kritik, ohne Maßstäbe rezipiert wurden? Wie hart der Talmud zum Teil mit biblischen Texten umgeht! Oder man versuchte die Texte auf unterschiedlichen Ebenen zu verstehen (in der Tradition der Griechen – ich denke da an Philo, an Origenes, an die Auslegung früher Christen…). Kritik an biblischen Texten ist nichts, das Religionskritikern vorbehalten ist – sie ist Teil unserer religiösen Kultur. Der Unterschied ist nur: Glaubende kritisieren mit Gott im Hintergrund – säkulare Religionskritiker tun es ohne Gott. Von daher gibt es eben auch unterschiedliche Folgen – Folgen hermeneutischer Art.

Alle alttestamentlichen und neutestamentlichen Texte sind relevant. Sie sind äußerst relevant. Aber haben eben auch die Funktion zu zeigen, dass der Mensch Sünder ist, dass er sich gegen Gott und Menschen wendet (was nicht zuletzt Luther so gesehen hat). Der Mensch wird nicht glorifiziert – im Gegenteil: das gesamte AT stellt das Volk Gottes als eines dar, das sich gegen Gott sperrt, das seinen Alltag ohne Gott und gegen Gott leben möchte – und das geht dann ja auch im NT und massivst auch im Laufe der Kirchengeschichte weiter. Das geschieht selbst in Texten, in denen Menschen aus ihrer Zeit heraus meinten, Gott einen Gefallen zu tun – und Gott mit ihren eigenen frommen und unfrommen Ansichten identifizierten. Gott bringt sich gegen diesen bewussten und unbewussten Kampf gegen Gott immer wieder ein, korrigierend, fordernd, klärend.

Zuletzt eben durch Jesus Christus. In Jesus Christus.

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Der Blog kann leider erst am Mittwoch wieder weiter bestückt werden.

Kirche steht drauf – aber auch drin?

Das gibt Probleme, wenn Kirche draufsteht – aber drin nichts von Kirche zu entdecken ist. Das gilt für Krankenhäuser, Kindertagesstätte… – aber auch Gottesdienste. Zu diesem Komplex: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article181519700/Was-in-Gottes-Namen-ist-der-eigentliche-Auftrag-der-katholischen-Kirche.html

Ich würde aber sagen, dass man als Kirche entsprechendes soziales Engagement nicht aufgeben sollte, sondern im Gegenteil: Es aus dem Glauben heraus wieder innovativ angehen sollte.

„Christlich“ zu sein ist kein Label, sondern eine Aufgabe, ein Anspruch.

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Eine Islamkritikerin + Ein linker Linkenkritiker

Ein Buch zum Thema Islam – von Laila Mirzo, einer, wie cicero sie vorstellt, Islamexpertin: https://www.cicero.de/kultur/islam-kritik-islamisierung-laila-mirzo-scharia-dschihad-thilo-sarrazin-metoo-erdogan-tuerkei

Sie, die eine Muslima war und der nach der Lektüre des Koran die Augen geöffnet wurden, nennt aufgrund ihrer Erfahrungen als Islamkritikerin, ein Sprichwort:

Wer den Gedanken nicht angreifen kann, greift den Denkenden an.

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Hier https://www.heise.de/amp/tp/features/Intellektuelle-verlieren-bei-der-Auseinandersetzung-mit-dem-Islam-haeufig-den-Verstand-4153315.html   heißt es:

Diese Studie bestätigt im Übrigen meinen generellen Eindruck, dass Intellektuelle bei der Auseinandersetzung mit dem Islam häufig ihren Verstand verlieren.

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In unserer Gesellschaft muss jede Gruppe und jedes Individuum, ob relevant oder nicht, mit Kritik leben lernen. Das hilft ja auch der Selbstoptimierung. Selbstoptimierung heißt nicht: Das Fähnchen nach dem Wind hängen. Das heißt: selbstbewusster werden.

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Linke Satiriker dürfen das + Gedanken über Amtsgericht + Zustände im Land

Linke Satiriker dürfen Gegner als Schädlinge bezeichnen. Sie sind doch die Guten! Außerdem sind sie lustig! https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/nazi-sprech-zdf-heute-show-bezeichnet-maassen-als-schaedling-57264796.bild.html

(Sorry, Sarkasmus!)

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Man macht sich so seine Gedanken über das Amtsgericht in Bautzen, weil es gegen einen Intensivtäter noch nicht so tätig geworden ist, wie man es sich für das Zusammenleben in einer Stadt vorstellt: https://www.focus.de/politik/deutschland/amtsgericht-weist-kritik-zurueck-dilemma-der-justiz-intensivtaeter-king-abode-provoziert-erneut-in-bautzen_id_9595278.html

In einer Kleinstadt von ca. 40.000 Einwohnern – nun ja. Prekär. Man kann das Amtsgericht verstehen. Kann man nicht als Land bzw. Bund helfen, bevor wieder was passiert?

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Was für Zustände im Land! Versuche, Polizei einzuschüchtern – nach einem Angriff auf eine Polizistin: https://www.bild.de/news/inland/news-inland/brutaler-gewalt-ausbruch-polizistin-vor-shisha-bar-verpruegelt-57200032.bild.html

Welches Gericht wird hier durchgreifen? Besser gefragt: Wird ein Gericht hier durchgreifen? Nicht nur gegen den 17jährigen.

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Hiob und Noah

Es handelt sich mit dem Buch Hiob um ein literarisches Werk. Das Gottesbild, das der Autor zeigt, ist aus gegenwärtiger Perspektive kurios: Er und der Satan (der Verwirrer) wetten – ein Mann muss leiden, viele junge Menschen und andere kommen um. Es ist nicht einmal Zorn im Spiel, wie im babylonischen Hiob. Hier wird aufgegriffen, dass Menschen das Gefühl haben: Gott macht, was er will, der Mensch ist ihm ausgeliefert, aber eben dadurch abgeschwächt (aber letztlich doch verstärkend) verbunden mit dem Satan, der der eigentliche Verwirrer ist. Aber im Buch Hiob selbst ist von diesem kaum mehr die Rede – Gott wird zu recht angesprochen. Aber Gott schweigt – er schweigt unerträglich. Dieses Gefühl des Menschen, Gott bzw. den Göttern ausgeliefert zu sein, wird durch die Wette auf die Spitze getrieben. Gott ist im Grunde auch abhängig vom Satan, er ist abhängig davon, dass ein Mensch trotz des Leidens sich weiter zu ihm bekennt. Am Ende zeigt dieser Gott dann seine Macht, er kann alles – außer eben: Hiob, um ihn in seiner Arroganz unmenschlich zu prüfen, in Ruhe lassen. Dieses Werk ist im Grunde eine Gottes-Kritik, die schärfer ist als jegliche atheistische Kritik, die in der Ablehnung Gottes mündet – und dieses Werk, das eine Art Gegen-Gott-Werk ist, steht in der Bibel. Warum? Der Protagonist hält an Gott fest – gegen diesen undurchsichtig finsteren Wett- und Arroganz-Gott. Dieser Gott spiegelt die Herrscher damaliger Zeit wider – wie es die Thronszene zeigt. Diesem abgehobenen Herrscher wird der an ihm leidende Mensch gegenüber gestellt. Menschen solidarisieren sich mit dem leidenden Menschen – nicht mit diesem Gott, auch wenn der dem Hiob letztlich märchenhaft als Belohnung alles Mögliche wieder schenkt. Das Hiob-Buch rechnet mit einem solchen Gottesbild ab – wagt es aber nicht ganz, da es ein solches dann doch wieder installiert.

Elie Wiesel, der in Ausschwitz leiden musste und Auschwitz überlebt hat, hielt auch an Gott fest. Er schrieb: Selbst wenn Du mich vergisst, mein Gott, wirst Du mich nicht so weit bringen, dass ich Dich vergesse. Wiesel hat eindeutige Gotteserfahrungen gemacht, die er angesichts der folgenden Leiden nicht ignorieren konnte.

Christen halten sich an dem Satz fest, der im Hiob-Buch steht: Ich aber weiß, dass mein Erlöser lebt, diesen sehen sie in Jesus Christus. Hier bleibt ein Nicht-Verstehen Gottes, aber man schaut nicht auf das Nicht-Verstehen, sondern auf den, der in Jesus Christus selbst gelitten hat und anwesend ist. Das erklärt das Leiden nicht. Das hilft im Leiden.

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Ein kurioses Gottesbild liefern auch die Noah-Kapitel: Die Menschen sind böse, Gott will sie bestrafen, erwählt sich den gerechten Noah. Dieser baut ein Schiff. Alles, was darin aufgenommen wird, überlebt – alles andere wird dem Tod durch Ertrinken preisgegeben und dann, als die Flut vorbei ist, bereut Gott sein Tun, sagt, es solle nie wieder geschehen, ebenso darf keiner andere umbringen (Genesis 7-9). Auch diese Geschichte findet ihre Vorlage in einem Babylonischen Werk, dem Gilgamesch Epos. https://de.wikipedia.org/wiki/Arche_Noah

Noah ist ein Gegenbild zu Hiob: Er macht alles klaglos mit, was Gott mit ihm und der Menschheit vorhat. Leiden der Menschen spielt keine Rolle. Anders als zum Beispiel Abraham oder Moses, die sich gegen Gottes Zorn wenden und gegen die Vernichtung der jeweiligen Objekte des Zorns angehen. Gott lässt sich ein wenig besänftigen – aber Noah wendet sich nicht dagegen. Er tut, was ihm gesagt wird. Er ist nicht solidarisch mit den Menschen. Während die Abraham und Mose-Geschichte zeigen: Der solidarische Mensch ist im Grunde besser als der zornige Gott. Auch ein sonderbares Gottesbild.

All diese Geschichten sind jeweils  Ausdruck ihrer Zeit, Menschen erleiden die Bosheit anderer Menschen, Gott leidet an der Bosheit der Menschen – gleichzeitig sollen sie zeigen, dass sich Gott den gerechten Menschen zuwendet – eine Aufforderung, selbst gerecht zu sein. Zudem wird erklärt, warum Gott gegenwärtig nicht die bösen Menschen vernichtet, sie gewähren lässt. Er hatte es schon einmal gewollt, aber dann hat es ihn gereut. Entsprechend haben nun auch Menschen nicht das recht, die bösen Menschen zu vernichten, weil sie meinen, Gottes Stelle einnehmen zu müssen. Und der gerechte Noah? Nach all den schlimmen Erlebnissen baut er sich einen Weinberg, betrinkt sich – und das Schicksal der Bosheit nimmt erneut seinen Lauf. Dem setzt Gott – so das weitere Alte Testament – dann die Erwählung seines Volkes entgegen, das Gebote bekommt, damit es sich vom Bösen abwendet, dem er Propheten sendet, damit sie dem Volk verkünden, wie es sich richtig verhält.

Christen sehen in Jesus Christus Gott wirken: Er nimmt die Schuld auf sich, vergibt, wendet sich Menschen zu. (Aus: https://evangelische-religion.de/hiob.html)

(Fortsetzung folgt.)

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