Erasmus von Rotterdam

Der große Christ (als solcher Augustiner-Chorherr und Priester) und Humanist liest die griechischen und römischen Schriften aus der Perspektive Jesu. „Bedenke: Wo du immer etwas Wahres findest, ist es Christi.“ Das aus christlicher Perspektive ethisch Wertvolle soll man den genannten Schriften entnehmen (Handbüchlein des christlichen Streiters).

Aus seiner christlichen Perspektive war er auch Kirchenkritiker, denn der Geist Gottes ist es, der zum tiefen Glauben führt, der, so Erasmus, hinter den Buchstaben blicken lehrt. Trotz oder wegen seiner Kirchenkritik, die zu einer Erneuerung der Kirchen führen sollte, wurden seine Werke nicht abgelehnt sondern zu Bestsellern (Schulbüchern, Fürstenspiegel) seiner Zeit und über Jahrhunderte hinweg. (Obwohl einiges von ihm Jahrzehnte später wohl auf den Index kam.)

Erasmus und Luther waren Zeitgenossen. Beide waren auf ihre je eigene Art Kirchenkritiker. Erasmus moderat, Luther impulsiv. Jeder nach seiner Gabe. Und so muss das bis heute bleiben. Kirche als Institution wird von Menschen gemacht – und bleibt immer hinter den Vorgaben Jesu Christi zurück.

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(Bevor Kritik kommt: Ja, ich weiß, auch Erasmus war Kind seiner Zeit und hat aus der Perspektive unserer Zeitgenossen gesehen, so manchen Makel. Ich versuche, die Menschen aus ihrer Zeit heraus zu verstehen – nicht vom hohen Turm unserer wunderbar schuldlosen Zeitgenossen [Ironie!]. – In manchen Fragen ist er damals schon weiter gewesen als so mancher heute.)

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Der Blog wird voraussichtlich erst am Mittwoch wieder bestückt werden.

FrauenBefreiung

Das Buch scheint gut zu sein: Miriam Toews: Die Aussprache (http://www.spiegel.de/kultur/literatur/die-aussprache-von-miriam-toews-rezension-a-1256166.html)

Ich werde es lesen – mich interessiert die Frage: Was passiert in so einer Gemeinschaft, dass das gegen sämtliche Regeln und Prinzipien überhaupt gemacht werden kann? Denn – auch wenn es viele Gruppen an Mennoniten gibt – das passt mit der Grundhaltung überhaupt nicht zusammen. Wo fängt das Böse an – wie kann es sich selbst in einer solchen Gruppe durchsetzen?

Zu den Mennoniten: https://de.wikipedia.org/wiki/Mennoniten

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Manifest gegen Kinderkriegen – wegen Umwelt + Bild hat recht + Autos mit Schock-Bildern

Es gibt viele Kuriositäten – eine davon ist hier zu lesen: http://www.spiegel.de/karriere/verena-brunschweiger-lehrerin-schreibt-manifest-gegen-das-kinder-kriegen-a-1256963.html

Neben CO2-Ausstoß wird als „philosophischer Grund“ angeführt: Man fügt Menschen Leiden zu – das will man ihnen ersparen.

Ein sehr defizitäres Bild. Allein der leidenslose Mensch ist glücklich? Hätten wir nur jeden Tag Sonnenschein und Wärme um die 25 Grad. Das wäre Glück! Jeden Tag! Jeden Tag hätten wir dann vollkommenes Glücksgefühl! Was sagen da schon kleine Kinder, vermute ich: Wo bleiben die Pfützen? Leben lebt von Vielfalt – nicht von Einfalt. Nur so am Rande. Die „Philosophie“ scheint nachgeschobener Grund zu sein. Das, was gesagt wurde, entspricht genau dem, was man an Kuriositäten mit Blick auf den Klimawandel erwartet hat. Fehlt nur noch ein Klimareligiöser Massensuizid, um die Welt vor Pupsen zu bewahren.

(Nachtrag: https://www.focus.de/politik/experten/bkelle/gastbeitrag-von-birgit-kelle-lehrerin-fordert-kinder-verzicht-fuers-klima-das-antwortet-eine-vierfache-mutter_id_10436016.html )

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Wo Bild recht hat, hat Bild recht: https://www.bild.de/politik/2019/politik/staendig-alarm-wo-keiner-ist-wo-ist-das-problem-60547160.bild.html

Vielleicht noch: Wer sich vor Gesinnungsgenossen profilieren will, mäkelt an anderen herum.

Spannend finde ich das Argument – leicht abgewandelt: Norddeutsche haben Lederhosen an. Bayern müssten sich beleidigt fühlen.

Aber: „Guten Morgen, schöne Frau“ würde ich nie sagen – weil manche das als Sarkasmus auffassen könnten. Leider. Oder als Anmache. Manche vielleicht sogar als durch den Tag tragendes Kompliment, das kann man als Griesgrämiger*in auch nicht wollen. Je nach Selbstbild.

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Ich frage mich schon seit längerem: Wann befiehlt die Politik den Autofahrern, nur noch Autos mit Schockbildern fahren zu dürfen? Am Besten, die von den Zigarettenpackungen für Diesel-Autos – und die anderen Autos mit Bildern von toten Kätzchen und Kaninchen. Delphine, Eisbären und Elefanten – wird wohl nicht emotional so klappen. Man kann es aber versuchen.

Dann kann es aber sein, dass alle nur noch Dieselautos kaufen, weil Schockbilder mit toten Kätzchen schlimmer sind als die mit von Krankheit geplagten Menschen.

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Grundsteuer und Vermieter

SPD will Verlagerung der Grundsteuer auf Miete verhindern: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/grundsteuer-spd-will-umlage-auf-mieten-verbieten-a-1256262.html

Finde ich auch: Inflation, Verteuerung, Steuererhöhungen – die sollen nicht mehr auf den Verbraucher übertragen werden. So sollte zum Beispiel Benzinsteuer von den Tankstellenpächtern bezahlt werden.

Sorry, meine Ergänzungen sind nicht ernst gemeint. Aber der Vorschlag von der SPD schon?

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Pell

Zweifel an Pells Schuld: https://www.die-tagespost.de/politik/Australische-Medien-zweifeln-weiter-an-Vorwuerfen-gegen-Pell;art4685,196206

Das was als Beschuldigung medial vermittelt wurde, klingt sonderbar. Es klingt vieles sonderbar und unglaubwürdig. Aber von daher sind Untersuchungen abzuwarten – und man kann nur hoffen, dass die Untersuchenden an der Wahrheit interessiert sind.

Für die Vergehen vieler in der Kirche Unschuldige zu verurteilen – das läge wohl auch kaum im Interesse der Kirchen-Ankläger.

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Nicht die Besten + Neue Wahlzettel + Gegen Zwangsarbeit

Nicht die besten Politikerinnen und Politiker sollen zur Wahl aufgestellt werden – altes Lied – um mehr Stimmen zu bekommen – also: Teil des Parteien-Wahlkampfes: https://www.spd.de/resolution-frauen-europa/

Ich würde etwas anderes vorschlagen, denn es kann ja noch immer sein, dass die böse Bevölkerung mehr Frauen oder mehr Männer wählt: Zwei geschlechtsgetrennte – oder drei: hinzukommen Diverse – Wahllisten. Jede und jeder wird gezwungen, auf diesen eine bestimmte Zahl anzukreuzen. Dann hätten wir endlich Gerechtigkeit – aber: Wir müssten auf 102% kommen.

Das muss man Frau Barley zum Vorwurf machen: Sie achtet nur auf Frauen – und wie ist es mit „Divers“? Die haben noch schlechtere Chancen. Kompliziert, kompliziert. Wie erkennt man sie? Selbsteinschätzung. Das wird dann ein Gedrängel, um auf „Divers“zu kommen, weil man da die besten Chancen sieht.

Dazu zwei Beiträge: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-frauentag-gleichberechtigung-venezuela-juan-guaido-algerien-a-1256154.html

und: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/geschlechtervielfalt-warum-der-quoten-feminismus-reaktionaer-ist-kolumne-a-1256702.html

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Gegen Zwangsarbeit: https://ijm-deutschland.de/blog/75-mutig-gegen-zwangsarbeit-in-indien-als-meine-worte-freiheit-brachten

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