Thilo Sarrazin und die 68er + Dunja Hayali – die Besonnenen

Thilo Sarrazin beschreibt, was er von den 68ern hält. Nicht viel. Klar. http://cicero.de/kultur/68er-ihr-heutiges-leid-macht-sie-ertraeglich

Ich weiß allerdings nicht, ob die 68er wirklich daran leiden, dass der Kapitalismus Bestand hat, sind sie doch Teil des Kapitalismus geworden – zumindest diejenigen, die medial wirksam und öffentlich tätig sind. Ihr Leiden – und das ihrer geistigen Nachkommen – dürfte damit zusammenhängen, dass sie sehen müssen, wie die Welt konservativer wird – noch konservativer als sie selbst – trotz aller Bevölkerungserziehungsversuche. Und das kann verbittern und zornig machen.

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Dunja Hayali setzt auf die Besonnenen. http://www.focus.de/politik/videos/zdf-moderatorin-nachdenklich-dunja-hayali-zu-konstanz-und-hamburg-mein-geduldsfaden-ist-duenner-geworden_id_7420014.html

Auf die Besonnenen muss man das Augenmerk legen, die Besonnenen muss man stärken. Sie bemerkt auch, dass zur Besonnenheit gehört, wahrzunehmen, wo etwas falsch läuft im Land. Entsprechend bemerken immer mehr, dass die „Kultur der Duldung“ ein Sprengsatz ist: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article167189787/Die-Kultur-der-Duldung-zermuerbt-unser-Land.html

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SPD – ohne Schulz + Barley und die Fakten + Schilys Kritik an Merkel + Windräder verschandeln die Landschaft + Stickoxide als Sündenbock

Die Wahlkampagne der SPD wird vorgestellt – noch ist Schulz nicht mit dabei: http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl_2017/bundestagswahl-spd-stellt-wahlkampagne-vor-ohne-spitzenkandidat-martin-schulz_id_7421425.html

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Schulz zum Thema Ditib und Ehe für alle: https://www.pro-medienmagazin.de/politik/2017/08/01/martin-schulz-meine-familie-war-tief-katholisch/

Die SPD ist nun auf allen Kanälen. Ich  vermute noch immer, dass sie so bei 27% landen wird. Wobei es natürlich gefährlich ist, solche Prognosen zu wagen. Aber: Ich denke, damit würde sie den Prozentsatz erreichen, der ihre gesellschaftliche Position widerspiegelt.

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Das Interview mit Barley, in dem sie gesagt hatte, dass viele Deutsche Merkel satt hätten, habe ich gestern angesprochen. Allerdings nicht diese Äußerung. Sie war mir auch aufgefallen. Aber dann habe ich gedacht: Nun denn, wenn 20% der deutschen Merkel satt hätten, wären das ja auch noch viele. „Viele“ ist also relativ. (Laut Umfrage halten 33% der deutschen Merkel nicht für kompetenter als Schulz.) Zwar zählt diese Aussage zum Populismus – gemäß der Definition, die wir neulich genießen konnten – aber was wäre ein Wahlkampf ohne Populismus. http://www.focus.de/politik/videos/spd-im-wahlkampf-die-menschen-haben-merkel-satt-behauptet-katarina-barley-ihre-einschaetzung-entspricht-nicht-der-realitaet-wie-umfragewerte-zeigen_id_7417638.html

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Themen, die SPD-Wählern wichtig sind, erfahren wir hier. Interessant finde ich: Gesundheitsvorsorge. Was hat das Thema für eine Wahlrelevanz? Rente habe ich neulich angesprochen. Weitere Themen: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/spd-waehler-themen-bundestagswahl 

Wir erfahren hier, dass SPD-Wähler überdurchschnittlich glücklich sind, trotz massiver gesellschaftspolitischer Probleme. Das ist doch schon mal was. Man muss wohl auch ein dickes Fell haben und alles nicht so eng sehen, wenn man sich so die letzten SPD-Jahre anschaut.

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Schily kritisiert Merkel zu Recht. Ich frage mich: Warum jetzt erst? Was die Flüchtlinge betrifft, hat Merkel ja schon zurückgerudert – und die Politik sucht nun Wege, um die Fehler, die sie gemacht hat, zu minimieren. Allerdings hat man den Eindruck, dass das nur sehr halbherzig geschieht.

Was im Augenblick die Windräder betrifft – die Schande für die Landschaften – da habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können, wie die Parteien die Energiefrage angehen wollen. Im Augenblick verstärkt sich der Eindruck: Energie? Warum? Strom kommt doch aus der Steckdose und das ist genug.

Die Sicht der SPD-Linie dürfte Schily mit seinen Äußerungen auch nicht so ganz vertreten: http://www.theeuropean.de/rainer-zitelmann/12338-schilys-knallharte-abrechnung-mit-merkel

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Wie es dazu kam, dass am Arbeitsplatz eine höhere Stickoxidkonzentration erlaubt ist als am Straßenrand: https://www.ovb-online.de/politik/stickoxide-suendenbock-wurden-8547997.html

Ein in der aufgeheizten Diskussion recht erhellender Beitrag.

So aus der Retrospektive gesehen, werden immer neue Säue durch die Bevölkerung gejagt: jetzt CO2 – und hier ein kurzer Blick auf das Waldsterben. Hat man irgendwie ganz vergessen, dass eigentlich gar kein Wald mehr da sein sollte?: http://www.planet-wissen.de/natur/umwelt/waldsterben/index.html

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Zahlen zum Thema Flüchtlinge + Sonderbare Vermehrung

Zahlen zum Thema Flüchtlinge: http://www.focus.de/politik/ausland/europa-die-grosse-fluechtlingskarte_id_7420054.html

Ich kommentiere diesen Beitrag nicht.

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Bei einem Auffahrunfall in Großbritannien geschah etwas Sonderbares. Was, das zeigt das Video. Das hat was von unserer Situation in Europa: http://www.spiegel.de/video/fahrerflucht-nach-unfall-neun-menschen-in-einem-auto-video-1787112.html

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Mit Wattebäuschchen gegen Terroristen + Kaltes Grausen: Türkei + Aus der Geschichte lernen?

Berlin bekämpft den Terrorismus mit Wattebäuschchen, dieser Ansicht ist Burkard Dregger: http://www.focus.de/politik/deutschland/debatte-um-innere-sicherheit-cdu-politiker-warnt-rot-rot-gruen-in-berlin-tut-alles-um-gefaehrder-anzulocken_id_7422662.html

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Kaltes Grausen überkommt einem, wenn man das sieht, was gestern in der Tagesschau über den beginnenden Prozess gegen die angeblichen Putschisten in der Türkei berichtet wurde. Der Ruf nach Todesstrafe wird von der AKP und auch von Erdogan angeheizt. Die Richter – werden die noch den Mut haben, von der AKP unabhängige Entscheidungen zu treffen? Sind es schon so eine Art Freisler-Typen, bei denen das Urteil vorher schon feststeht? Ich hoffe, die Türkei wird sich von diesem Spinnennetz der AKP befreien, bevor die Urteile gesprochen werden. Was hilflos macht: Man ist gezwungen, einfach zuzusehen, wie ein Volk immer stärker geknebelt wird. Und dazu passt auch – sogar in unserem Land!: http://www.focus.de/politik/videos/unertraegliche-angst-guelen-nahe-schulen-muessen-auf-druck-von-erdogan-schliessen_id_7418984.html

Ähnlich ist es mit Venezuela. Man muss zuschauen, wie einzelne machthungrige und von Ideologien besessene Figuren Gesellschaften zerstören.

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Zudem zeigen die Beispiele Türkei und Venezuela (und andere), dass man als Weltgemeinschaft kaum das aus der Geschichte gelernte umsetzen kann, wenn die Bosheit einfach stärker, klüger, raffinierter, gewalttätiger ist.

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Neben sich stehen

Wenn wir aus der Narkose erwachen, sind wir nicht wir selbst.
Wenn wir Drogen nehmen, sind wir nicht wir selbst.
Wenn wir in der Depression stecken, sind wir nicht wir selbst.
Wenn wir dement sind, sind wir nicht wir selbst.
Wenn wir außer uns geraten, so durch Zorn, sind wir nicht wir selbst.
Manchmal sind wir auch nicht wir selbst einfach so:
Warum habe ich das gesagt? Das denke ich doch überhaupt nicht!

Manche sagen, dass man gerade dann man selbst ist.
Wer bin ich?
Bin ich nur ich selbst dann, wenn ich so bin, wie ich mich selbst sehen möchte?

Das alles ist ein Teil von mir. Aber nur ein Teil, der manchmal Dominanz anstrebt. Als wäre ein Auto nur ein Rad oder eine Warnleuchte.

Das alles ist ein Teil von mir.
Kann ich dazu stehen? Will ich dazu stehen?

Gott, Du kennst mich, in allen Bereichen meines Ich.
Ich übergebe Dir das, was ich nicht sein möchte, mache es zu einem Teil von mir und:
Vergib mir, erneure mich, behutsam, Herr.

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Eduard von Hartmann, Jesus- und Mohammed-Kritik

Eduard von Hartmann (+1906) hat sich als einer der ersten in unserem Land massiv gegen Jesus gewendet, ihn als Doofmann hingestellt, über den man nur lachen kann – Jesus der Jude mit seiner jüdischen Pseudomoral…

So what?

Eduard von Hartmann ist lange tot – Jesus Christus lebt bekanntlich noch immer. Nur wenige Fachleute wissen noch, dass Eduard von Hartmann mal existierte. Wir ziehen also unser virtuelles Hütchen – wenn wir das hören, was er zu Jesus zu sagen hat und gehen weiter.

Diesen Umgang mit Kritikern haben wir Christen Europas so langsam aber sicher gelernt – schmerzhaft, weil man nicht gerne lächerlich machen lässt, was man liebt.

Diesen Umgang müssen Muslime noch lernen. Mohammedkritiker sind wie Eduard von Hartmann. Man muss sie als Muslim ertragen lernen. Man zieht sein virtuelles Hütchen – und geht weiter. Der Glaube an Mohammed wird sie alle überleben.

Diese Sachlichkeit ist es, die man nicht gerne selbst lernt – die müssen einem andere beibringen. Von daher: Kritiker haben eine wichtige Aufgabe.

Und wer das nicht gelernt hat, der ist noch nicht im Europa der Moderne angekommen. Und wer das nicht lernen will, der wird in Europa nicht ankommen. Das vor allem auch darum, weil Europäer sich immer weniger zwingen lassen aus Höflichkeit gegen alles mögliche aus der Welt den Mund zu halten. Nun denn, man kann auch darauf hoffen, dass die Europäer aussterben oder zur Minderheit werden.

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Lechts wie Rinks + Die Postmoderne

Lechts wie Rinks – zitiere ich damit Jandel? – eine interessante Untersuchung: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/afd-linke-rechts-links-waehler-gemeinsamkeiten

Allerdings hat der Leiter der Untersuchung noch eines nicht beachtet: Die Postmoderne ist dadurch gekennzeichnet, dass Menschen switchen. Das gilt auch für andere Themen. Ich hatte das neulich im Blog. Sieht man ja auch an Merkel: Sie ist CDUlerin und versucht die CDU in manchen Bereichen eher linksgrün zu trimmen: http://blog.wolfgangfenske.de/2017/07/13/entscheidung-postmodern/ 

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Merkel-Wahl in sicheren Tüchern? + Populistisch gegen Populismus + SPD will… in Familien eingreifen

Ist die Merkel-Wahl in sicheren Tüchern? Hier wird vermutet: Nein: http://cicero.de/innenpolitik/Zahlen-und-Stimmungen-zwei-wirklichkeiten

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Das Thema hatte ich auch wiederholt im Blog: Man wirft anderen Populismus vor und agiert und agitiert selbst populistisch: http://cicero.de/kultur/politische-rhetorik-populistisch-sind-immer-die-anderen

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Was die SPD alles will, das sagt uns Barley in einem Interview: https://www.welt.de/politik/deutschland/article167165269/Viele-Menschen-haben-Merkel-satt.html

Was ich besonders spannend finde: Die Politik möchte Möglichkeiten schaffen, dass Menschen, die sich trennen, weniger konfliktreich trennen. Wie?

Damit das gelingt, brauchen wir Verfahren, damit Paare während einer Trennung nicht alleine gelassen werden. Niedrigschwellige Beratungsangebote durch speziell ausgebildete Coaches und geschulte Mediatoren sind nur ein Beispiel. Wichtig ist es, eine Eskalation zu verhindern.

Weitere Überraschungen sind im Interview zu lesen.

Und hier, in diesem Interview lesen wir: http://www.zeit.de/2017/31/katarina-barley-familienministerin-tradition-moderne-interview/seite-3 :

Man muss Paare unterstützen, bei denen es kriselt – und verhindern, dass sie sich trennen.

Es ist doch schön, dass die SPD Politik sich in die familiären Belange einmischen will. Wenn die Ehe kriselt, melden Sie sich bitte bei der SPD vor Ort oder am besten gleich bei Frau Barley. Sie kann finanzielle Anreize geben, dass man das Kriseln schnell vergisst.

Trotz meiner Ironie – ich finde das sehrt interessant, dass die Politik sich in diese Belange einmischen möchte. Wenn Frau Barley das sagt, dann ist das ja nicht mehr nur eine persönliche Äußerung angesichts ihrer möglichen eigenen Erfahrungen mit sich selbst und ihren Mitmenschen, sondern es bekommt die Färbung eines offiziellen Programms. So viel Hilfe Ehen benötigen – das hat die Politik nichts anzugehen. Ich sehe das als übergriffig an – wie auch immer stärker versucht wird, Frauen unbedingt in die Arbeit zu drängen und sich der Kinder zu bemächtigen, freundlich gesagt: sich der Kinder anzunehmen. Das kennt man alles zu sehr aus ideologischen Staaten. Davon ist Frau Barley vermutlich sehr weit entfernt. Die Partei übernimmt alles Private. Aber Misstrauen sollte bei allen wach gerufen werden, die in solchen Systemen aufgewachsen sind oder von solchen Systemen wissen.

Wer die Kinder hat, hat die Gesellschaft.

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