Spahn + Weltgericht + Freiheit unter Druck + Arroganz der Weltretter*innen + Islamisten + Glaube und Ideologie + Glückliche Zeiten für Verbrecher + Sklavin starb in Köln

Spahn

Ich bin mit vielem in der Corona-Politik nicht einverstanden gewesen und bin es nicht. ich habe immer wieder dies und das verärgert – aber innerlich sehr gezügelt – angemerkt. Aber jetzt auf Spahn loszugehen, das halte ich für nicht fair. Aber so ist es: Fängt einer an loszutreten, treten viele nach.

Zudem: Die Berliner Haussache darf nicht mit dem Thema Handeln in Corona-Zeit vermischt werden.

Ein besonderes Weltgericht

Es geht nicht um Essen! https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/vorwort-zum-sonntag/das-weltgericht-am-ende-der-tage-ein-gruener-traum

Freiheit unter Druck

An vielen orten der Welt gerät die Freiheit unter Druck, weil sich Herrschende nicht mehr schämen, dass sie Menschenrechte mit Füßen treten.
Myanmar: https://www.tagesschau.de/ausland/myanmar-421.html
China / Honkong: https://www.tagesschau.de/ausland/hongkong-1239.html
Äthiopien/Eritrea: https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/sudan-flucht-tigray-101.html

Andererseits: Diese Regierungen haben sich noch drum geschert, was andere sagen.

Arroganz der Weltretter*innen

Sie meinen, erst sie beginnen sich um Umweltschutz zu bemühen usw. – nun denn: dass sie ohne Gott agieren und agitieren, dass glauben alle Ideolog*innen. Somit auch die unserer Zeit: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/luisa-neubauer-im-berliner-dom-die-gottesaustreibung

Bis jetzt ist es der Menschheit nie gut bekommen, ohne Gott die Welt neu zu erschaffen. Das wird auch dieses Mal nichts werden. Hoffentlich wird die Bruchlandung in ca. 20 Jahren nicht dermaßen brutal, dass man sich wieder schwört: Nie wieder!

Islamisten und andere Kriminelle

In Afghanistan wird es keine Ruhe geben, weil die beiden extremistischen Parteien miteinander konkurrieren: Taliban und IS: https://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan-tv-mitarbeiterinnen-erschossen-101.html Und das wird weiter und weiter auf Kosten vieler mutiger Frauen gehen.

In Nigeria wurden entführte Kinder frei gelassen: https://www.rnd.de/panorama/nigeria-300-entfuhrte-schulerinnen-freigelassen-AAGZZOICK2BJ23XOIT3F47MZRI.html

Frieden im Jemen?

Wohl kaum. Der Iran wird dafür sorgen, dass weiter provoziert wird. Saudi Arabien die Unterstützung zu entziehen bedeutet lange nicht, dass Frieden kommt: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/jemen-saudi-arabien-usa-101.html

Glaube und Ideologie

Glaube kann ideologische Züge annehmen. Und es ist gut, wenn dagegen in der christlichen Gemeinde angegangen wird. Der Kampf im Kontext des Themas Sexualität kann auch verhärtete ideologische Züge annehmen: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/polen-regenbogen-madonna-103.html

Glückliche Zeiten für Verbrecher

Ja, was in Deutschland so abgeht – zumindest im failed state Berlin (wenn es so weiter geht): https://www.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/rechtsstaat-am-ende-abrechnung-mit-zustand-von-justiz-und-polizei-75552902.bild.html

Sklavin starb in Köln

In Köln wurde eine Frau als Sklavin gehalten – sie starb an vielen Misshandlungen: https://www.focus.de/panorama/welt/in-koeln-junge-frau-wie-eine-sklavin-gehalten-anklage-gegen-vier-taeter_id_13018517.html Die dünne Schicht der Menschlichkeit – wie schnell kann sie zerbrechen. Immer wieder erschreckend zu sehen.

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Louis / Ludwig von Holland

Ludwig von Holland war der Bruder von Napoleon Bonaparte und hieß ursprünglich: Louis (1778-1846).

Im WikipediaArtikel wird er in den höchsten Tönen beschrieben:
Er löste das Klassenwahlrecht auf – jeder Mann durfte wählen -, der Gulden wurde als einheitliche Währung eingeführt, ebenso einheitliche Maße und Gewichte. Er hat die Religionsfreiheit gewährt, das Recht reformiert (Unabhängigkeit der Richter, diese mussten Rechtswissenschaft studiert haben, es erschienen zahlreiche Gesetzbücher und Rechtsordnungen). Er hat das Strafrecht liberalisiert und humanisiert, die Abschaffung der Todesstrafe wollte er durchsetzen, das gelang ihm aber nicht. Folter wurde abgeschafft, der Pranger, Deportation wie Zwangsarbeit. Unterschieden wurde zwischen Jugendlichen und Erwachsenen im Strafrecht. Bildung und Schulpflicht war ihm ein Anliegen, ebenso die Reformation des Gesundheits- und Sozialwesens. Arztpraxen wurden kontrolliert und arme bekamen Medikamente umsonst. Ebenso hat er Waisenhäuser gegründet. https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Bonaparte#Neue_Verfassung

Was der Artikel nicht beschreibt, beschreibt Johannes Daniel Falk (1768-1826): Goethe aus näherm persönlichen Umgange dargestellt. Mit einer Einführung von Gerhard Heufert, wtv Verlag, Weimar 2010. Erschienen 1832, nachdem Goethe gestorben war, ist aber schon vorher geschrieben worden, da Falk, als Goethe gestorben ist, schon einige Jahre tot war.

In diesem Werk beschreibt Falk, wie Goethe, der mit dem König eine Zeit lang ein Haus teilte, den König sah. Der König war zu dem Zeitpunkt (1810) von seinem Bruder Napoleon abserviert worden. Goethe/Falk beschrieb den König: daraus folgt „daß ihn alles Ungerechte, Ungesetzmäßige, Unbarmherzige in tiefster Seele verletzt und ihm gleichsam von Natur zuwider ist. Irgendein Tier gequält, ein Pferd gemißhandelt oder ein Kind leiden zu sehen erträgt er nicht; … es empört sein Inneres; es macht ihn unglücklich, wenn in seiner Gegenwart etwas Rohes geschieht, ja, wenn er auch nur davon erzählen hört… Eine schöne Seele… im Hintergrunde Gott ohne die geringste religiöse Schwärmerei… Wie ein glänzender Silberfaden zieht sich die Religion durch alle seine Gespräche und Urteile… Er verwirft… alles, was nach seinem Gefühle nicht recht und wider die göttliche Vorschrift ist…“ (148f.)

Wikipedia – halbe Wahrheit? Man kann ja nicht alles wissen.

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Sonderbare Zeit

Wir leben in einer sonderbaren Zeit, in der viele gar nicht mehr so richtig wissen, wer sie sind, die Politiker nicht mehr so richtig wissen, was sie eigentlich machen sollen, darum mit Ängsten regieren. Kommende totalitäre Strömungen können wunderbar beobachten, wie man vorgehen muss, um die Bevölkerung auf Linie ihrer totalitären Ideologie zu bringen. Vor allem ist das langfristig anzulegen. Einmal durch Diffamierung derer, die einem gefährlich werden könnten, weil sie eine eigene Meinung in Freiheit vertreten können. Dann irgendwann hat man die Medien auf seiner Seite, durch Druck wagt kaum mehr einer zu widersprechen, Druck – soziale Ausgrenzung, Ausgrenzung dadurch, dass man die finanzielle Existenz nimmt. Aber das alles immer und immer wieder unter dem Deckmäntelchen: Wir sind die guten, wir retten die Welt. So war es in der Geschichte häufig.

Zudem: Es gibt einen Identitätsverlust auf der gesamten gesellschaftlichen Ebene – und gleichzeitig eine aggressive Einforderung irgendwelcher gedachter Identitäten. Einerseits die Forderung, Rechte anderer zu respektieren und gleichzeitig bringt man andere in Gefahren, indem man nur diejenigen zu respektieren fordert, deren Aktivist man ist. Andere zu respektieren, die eine gegnerische Meinung haben: Bloß nicht!

Das könnte unendlich fortgesetzt werden. Manche begehren gegen dies und jenes noch auf, aber es ist absehbar, dass das Aufbegehren keine Zukunft hat, weil alle irgendwohin laufen, wohin keiner so richtig weiß, wohin es geht, was das soll usw.

Das gilt auch für Kirchen. Wandel wird gefordert – keiner weiß, was dieser Wandel bringen wird, außer Verunsicherung und Allerweltsirgendwas? Kirche eine graue Masse in einer grauen Masse? Oder bringt Kirche in die graue Masse Licht und Farben?

Wenn man Geschichte ein wenig kennt, dann weiß man: Das gehört zum Menschsein dazu. Menschen können nicht stillstehen, sie agieren und agitieren, durch Not und Leid, Glück und Freud, Macht und Niedertracht, sie laufen massenweise hierhin – dann laufen sie massenweise dahin, wie die berühmten Lemminge oder irgendwelche aktuellen Führern nach – irgendwann wird sich das dann wieder irgendwo und irgendwann geschichtlich einpendeln – bis es wieder äußerst chaotisch zugeht.

Das bedeutet aber nicht, dass man alles so laufen lassen soll, wie es irgendwie zu laufen scheint. Es sind immer Menschen die Protagonisten. Und da Menschen es sind, kann man vielleicht die eine oder andere Kurskorrektur mit anbringen. Denn sonst müsste man sagen: Diejenigen, die dem Nationalsozialismus / dem Kommunismus und anderen Tyranneien neutral gegenüber standen bzw. alles über sich ergehen ließen, haben Recht. Recht haben die, die in Belarus, in Myanmar, in China – und wo auch immer, alles über sich ergehen lassen, ihre Fähnchen nach dem Wind hängen. Nun denn: Die Überlebenswahrscheinlichkeit ist natürlich größer, die Evolution wird bestätigt, wenn man sich wegduckt. Wenn man versucht, aus dem Fadenkreuz der mächtigen Gruppen herauszukommen. Wer hat biologisch überlebt? Immer die Angepassten? Aber haben sie auch kulturell überlebt?

Nicht umsonst werden die Menschen in der positiven Erinnerung der Menschheit bleiben, die sich nach Freiheit sehnten, nach Gerechtigkeit, nach Frieden, nach Menschlichkeit, nach freier Freude, nach guter Gemeinschaft – kurz diejenigen, die Jesus selig gepriesen hat. Man versucht natürlich als Tyrannei diese durch eigene Helden zu verdrängen. Wenn die Menschheit in vielen Zeiten die genannten Friedfertigen usw. nicht mehr wahrnehmen wollen: Gott steht zu den Seinen, die seinen Willen tun, auch wenn die jeweiligen Machtströmungen sie beiseite schieben, sie vergraben und verbuddeln, namenlos machen wollen.

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Nigeria: Entführung+Mord + Obrigkeitliche Machtspielchen + Es mangelt an Liberalismus + Evolution des Menschen

Nigeria: Entführung+Mord

Wieder hat eine Stammes-Bande Christen angegriffen: https://www.persecution.org/2021/02/24/jihadist-fulani-kidnap-three-christians-kill-church-elder/

Obrigkeitliche Machtspielchen

Das Thema hatte ich vor allem am 17. und 18.2., weil mich das auch sehr fuchst. Ich bin hoch erfreut, es sehr gut und vertieft von Fleischhauer zu lesen: https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-die-neue-lust-an-der-macht-wie-viele-politiker-insgeheim-ueber-die-lockdown-regeln-denken_id_13026500.html

Es mangelt an Liberalismus

Uiui, da lehnt sich aber einer weit aus dem Fenster – und das gegen Böhmermann! https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-02/jan-boehmermann-twitter-verantwortung-aufmerksamkeit-liberalismus

Evolution des Menschen

Ein interessant – sonderbarer Artikel: https://www.spektrum.de/news/die-evolution-des-menschen-geht-weiter/1831030

Es geht um Evolution, dass sie auch beim Menschen nicht aufgehört habe. Also alles im grünen Bereich. Aber dann gibt es doch Aussagen, die einen etwas sonderbar vorkommen: Die Evolution sei kein Ingenieur, sondern ein Bastler, der irgendwelche Ersatzteile zusammenbastelt. Ein schönes Bild. Aber die Evolution ist nichts mit irgendwelchen Willen. Besser formuliert: „Die Vorstellung, dass die Evolution nach Perfektion strebe, sei einer der größten Irrtümer“ – eben, sie strebt nicht, sie bastelt nicht, sie ist keine Größe mit Willen. Sie als eine Größe mit Willen anzusehen, ist ein religiöses Relikt. Sprache versagt, ist abhängig von Tradition.

Sonderbar auch, dass die paar Jahrzehnte Kaiserschnitt dazu beigetragen haben sollen, dass die Becken der Frauen schmaler geworden seien. Echt jetzt? Die großen Hoden beim Mann weisen auf Polygamie hin, nicht auf Monogamie, die eine moderne westliche Neuheit sei – aha. Wenn die Becken innerhalb weniger Jahrzehnte schmaler werden, sollen Hoden in Jahrtausenden noch groß geblieben sein? Weil sie nicht stören. Und wenn es einen stört, werden sie kleiner? Haben wir nicht soeben gelernt, dass die Natur nicht nach Perfektion strebt? Viele, viele Fragen. Aber der Beitrag zeigt auf, dass man sich in allem irgendwie dann doch nicht so sicher ist.

Dann der letzte Satz: „Eine Krone der Schöpfung gibt es nicht. Evolution passiert einfach, ob man will oder nicht. Das ist bis heute so.“ Was hat das Eine mit dem anderen zu tun? Mensch als Krone der Schöpfung bedeutet: er hat Verstand – und alles, was damit zusammenhängt. Vielleicht wollte man im Artikel damit klug sagen, dass dem Menschen der Verstand abhanden kommen könne.

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Theodizee-Frage

Manche Philosophen und Laienphilosophen kritisieren scharf den Glauben, wie auch immer er Gott mit dem Leiden in Verbindung bringt.

Aber haben sie eine Alternative? Nein. Stoische Anpassung an das Schicksal oder – weniger philosophisch – Aktivismus pur oder einfach Spott – das kann das Leiden nicht mindern und führt in die Anthropodizee.

Not lindern aus dem Glauben heraus – hilft stärken und kämpfen. So, wie Jesus Christus es tat: körperlich und seelisch stärken.

Jesus hat nicht versucht, Gott und Leiden philosophisch zu durchdringen – weder um Glauben zu destruieren noch um Glauben zu verteidigen. Er hat einfach im Geist Gottes gegen das Leiden gekämpft.

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