Junge Wähler und Wahl + AfD und Asylpolitik

Ist das, was wir hier lesen können, nicht Quatsch? Die Stimme junger Menschen soll immer weniger wert sein, weil so viele Wähler über 60 sind. Die jungen Wähler sind ja keine einheitliche Masse, genauso wenig wie die alten Wähler. Diese Logik verstehe ich schlicht und ergreifend nicht. Oder ist klar, dass die jungen Menschen alle CDU wählen – und die arme CDU darum weniger Stimmen bekommt als die Grünen? Oder soll das eine Art Verteidigungsstrategie der Grünen sein, schon vorher zu verkünden, dass sie weniger Stimmen bekommt, weil seit der letzten Wahl so viele über 60 wurden? https://www.welt.de/politik/deutschland/article167843804/Warum-die-Stimme-junger-Menschen-immer-weniger-wert-ist.html

Vielleicht bin ich auch zu blöde für diese Logik. Diese Spaltungsversuche wie wir sie nach der Trump-Wahl, nach der Brexit-Abstimmung erkennen, sollte nicht die Gesellschaft bestimmen – forciert von den Medien und den in einer Wahl Unterlegenen. Das ist nicht demokratisch.

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Die AfD fordert in der Asylpolitik zum Teil das, was die Regierungen Europas im Augenblick – bei uns: vor der Wahl verbal – durchzusetzen versuchen. Aber die Forderung, das Gesetz zum Thema Asyl zu verändern, ist nicht stichhaltig. Es wäre schon viel gewonnen, wenn das Asyl-Gesetz wirklich angewandt werden würde und nicht Migranten einfach den Flüchtlingen zugeordnet werden würden. http://www.tagesschau.de/inland/afd-asylpolitik-101.html

Das, was unter dem Link zu finden ist, ist nicht korrekt. Es suggeriert, dass die AfD nun die Forderungen aufstellt, nachdem die Politik solches längst durchzusetzen versucht. Die Politik macht es ja erst, weil der Wählerdruck mit Blick auf die AfD so groß geworden ist. Man sollte das sagen, sonst handelt es sich um politische Meinungsmache und nicht um Fakten. Dass die AfD nun das Asylgesetz angreifen muss, das hängt damit zusammen, dass die CDU ihr den Wind aus den Segeln genommen hat – ich hatte das Thema: Merkel als Staubsauger, der allen Parteien ihre Themen wegnimmt. Nun muss die AfD Neues finden und auch extremer werden, um sich von der CDU absetzen zu können. Das läuft alles genauso ab, wie man es sich schon vor Monaten gedacht hat. Nachzulesen in diesem Blog.

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Staat legt sich selbst lahm + Interpol wird lahmgelegt

Der Staat legt sich selbst lahm:

a) es fehlen Gerichtsvollzieher: https://www.welt.de/regionales/hamburg/article167836170/Gerichtsvollzieher-stehen-vor-dem-Kollaps.html

b)  Bürokratismus, Bürokratismus, Bürokratismus – legt das Militär lahm (welt+): https://www.welt.de/politik/deutschland/article167805893/Absurde-Buerokratie-laehmt-von-der-Leyens-Agenda-Ruestung.html

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Interpol wird lahm gelegt, wenn es sich von solchen Systemen, wie es zurzeit in der Türkei herrscht, missbrauchen lässt, um politisch unliebsame Menschen zu fangen: http://www.tagesschau.de/ausland/interpol-akhanli-101.html

Trotz aller Notwendigkeit, das Gespräch mit der Türkei – wenngleich auch nicht unbedingt mit der Regierung – nicht abbrechen zu lassen, das geht nicht und ist Missbrauch der freien Welt. Die ist sowieso schon am Kämpfen um Freiheiten: Überall gibt es Versuche, die Meinungsfreiheit einzugrenzen – und von daher wäre das ein weiterer massiver Schritt gegen Meinungsfreiheit in Europa.

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Verteidigung Schröders + Macrons Beliebtheit

Augstein hat Recht. Die Angriffe auf Schröder sind Heuchelei. Er hat das Recht, Geld da zu verdienen, wo er es verdienen will. Und die Verquickung von wirtschftlichen Machtinteressen mit politisch verbrämten Sanktionen gegen Russland, was die USA verfolgt, zeigt an, dass man sich weder von den Russen noch von den Amerikanern abhängig machen darf: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerhard-schroeder-aerger-um-den-neuen-russen-job-des-altkanzlers-kolumne-a-1163778.html

Aber: Es kommt für die SPD zur Unzeit, weil das natürlich für den Wahlkampf herangezogen wird bzw. von Menschen mit Blick auf die Wahl herangezogen werden kann.

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Wie schnell man doch vergisst. Nun heißt es in den Nachrichten, dass Macron nicht mehr so viele Menschen überzeugen könne wie zur Wahl. Hat man vergessen, dass viele nur darum Macron gewählt hatten, um Le Pen loszuwerden? Es war keine Macron-Liebe. Nach der Wahl gab es einen kleinen Hype – ist klar: Medien und EU-Politiker jubelten ihn hoch: Der Retter Europas! Dieser junge Mann, mit seinem Elan! – Und sie steckten damit die französische Bevölkerung an. Und nun kommt eben das – vor allem: Es wird das kommen – was man schon lange erwartet hat: Massive Kämpfe in der französischen Gesellschaft. Die linken Gewerkschaften sind sehr stark. Weiß er sie einzubinden? Das wäre ein wirklich klasse politischer Zug zur Stabilisierung der Gesellschaft.

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IS-Islamisten + Ent-Ideologisierung des Islam + Rechtsextremismus

Es sieht so aus, als würden die IS-Islamisten wirklich massiv unter Druck geraten: http://www.tagesschau.de/ausland/russland-syrien-is-101.html

Aber ist es nicht zu früh, den Sieg auszurufen? Jetzt muss massiv aufgebaut werden, damit die Menschen nicht frustriert werden und sich extremen Gruppen wie der IS zuwenden – wie ja die Hamas, die Hisbollah, Fatah und all die anderen islamistischen Gruppen, die auch noch in Syrien am Kämpfen sind. Damit sie nicht wieder Kinder solcher frustrierten Extremisten werden. Nun muss der Islamismus nicht nur aus den Köpfen hinausgebildet werden, wie es hier und da anklingt, sondern die Lebensbedingungen müssen geändert werden.

Aber das wird sehr schwer, wenn nicht der gesamte ideologische Hintergrund verändert wird. Und dass der verändert werden kann, ist zurzeit nicht in Sicht. Im Gegenteil. Der Islam wird immer konservativer, immer abgrenzender und politischer: Pakistan, Indonesien, von vielen westlichen Staaten ganz zu schweigen. Überall kämpfen freiere Muslime gegen ihre Extremen Genossen und geraten in die Defensive. Auch Ägypten ist noch lange nicht von den Muslimbrüdern befreit. Im Gegenteil – es sieht so aus, als würde Al-Sisi, seine Sicherheitskräfte nicht in den Griff bekommen – das heißt ihre Brutalität weckt wiederum die Extremisten.

Dass eine neue Koran/Sunna-Hermeneutik entwickelt wird, die für die meisten Muslime nachvollziehbar ist, ist auch noch nicht in Sicht. Oder ist der Islamismus ein letztes Aufbäumen vor den Gang auf den Müllhaufen der Geschichte? Leider kann ich das nicht sehen. Die Grundbedingungen haben sich noch nicht geändert. Oder ist im Irak/Syrien ein neuer veränderter Islam aus Enttäuschung vor dem alten Islamismus/Wahhabismus dabei, sich zu formieren? Ich muss allerdings gestehen: Ich habe noch keine Anhaltspunkte dafür in den Medien entdecken können.

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Im Januar schrieb ich:

Ein rechtsgerichteter Druide soll eine Terrorzelle gegründet haben: http://www.zeit.de/gesellschaft/2017-01/rechtsextremismus-schwetzingen-druide-terrorzelle-razzia-bundesanwaltschaft

Dass es im Neuheidentum auch – sagen wir sehr allgemein und vorsichtig extrem traditionsorientierte Gruppen gibt, ist bekannt.

Nun: rechtsextrem, Waffen… – aber keine Terrorzelle: http://www.tagesschau.de/inland/rechtsextremisten-keine-ermittlungen-101.html

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Genesis 6-10: Sintflut, Noah, Gott und Menschen

Gott plante die Menschen umzubringen, weil es ihm reute, den boshaften Menschen erschaffen zu haben (also eine Art Anthropodizee). Und so tötete er Mensch und Tier, nur der gerechte Noah überlebte samt Familie und den Tieren.

Es ist eine grausame Geschichte. Ich lese sie als Hoffnungsgeschichte. Wie das? Ein paar Anmerkungen möchte ich geben – die Geschichte ist natürlich vielfältiger angelegt.

Israel war von den Babyloniern erobert worden. Die Oberschicht wurde nach Babylon ins Exil verschleppt. Die jüdischen Theologen wussten: Wir von Israel haben den Vertrag gebrochen, den wir mit Gott bzw. Gott mit uns geschlossen hat. Wir erleiden nun durch die Eroberung die Vertragsstrafe.

In Babylon sind sie mit der alten Noah-Tradition in Verbindung gekommen. Die sagte: Es gab eine große Flut und in dieser Flut sind alle Menschen gestorben. Es war also 500 vor Christus ein wissenschaftlich-mythologischer Fakt.

Der Name Noah wird als „Trösten“ interpretiert – und von daher liegt es nahe, sie als Hoffnungsgeschichte zu lesen, eine Geschichte, die den Israeliten in Babylon Trost sein sollte. Sie haben ihre Situation in die Geschichte hinein gelesen: Das Volk Israel lebt in einer Zeit der Flut – der Überflutung durch die Babylonier. Nur wenige Israeliten leben noch. Doch diese wenigen werden diese Flut überleben. Gott bereitet dem Elend ein Ende – er wird wieder einen Neuanfang schenken. Und mit diesem Neuanfang fängt auch Gott mit dem Volk neu an: Der Noahbund – samt Gebote und Regenbogen als Symbol. Und so wird Noah auch als Vorbild dargestellt.

Dieser alte Mythos wurde also auf die eigene Situation hin umgedeutet – er wurde zum Trost: Das Elend der Überflutung durch die Babylonier wird ein Ende haben – Gott wird dem ein Ende bereiten. (Man muss allerdings bedenken, dass das so eingebettet wird, dass es vor der Abraham-Berufung durch Gott erzählt wird, also den Völkern gilt – somit folgerichtig, denn von ihnen wurde die Erzähltradition übernommen. Auch diesen Völkern gelten die Gebote.

In der babylonischen Zeit hat das Volk Israel auch die erste Schöpfungsgeschichte durch einen von Gott be-Geist-erten Theologen geschenkt bekommen, der ebenfalls alte Traditionen aufgegriffen hat. Dort heißt es: Gott sah seine Schöpfung – sie war sehr gut. Doch in Babylon erlebte man überhaupt nichts Gutes. Der Mensch bereitet dem Menschen nur Übel. Aber: Es kann noch so chaotisch sein: Der Grundton der Schöpfung ist gut. Warum? Der Geist (Ruach) Gottes schwebte über den Urfluten und erschuf die schöne Welt samt Menschen. Und dieser Geist (Ruach) ist es dann auch, der die Strafflut beenden werden wird: Er trocknet die Flut weg. Gott der Schöpfer ist auch der Erhalter.

Die Schöpfungsgeschichte – dieser Mythos ist älter als das Volk Israel, wurde jedoch auf das Volk hin neu erzählt. Und eben als Trostgeschichte. An der großen Flut kam man nicht vorbei. Sie beherrschte die Tradition. Aber man vermochte sie in den großen Kontext des Rettungshandelns Gottes zu stellen.

Man merkte allerdings: Das Gottesbild reibt sich mit der eigenen Tradition. Und so ist von Gottes Trauer über den Menschen, seinen Zorn über ihn und seine Reue geredet. Das ist der Keim, das Verhältnis von Mensch und Gott – Gott und Mensch als Beziehungsgeschichte zu deuten:

Gott gab dem Menschen von Anfang an Freiheit. Der Mensch missbrauchte die Freiheit, wandte sich gegen Gott und Mensch. Gott versucht nun, dem Menschen nicht die Freiheit zu nehmen, sondern mit Hilfe von Propheten, Geboten, weiteren Gottesmenschen den Weg zu Gott und des Miteinanders zu weisen. Nicht zuletzt durch Jesus Christus. Gott geht auf den Menschen ein und versucht ihn dazu zu bringen, in Freiheit menschlich zu sein. Und so werden diese alten Mythen der Völker auch Bausteine, um die Beziehung zwischen Gott und Mensch verstehen zu können.

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Kunst und Kolonialismus

Eine heftige Diskussion: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article167835136/Bilderstuermerei-ueberwindet-den-Kolonialismus-nicht.html

All den sauberen Zeitgenossen sei folgender Gedanke entgegengehalten: Wären die wunderbaren Gegenstände nicht hier, wären sie längst verrottet. Und wenn man sie zurückgeben würde – so manches Exponat würde das auch nicht überleben. So what?

Aber schön. dass sich manche damit moralisch profilieren wollen. Vielleicht gibt die Diskussion ja Ideen frei, die zukunftsweisend sind, vielleicht die Unterstützung eines Museums in einem sicheren Staat Afrikas zum Beispiel und die jeweilige Skulptur wird in Berlin als Leihgabe ausgestellt?

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Wahlkampf: Maas und AfD

Maas meint, die AfD sei keine Gefahr für den Rechtsstaat. Man beachte die Formulierungen welt+ :  https://www.welt.de/politik/article167820955/Die-AfD-ist-keine-Bedrohung-fuer-den-Rechtsstaat.html

Da werden sicher manche, die die AfD als Personifizierung des Bösen ansehen, das die Demokratie zerstört, sicher hyperventilieren.

Sie ist Teil des demokratischen Prozesses und Ausdruck von Missständen in unserer Gesellschaft.

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Medien als Strategie eines Rufmörders? + Zensur fördert Willkür + Chinas Zensur in der Wissenschaft

Kann es sein, dass sich Medien von einem Rufmörder haben einspannen lassen – und überhaupt einspannen lassen? Eine spannende Frage (spiegel-plus): http://www.spiegel.de/spiegel/carsten-maschmeyer-ein-rufmoerder-vermarktet-seine-kampagne-a-1163552.html

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In den USA versuchen dominante Unternehmen Zensur auszuüben: https://www.welt.de/wirtschaft/article167842554/Amerikas-Tech-Giganten-ueben-sich-in-Zensur-1-0.html

Die Folge wird sein, was ich neulich schon thematisiert hatte: Weltanschauliche Gruppen versuchen dann Parallelstrukturen zu errichten. Im Augenblick geht es den Rechten an den Informationskragen, weil die TechnologieUnternehmen eher links sind. Aber wenn die Stimmung kippt, dann kann es auch leicht gegen Linke gehen, gegen Kritiker dieser Mediengiganten. Im Augenblick eher pro Islam – wenn die Stimmung kippt, kann es schnell kontra Islam gehen. Und gegen Christen, die dem Mainstream entgegenlaufen, kann es allemal gehen. Das heißt: Wenn keine Rechtssicherheit besteht, sondern irgendwelche PrivatUnternehmen – und seien sie noch so groß – meinen, sie müssten die Bevölkerung politisch gängeln, dann haben wir nichts als Willkür. Und die Demokratie ist vor lauter Kampf gegen Nichtdemokraten zerstört.

Von daher ist mancher Jubel linker Gruppen verfrüht. Die ZensurKrake kann auch sie umgreifen.

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Chinas langer Arm erreicht die westliche Wissenschaft: Zensur! Man darf sich nicht beugen – auch wenn die Anti-Demokraten von links kommen: https://www.welt.de/kultur/article167841736/Universitaet-Cambridge-beugt-sich-Chinas-Zensoren.html

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Messerstecher + Jugendliche im Spinnennetz von Banden

Es sieht so aus, als würden die Messerstecher auch in unserem Land immer stärker Fuß fassen: https://www.welt.de/vermischtes/article167835390/Jugendliche-in-Haft-Mann-festgenommen.html

Dass man das von vornherein ernst nehmen muss und das nicht einfach als Ausdruck von Auseinandersetzungen von Zugereisten abtun darf, zeigt dieses beispiel aus Großbritannien: http://www.tagesschau.de/ausland/bandenkriminalitaet-london-101.html

Wenn man das nicht massiv ahndet – breitet sich das wie ein Krebsgeschwulst weiter aus und ergreift immer mehr – eben auch Jugendliche, die nicht wollen. Sie müssen sich dann Banden anschließen, um ein wenig geschützter zu sein. Und Banden lassen die Kids nicht mehr los. Sie sind wie Sekten, die ein Spinnennetz um die Jugendlichen legen – um sie auszusaugen.

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