Bolsonaro und die Medien + Trump

An unseren Medien lässt sich schön studieren, vor allem auch mit Blick auf dem Ausland, wie sie Meinung machen. Im Zusammenhang der Wahlen in Italien sprachen sie immer von der rechtspopulistischen Lega Nord und der 5 Sterne vom Komiker Beppe Grillo, mit Blick auf den brasilianischen Präsidentenkandidaten ließen sie nicht aus, der deutschen Bevölkerung zu sagen (pars pro toto):

Bolsonaro hat im Wahlkampf gegen Frauen, Schwule und Indigene gehetzt, er macht aus seinem Rassismus gegenüber der schwarzen Bevölkerung keinen Hehl und lästerte über Arme.

Sonst hört man noch von seinem Hass und natürlich wird ganz kurz erwähnt: der Rechtsextremist. Warum machen sie das? Damit auch der letzte in unserem Land kapiert, dass das die Bösen sind? Nur: Wir wählen ja gar nicht! Macht man das, um potentielle Ähnlichdenkende im Land abzuschrecken?

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Trump ist natürlich an allem Schuld, was in den USA von irren Terroristen gemacht wird. So einfach ist das Weltbild mancher unserer Medienmacher. Man muss sie allerdings unterstützen: Wer eine andere Meinung hat als diese Demokraten, der ist gegen sie und ist Hetzer – und damit auch zwangsläufig für alles Übel verantwortlich.

Das ist links-liberaler (?) Fanatismus, der nicht mehr in der Lage ist, differenziert zu denken. Daran ist natürlich auch Trump Schuld.

Hier gibt es einmal den Ansatz einer differenzierenderen Darstellung: https://www.tagesschau.de/ausland/trump-rhetorik-101.html

Wobei ich nicht weiß, ob es in den USA so anders gelaufen ist als bei uns. Bei uns haben die politischen Lager immer gepuscht und Keile getrieben – links wie rechts, eben: Um die Anhänger zu mobilisieren und Gleichgesinnte zu gewinnen.

Und: Warum scheuen manche unserer Medien die Auseinandersetzungen – wenn sie von Menschen kommen, die nicht dem linksliberalen Mainstream entsprechen? Gehören Auseinandersetzungen, politischer Widerstand Andersdenkender nicht zur Demokratie? Medien sind doch einfach nur Teil der Auseinandersetzungen, Teil politischer Lager. Sie stehen nicht über sie.

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Grünen Wähler + Hambacher Forst + Medien und Nahles + Grüne und Fake News

Ich sah neulich irgendwo eine Karikatur. Da berichteten gut situierte Bürger ihrem Gast, was sie sich alles leisten können und auch leisten. Und da fragt er sie: Und was macht ihr für die Umwelt? Da sagten sie: Wir wählen die Grünen.

Das scheint sich in manchen Bereichen zu bewahrheiten: Wer wählt überwiegend die Grünen? Diejenigen, die gut situiert irgendwo sitzen, weitab von den Problemen der Gesellschaft. Aber nicht nur, sondern auch diejenigen, die sich für weltoffen und als (künftige) Elite ansehen, die der tumben einheimischen Bevölkerung erklären müssen, wie sie ticken soll. Das ist schon spannend, was die Analysen alles so zum Vorschein bringen. Allerdings wählen nicht nur solche die Grünen. Auch die Menschen welchen Alters und welcher Schichten auch immer, deren Gedanken um die Umwelt kreisen.

Bejubelt wurde das Ergebnis von Medien. Die Grünen, die Gewinner des Abends! Dabei hat die AfD mehr Wählerinnen und Wähler neu hinzu gewonnen (AfD: 9%; Grüne: 8,7%). Aber da spricht man dann doch lieber nicht von Gewinnern des Abends. Gut, dass es die Grünen gibt, die geliebte Protest- und Ausweichpartei.

Interessant ist auch, wer die AfD gewählt hat. Menschen mit Migrationshintergrund noch mehr (14%) als Menschen ohne Migrationshintergrund (13%). Leute des Mittelalters mehr als die ganz Alten.

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Der Aufmerksamkeit eines Lokomotivführers haben  Menschen ihr Leben zu verdanken, die sich leichtsinniger- und unverantwortlicherweise an Schienen festgekettet haben: https://www.tagesschau.de/regional/nordrheinwestfalen/tagebauhambach-proteste-strafanzeigen-101.html

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Medien a la spiegel-online sind enttäuscht, dass die SPD die Groko nicht sprengt. Sie geben sich so eine Mühe, endlich die Regierung zu stürzen – und wieder nichts. Der ganze Wahlabend war davon bestimmt, das Scheitern der Groko herbeizureden. Zumindest haben sie schon bewirkt, dass Merkel geht. Nun machen sie weiter und stänkern gegen Nahles. Aber im Ernst: Was würde die nächste Wahl bringen? Eine Minderheitsregierung der Grünen, geduldet von der AfD? Ach so: Wer kommt nach Merkel? Laschet? CDU folgt der SPD in die Tiefe. Aber Hauptsache die Gewinnerpartei, die Grünen, kommt groß raus.

Was ich witzig finde: Die Wähler der SPD verlassen diese, weil die CDU/CSU sich streitet. Und wenn man den Leuten das medial ständig um die Ohren haut, dann glauben sie es bald selbst. Und was hört man dann in der nächsten Umfrage? 50% der Menschen sagen, sie haben nicht SPD gewählt wegen des Streits in der CDU/CSU.

Man muss den medialen Deutungen nun wirklich nicht alles glauben – auch wenn sie es 1000 Mal sagen. Wir leben in einer Blase: Medien sagen, wie was zu deuten ist, Menschen lesen das, geben das dann bei Umfragen wieder und Medien sagen: Die Leute sagen…

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Es sieht so aus, als seien die Grünen besonders von Fake-News betroffen. Gibt es entsprechende Untersuchungen jedoch auch zu den anderen Parteien, damit man einen Vergleich hat? Wie lauten die Zitate wirklich, auf die hin sich bestimmte Interpretationen durchgesetzt haben? : http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/fakes-ueber-gruene-101.html

Ein Zitat, das einem ominösen Herrn Weihrauch zugeschrieben wurde, so habe ich im Netz gefunden, wird auch in etwa von Daniel Cohn-Bendit gesagt. Man müsste diese Zitate doch zurückverfolgen können. Wer hat sie zuerst in die mediale Welt gesetzt? Das wäre spannend. Wer hat den Herrn Weihrauch als Grünen erfunden? Das Zitat findet sich auch in einem Buch – wie man leicht recherchieren kann, der dann in Anmerkungen weiter weist.

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Keine Ahnung – aber Emotion der Online-Klick-Menschen

Das ist wieder spannend: Es gibt Menschen, die keine Ahnung haben – aber äußerst viel Emotion: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/elternschule-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-kinderklinik-a-1235888.html

Wenn Menschen von Polizisten, Therapeuten, Heimen usw. härter angegangen werden müssen, dann halten Menschen, die in diesen Bereichen nicht arbeiten, die Umgangsweise für unzumutbar. Sie sind emotional äußerst niederschwellig. Alternativen haben sie auch nicht – sind einfach nur emotionale Bündel, die dann Online-Petitionen starten.

So etwas hilft allen Beteiligten nicht – aber die Emotion befiehlt – und sie folgen ihr ohne ihr Handeln oder das anderer zu bedenken. Täter müssen einfach nur emotional agieren – und finden dann ihre Online-Klick-Fürsprecher.

Damit schließe ich nicht aus, dass begründete Gegnerschaft gegen bestimmte Vorgehensweisen berechtigt sein können, dann, wenn unangemessenes Verhalten vorliegt oder wenn neuere wirkungsvolle Methoden die älteren verdrängen könnten.

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Merkel und Afrikas Autokraten + Merkel geht + NachfolgerIn kommt + SPD-Destrukteure

So sehr man es sich wünschte: An Autokraten kommt man nicht vorbei: http://www.spiegel.de/politik/ausland/afrika-gipfel-in-berlin-angela-merkel-gibt-audienz-fuer-autokraten-a-1235756.html

Natürlich kann man das alles aus unterschiedlichsten Perspektiven kritisieren.

Dagegen sagt Steinmeier:

„Ich glaube nicht daran, dass wir Europäer die Antworten auf die Herausforderungen in den Ländern Afrikas haben“, sagte der Bundespräsident. „Den Kontinent voranbringen können nur afrikanische Lösungen.“

Das darf allerdings nicht heißen, dass die Autokraten die Deutungshoheit für das bekommen, was Afrika voranbringt.

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Merkel will gehen. Nachtreten ist kein feiner politischer Zug. Interessant finde ich, dass es vielen durch Merkel in unserem Land sehr schlecht zu gehen scheint: Klagen auf hohem Niveau. Politisch mag man mit vielem nicht einverstanden sein, man mag auch eine ganze Menge negative Vorzeichen für die Zukunft erkennen, die sie gesetzt hat, gegen die sie nicht angegangen ist. Tue ich auch. Auch Merkel ist nicht vollkommen, die CDU hat es massiv gemerkt und viele im Land auch. (Ich zähle es jetzt nicht auf.) Von daher kann man das Nachtreten verstehen – aber ist es auch richtig?

Schön, dass es wenigstens viele ihrer Kritiker zu sein scheinen: vollkommen.

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Was die Merkel-Nachfolge betrifft: Diese Umfrage finde ich äußerst interessant: Mehrheit wünscht sich Friedrich Merz: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-spon-umfrage-mehrheit-wuenscht-sich-friedrich-merz-als-merkel-nachfolger-a-1235893.html

Weiß die Mehrheit, was Friedrich Merz, seitdem er die politischen Sphären verlassen hat, eigentlich gemacht hat? Wissen sie, was er jetzt denkt? Oder: Knipsen sie einfach die letzten Jahre aus – und knüpfen an dem alten Friedrich Merz an? Wenn sie so gut Bescheid wissen, muss man schon lobend sagen: Ihr seid aber schnell, euch zu erkundigen, euch in die Vita einzuarbeiten! Zudem interessant, dass wirklich am dritten Platz (nach AKK) Daniel Günther steht. Echt? Und Laschet gleichauf mit Spahn kurz danach?

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Leicht kann man fordern, dass die gesamte SPD-Führungsriege zurücktreten solle. Doch die Frage lautet: … und dann? Tschüss – SPD https://www.welt.de/politik/deutschland/article183023504/Aufruf-zum-Ruecktritt-Es-geht-ums-nackte-Ueberleben-der-SPD.html

Die SPD ist zu wichtig, um leichtfertig mit ihr umzugehen. Parallel muss eine Erneuerung stattfinden – aber – wie es heißt – eine „Erzählung“ – die muss erst einmal gefunden werden.

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Keine Ausweisung eines Erdogan-Kritikers + Terror in Tunis + Landesterror im Ausland

Wie bitte? Ein Erdogan-Kritiker soll ausgewiesen werden? Ist das Teil eines Deals? Ist das Gedankenlosigkeit? Auf jeden Fall ist das unmenschlich und für eine Demokratie nicht hinnehmbar – von unserem Grundgesetz sicher nicht abgedeckt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/adil-yigit-deutschland-weist-tuerkischen-erdogan-kritiker-aus-a-1235556.html

Die Ausländerbehörde dementiert allerdings, abgesprochen sei mit dem „Ausgewiesenen“, dass er aus humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis habe: https://www.tagesschau.de/inland/yigit-ausweisung-105.html

Warum wurde die Ausweisung dann der Presse zugespielt?

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Bringen sie wieder den Terror nach Tunesien? https://www.tagesschau.de/ausland/tunis-167.html

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Was Vietnam (entführen) kann und vermutlich der Iran (ermorden), das wollte Saudi Arabien (entführen? ermorden?) auch. Nur müssen die wohl noch üben – äußerst sarkastisch gesagt: http://www.spiegel.de/politik/ausland/daenemark-geheimdienst-von-iran-plante-angeblich-anschlag-in-daenemark-a-1235925.html

Was ist das für ein Rückschritt in der Weltpolitik! Oder habe ich nur vieles nicht mitbekommen?

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Segen am Sonntag

Chaos. Christen vertrösten nicht. Sie sehen, dass es in der Weltgeschichte schon häufig Chaos gab – und sie sind immer mittendrin.

Als Botschafter Gottes haben sie mit anderen guten Willens die Aufgabe, vernünftige Wege aus dem Chaos hinaus zu suchen, haben sie die Aufgabe, Fehlentwicklungen zu benennen und gegen sie anzugehen: menschlich, vernünftig, verantwortungsvoll, selbständig, uneingeschüchtert.

Sie haben die Pflicht, in der Brandung so gut sie können der Fels zu sein, in der Finsternis das (kleine) Licht… Sie haben selbst auch kaum Kraft, sind fehlbar, ratlos – aber sie wissen um die Kraftquelle: Gott in Jesus Christus.

Lasst euch durch nichts und niemandem das Hirn vernebeln und bleibt wachsam und achtsam – rät der 1. Petrusbrief 5,7-9. Nicht vom Wolf ist da die Rede, aber vom Bösen, dem alles reißenden Löwen – und die Entmutigung ist so ein reißender Löwe. Ihm und allem Übel muss man widerstehen, denn Christen wissen: Gott in Jesus Christus sorgt für euch.

Gott segne Euch.

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Der Blog wird voraussichtlich erst am Mittwoch wieder bestückt werden.

Gott – Bilderbücher

Bilderbücher, die den Glauben an Gott vorstellen

Àngels Comella: Ich erzähl dir vom lieben Gott. Lahn-Verlag 2006 (Spanien 2001)

Ein Buch für kleine Kinder, das zeigt, wie unendlich groß Gott ist, alles tut – aber Menschen auch sagt, was er von ihnen möchte (andere glücklich machen), er ist zu spüren, wenn andere Kinder uns wichtig werden, im Herzen finden wir ihn. Ein Schlusswort an Eltern, Großeltern und Erzieher fasst das noch einmal zusammen und es werden ein Gebet („Wer hat die Sonne denn gemacht…“) und ein Lied („Gottes Liebe ist so wunderbar“) vorgestellt.

Die bunten Bilder zeigen alles aus der Perspektive kleiner Kinder – da sind sie groß.

Marie-Hélène Delval: Wie siehst du aus, Gott? Mit Bildern von Barbara Nascimbeni. Ins Deutsche übertragen von rainer Oberthür und Jean-Pierre Sterck-Degueldre, Gabriel-Verlag, Stuttgart, 4. Auflage 2018 (Franz. 2010)

Das Vorwort zeigt, dass wir Gott näher kommen, dass wir ihn weitermalen können – aber merken: er ist ein großes Geheimnis. Auf vielen Seiten wird ein Aspekt vorgestellt: „Gott, du bist…“ – und das wird mit wenigen Worten erläutert: „Gott, du bist der Lebensatem. Wie ein kräftiger Wind formt Gott die Erde und das Meer. Er lässt die Sterne funkeln hoch am Himmel. Gott gibt allem Atem, was lebt. Er ist der Lufthauch, der die Herzen weitet und die Seele stärkt.“ Gott, du bist in den Tränen der Menschen… bist Freude, Quelle, Kraft, klein … – du hast ein Gesicht. Dieses Gesicht ist Jesus.

Die Bilder sind sehr farbig – viele von ihnen sind nachdenkenswert. So ist bei dem Text: Gott, du bist ein Versprechen ein Bild, auf dem ein Mädchen durch die Dunkelheit fliegt – das auf einem Vogel, der aus bunter Welt besteht.

 Hermann-Josef Frisch und Ivan Gantschev: Der Chamäleonvogel. Eine Ostergeschichte für Kinder und ihre Eltern, Gütersloher-Verlagshaus, Gütersloh 7. Auflage 2017

Der Chamäleonvogel stellt sich vor. Wird Gutes berichtet, ist er bunt, wird dunkles berichtet, wird er dunkel. So berichtet er von Jesus, der von Gott erzählt. Der Chamäleonvogel ist also bunt. Jesus wird verurteilt und hingerichtet – der Chamäleonvogel ist letztlich nicht mehr zu sehen, so dunkel. Dann wird er immer bunter – denn es naht der Ostertag: Gott hat Jesus wieder das Leben gegeben. Am Schluss des Buches gibt es noch Hinweise zur Geschichte Jesu für Eltern und Erzieher.

Die Bilder geben in ihren Farben den Chamäleonvogel wieder: Sehr bunt und ungegenständlich, viele bunte Farbklekse, dann sieht man im Kontext der Hinrichtung Jesu auch Umrisse von Personen.

Marie-Agnés Gaudrat und Marie Aubinais: Wer bist du, lieber Gott? Illustrationen: Josse Goffin, Brunnen-Verlag, Gießen 2018 (franz. 2014)

Das Buch ist für ganz Kleine gedacht, hat dicke Pappblätter. Auf diesen wird auf der linken Seite dargestellt, wie Menschen sich Gott vorstellen – auf der rechten Seite wird dem gegenübergestellt, wer Gott ist. Also kein Zauberer – ein liebender Papa, kein Aufseher – eine liebende Mama. Gott sitzt nicht im Himmel – sondern „Himmel“ beschreibt, dass Gott geheimnisvoll ist. Gott bestimmt nicht alles – Gott ist der Wind, der Mensch als Kapitän bestimmt, wohin er segeln will. Knapper kann man Richtiges zum Glauben wohl kaum wiedergeben – und das auch ansprechend.

Die Bilder sind ganz schlicht, kindlich, bunt.

Franz Hübner (Text) und Markus Humbach (Illustrationen): Weißt du schon, wie lieb Gott dich hat? Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 11. Auflage 2017

Als ein wunderbarer Mensch auf die Welt kam, freute sich Gott besonders. Wer kam auf die Welt? Du. Und dann wird aufgezählt, dass Gott „dich“ lieb hat – in den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Er möchte „der Freund in deinem Herzen sein“, ist immer zur Hilfe bereit, schickt einen Wächter-Engel. Es ist ein „Geburtstags-Gute-Nacht-Buch“, das Vertrauen schenken möchte.

Das Kind begegnet als Bild nur am Anfang und am Schluss – dazwischen wimmelt es von Tieren, Hauptdarsteller – Identifikationsfigur – ist ein junger Bär, der diese Situationen erlebt. Die Bilder sind sehr großformatig und zeigen ein buntes, munteres Treiben.

Franz Hübner: Der liebe Gott wohnt bei uns im Apfelbaum. Bilder von Brigitte Smith. Wunderland Verlag, Aschaffenburg 2017

Ein kleiner Junge spielt mit seinem Vater – und stellt unvermittelt die Frage, wie er Gott erkennen könne, wenn er ihm begegne. Nach einer Bedenkzeit sagt der Vater, dass er Gott dann ganz deutlich spüren könne, wenn einer ihm etwas schenkt, ohne etwas dafür zurückzubekommen. „Dann muss der liebe Gott in der Nähe sein.“ Und daraufhin sucht das Kind. Doch alle schenken, und wollen etwas dafür bekommen. Zuletzt erkennt er, dass der Apfelbaum etwas „mit dem lieben Gott zu tun haben müsste.“ Dieser schenkt Äpfel, ohne dass er etwas dafür verlangt. Zuletzt schenkt ihm der Vater ein Holzherzchen, selbst geschnitzt.

Die Bilder geben bunt eine quicklebendige Jungenwelt wieder.

Laura Lattughini und Franco Scaramuccia: Lieber Gott, wer bist du? Illustrationen von Silvia Gastaldi, Neukirchener-Verlagshaus, Neukirchen-Vluyn 2006

In einem Vorwort wird die Intention des Buches beschrieben: Es werden Bilder der Bibel aufgegriffen, die Gott beschreiben. Es wird zum Beispiel ein Bibeltext zitiert – dann wird er knapp und kindgerecht kommentiert, entsprechend bebildert. Zum Beispiel: „Wie ein Vater seine Kinder liebt, so liebt der Herr alle, die ihn ehren. Psalm 103,13“ Das wird kommentiert: „Gott ist wie ein Papa für alle Menschen… So wie ein Kind weiß, dass es sich auf seinen Papa verlassen kann, so können wir Gott vertrauen.“ Das ganzseitige Bild zeigt ein Mädchen, das an der Hand des Vaters herumwirbelt. Und so werden viele Bilder aufgegriffen: Gott ist wie eine Mutter, wie das Licht, wie ein Hirte usw. Jesus wird entsprechend vorgestellt: wie eine Tür („Wer Jesus kennt und bei ihm `anklopft´, kann sicher sein, dass er Gott findet.“), wie ein Weinstock usw. Zuletzt wird entsprechend der Heilige Geist vorgestellt: wie eine Taube, ein Helfer, wie ein neues Leben („Der Heilige Geist ist stärker als die Angst. Er macht lebendig, mutig und froh.), usw.

Die munteren Bilder geben die jeweiligen Themen wieder, indem Kinder damit verbunden werden.

Werner Laubi: Eine Geschichte von der Schöpfung. Mit Illustrationen von Sabine Waldmann-Brun. Kaufmann Verlag/ButzonBercker, Kevelaer 2010

Es beginnt schwarz – keine Schöpfung ist da. Gott war. Gott, der Liebe ist. Aus Liebe will er etwas. Weil nichts da ist, ist er traurig. Dann beginnt die Schöpfung. Es wird, je weiter die Schöpfung voranschreitet, immer bunter.

Die Bilder sind paradiesisch friedlich – und eben: bunt.

 Manuela Monari; Der rote Faden. Illustriert von Brunella Baldi. Tyrolia-Verlag Innsbruck/Wien, 3. Auflage 2018

Alles wird mit einem roten Faden verbunden. Mama, Papa, ich – unser Haus mit den anderen Häusern, Städte… – einfach alles. Und was ist der rote Faden? Die Mutter meinte: die Liebe, der Vater meinte: der Verstand, die Lehrerin meinte: die Wahrheit, ein Freund meinte: Gott. Und wenn man ihn verloren hat, kann man ihn suchen und dann wird er gefunden.

Die Bilder sind dezent gemalt worden, sehr phantasievoll, irreal.

Rainer Oberthür und Marieke ten Berge: So viel mehr als Sternenstaub. Nachdenken und Staunen über Gott, Gabriel-Verlag, Stuttgart 2018

Die Bilder von Marieke ten Berge lassen staunen. Sie sind so vielfältig, dass man sie nicht mit wenigen Worten beschreiben kann. Ihnen sind die Texte angepasst, denen ein Bibeltext zugeordnet wurde. Die Welt wird auf uns Menschen bezogen. Urknall – Sterne entstehen – „Aus nichts ließ Gott alles werden. Sternenstaub sind wir und vom Sternenlicht leben wir!“ Diese Bezüge werden hergestellt mit Blick auf das Wasser, die Welt zeigt uns Gottes Geheimnisse, Gott kommt uns näher in der Stille, der Mensch ist Ebenbild Gottes – als solches wie Gott ein Geheimnis. Jesus wird genannt („Jesus ist das beste Bild von Gott, der für uns unsichtbar ist!“). Zweifel, Liebe, Gefühle, Gerechtigkeit, Musik, Angst, Glauben („Aus der Geduld mit Gott wird die Kraft des Glaubens groß“) und viele Themen mehr werden angesprochen. Zuletzt heißt es, den Anfang aufgreifend: „Doch wir sind so viel mehr als Sternenstaub!“ Ein Gedanken anregendes Nachwort beschließt dieses wertvolle für ältere Kinder angelegte Buch.

Rainer Oberthür: Stell dir vor… Gedankenspiele über dich, Gott und die Welt. Kösel-Verlag München 2016

Dieses Büchlein ist für philosophisch interessierte Menschen gedacht. Was das Thema „Gott“ betrifft, wird zum Beispiel die wette von Blaise Pascal vorgestellt und besprochen („“Wir wollen etwas ja nicht glauben, weil es uns guttut, sondern weil es wahr ist.“). es werden Gottesbeweise vorgestellt – die in viele Fragen münden (z.B.: „Wer ist für dich der Sieger des Wettbewerbs?… musste jeder scheitern und hat als Verlierer an Einsicht gewonnen?“). Auch dieses Buch ist für Menschen, die gerne nachdenken – und zwar vertieft nachdenken, recht anregend.

Rafik Schami: „Wie sehe ich aus?“, fragte Gott. Mit Illustrationen von Sandra Beer, edition chrismon, Hansisches Druck- und Verlagshaus, Frankfurt/Main, 4. Auflage 2015

Gott fragte alle möglichen Lebewesen und Gegenstände (Wolke, Atom usw.) danach, wie seine Schöpfung ihn sieht. Entsprechend bekommt er Antworten, die den jeweiligen Menschen oder Gegenständen entsprechen. So fragt er einen Schmetterling, der sagt: „Gott ist wie eine zauberhafte Hand, die alles Hässliche in Schönheit verwandelt, die eine unansehnliche Raupe in ihrem Kokon streichelt, und schon komme ich heraus.“ Zuletzt begegnet er einem Maler, der sich selbst malt und stolz sagt: „Das ist Gott“. Wie Gott darauf reagiert, verrate ich nicht.

Die Schrift ist groß, hat eine braune Farbe, die Zeichnungen sind sehr abstrakt. Manchmal kann man nur ahnen, was sie wiedergeben sollen.

Elisabeth Zartl: Wo versteckst du dich, lieber Gott? Tyrolia-Verlag, Innsbruck/Wien, 2. Auflage 2015

Ein Mädchenbilderbuch, die Bilder geben eine Mädchenwelt wieder. Ein Versteckspiel. Das Mädchen sucht Gott in ihrer kleinen Welt. Sie findet ihn nicht. Dann, als sie resigniert und nicht mehr weitersuchen will, wird sie von einem Blatt berührt, das der Wind gelöst hat. Jetzt hat sie Gott gefunden! Und sie geht die Orte, an denen sie Gott nicht gefunden hatte zurück und entdeckt ihn überall. Zuletzt findet sie ihn im Spiegel – in dem das lesende Kind dann sich selbst sehen kann.

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Lebensziel: Fettnäpfchen-Kreischer

Heute gibt es so viele Fettnäpfchen, in die man treten kann, dass es vielleicht gut wäre, einen Nobelpreis denjenigen zu geben, die, sagen wir, es 80 Jahre geschafft haben, ohne in irgendein politisch korrektes Fettnäpfchen getreten zu sein. Aber wahrscheinlich ist das auch wieder ein Fettnäpfchen, das irgendeiner oder irgendeine Gruppe für ein solches erklären kann… Ja klar ist das ein Fettnäpfchen, das sind diejenigen, die man vor ein paar Jahren noch Wendehälse genannt hat, weil sie sich an jegliche Situation anpassen können. War wohl nichts mit Nobelpreis. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ex-fox-moderatorin-megyn-kelly-stolpert-ueber-aussage-zu-blackfacing-15858472.html

Das ist auch ein Lebensziel: Immer laut zu kreischen: Der ist ins Fettnäpfchen getreten, Leute, kreisch, schaut, sie ist ins Fettnäpfchen getreten!

Und was machen die Fettnäpfchen-Kreischer? Sich selbst wichtig. Wer keinen Grund hat, auf sich stolz zu sein, ist wenigstens dann stolz auf sich, wenn er als Fettnäpfchen-Kreischer die Aufmerksamkeit anderer erregt und dann zusehen kann, wie die Leute diesen Menschen fertig machen. Ein sehr befriedigendes Gefühl, vermute ich. Sonst würde es diese Fettnäpfchen-Kreischer nicht geben.

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Bauhaus Dessaus Bauernopfer: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/nach-konzertabsage-pressesprecherin-des-bauhaus-dessau-muss-gehen-15859319.html

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