Eine Islamkritikerin + Ein linker Linkenkritiker

Ein Buch zum Thema Islam – von Laila Mirzo, einer, wie cicero sie vorstellt, Islamexpertin: https://www.cicero.de/kultur/islam-kritik-islamisierung-laila-mirzo-scharia-dschihad-thilo-sarrazin-metoo-erdogan-tuerkei

Sie, die eine Muslima war und der nach der Lektüre des Koran die Augen geöffnet wurden, nennt aufgrund ihrer Erfahrungen als Islamkritikerin, ein Sprichwort:

Wer den Gedanken nicht angreifen kann, greift den Denkenden an.

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Hier https://www.heise.de/amp/tp/features/Intellektuelle-verlieren-bei-der-Auseinandersetzung-mit-dem-Islam-haeufig-den-Verstand-4153315.html   heißt es:

Diese Studie bestätigt im Übrigen meinen generellen Eindruck, dass Intellektuelle bei der Auseinandersetzung mit dem Islam häufig ihren Verstand verlieren.

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In unserer Gesellschaft muss jede Gruppe und jedes Individuum, ob relevant oder nicht, mit Kritik leben lernen. Das hilft ja auch der Selbstoptimierung. Selbstoptimierung heißt nicht: Das Fähnchen nach dem Wind hängen. Das heißt: selbstbewusster werden.

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Linke Satiriker dürfen das + Gedanken über Amtsgericht + Zustände im Land

Linke Satiriker dürfen Gegner als Schädlinge bezeichnen. Sie sind doch die Guten! Außerdem sind sie lustig! https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/nazi-sprech-zdf-heute-show-bezeichnet-maassen-als-schaedling-57264796.bild.html

(Sorry, Sarkasmus!)

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Man macht sich so seine Gedanken über das Amtsgericht in Bautzen, weil es gegen einen Intensivtäter noch nicht so tätig geworden ist, wie man es sich für das Zusammenleben in einer Stadt vorstellt: https://www.focus.de/politik/deutschland/amtsgericht-weist-kritik-zurueck-dilemma-der-justiz-intensivtaeter-king-abode-provoziert-erneut-in-bautzen_id_9595278.html

In einer Kleinstadt von ca. 40.000 Einwohnern – nun ja. Prekär. Man kann das Amtsgericht verstehen. Kann man nicht als Land bzw. Bund helfen, bevor wieder was passiert?

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Was für Zustände im Land! Versuche, Polizei einzuschüchtern – nach einem Angriff auf eine Polizistin: https://www.bild.de/news/inland/news-inland/brutaler-gewalt-ausbruch-polizistin-vor-shisha-bar-verpruegelt-57200032.bild.html

Welches Gericht wird hier durchgreifen? Besser gefragt: Wird ein Gericht hier durchgreifen? Nicht nur gegen den 17jährigen.

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Hiob und Noah

Es handelt sich mit dem Buch Hiob um ein literarisches Werk. Das Gottesbild, das der Autor zeigt, ist aus gegenwärtiger Perspektive kurios: Er und der Satan (der Verwirrer) wetten – ein Mann muss leiden, viele junge Menschen und andere kommen um. Es ist nicht einmal Zorn im Spiel, wie im babylonischen Hiob. Hier wird aufgegriffen, dass Menschen das Gefühl haben: Gott macht, was er will, der Mensch ist ihm ausgeliefert, aber eben dadurch abgeschwächt (aber letztlich doch verstärkend) verbunden mit dem Satan, der der eigentliche Verwirrer ist. Aber im Buch Hiob selbst ist von diesem kaum mehr die Rede – Gott wird zu recht angesprochen. Aber Gott schweigt – er schweigt unerträglich. Dieses Gefühl des Menschen, Gott bzw. den Göttern ausgeliefert zu sein, wird durch die Wette auf die Spitze getrieben. Gott ist im Grunde auch abhängig vom Satan, er ist abhängig davon, dass ein Mensch trotz des Leidens sich weiter zu ihm bekennt. Am Ende zeigt dieser Gott dann seine Macht, er kann alles – außer eben: Hiob, um ihn in seiner Arroganz unmenschlich zu prüfen, in Ruhe lassen. Dieses Werk ist im Grunde eine Gottes-Kritik, die schärfer ist als jegliche atheistische Kritik, die in der Ablehnung Gottes mündet – und dieses Werk, das eine Art Gegen-Gott-Werk ist, steht in der Bibel. Warum? Der Protagonist hält an Gott fest – gegen diesen undurchsichtig finsteren Wett- und Arroganz-Gott. Dieser Gott spiegelt die Herrscher damaliger Zeit wider – wie es die Thronszene zeigt. Diesem abgehobenen Herrscher wird der an ihm leidende Mensch gegenüber gestellt. Menschen solidarisieren sich mit dem leidenden Menschen – nicht mit diesem Gott, auch wenn der dem Hiob letztlich märchenhaft als Belohnung alles Mögliche wieder schenkt. Das Hiob-Buch rechnet mit einem solchen Gottesbild ab – wagt es aber nicht ganz, da es ein solches dann doch wieder installiert.

Elie Wiesel, der in Ausschwitz leiden musste und Auschwitz überlebt hat, hielt auch an Gott fest. Er schrieb: Selbst wenn Du mich vergisst, mein Gott, wirst Du mich nicht so weit bringen, dass ich Dich vergesse. Wiesel hat eindeutige Gotteserfahrungen gemacht, die er angesichts der folgenden Leiden nicht ignorieren konnte.

Christen halten sich an dem Satz fest, der im Hiob-Buch steht: Ich aber weiß, dass mein Erlöser lebt, diesen sehen sie in Jesus Christus. Hier bleibt ein Nicht-Verstehen Gottes, aber man schaut nicht auf das Nicht-Verstehen, sondern auf den, der in Jesus Christus selbst gelitten hat und anwesend ist. Das erklärt das Leiden nicht. Das hilft im Leiden.

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Ein kurioses Gottesbild liefern auch die Noah-Kapitel: Die Menschen sind böse, Gott will sie bestrafen, erwählt sich den gerechten Noah. Dieser baut ein Schiff. Alles, was darin aufgenommen wird, überlebt – alles andere wird dem Tod durch Ertrinken preisgegeben und dann, als die Flut vorbei ist, bereut Gott sein Tun, sagt, es solle nie wieder geschehen, ebenso darf keiner andere umbringen (Genesis 7-9). Auch diese Geschichte findet ihre Vorlage in einem Babylonischen Werk, dem Gilgamesch Epos. https://de.wikipedia.org/wiki/Arche_Noah

Noah ist ein Gegenbild zu Hiob: Er macht alles klaglos mit, was Gott mit ihm und der Menschheit vorhat. Leiden der Menschen spielt keine Rolle. Anders als zum Beispiel Abraham oder Moses, die sich gegen Gottes Zorn wenden und gegen die Vernichtung der jeweiligen Objekte des Zorns angehen. Gott lässt sich ein wenig besänftigen – aber Noah wendet sich nicht dagegen. Er tut, was ihm gesagt wird. Er ist nicht solidarisch mit den Menschen. Während die Abraham und Mose-Geschichte zeigen: Der solidarische Mensch ist im Grunde besser als der zornige Gott. Auch ein sonderbares Gottesbild.

All diese Geschichten sind jeweils  Ausdruck ihrer Zeit, Menschen erleiden die Bosheit anderer Menschen, Gott leidet an der Bosheit der Menschen – gleichzeitig sollen sie zeigen, dass sich Gott den gerechten Menschen zuwendet – eine Aufforderung, selbst gerecht zu sein. Zudem wird erklärt, warum Gott gegenwärtig nicht die bösen Menschen vernichtet, sie gewähren lässt. Er hatte es schon einmal gewollt, aber dann hat es ihn gereut. Entsprechend haben nun auch Menschen nicht das recht, die bösen Menschen zu vernichten, weil sie meinen, Gottes Stelle einnehmen zu müssen. Und der gerechte Noah? Nach all den schlimmen Erlebnissen baut er sich einen Weinberg, betrinkt sich – und das Schicksal der Bosheit nimmt erneut seinen Lauf. Dem setzt Gott – so das weitere Alte Testament – dann die Erwählung seines Volkes entgegen, das Gebote bekommt, damit es sich vom Bösen abwendet, dem er Propheten sendet, damit sie dem Volk verkünden, wie es sich richtig verhält.

Christen sehen in Jesus Christus Gott wirken: Er nimmt die Schuld auf sich, vergibt, wendet sich Menschen zu. (Aus: https://evangelische-religion.de/hiob.html)

(Fortsetzung folgt.)

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Enteignung

Wenn die Guten übers Ziel hinausschießen, klingt das so : https://www.bild.de/politik/talk-kritik/talk-kritk/mieten-zoff-bei-maischberger-gruener-will-grundbesitzer-enteignen-57221372.bild.html

„Wenn bestimmte Unternehmen aus den Mieten rausholen, was geht, könnte man sagen: Auch hier wäre eine Enteignung – gegen Entschädigung – richtig.“

Und:

Behörden kaufen den Investoren die Häuser mit Steuergeld vor der Nase weg und vermieten sie selber.

Klingt irgendwie so: Der Staat kann alles besser als der Markt.

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Thomas Fischer zum Thema Hetzjagd

Was will uns der amüsant geschriebene Beitrag nun sagen? Nett geschrieben, ein paar persönliche Beispiele – ein paar Schienenbeintritte gegen diesen und jenen – aber letztendlich: Was sagt er zum Thema der Auseinandersetzung? Dass es schon immer Hetzjagden gab, sogar in England? Dass Sicherheitskräfte schon immer mit den Nationalsozialisten sympathisierten? (Ich dachte, man darf nicht vom Einzelnen auf die Menge schließen.) Dass es nicht relevant ist, eine üble Gesinnung, die sich im Hitlergruß äußert, von Hetzjagden zu unterscheiden? Dass er Maaßen maßregeln will – aber ohne Argumente? Für einen Juristen ein spannender Beitrag, eben: emotionalwitzig – ohne Argumente http://www.spiegel.de/panorama/justiz/hetzjagd-migration-und-maassen-offenkundig-ausser-kontrolle-kolumne-a-1228154.html

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In den Spiegel schauen + Auseinandersetzung in der EU

Kahrs – wer schaut in den Spiegel – und sieht nur sich selbst? Andere schauen in den Spiegel und scheinen den anderen zu sehen… Oder so… https://www.cicero.de/innenpolitik/generaldebatte-bundestag-johannes-kahrs-spd-gauland-afd-streitkultur

Wem Argumente ausgehen, der greift den Gegner persönlich an? Solche Eskapaden sind humoresk – aber gefährlich, wenn nicht strategisch.

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Etwas wird auch an dieser Auseinandersetzung deutlich: Der politischen Elite wird nun an den Kopf geknallt, was Menschen von der Straße vielfach denken – weil die Menschen der Straße die Leute an die Macht gebracht haben, die ihr Denken Ausdruck geben und entsprechend handeln: http://www.spiegel.de/politik/ausland/matteo-salvini-und-jean-asselborn-geraten-bei-ministertreffen-aneinander-a-1228265.html

Das ist doch schon lange zu beobachten: Eine Verstraßigung der Sprache – altbekannt unter den Begriff: Proletarisierung. Aber das Ungefilterte, das sich in Kommentaren immer breiter macht, sich auch in Sozialen Medien immer stärker äußert, langsam Einzug hält in manche Kommentare auch von spiegel-online, hat die politische Ebene erreicht. Nicht, dass das der Bundestag nicht  auch schon vorher kannte (Wehner, Strauß…). Aber Radikalisierungen sind auf breiter Ebene erkennbar – und provozieren weitere Radikalisierungen.

Diese Sprache hat aber auch etwas Demaskierendes. Ungefilterte Sprache bringt auch ohne Rücksicht Themen auf den Tisch, die man gerne unter den Tisch gekehrt und vermutlich in Ausschüssen (bloß nicht öffentlich!) bzw. blümisiert ausgesprochen hat.

Man kann manchmal lesen, dass die AfD und ähnliche Parteien für eine Radikalisierung verantwortlich sind. Das sollte man nicht sagen, weil man damit sagt, dass sie Klartext redet. Das hat man vorher vielfach auch schon getan, nur durch die Blume. Sonst hätte das Parlament versagt und es wäre gut, dass die AfD und ähnliche Parteien endlich mal frischen Wind in die verträumten Diskussionen bringt.

Beschuldigungen können also nach hinten losgehen und dem Beschuldigten nützen.

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Interessanter Vorwurf + Lehman-Pleite – Banken-Frage

Manafort hat sich schuldig bekannt:

Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten

das klingt irgendwie so nach Sowjetunion. Die McCarthy-Sprache kenne ich nicht: http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-paul-manafort-kooperiert-mit-sonderermittler-robert-mueller-a-1228236.html.

Das wird im Artikel jedoch differenziert:

Die beiden demnach verbleibenden Anklagepunkte beziehen sich auf Verschwörung zum Betrug an den US-Behörden – wegen mutmaßlicher Falschaussagen Manaforts – sowie Verschwörung zur Behinderung der Justiz. Mit letzterem Punkt sind mutmaßliche Versuche Manaforts gemeint, Einfluss auf Zeugen zu nehmen.

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Meine Frage ist: Liegt die Großmutter aller Probleme nicht darin, dass die Staaten hoch verschuldet sind, darin, dass Geld ins System gepumpt wurde? Denn das Geld muss doch irgendwo herkommen. Es wird geliehen… – von wem? Von denen, die spekulieren müssen, damit sie etwas verleihen können. Alles virtuell: Schulden wie Geld auf der Bank. Vermutlich gibt es wirklich Abzocker. Aber sind sie wirklich, was Krisen solchen Ausmaßes betrifft, wirklich relevant? Muss es nicht Zocker geben, damit Versicherungen Gewinn ausschütten können? Lag die Krise nicht doch daran, dass man Menschen Kredite gab – Kredite, die die Wirtschaft ankurbeln sollte, dann aber nicht mehr bezahlt werden konnten? http://www.spiegel.de/wirtschaft/lehman-brothers-die-finanzkrise-und-der-aufstieg-der-afd-kolumne-a-1228058.html 

Man möge mir meine Unwissenheit verzeihen. Gestern hörte ich im Radio den Appell, Bürger sollten sich viel mehr in die Bankenfragen einmischen. Damit tue ich es – habe aber im Hinterkopf: Woher soll der normale Bürger, also so einer wie ich, in diesen Fragen Kompetenz her bekommen? Das ist doch nur etwas für Finanz-Jongleure, für Leute, die Spaß daran haben, mit Finanzen umzugehen, mit Zahlen zu spielen.

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