Gniffkes Bonmot – aufgedeckt von Dushan Wegner + Unsichere Universitäten

Es tut gut, wenn es Menschen gibt, die genau lesen. Das ist hier der Fall: https://dushanwegner.com/2017/10/30/unvoreingenommen-und-unaufgeregt/

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Universitäten bieten keine Sicherheit mehr für Menschen mit nicht linker Meinung… Liberale Hochschulgruppe warnt: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/nach-linker-gewalt-lhg-halten-universitaeten-fuer-nicht-mehr-sicher/

Das sieht man nicht nur an dem Hamburger Fall (einer vom RCDS [Gesser] wurde angegriffen), sondern auch an dem Frankfurter Fall (Wendt wurde aus Sicherheitsgründen ausgeladen). Wenn das einmal einreißt, werden wir häufiger davon hören. Mit Drohungen – und agitierende Schlägertrupps kann es überall geben.

Extremisten jeglicher Couleur darf kein Raum gegeben werden. Erfolge machen sie süchtig nach noch mehr Erfolgen.

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Kevin Spacey und seine Kritiker + „Islamischer Starintellektueller“ (T. Ramadan) und Frauen + Gewalt gegen Frauen + Großbritannien

Kevin Spacey wird beschuldigt, sich einem jungen Mann mit ungebührendem Verhalten angenähert zu haben. Dafür entschuldigte er sich und outete sich als Homosexuellen. http://www.spiegel.de/panorama/leute/vorwurf-zu-sexuellem-uebergriff-reaktionen-auf-statement-von-kevin-spacey-a-1175581.html

Die Reaktionen darauf sind kurios. Es geht im Grunde nicht mehr um die Tat. Es geht darum, dass er diese mögliche Tat mit seiner Homosexualität verbunden hat. Das ruft massive Kritiken auf den Plan. Warum? Weil dadurch ein schlechtes Licht auf Homosexuelle gerichtet wird.

Ich frage mich: Denken die Kritiker, dass Homosexuelle andere Menschen sind als Heterosexuelle?

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Auch der „islamische Starintellektuelle“ wie es hier heißt: https://www.nzz.ch/schweiz/schwere-vorwuerfe-gegen-einen-islamischen-starintellektuellen-ld.1325210wird beschuldigt, Frauen missbraucht zu haben. Es geht um Tariq Ramadan. (Ich habe häufiger von T.R. geschrieben. Aber die Seiten, die ich als BelegLink gebracht habe, sind nicht mehr abrufbar. Darum weise ich nur auf diesen Beitrag hin:

Zu Tariq Ramadan hatte ich vor langer Zeit einmal einen Beitrag: http://blog.wolfgangfenske.de/2014/10/13/minderwertigkeitskomplex-der-muslimetariq-ramadankoran-hermeneutik-2/

Zur Scharia:

Between these two extremes, there is a way, I believe, to change the terms of the debate: if, for Muslims, it is a matter of rejecting the insidious process of the relativization of their universal values, it is also incumbent on them to explain clearly in what sense, and how, those values respect diversity and relativity. If the Way to faithfulness, the Sharia, is the corpus of reference in which Islamic universality is written down, it is urgent and imperative to say how it is structured and how it expresses the absolute, and rationality, and the relation to time, progress, the Other, and, more broadly, difference.

https://tariqramadan.com/english/the-way-al-sharia/

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Gewalt gegen Frauen im Ostkongo hängt auch mit den Bodenschätzen zusammen: eine Petition. Es geht um den Abbau von Coltan: https://www.missio-hilft.de/de/aktion/schutzengel/fuer_familien_in_not_weltweit/petition/index.html

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Nur in Großbritannien? http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/grossbritannien-labour-aktivistin-wirft-parteikollege-vergewaltigung-vor-a-1175843.html

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Anti-AfD-Preis + Schnickschnack und Lametta

Wofür bzw. wogegen es alles Preise gibt – das ist schon interessant: http://www.bz-berlin.de/berlin/charlottenburg-wilmersdorf/friedrichshain-kreuzberg-vergibt-medaille-fuer-kampf-gegen-die-afd

Ich fand in meiner Jugend auch immer interessant, mit was für Orden die Kommunisten immer geschmückt wurden. Steht die oben genannte Preisverleihung in dieser kommunistischen Tradition?

Hier fand ich den meine Sicht unterstützenden Beitrag: http://www.zeit.de/1991/48/mit-schnickschnack-und-lametta/seite-2

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500 Jahre Reformation + „Luther für Atheisten“ + Vorwürfe gegen die Kirche + Allerheiligen und die alten Kelten + Reformationstag: Katholische Feier

Ein Rückblick auf das Reformationsjahr: https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/2017/10/30/das-reformationsjubilaeum-war-missionarisch/

Was Beobachtungen aus meinem Umfeld betrifft: Gottesdienste am 31.10. waren sehr gut besucht. Spricht für häufigere Reformationsfeiertage.

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Ein kurzer Beitrag: „Luther für Atheisten“ http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-10/reformationstag-martin-luther-feiertag-95-thesen

Dazu lässt sich noch eine ganze Menge mehr und präziser sagen. Aber für den Anfang reicht es. Ein netter Versuch.

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Theo Lehmanns Vorwürfe gegen die Kirche: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/die-evangelische-kirche-hat-angst-jemandem-zu-nahezutreten-102986.html

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Interessant finde ich den Hinweis zu Allerheiligen, dass manche meinen, das Fest stamme nicht aus dem katholischen Kulturkreis, es stamme von den Kelten ab. Das wird gesagt, aber dann auch gleichzeitig kritisch als unbelegt abgewiesen. http://www.spiegel.de/panorama/allerheiligen-und-halloween-worum-geht-es-a-1174476.html

Das ist das Problem, das Nichtchristen haben: Sie wollen vieles aus der germanischen, keltischen usw. Vorzeit ableiten – nur: Es gibt keine Belege. Man kann sich vieles denken, vieles aus anderen Völkern ableiten, vieles von Schamanen aller möglichen Stämme her denken – aber es ist nicht zu belegen. Somit bleiben sie in der christlichen Tradition gefangen und versuchen, aus ihr mit Phantasien auszubrechen. Und wenn es denn Schriften gibt, dann sind sie durch christliche Hände gegangen und man weiß nicht genau, was christlich eingetragen wurde, was nicht.

Grundsätzlich haben wir Christen in Europa sicher eine ganze Menge von unseren heidnischen Vorfahren übernommen. Aber das, was übernommen wurde, wurde christlich gefiltert. Hätten die Alten doch wenigstens was Vernünftiges aufgeschrieben! Aber haben sie nicht, bis auf ein paar – ich übertreibe – Runenflüche. Weiter waren sie eben noch nicht. Ganz anders als manche Völker Vorderasiens, Asiens, Ägypten und Griechenland, Rom… Über die Christen kamen dann diese Errungenschaften nach Mitteleuropa und wurden immens weitergeführt.

Oder ist mein Wissen an dieser Stelle veraltet?

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Auf Facebook schrieb einer: Reformationstag – ich feiere, dass ich katholisch bin. In dieser Hinsicht auch: https://www.domradio.de/themen/%C3%B6kumene/2017-10-25/kardinal-mueller-kritisiert-reformation-unter-luther

Ist das nicht schön? So hat jeder am Reformationstag etwas zu feiern. So lange man auch hin und wieder gemeinsam feiern kann…

Manche feiern viel miteinander, manche weniger. Nun denn. So sind wir Menschen – auch wenn wir Jesus Christus folgen. Auch Christen sind keine Menschen vom Fließband, sondern trotz aller Differenzen Kinder des himmlischen Vaters. Diese Erkenntnis können wir sicher gemeinsam feiern, denke ich mir so (ein wenig optimistisch).

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CDU Mitte oder Rechtsruck – gute Migrantenpolitik + Richtig abschieben

Die CDU soll nicht in den Rechtsextremismus abdriften. Sie soll in der Mitte bleiben. Aber zwischen Mitte und Rechtsextrem gibt es eine große Bandbreite. Die CDU soll vor allem eine gute Politik machen. Das ist die Forderung. Und was die Migrantenpolitik betrifft: Die war in der Vergangenheit nicht gut. Man muss nicht von der Mitte abrücken, um gute Migrationspolitik zu betreiben. Gute Migrantenpolitik hat die Zukunft im Blick und reagiert nicht nur panisch auf irgendwelche aktuellen Ströme und Strömungen.

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Jakob Augstein hat einen interessanten Beitrag geliefert – ich meine darin zu erkennen, wie der Autor mit sich ringt: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umgang-mit-kriminellen-auslaendern-und-abschiebungen-a-1175587.html

Und diese Spannung löst sich dann:

Viel zu viele Migranten lässt der Staat in einem rechtlichen Limbo leben, in einer bürokratischen Nichtexistenz – man lässt sie zwar bleiben, aber nicht wirklich hier leben. Wenn man sich besser um die kümmern würde, die hier sind, würde es leichter fallen, die rauszuwerfen, die gehen sollen. Denn nur weil die Rechten ohne Maß und Menschlichkeit alle straffälligen Ausländer rauswerfen wollen, sollten sich Linke und Liberale nicht scheuen, die rauszuwerfen, die es tatsächlich verdient haben.

Und: Wer hat es „verdient“?

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Islamisten + Tschetschenische Islamisten + ÖsterreichIslamisten + Anschlag in Afghanistan + Schreckensruf

In Schwerin wurde ein Syrer wegen des Verdachts, einen Anschlag geplant zu haben, festgenommen: http://www.bild.de/news/2017/terroranschlag/eilmeldung-syrer-53708242.bild.html

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Wie gefährlich tschetschenische Islamisten sind, darauf weist Brandenburg hin: Sie übernehmen die Islamistenszene: http://www.focus.de/politik/experten/osthold/ungeloestes-islamismus-problem-tschetschenen-haben-brandenburgs-islamistische-szene-uebernommen_id_7776597.html

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Islamisten aus Österreich wollten in der Türkei möglicherweise einen Anschlag durchführen: http://m.oe24.at/oesterreich/chronik/Austro-Paar-wollte-Einkaufszentrum-sprengen/306477752

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Wieder Anschlag in Afghanistan – es wird vermutet, dass die Islamisten wie in Nigeria ein Kind dafür eingesetzt haben: http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-schwere-explosion-erschuettert-diplomatenviertel-in-kabul-a-1175744.html

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Wieder erscholl wohl der (für viele, viele Menschen) Schreckensruf: Allahu Akbar – Allah ist größer – dieses Mal in New York: http://www.spiegel.de/politik/ausland/was-wir-ueber-den-terroranschlag-in-new-york-wissen-taeter-opfer-hergang-a-1175822.html

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Reformationstag

Martin Luther hatte seine Ecken und Kanten, an denen sich heute noch viele reiben. Man hat Charakterfehler entdeckt, logische Fehler, Übertreibungen usw. usw.

Martin Luther hat viele Traditionen aufgegriffen, stand fest in der Kirche seiner Vorfahren, hat sich also auch nicht alles selbst aus den Fingern gesogen.

Martin Luther stand auch nicht allein, sondern er hatte gute Mitstreiter und hat die Stimmung der Zeit getroffen und dadurch viele Anhänger bekommen.

Martin Luther, so empfanden viele, hat die sensible Einheit von Kirche und Kaiser zerstört und die evangelische Kirche den jeweiligen Lokalherrschern zugeführt. Den ersten Teil finden andere hingegen wieder klasse, weil dadurch die Moderne beginnen konnte.

Nicht gut ist, dass es zu einem so schmerzhaften Bruch zwischen zwei Konfessionen gekommen ist, wobei hier wie immer, nicht nur einem die Schuld zu geben ist, Martin Luther, sondern allen Konfliktparteien. Aber was trotz Schmerz gut ist: Die Kirche lernte wieder von unten zu denken, die Alleinherrschaft begann zu bröckeln, die Selbstherrlichkeit und die mit der Arroganz verbundene Unmenschlichkeit..

Das ist alles erforscht und liegt in vielen Büchern vor. Manchmal sogar werden Kanten aufgebauscht und in den Medien als üble Sensation verkauft.

Aber was ist für mich das Besondere an Luther?

Er hatte Mut, das im Glauben Erkannte durchzusetzen. Und er hat nicht seinen Privatglauben durchgesetzt, sondern hat ihn in Auseinandersetzung und Aufnahme der vielfältigen Stimmen der Kirche – in intensiver Aufnahme des Maßstabs: Das Neue Testament – durchgesetzt.

Er hat wieder pointiert und konzentriert das Wesentliche des christlichen Glaubens in Worte gefasst – in Aufnahme guter christlicher Tradition:

Allein Christus – allein Glaube – allein die Bibel und das alles durchdrungen von der leuchtenden Gnade Gottes. (Reformationstag 2014)

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Interview – aus einer anderen Welt + Gott hat mich ergriffen

In diesem Interview kann man etwas lesen, was einem vorkommt, wie aus einer anderen Welt. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kardinal-walter-brandmueller-ueber-den-streit-um-amoris-laetitia-15266671.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0  Und das soll es auch. Eine kleine Kostprobe:

Entschuldigen Sie bitte, was steht denn im Evangelium anderes? Im Evangelium ist nicht ein glorioser Triumph des Glaubens und der Kirche prognostiziert, sondern der große Abfall. Da brauche ich nicht einmal die Apokalypse des Johannes aufzuschlagen, da genügen die vier Evangelien. Und entscheidend ist, dass die Kirche als solche nicht untergeht. „Fürchte dich nicht, du kleine Herde“, sagt Christus, „denn mein Vater hat euch verheißen, euch das Reich zu geben“. Das sind Dinge, die wir mit aller Klarheit erkennen und sagen müssen. Und dieses ständige verkrampfte Bemühen, ja keinen Anstoß zu erregen, bei allen lieb Kind zu sein, ist mit dem Evangelium, mit der Existenz des Christen in dieser Welt schlechterdings nicht vereinbar. Im Evangelium ist vom Erkalten der Liebe die Rede. Haben wir etwa eine Erwärmung der Liebe? Wir haben eine derartige Erkaltung der Liebe, dass man ungeborene Kinder und alte, demente, kranke Menschen umbringt. Ist das Erkalten der Liebe? Ich meine schon. Wir tun heute das, wofür noch vor Jahren Menschen zum Tode verurteilt worden sind.

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Adrien Mamadou Sawadogo, geboren in Burkina Faso, wirkend in Mali, hat ein sicher lesenswertes Buch geschrieben: „Gott hat mich ergriffen: http://www.kath.net/news/61443

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