Steinmeier und Shoah

Wenn Steinmeier den Völkermord an den Armeniern nicht als Völkermord bezeichnen will, weil er meint, dass damit die Schoah relativiert werde, dann hören wir aus seinem Mund das, was ich neulich angesprochen habe: Die Schuld, die Deutsche mit der Vernichtung der vielen, vielen Juden auf sich geladen haben, darf nicht relativiert werden. Es ist so eine Art zu sagen: Wir haben die größte Schuld auf uns geladen. Wir allein. Nie wird eine Schuld größer sein. Selbst darin, Schuld zu sein, sind die Deutschen am Größten. Ich denke aber, dass wir von diesem hohen Ross herunterkommen müssen. Es gibt viele Ideologen, die eine unermessliche Zahl an Toten auf ihrem Gewissen haben – wenn sie denn eins haben: Mao, Stalin, Pol Pot… – und wie sie alle heißen. Die Sicht, dass es viele andere sehr schlimme Grausamkeiten gibt, relativiert ja nicht die Shoah. Man muss in dieser Frage nicht vergleichen. Vergleichen ist in dieser Frage der äußersten Grausamkeiten falsch. http://www.tagesspiegel.de/politik/steinmeier-und-der-voelkermord-an-den-armeniern-komplexe-erinnerungen/11688918.html

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Baltimore + Wirtschaftsspionage + Abhängigkeit

Die USA haben ein äußerst ernsthaftes Problem. Nun, das ist keine neue Botschaft. Vielleicht ist das eine neue Botschaft: Erst einmal das eigene Haus in Ordnung bringen, bevor man die Welt beglückt?  http://www.focus.de/politik/videos/freddie-gray-krasse-szenen-der-gewalt-us-stadt-baltimore-im-kriegszustand_id_4643362.html

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Das mit der Wirtschaftsspionage ist wirklich nicht neu – schließlich weiß man seit einiger Zeit, dass einem das eigene Land wichtiger ist als die Autarkie des anderen. Vor allem die USA hat da keine Skrupel, vor einigen Jahren hatte ich das auch von Frankreich im Blog. Nun ja. Ob wir so lieb sind, und es nicht machen, weiß ich nicht. Aber hat die USA so etwas wirklich nötig? http://www.cicero.de/die-nsa-und-wirtschaftsspionage-fakt-und-fiktion/59183

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Die USA liebt es nicht, wenn ein Staat eigene Wege geht: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/28/usa-wollen-gas-allianz-zwischen-russland-und-griechenland-verhindern/ Man soll doch bitteschön in Abhängigkeit von der USA sein – bzw. von den damit verbundenen finanziellen EU-Spritzen/Weltbank.

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Iraner Ausweisung + Integrationsunwillige + Frauenpower

Ein Iraner, der seine beiden Töchter sexuell missbraucht hat, soll aus der Schweiz ausgewiesen werden. Er ist dagegen, weil er meint, ihm drohe dort die Todesstrafe, wenn die beiden Töchter im Iran eine Klage einreichen würden: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Toechter-missbraucht—Iraner-droht-Ausschaffung-31763344

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Georgier werden von der Mafia als Asylbewerber eingeschleust – und sie rauben hier Wohnungen aus: http://www.focus.de/politik/deutschland/geheimanalyse-des-bka-hunderte-millionen-schaden-neue-georgien-mafia-raeumt-deutschlands-haeuser-aus_id_4647307.html

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Was Integrationsunwillige und Straffällige Ausländer in Deutschland betrifft: http://www.welt.de/politik/deutschland/article140239588/Auch-mit-Baby-ist-der-Integrationskurs-Pflicht.html

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Wow, was Frauen für eine Macht haben – selbst Erdbeben zu verursachen, glaubt ein Iraner: http://edition.cnn.com/2010/WORLD/meast/04/20/iran.promiscuity.earthquakes/index.html

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Sich einen Gott wünschen

P1070355

Gibt es Gott nur, weil Menschen sich Gott wünschen?

Glauben manche Menschen, Gott sei ein Wunschgebilde, weil sie sich wünschen, es gäbe keinen Gott?

Ich denke, diese Aussage, der Mensch wünsche sich einen Gott, darum gibt es ihn, wird ausgerechnet von Atheisten widerlegt. Und zwar von den so genannten frommen Atheisten: So mancher, der öffentlich auftritt sagt: Ich würde ja gerne glauben – aber es gibt keinen Gott.

Das heißt: Ich wünschte mir, Gott zu finden – finde ihn aber nicht.

Sich einen Gott wünschen, führt also noch nicht zum Glauben an Gott.

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Sehen wir diese Apfelblüte, können wir sagen: Es gibt keine Äpfel, nur Blüten.

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Weg mit dem Leben, weg mit dem Alltag

Es ist ein ständiger Kampf gegen die Realität einer Gesellschaft, die wir in bestimmten Kreisen unserer Gesellschaft antreffen. Wenn man gegen alles ankämpft, was irgendwie nach normalem Leben aussieht, muss man sich nicht wundern, wenn man kleine graue Menschlein im Gleichschritt produziert. Natürlich sind sie heute nicht grau, sondern bunt angemalt: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-ueber-frauenfeindliche-werbung-a-1031039.html

Und auch hier wieder: Natürlich bin ich gegen Frauenverachtung, natürlich bin ich gegen die Verwendung der Frau als Frau zu Werbemitteln, natürlich finde ich, sollte jede Frau nicht einem Schönheitsideal unterworfen werden, natürlich…

Aber für Menschenrechte und somit für Gleichberechtigung zu sein, heißt nicht: Alles mit einem ideologischen Schimmelpilz zu überziehen, der die gesellschaftlichen Zusammenspiele erstickt.

Da kämpft man gegen die Frau auf Plakatwänden – und vergisst diese hier? http://www.pnp.de/nachrichten/bayern/1664263_Unzulaessige-Gebuehr-Salzburg-muss-Prostituierten-800.000-Euro-zahlen.html Zuhälter freuen sich.

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Es ist doch gut: Sie demaskieren sich selber: http://www.pro-medienmagazin.de/fernsehen/detailansicht/aktuell/ndr-satire-mit-faekalsprache-gegen-bildungsplan-demonstranten-91864/ Das Problem ist nur: Wer andere zum Lachen bringt, indem er andere verarscht, der hat die Leute auf seiner Seite – auch ohne Argumente.

Das sieht man bei der Heute-Show: Keine Argumente, nur Menschen hinters Licht führen – und es wird gejubelt, geklatscht, gestampft. Das bringt einen häufig dazu, an die Zeitgenossen zu zweifeln. Aber dieses Zuschauer-Vorführen der Heute-Show ist Teil der Satire, darum gibt es ja hin und wieder Publikumsbeschimpfung – und es grölt dazu.

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PEN-Preis für Charlie Hebdo + Freie Meinungsäußerung

Der PEN-Preis geht an Charlie Hebdo, weil diese Zeitschrift für die Meinungsfreiheit eintritt. http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/detailansicht/aktuell/kritik-an-pen-preis-fuer-charlie-hebdo-91850/

Dafür hätte ich es ihr auch verliehen. Nicht verliehen hätte ich es für die Art und Weise, wie sie es tut. Auch von anti-religiösen Menschen ist Respekt zu erwarten.

Aber gut ist es, dass sich der PEN hinter Angegriffene stellt. Denn Gewalt ist kein Mittel, sich über Respektlosigkeit zu beschweren. Gewalttätigkeit fordert Respektlosigkeit geradezu heraus.

Von daher scheint es mir ein politischer Akt zu sein, Charlie Hebdo den Preis zu verleihen, kein Vernünftiger.

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