Das stimmt. Aber: Eine Auseinandersetzung wird dann zur Spaltung, wenn der Staat durch Gesetze Andersdenkende zwingt zu tun, was er für richtig hält. Spaltung wird es dann, wenn Menschen, die finanziell nicht in der Lage sind, die vom Staat geforderten Innovationen umzusetzen und darum ihren Besitz veräußern müssen. Spaltungen betreffen nicht immer viele. Da diejenigen, die abgespalten werden, von der auch medialen Mehrheit diffamiert und unter Druck gesetzt bzw. verschwiegen werden. Aus diesem Grund kann dann wunderschön eine Spaltung geleugnet werden. Grundsätzlich finden aber auch da Spaltungen statt, wenn es um weltanschauliche Zwänge geht – die Menschen miteinander nicht mehr klar kommen lassen – wenn nicht mehr menschliches Miteinander, menschlicher Charakter dominieren, sondern gesellschaftspolitische Theman. Und wenn dann Institutionen noch Partei ergreifen oder zwingen, sich ihrer Weltanschauungen ihrem Menschenbild anzupassen, kommt es zwangsläufig zu Spaltungen.
Ohne die Zwangsmaßnahmen eines Staates bleibt es eine Auseinandersetzung, die es in Gesellschaften immer gibt und geben muss. Es werden sich ganz bewegliche Mehrheiten heraus kristallisieren. Aber wenn der Staat Ergebnisse fixieren will, die als übergriffig empfunden werden, kommt es zur Spaltung. Der Staat hat die Aufgabe, das Zusammenleben der Menschen zu optimieren. Aber dazu bedarf es des Fingerspitzengefühls und nicht ideologischer Repressionen.
Wer sich von Gottes Freundlichkeit gelöst hat, verfängt sich in Stricken anderer Mächte und Kräfte: der Angst, Unzufriedenheit, Drogen, Karriere, Ich, allein in Sorgen um Heute und Morgen, Sterben, Tod, religiöse Fakes fangen ihn, die Gott gaukeln, weltanschauliche Fakes, die Gott ersetzen? Nein. Nein?
Mitleid und mit leiden sind Motive, um zu helfen. Aber nicht nur. Dankbarkeit ist ein wichtiges Motiv, um für andere da zu sein. Gott loben und danken führt zum Mitmenschen. Sich aus Dankbarkeit Menschen zuwenden, hat eine andere Dimension als das Mit-Leiden: die Freude. Dankbarkeit und Freude: Kraftpakete.
Laut Tagesschau (10.03) sagte Putin, dass Russland die Energieliefer-Verträge einhält. Das müsste ja nachzuprüfen sein. Wenn dem so ist, stellt sich mir die Frage: Warum wird alles so viel teurer? Ist das reine Spekulation? Dann hat aus meiner Sicht der Staat die Pflicht, diesen Räubern das Handwerk zu legen: Sie plündern die Menschen des Landes aus – und das Schlimmste: eine Notlage ausnutzend.
Ein Mensch der Straße schimpfte empört, dass wir mit unserem Gasimport nur Putin stärken würden, damit er seinen Krieg führen kann. Und warum das Gas? Nur damit die Wirtschaft reicher wird.
Ich freue mich, dass viele unserer Politiker hellsichtiger sind als solche Empörten. Er würde wahrscheinlich auch schnell empört sein, wenn Gasmangel sein Scheuklappenleben berühren würde. Es ist kurios, dass manche Menschen denken, ihr Leben hätte nichts mit der Wirtschaft zu tun. Ohne unsere Wirtschaft würden sie irgendwo im Wald Wurzeln ausgraben, damit sie was zwischen den Zähnen und im Magen haben. Und dass manche Staaten Deutschland lieber reduzieren möchten, ist auch klar. Sie haben Atomkraft und Kohlekraftwerke, natürliche Energie in Hülle und Fülle – und können es dann wirtschaftlich überholen.
Da es natürlich traurig ist, dass wir abhängig sind von einem Herrscher, der ein Land überfallen hat. Das sollte aber lehren, in Zukunft alles dazu zu tun, dass das Land nicht abhängig wird. Also alle Möglichkeiten der Energie und der Rohstoffe möglichst breit ausschöpfen. Wir sind übrigens auch von China abhängig. Auch nicht besonders ruhmreich. Nur wirtschaftlich starke Länder können unabhängig werden.
Tut Buße! Dieses Thema wird nicht laut in unseren Zeiten. Die Abkehr von Gott schreit zum Himmel – wirkt sich auch massiv sozial aus. Vor allem Kirchen sollten den Ruf wieder zu eigen machen.
Aber das mit Blick auf Umkehr zu Gott.
Nicht mit Blick darauf, Verirrungen unserer Zeiten in den Fokus zu nehmen. Wenn wir das täten, würden manche dieses und jenes als Verirrung bezeichnen, was andere gerade als Fortschritt ansehen. Und manche würden das dazu nutzen, propagandistisch das einzufordern, was gerade zeitgemäß und modern ist.
Von daher sollte die Umkehr zu Gott im Vordergrund stehen. Diese wird auf Dauer immer mehr Menschen zeigen, was falsch läuft in den Hirnen, Herzen, Seelen.
Der Anfang würde sein: Sich um das Evangelium zu kümmern, statt die Kirchen selbst in den Fokus zu stellen. Einzelne Glaubende spreche ich an. Jede und jeder Einzelne muss sein Leben vor Gott in den Blick nehmen und andere mitnehmen.
Ziel: Das Leben vor Gott ins Reine zu bringen, sich dem Willen Gottes anzunähern, als Individuen und als Gemeinschaften.
Und damit sehen wir die Katastrophen – Umwelt-Pandemie-Krieg-Energie – als Chance an. Als Chance, neue gemeinsame Wege der Menschlichkeit zu gehen. Mit Gott.
Keiner weiß, wie es weiter geht. Auch Putin nicht. Er hat etwas losgebrochen, von dem niemand weiß, wie es ausgeht. Wir leben also in einer historischen Situation, in der alle möglichen Menschen verantwortlich um den richtigen Weg ringen. Das wird noch ein paar Jahre so weiter gehen, bis sich alles wieder eingerenkt hat. Es sei denn, Putin beschließt von jetzt auf gleich den Rückzug: War ein riesen, ein im Grunde unentschuldbarer Fehler. Aber nein, das Morden geht weiter. Weiter geht es, Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, sie zu verjagen. Es geht weiter, ihre Häuser zu zerstören, das, was sie aufgebaut haben.
Als Christen lebt man weiter: menschenfreundlich in der Nachfolge Jesu. Unabhängig von den politischen Aufgeregtheiten und Konstellationen. Als Glaubende unabhängig – nicht so sehr als in die Zeit involvierter und auch angegriffener Mensch.
Das zeigt, dass unsere EU-Länder mafiöse Strukturen nicht im Griff haben.
Ukraine: Neutralität
Ob es nicht schon zu spät ist? Dass die Ukraine neutral sein soll – das ist eine alte Forderung. Im Blog zusammen mit eine ukrainische besondere Föderalisierung verbunden. Aber ich vermute fast, dass es inzwischen zu spät ist. Wird Putin wirklich zurückgehen, ohne ein Regime installiert zu haben? Ich vermute, das wird nur dann geschehen, wenn die Verluste Russlands so immens sind, dass Putin nichts anderes übrig bleibt. Aber das wird wohl lange auf sich warten lassen. https://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-krieg-selenskyj-berater-kompromisse-101.html
Ich habe eine Mail bekommen von der Wiener Polizei. Einen Haftbefehl. Ohne Ansprache – aber Unterschrieben: „Herzlich Beatrice Polano Verantwortlich Systeme und Identifizierung Bundespolizei“.
Ich müsste eine pdf anklicken, und dann wüsste ich, worum es geht. Die Mailadresse stimmte: @polizei.gv.at. War natürlich eine gefährliche Sache, nicht der Haftbefehl. Der war Fake. Es ging um Spam. Interessant fand ich, dass alles auf den ersten Blick, was die Mailadresse betraf, korrekt war – dann aber, wenn man die Mail in Gelesen hatte und dann wieder anschaute, war die Polizei-Mail-Adresse weg und es tauchte nur noch auf: polano.betarice@spes.uniud.it. Interessant, was alles so möglich ist.
Irak: TikTok-Christin ermordet
Eine 20jährige wurde im Irak evtl. von ihrer Familie ermordet, nachdem sie auf TikTok ein Video hochgeladen hatte, in dem sie ihren christlichen Glauben bekannte. Sie hatte sich auch für Frauenrechte eingesetzt: https://www.persecution.org/2022/03/08/christian-convert-assassinated
Es ist ja nichts so, dass die Leute nur Autofahren, weil es ihnen Saß macht, sie dann an Wochenenden die Kilometer runterrattern. Manche dürften das so denken, wenn man sieht, wie cool sie über die hohen Energiepreise hinweggehen. Aber: Menschen müssen zur Arbeit fahren – und irgendwie benötigt der Mensch auch Nahrung, Kleidung, alles, was dazu gehört. Und das wird von Lastwagen usw. in die Geschäfte gebracht. Die Gefährdung wird politisch nicht gesehen – den Eindruck hat der normale Mensch – denn die Politik macht nichts dagegen. Sie lässt es laufen – bis nichts mehr rollt. Vielleicht lässt sie sich auch nur eine Menge Zeit, bis sie reagiert. Beides gleichermaßen übel: https://www.focus.de/auto/news/logistik-und-busbranche-schlagen-alarm_id_65409838.html
Ein Glaube, der meint, Gott und die Welt erklären zu können, ist langweilig. Langweilig, wie ein Roman, der eigenen Bildern und Erfahrungen keinen Raum lässt.
Ein Glaube, der Gott auf ein leicht verständliches Irgendwas reduziert, ist langweilig und falsch. Langweilig und falsch, wie ein Mensch, der meint, einen geliebten Menschen, das Geheimnis, mit einem Satz leicht und locker charakterisieren zu können.
Ein Glaube, der meint, er durchschaue sich selbst, leicht erklärbar, ohne Staunen, ohne Fragen, ohne Rätsel, ohne Spannung – was ist das? Was – ist das?
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Abraham hatte seine Ecken und Kanten. Jakob hatte seine Ecken und Kanten. David war zum Teil unausstehlich. Die Propheten – wer kann sie schon ganz verstehen? Jesaja, Jeremia, Hesekiel, Amos – sonderbar, sonderbar. Die Psalmsänger wurden liebevoll entstachelt. Und dann kommt Jesus Christus.
Und dann kommt Jesus Christus. Was haben wir vielfach aus ihm gemacht? Einen – keiner leichtgängiger als er: Kantenlos, breiig, freundlich lächelnd redselig. In den Evangelien wehrt er sich heftig dagegen, durch Wunder, unverständliche Worte, Leiden, Kreuzestod, Auferstehung. Wer versteht? Wir schütteln den Kopf. Gehen weiter. Achselzuckend.
Und dann kommt Jesus Christus. Dann kommt Jesus Christus in das Leben. In das Leiden. In die Depression. In die Krankheit. In den Krieg. In die Sorgen. Wir fragen den im dunklen Leben Unerwarteten, wir staunen den kantenlosen Nichtssagenden an: Was machst Du denn hier? Wirklich, Du hier? Und dann kommt Jesus Christus. Er sagt: Ja. Ich bei Dir.