Ethel Walker (1861-1951). Interessant finde ich an manchen ihrer Porträts, dass ihre Gesichter mit dem Hintergrund zu verschwimmen scheinen – anders gesagt: Das Gesicht tritt aus dem Hintergrund heraus. Dennoch sind sie mit ihren Gesichtern zu erkennen. Die Persönlichkeit verschwindet nicht – spannend aber ist, dass die Kleider manchmal farblicher hervorstechen als das Gesicht. Hinzuweisen ist auch, dass manchmal die Haare helfen, die Kontur des Gesichts leichter zu erkennen.
Die Bilder, die Menschen mit dem ganzen Körper zeigen, zeigen im Grunde auch Kleidung in einem Raum, und erst dann fällt der suchende Blick auf den Kopf, auf das Gesicht. Die Menschen in den Gruppenbildern sind meist gesichtslos.
Auch die Landschaftsbilder sind in einem Licht gezeichnet, das Konturen ineinander überlaufen lässt. Am Meer ist auch nicht immer zu erkennen, wo Himmel beginnt, wo Meer endet. Auf Landschaftsbildern mit Lebewesen muss das Auge zweimal hinzuschauen, um zu erkennen, was das eigentlich ist, was den Blick fesselt.
Die Blumenbilder in der Vase sind jeweils kleine Farbexplosionen. Die Bilder, die Frauen in Gruppen darstellen sind keine Farbexplosionen, aber Explosionen von Bewegungen.
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