Und wenn Menschen das Kreuz aus der Öffentlichkeit verbannen wollen – so mahnt doch die Natur, so erinnern die kreuzförmigen Blütenblätter, erinnert das Kreuz des Südens – das Sternbild –, das Fensterkreuz, die Straßenkreuzung – sie alle sagen uns immer wieder: Du musst dich nicht entwürdigen lassen und selbst entwürdigen: Das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus gibt Dir die Würde zurück! Gott adelt dich, durch ihn wirst du groß – durch ihn bist du groß.
Joni Eareckson-Tada hatte einen schlimmen Unfall. Sie ist gelähmt und ist eine große Hilfe für viele gelähmte Menschen weltweit (Joni and Friends). Sie schreibt hier ihre Sicht der Theodizee-Frage (wie kann ein gerechter Gott Leid zulassen?): https://www.desiringgod.org/articles/paralysis-was-his-good-plan
Die Frage ist berechtigt: Er will eine Frau nicht anfassen – ist er Männer-Arzt? Oder sind für ihn die Hände ein Primär sexueller Körperteil? Fragen über Fragen.
Eine davon: Der Mann bekommt die Quittung vom Gericht. was bekommt nun das Gericht von Empörungsbereiten?
Treibjagden der Mimosen – Menschen die sich aus irgendeinem Grund von irgendwas betroffen fühlen, argumentieren nicht mehr, sondern fordern rede-, schreib-, Auftrittverbot – und das eben in Massen bzw. mit Blick darauf, Massen moblisieren zu können. Dazu s. als Beispiel: https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/medien/wir-erleben-mimosentum;art378,212810
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Der Glaube darf keine Rolle spielen, ob einer ein Amt bekommt oder nicht – aber er muss eine Rolle spielen, so sinngemäß Kamala Harris – und zwar eine die Person ausschließende Rolle. In dieser Haltung wird wieder die Arroganz und Intoleranz der Säkularen deutlich: Sie haben die Wahrheit, die richtige Weltinterpretation gepachtet. In einer Gesellschaft ringen notwendigerweise die unterschiedlichsten Kräfte miteinander. Und das ist aus demokratischer Sicht – nicht die der US Demokraten – auch gut so. https://www.kath.net/news/73153
Kann man von Ehrlichkeit auf Christlichkeit zurück schließen? Ich würde aber sagen, dass so mancher Christ auch anfällig ist für Versuchungen. Leider.
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Die Gefahr, die ich bei Fridays for Future sehe, ist, dass es sich um Strohfeuer handelt. Und diejenigen, denen alles nicht schnell genug geht, bleiben dabei, werden aber immer extremer und erreichen dadurch nur Ablehnung und Widerstand. Institutionen haben den Vorteil, dass sie einen längeren Atem haben. Wenn das Strohfeuer verraucht ist, können sie noch immer Schritt für Schritt am Ball bleiben: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2020/10/14/klimaforscher-kirche-spielt-herausragende-rolle-beim-klimaschutz/
Gestern war bei uns Kranich-Reisetag. Es war interessant zu sehen: Erst kamen sie keilförmig. Dann löste sich der Keil auf, sie knubbelten sich, schraubten immer höher. Das konnte ich bei verschiedenen Kranich-Keilen beobachten. Einmal hatte ich den Eindruck, sie warten auf einen anderen Keil.
Macron hatte kurz vor seiner Ansprache die Schulleiterin des Opfers getroffen. Er dankte ihr dafür, dass sie die Meinungsfreiheit und die Lehre der Meinungsfreiheit gegen alle Widerstände verteidigt habe.
Es ist darum bewundernswert, weil – zumindest zeigt das der Beitrag nicht – nicht das „aber“ kommt. Nach dem Motto: Gut, dass der Lehrer für Meinungsfreiheit eintrat – aber hätte er es nicht anders machen sollen? Nach dem Motto: selbst daran Schuld, wenn er ermordet wird.
Ohne eine zusammen gebrochene Wirtschaft kann man keine Klimapolitik machen – so viel zu dem Satz von Thunberg: Mit der Physik kann man kein Deal machen: https://www.tagesschau.de/ausland/thunberg-139.html
Sie gibt sich äußerst kämpferisch: Wir haben Kompromisse satt… – manche müssen die Realität wohl erst noch kennenlernen. Zerstörte und gegeneinander kämpfende Gesellschaften sind auch nichts Schönes. Aber vielleicht erlebt sie das noch, wenn man einen Klima-Führer, eher eine Klima-Führerin hat, die all die Ziele kompromisslos durchsetzt.
Ich freue mich über realistisch denkende kompromissbereite Politiker – Politikerinnen, die Verantwortung tragen und nicht mit ideologischer Verbissenheit ihr Ziel durchsetzen wollen.
Frederick Douglass (1818-1895) war ein Sklave. Durch Flucht wurde er frei und begann sich sehr stark gegen die Sklaverei zu engagieren. Massiv kritisierte er Christen, die gegen Jesu Willen Sklaven hielten bzw. sich für die Sklaverei einsetzten.
Aber er kämpfte als Christ gegen die Christen, die sich auf Irrwegen befanden.
In seinem Buch „My Bondage and My Freedom“ (1855) schrieb er über den Moment, in dem er Jesus Christus fand (49):
Previous to my contemplation of the anti-slavery movement, and its probable results, my mind had been seriously awakened to the subject of religion. I was not more than thirteen years old, when I felt the need of God, as a father and protector. My religious nature was awakened by the preaching of a white Methodist minister, named Hanson. He thought that all men, great and small, bond and free, were sinners in the sight of God; that they were, by nature, rebels against His government; and that they must repent of their sins, and be reconciled to God, through Christ. I cannot say that I had a very distinct notion of what was required of me; but one thing I knew very weII-I was wretched, and had no means of making myself otherwise. Moreover, I knew that I could pray for light. I consulted a good colored man, named Charles Johnson; and, in tones of holy affection, he told me to pray, and what to pray for. I was, for weeks, a poor, brokenhearted mourner, traveling through the darkness and misery of doubts and fears. I finally found that change of heart which comes by „casting all one ’s care” upon God, and by having faith in Jesus Christ, as the Redeemer, Friend, and Savior of those who diligently seek Him.
Danach sah er die Welt in einem anderen Licht. Es schien ihm, als lebe er in einer neuen Welt. Und dieses neue Erleben veränderte sein ganzes Tun.
Und das finde ich bewundernswert: Er hat sich trotz aller Enttäuschung, die Christen ihm bereiteten, nicht von Christus abgewendet. Warum auch. Jesus Christus ist und bleibt, auch wenn seine Kirche versagt.
Aber der Beitrag hat so seine Vorurteile: Man glaubt, weil man im Leben schlechte Zeiten erfahren hat. Nun denn. Wenn jeder glauben würde, wenn er schlechte Zeiten hatte, sähe die Welt besser aus. Ich kenne den Glauben von Nena nicht. Aber:
Christen glauben, weil es Gott gibt und in Jesus Christus in ihr Leben getreten ist. So einfach ist das. Ohne psychologischem Brimborium. Die Psychologie brauchen manche, um sich Gott vom Leibe zu halten, zumindest um ein wenig zu ahnen, was da vor sich geht. Aber es ist ganz einfach. Gott tritt ins Leben eines Menschen.